Gute-Wünsche-Bäume laden Groß und Klein zum Schmücken ein!

Foto & Text: B. Wiora

Kleine und große Kinder waren am Mittwoch, den 12. Dezember, ins Dreifaltigkeits-Krankenhaus gekommen, um die Bäume der Guten Wünsche zu schmücken.

„Wir sind von der Schule aus direkt zum Krankenhaus gefahren, damit wir mithilfe der Gute-Wünsche-Bäume unsere Wünsche weitergeben können“, erklärt die Mutter von Tim (9) und Lena (6).

Die Bäume der Guten Wünsche sind dieses Mal keine richtigen Bäume, wie wir sie alle kennen, mit hölzernem Stamm und dunkelgrünen Nadeln. Dieses Jahr hängen im Flur zur Patientenaufnahmen und in Richtung Cafeteria im Erdgeschoss fünf große hellgrüne Weihnachtstannen, manche von ihnen mit eisblauem Winterhimmel oder einer tiefdunklen Weihnachtsnacht. „Fünf Bäume sind es geworden – damit auch alle guten Wünsche ihren Platz finden können“, erklärt Cordula Seifert, die katholische Seelsorgerin des Hauses. Die guten Wünsche können sich zum Beispiel an die Patienten im Dreifaltigkeits-Krankenhaus oder an erkrankte Verwandte und Freunde in der Ferne richten, denen man von ganzem Herzen gute Besserung wünscht.

Fest an den Wänden verankert, warten die „Bäume“ nun darauf, von liebevoller Hand geschmückt zu werden. Dazu gibt es bunte Papierkugeln, auf die jedermann, ob groß oder klein, einen lieben Wunsch schreiben und diese dann an die „Tannen“ kleben kann.

Um Punkt 15 Uhr begrüßte Cordula Seifert die kleinen und großen Gäste herzlich als die „Botschafter der Guten Wünsche“ und erklärte der quirligen Schar die Herzensidee. Alle, die schreiben oder malen können, wählen eine Papierkugel aus und schreiben, malen, zeichnen das, was sie anderen Menschen Gutes wünschen, auf diese Kugel. Kinder, die noch nicht so gut schreiben oder malen können, erklären ihren Eltern, was sie sich für die anderen Menschen Gutes wünschen – und Mama oder Papa übernehmen den Rest.

Cordula Seifert bat die eifrig schreibende und malende Kinderschar, ihren guten Wunsch für kranke Menschen einzeln vorzulesen bzw. zu erklären und diesen anschließend an eine der Tannen zu befestigen. „Liebe“, „Gesundheit“ und „Freunde“ – diese Wünsche sind auf einigen Kugeln zu finden, die die Kinder beschrieben haben – und zeigen, was wirklich wichtig ist.

Gute Wünsche kann man nicht genug haben

Tatkräftige Unterstützung fanden die fleißigen Kinder bei Chefarzt Dr. med. Dirk F. Richter, der seit mehr als zehn Jahren mit seinem Team der Plastischen Chirurgie Kindern aus Krisengebieten unentgeldlich behandelt. Die Hilfsorganisation Friedensdorf bringe die schwer erkrankten Kinder unter anderem in das Wesselinger Dreifaltigkeits-Krankenhaus, da es in ihren Heimatländern keine Möglichkeit zu einer adäquaten medizinischer Versorgung bei Verbrennungen, Knochenentzündungen,  orthopädischer Fehlstellung etc. gibt.

Auch der Chefarzt der Anästhesie, Intensiv- und Palliativmedizin am Krankenhaus, Dr. med. Rolf Scholer-Everts, half den Kindern beim Schmücken der Gute-Wünsche-Bäume und beschrieb gleich mehrere Kugeln. Herr Dr. Scholer-Everts reist regelmäßig in den Osten Afrikas nach Eritrea und nimmt dort im Rahmen der Aktivitäten der Organisation ARCHEMED Ärzte für Kinder in Not e. V. an Operationen am offenen Herzen bei Kindern teil. Die Kinder leiden an angeborenen Herzfehlern, die dort nicht adäquat behandelt werden können.

Unsere kleinen und großen Botschafter der guten Wünsche haben ihre Aufgabe perfekt gelöst. Viele gute Wünsche zieren nun die bunten Tafeln, die noch bis zum 6. Januar 2019 auf dem Flur zur Patientenannahme und Richtung Cafeteria zu bewundern sind – und die allen Patientinnen und Patienten Gesundheit, Glück und Frieden bringen sollen.

Alle sind herzlich eingeladen, die Tanne mit weiteren guten Wünschen zu bestücken, von denen man bekanntlich nie genug haben kann. Papierkugeln und farbige Stifte liegen am Empfang für Sie bereit!