Das Darmzentrum im Wesselinger Dreifaltigkeits-Krankenhaus feiert in diesem Jahr sein 10jähriges Jubiläum.

„Wir wurden 2009 erstmals zertifiziert und waren so das erste zertifizierte Darmzentrum in unserer Region“, erzählt der Chefarzt und Leiter des Darmzentrums Prof. Dr. med. Christoph A. Jacobi und fügt, nicht ohne Stolz, hinzu: „In diesem Jahr behandeln wir unseren 1000. Darmzentrums-Patienten. Unser Viszeralonkologische Zentrum, kurz VOZ  genannt, bestand kürzlich das Überwachungsaudit durch OnkoZert (Zertifizierungsgesellschaft der Deutschen Krebsgesellschaft) mit einem ausgezeichnetem Ergebnis.“

Im Dreifaltigkeits-Krankenhaus Wesseling wird eine umfassende Versorgung angeboten – von der Früherkennung über die Diagnostik und die Operation bis hin zur Nachsorge. Notwendige Eingriffe werden so schonend wie möglich vorgenommen; mehr als 90 Prozent der OP‘s werden minimal invasiv durchgeführt.

Der leitende Oberarzt und Koordinator des Damzentrums, Dr. Gernot Meyer berichtet: „Wir Ärzte und Therapeuten im Darm- und im Pankreaszentrum Rhein-Erft erzielen bestmögliche Behandlungserfolge durch unsere Philosophie: Rasch diagnostizieren und koordiniert therapieren. Ganz besonders wichtig ist uns das individuell abgestimmte, supportive Behandlungsangebot, wie die Selbsthilfegruppen (ILCO und AdP), psychoonkologische Betreuung, Ernährungsberatung und Stomatherapie.“

Ein Partner im Darmzentrum ist die Selbsthilfeorganisation Deutsche ILCO e.V.

Sie ist die größte deutsche Solidargemeinschaft von Stomaträgern und Menschen mit Darmkrebs, sowie deren Angehörigen. Bundesweit sind ca. 250 Ehrenamtliche im Besucherdienst tätig und besuchen übers Jahr verteilt, knapp 10.000 Betroffene mit Stoma (künstlichen Darmausgang) und Darmkrebs in Akut- und Rehakliniken.

In Wesseling führt Carola Steiner diesen Besuchsdienst durch. Sie hatte selber die Diagnose Darmkrebs im Jahr 2009 und hat seitdem einen endständigen künstlichen Darmausgang (Stoma). Seit 2010 ist sie im Besuchsdienst tätig. „Ich finde es wichtig, dass die Patienten sich mit Gleichbetroffenen unterhalten können. Die Gespräche verlaufen immer unterschiedlich, aber meist sind die Patienten froh, sich mit ihren Sorgen und Nöten an Menschen wenden zu können, die ein ähnliches Schicksal erlitten haben. So fühlen sie sich nicht so alleine und sehen auch, dass man zum Beispiel mit einem Stoma gut leben kann. Die Selbsthilfeorganisation ILCO e.V. hat rund 40 Jahre Erfahrung in diesem Thema und wir können nicht nur mit unserem eigenem Beispiel Mut machen, sondern auch mit umfangreichem Informationsmaterial den Patienten mit Rat zur Seite stehen.“

 

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