Der Handyzwerg – unser Fachmann für alle Mobilfunk-Fragen
Schon lange ist der Handyzwerg in Rodenkirchen kein Geheimtipp mehr. Denn Frank Walke ist seit Jahren Ansprechpartner für alle Mobilfunkangelegenheiten, hat immer eine Lösung und das kostengünstig, fachmännisch und schnell. Bei ihm wird Kundenservice und Hilfe ganz großgeschrieben, und so zählen viele Privatpersonen und ortsansässige Unternehmen zu seinem Kundenkreis. Die Welt der Mobilfunkkommunikation ist nämlich seine Leidenschaft, und darum ist bei ihm immer etwas los. Gleich, ob es um eine Reparatur in der hauseigenen Werkstatt, einen neuen Vertrag oder ein neues Smartphone geht, sein Name steht für einen erstklassigen Service und eine exzellente Beratung. Zu finden ist er auf der Ringstraße 6 in unmittelbarer Nähe des Rodenkirchener Bahnhofs. „Ich helfe den Menschen gerne, darum habe ich auch so viele Stammkunden. Eine Display-Reparatur, eine Datenrettung, ein Update oder einen Kameratausch, für mich ist das alles kein Problem“, so der Spezialist. Darum parken mal eben seine Kunden kurz vor der Tür, geben ihr Handy ab und kommen ein paar Stunden später wieder und wissen, alles ist gemacht. Geöffnet hat Frank Walke Mo. – Fr. von 10- 13 & 14- 18 Uhr sowie Sa. von 10- 13 Uhr. Wartezeit muss man bei direkter Bearbeitung aber ab und zu einplanen.

“Ich bin glücklich, wenn ich Menschen helfen kann“
Reza Chatrrus lebt seit 40 Jahren in Deutschland

Wer kennt ihn nicht, den kleinen Elektroladen an der Rodenkirchener Hauptstraße neben der Einfahrt zum ehemaligen Rathaus. Alles sieht eigentlich typisch deutsch aus, hinter der Theke stehen allerdings Reza Chatrrus mit seiner Frau, beide sind vor 40 Jahren aus dem Iran vor den Mullahs geflohen und nach einer abenteuerlichen Flucht in Rodenkirchen gelandet

Abenteuerliche Flucht aus dem Iran

Reza Chatrrus war im Iran zu Zeiten des Schahs TV-Intendant und stand in Opposition zum damaligen Regime. „Wir hatten größere Freiheiten als unter Chomeini, wir wollten aber mehr.“ Es gab Bespitzelung und Unterdrückung durch die Geheimpolizei, das Volk spielte irgendwann nicht mehr mit, die Mullahs übernahmen die Macht. „Nach ein paar Monaten kamen sie in den Sender und wollten Filmmaterial, um demonstrierende Personen zu identifizieren“, erinnert sich Reza Chatrrus. Herausgeben war keine Option, also entschloss er sich mit seiner hochschwangeren Frau zur Flucht. Das Krankenhaus half so gut es konnte, irgendwie kam die Familie durch die Berge nach Kurdistan in die Türkei.

Der erste Eindruck von Köln war Karneval

Später in Deutschland angekommen, ließen ihn die politischen Wirren seiner Heimat nicht los. „Wir waren in einer Flüchtlingsunterkunft mit vielen Libanesen, die waren pro-Chomeini und fragten sich, warum wir geflüchtet seien.“ Die erste Begegnung mit Köln hatte er im Karneval. „Ich bekam von Manfred Kaltz, einem damaligen Hamburger Fußball-Profi, eine Kappe mit dem Schriftzug „Manni“, die ich bei einem Besuch zum Kölner Karneval trug. Ich war für alle der Manni.“ Auch hier ließ der Iran ihn nicht los: „Zu dem Zeitpunkt verkleideten die Leute sich mit Chomeini-Masken.“

Eine spontane Reparatur brachte den Elektroladen

Über die Deutsche Welle hatte der gelernte Cutter zunächst einen Job in Meckenheim, die Fahrerei von Sürth wurde allerdings zu viel. „Ich stand einmal in dem Elektroladen in Rodenkirchen, der Besitzer fragte, kannst du einen Fernseher reparieren. Nach ein paar Minuten war er repariert, ich war eingestellt.“ Nach einigen Jahren tauschten sie die Rollen, der Ex-Besitzer arbeitete im hohen Alter noch lange in dem Laden mit, heute betreibt Reza Chattrus das Geschäft mit seiner Frau.

„Mir wurde so viel geholfen, das will ich zurückgeben“

Reza Chatrrus spricht ganz viel davon, wie glücklich er ist, dass ihm so viel geholfen wurde. „Davon möchte ich so viel wie möglich zurückgeben.“ So repariert er schon mal einen Fernseher, wenn der partout nicht mehr will, bringt Fernbedienungen ans Laufen oder kommt mal kurz mit einem Leuchtmittel zuhause vorbei. Auch im gegenüberliegenden Maternusheim hat er einige Stammkundinnen und -kunden. Mitten im Gespräch klingelt das Telefon, ein CD-Player will nicht mehr spielen. „Sind Sie arm oder reich?“ fragt er unverblümt ins Telefon. „Ok, Ihr Mann ist gestorben, ich habe einen Player hier, den schenke ich Ihnen.“ Der Kommentar mit strahlenden Augen: „Die Frau habe ich glücklich gemacht. Ich bin glücklich, wenn ich Menschen helfen kann.“

Iranisches Neujahrsfest wieder am 21. März 2023 in Rodenkirchen

Nach einer Corona-Zwangspause lädt die Familie Chatrrus die Rodenkirchener wieder zum traditionellen iranischen Neujahrsfest Nouruz ein. Gefeiert wird in Rodenkirchen mit einem kulturellen Abend, geboten wird dabei ein kleiner Einblick in die persische Kultur. Zusätzlich wird ein persisches Buffet aufgetischt. Natürlich stellt Reza Chatrrus dann wieder ein neues Buch vor, sieben Stück hat er bisher geschrieben, die alle sein Leben in poetischer Form verarbeiten. Sein letztes soeben erschienenes Werk stellt einen Bezug zu seiner Heimat dar – geschrieben ist es „für meine Frau und alle iranischen Frauen, die seit 43 Jahren für ihre Freiheit kämpfen.“ Das Werk endet optimistisch mit dem Kapitel „Die Hoffnung.“ Das Buch aus dem Selbstverlag gibt’s im Elektroladen an der Hauptstraße 81 für 9,95 Euro zu kaufen.