Eine musikalische Überraschung erlebten die Fahrgäste in einem Zug der Stadtbahnlinie 1 am gestrigen Sonntagnachmittag: Zwei Akteure der Kinderoper Köln unterhielten im Kostüm die Menschen mit Liedern aus der Oper „Marla, die Maifliege“, die am Samstag im StaatenHaus Köln als Auftragswerk der Oper Köln uraufgeführt wurde und nun in zahlreichen Kölner Kitas für die 3-6jährigen gespielt wird. Sängerin Ruth Häde und Akkordeon-Spieler Ralf Gscheidle, der gleichzeitig Komponist des Werkes ist, wurden für ihre Darbietungen in der sehr gut besetzten „Kinderoper-Bahn“ mit viel Applaus belohnt. Eigentlich sollte die Aktion schon kurz nach der öffentlichen Vorstellung der zum 25jährigen Jubiläum der Kinderoper Köln gestalteten Bahn im vorigen Jahr stattfinden – aber die Corona-Pandemie hatte das damals verhindert. KVB-Vorstandsvorsitzende Stefanie Haaks, Opernintendantin Dr. Birgit Meyer und Brigitta Gillessen, Leiterin der Kinderoper Köln, freuten sich daher sehr, dass die musikalische Aktion wenige Wochen vor dem Ende von Meyers Amtszeit noch realisiert werden konnte.
In der Kinderoper Köln feierte am Wochenende zudem auch die Produktion „Pünktchen und Anton“ Premiere. Weitere Informationen unter www.oper.koeln

(Text&Foto: Kölner Verkehrs-Betriebe AG-map-)

Am Dienstag, 31. Mai 2022, dankt das Projekt LESEMENTOR seinen Ehrenamtler*innen im Rahmen einer „nachträglichen“ Jubiläumsveranstaltung für deren Engagement. In den letzten beiden Jahren konnten die Feierlichkeiten zum 10-Jährigen aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden, jetzt wird das im Forum Volkshochschule, Rautenstrauch-Joest Museum, nachgeholt. Nach einem Grußwort von Bürgermeister Andreas Wolter werden die Lesementor*innen gewürdigt, die Lucky Kids treten auf und es werden Interviews mit Schulleiter*innen sowie mit einer Vertreterin des Bundesverbandes „MENTOR- Die Leselernhelfer“ und weiteren Unterstützer*innen geführt. Seit 2010 fördert das Projekt LESEMENTOR gezielt Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 16 Jahren. In Einzelbetreuung werden sie unterstützt, um ihre Lese-, Schreib- und Sprachkompetenzen zu verbessern, aber auch, um ihnen den Spaß am Lesen zu vermitteln. 720 Kinder und Jugendliche wurden und werden an 118 Kölner Schulen von 504 Lesementor*innen betreut. Als besonders wirkungsvoll hat sich die „eins zu eins“ Lesepatenschaft erwiesen: Einmal wöchentlich betreut ein*e Lesementor*in ein Kind für mindestens ein Schuljahr. In dem Projekt kooperieren das Amt für Weiterbildung/Volkshochschule Köln, das Büro für Bürgerengagement der AWO Köln, die Lernende Region Netzwerk Köln e.V. und die SK Stiftung Kultur.

Henriette Reker: „Wir haben viel geschafft und weiterhin viel vor uns“

Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat am gestrigen Montag, 23. Mai 2022, den fünften und letzten Transparenzbericht zur Verwaltungsreform #wirfürdiestadt vorgestellt. Zum Ende des auf fünf Jahre angelegten Projekts zieht die Verwaltung Bilanz und reflektiert Fortschritte sowie weiterhin anstehende Herausforderungen.

Wir haben viel geschafft,

resümiert Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

Aber zur Ehrlichkeit gehört auch, dass wir auch noch viel vor uns haben!,

so Reker weiter.

