In diesem Jahr ist alles anders als normalerweise. Corona hat die Stadt fest im Griff und niemand weiß, ob es am 17. August ein großes Sommerfest geben wird. Der 17. August ist nicht irgendein Tag. Es ist der zehnte Geburtstag des FC Rheinsüd. Und normalerweise sollte dies mit einem großen Sommerfest auf der Anlage neben der Gesamtschule Rodenkirchen gebührend gefeiert werden. Doch größere Veranstaltungen sind bis auf weiteres von der Bundes- und Landesregierung auf Eis gelegt worden.

Hervorgegangen aus dem VFL Sürth 1925 und dem TV 06 Rodenkirchen gehört der Fußballclub Rheinsüd seit der Fusion zu den ganz Großen seines Genres. 977 Mitglieder zählt der Verein und 41 Mannschaften, darunter einige Mädchen- und Frauenmannschaften. Ein Novum für den Bezirk. „Es ist unser Alleinstellungsmerkmal“, sagt Vereinsvorsitzender Georg Komma und betont, dass sie mit sieben Mädchenmannschaften die größte Mädchenfußballabteilung weit und breit haben.

Drei Platzanlagen gehören zum Verein, die Fläche in Sürth an der Remigiusstraße, der Kunstrasenplatz am Sürther Feld und die Ascheplatzanlage an der Konrad-Adenauer-Straße. Gerade letztere gilt oft als verwaist, doch das stimme nicht, wie Vereinsvorstand Komma betont. „Dort wird sehr viel trainiert. Wir brauchen die Platzanlage täglich für unsere Trainingseinheiten genauso wie die beiden anderen“, so Komma. Vorteilhaft wäre es deshalb, wenn auch diese Platzanlage eine Kunstrasenfläche erhalten würde, auch wenn es sinnvoll ist, wie Komma sagt, wenn Spieler sowohl auf Asche als auch auf Kunstrasen trainieren könnten.

Dass damals aus drei Vereinen ein großer entstand, hat ganz pragmatische Gründe. „Wenn man größer ist, bekommt man viel mehr spielfähige Mannschaften zusammen. Jeder im Verein hat seine Leistungsspitze, mit der Größe des Vereins kann nun jeder seinen Platz finden, das wurde zuvor zunehmend schwieriger“, erzählt Komma.

Im Geburtstagsjahr hat der Verein noch eine Neuerung im Programm: Weil sich Sportvereine sehr gut für die Kinderförderung eignen, hat auch der FC Rheinsüd ein neues Angebot auf die Beine gestellt. Jungs und Mädchen ab drei Jahren können bei den Mini-Kickern spielerisch in den Fußballsport hineinwachsen. Auf dem Programm stehen zum Beispiel Bewegungsspiele. Da wird gerannt, gesprungen oder balanciert. Eigentlich sollte das Angebot im März starten, muss jedoch wegen der Pandemie zunächst ruhen. „Es ist aber nur aufgeschoben, nicht aufgehoben“, betont Komma und schiebt noch hinterher, dass der  sportwissenschaftliche Mitarbeiter Sören Wrede für die besondere Zeit ein besonderes Trainingsprogramm auf die Beine gestellt hat. So können die Kinder und Jugendlichen trotz der großen Einschränkungen virtuell ihr sportliches Programm absolvieren. (susa)