Erfolgreiche Projektarbeit

182 von 229 Projekten sind erfolgreich abgeschlossen. Das entspricht einer Erfolgsquote von 79 Prozent und ist im branchenübergreifenden Vergleich ein gutes Ergebnis. Insgesamt ist die Kölner Stadtverwaltung moderner, digitaler, transparenter und bürger*innennäher geworden. Zu den konkreten Ergebnissen zählt u.a. die Einrichtung eines Familienbüros, das Familien mit Kindern zwischen null und sechs Jahren zu sämtlichen Anliegen digital und vor Ort berät. Auch das neue Bewerbercenter der Stadt ist ein Ergebnis: Es begleitet als interne Personalberatung Bewerber*innen auf ihrem Weg bis zur Einstellung. Bisher konnten so 4.000 neue Kolleg*innen in sämtlichen Bereichen gewonnen werden – von der IT bis zum Gesundheitsamt. Weitere Beispiele sind das Beschlusscontrolling, das laufende Transparenz über den Umsetzungsstand von Beschlüssen zu Vorlagen und Anträgen der stadtkölnischen Gremien sowie größerer Vorhaben ermöglicht, und die Digitalisierung der Fördermittelvergabe. Das digitale Verfahren kommt aktuell seit April 2022 für das neue Förderprogramm Gebäudesanierung und Erneuerbare Energien – klimafreundliches Wohnen zum Einsatz.Förderprogramm Gebäudesanierung und Erneuerbare Energien – Klimafreundliches Wohnen

Bewegung in der Verwaltung

Neben der Umsetzung konkreter Projekte war es Ziel der Verwaltungsreform, die Organisationskultur in der Verwaltung zu verbessern, um bestmögliche Rahmenbedingungen für mehr Bürger*innenfreundlichkeit zu schaffen. Das ist gelungen: Wie die ebenfalls veröffentlichte abschließende Evaluation mit einer Befragung der Mitarbeitenden zeigt, sind in zwei Dritteln der Ämter und Dienststellen mittlere bis starke Verbesserungen zu beobachten. In der Verwaltung ist Bewegung entstanden.  

Innen mehr Effekte zu spüren als außen

Dennoch fällt der Gesamteffekt geringer aus als erwartet und die Verbesserungen sind innerhalb der Verwaltung mehr zu spüren als außen:

Wir stehen heute noch nicht da, wo wir beim Start 2017 hin wollten und wo wir aus heutiger Sicht stehen müssten,

reflektiert Dr. Rainer Heinz, Leiter des Referates für Strategische Steuerung, die letzten fünf Jahre. Die Gründe dafür seien vielfältig. Einen davon hebt Heinz hervor:

Wir mussten uns zunächst auf die interne Modernisierung fokussieren, um sichtbar leistungsstark für die Kölner*innen werden zu können. Und dafür haben wir insgesamt länger gebraucht als wir es zu Beginn erwartet hatten.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker:

Ich habe immer gesagt, diese Reform macht uns zur modernsten Verwaltung Deutschlands. Heute muss ich feststellen, dass wir uns noch nicht so nennen können. Aber diese Reform war der notwendige und erfolgreiche Anstoß auf unserem Weg zur modernsten Verwaltung Deutschlands!

Kontinuierlicher Verbesserungsprozess für permanente Weiterentwicklung

Gerade weil mit der Verwaltungsreform ein ganzheitlicher Veränderungsprozess in Gang gekommen ist und es weiterhin zahlreiche Herausforderungen gibt, setzt die Verwaltung die Reform nun als Routine fort. Dafür hat der Verwaltungsvorstand einen sogenannten kontinuierlichen Verbesserungsprozess auf den Weg gebracht. Dieser weltweit erprobte Ansatz versetzt die Verwaltung in die Lage, sich permanent weiterzuentwickeln. Bei Zukunftsthemen werden die Ämter und Dienststellen darüber hinaus von dem neu eingerichteten Innovationsbüro im Referat für Strategische Steuerung begleitet. Denn Veränderung braucht neben einem verbindlichen Rahmen vor allem Impulse, Methoden sowie professionelle Beratung und Unterstützung, die die interne Innovationsberatung nun leistet.Transparenzbericht

Multimedialer Transparenzbericht

Der Bericht erscheint erstmalig in vollständig digitaler Form. Damit geht die Stadt erneut neue Wege in Transparenz und leser*innenorientierter Kommunikation, indem der Bericht an aktuellen Lesegewohnheiten der Menschen anknüpft. In dem multimedialen Format des sogenannten Scrollytellings gibt die Verwaltung in kurzen Texten, Bildern, Grafiken und Videos echte Einblicke in die vergangenen fünf Jahre. Der Bericht bietet Leser*innen außerdem die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, an welchen Stellen sie tiefer in bestimmte Themen einsteigen wollen. Ergänzend zum Bericht sind auf der Innovationsplattform www.innovative-stadt.koeln sämtliche Reformprojekte sowie städtische Digitalisierungsprojekte für Interessierte jederzeit einsehbar.Innovationsplattform

(PI/Stadt Köln/Simone Winkelhog)