60 Jahr alt- ein beachtliches Alter -und ein Grund zum Feiern

Die KiTa St. Remigius hat am Samstag, den 22. September  2018 ihren runden Geburtstag mit einem  Fest für Gäste und Familien auf dem Gelände der Kita gefeiert. Bei  beginnendem herbstlichen, leider nicht ganz trockenen, Wetter  gestalteten die Mitarbeiter und der Elternrat der Kita ein gelungenes Fest mi t einem abwechslungsreichen Programm.

Zu Beginn feierten alle Gäste zusammen mit Pastor Windt einen Wortgottesdienst unter freiem Himmel. Thema war in Anlehnung an den Kita Leitspruch „Gott hält die Hände über uns und unser Haus“  Mit Freude und Überzeugung zeigten einige Kinder in Zusammenarbeit mit Frau Blameuser und Herrn Küffen mit einer kleinen Aktion im Gottesdienst, dass es gut und schön ist, wenn es jemanden gibt, der seinen schützende Hand über einen hält.

Anschließend  begann das Aktionsprogramm- die Kinder konnten sich vielfältig beschäftigen und hatten tolle Möglichkeiten.

Einen Seifenblasenkünstlerin zeigte ihre Kunst und ließ Eltern und Kinder mitmachen- da wurden Seifenblasen in riesigen Dimensionen  und in den schillerndsten Farbengebildet! Und nicht nur die Kinder, sondern auch ihre Eltern hatten sichtlich Spaß an der Sache

An anderer Stelle konnten sich die Familien als Malkünstler betätigen und eine kleine Leinwand  kreativ anmalen. Die fertigen Leinwände werden dann nach dem Fest zu einem großen Bild zusammengefügt und sind damit eine wunderschöne Erinnerung an das große Fest.

Im Vorfeld haben alle Kinder mit viel Mühe  jeweils ein Vogelhäuschen angemalt, das dann am Fest verkauft wurde-  alle Häuschen haben auch ihren Abnehmer gefunden.

Neben Kinder Schminken und Zuckerwatte konnte noch gekegelt werden und es gab  kunstvoll geformte Luftballontiere nach Wunsch.

Auch die Musikgruppen Kinder gaben unter der Leitung von Frau Pogoda eine Vorstellung ihrer Fähigkeiten und trommelten den Zuschauern mit viel Elan etwas auf den Djemben vor.

Als dann noch die Maikönigin zu Besuch kam, war der Höhepunkt für alle Kinder da- so ein schönes Kleid und ein Diadem wollten fast alle (Mädchen) auch einmal tragen!

Der größte Anlaufpunkt war die Cafeteria, die eine Riesenauswahl an Kuchen bot. Unter der Regie des Elternrates kamen 25  Kuchen zusammen, die dann zu geringen Preisen verkauft werden konnten.

In gemütlicher Runde saßen dann alt und jung zusammen und tauschten sich aus. Da wurde dann auch viel aus der alten Zeit erzählt.

Zum Abschluss war der Kinderliedersänger Uwe Reetz engagiert, der dann ein abwechslungsreiches Programm bot- Eltern und Kinder sangen und tanzten ( leider wegen des feuchten und kühlen  Wetters  „indoor“) fröhlich und ausgelassen mit-  ein gelungener Abschluss eines gelungenen Festes!

Hier ein kleiner Rückblick auf  die Entwicklung der  vergangenen 60 Jahre …

Der Eröffnungstag der Kita, die damals noch als  reiner Kindergarten ohne Mittagessen  geführt wurde, war am  31. Mai 1958.

Damals wurde die Kita noch von Ordensschwestern   geleitet und der Auftrag der Einrichtung war die reine Betreuung bzw. Beaufsichtigung  der Kinder.

In den folgenden 60 Jahren hat sich auf dem Feld der Betreuung unendlich viel entwickelt und aus einer „Bewahranstalt“ entwickelte sich eine Betreuungs- und Fördereinrichtung für Kinder im Alter von 2 – 6 Jahren.

Da sich auch auf politischer Ebene das Thema Kinderbetreuung und Förderung sehr stark entwickelt hat, haben sich die Rahmenbedingungen für die Kindergärten sehr zum positiven geändert. Die Qualität der damaligen  Kinderbetreuung und Kindererziehung  ist deshalb nicht mehr mit der heutigen Qualität zu vergleichen.

Der Alltag in den Kindergärten gestaltete sich  in den 1950er- und 1960er-Jahren völlig anders  als heute.

Beispielsweise lag die Gruppengröße im Jahr 1958 im Durchschnitt bei 32-35 Kindern mit einem oder zwei Betreuerinnen. Da war noch nicht an individuelle Betreuung und Förderung zu denken! Es ging vorrangig um Aufbewahrung   und Einhaltung der  damaligen sehr strengen Erziehungsregeln.

Ab den 70er Jahren  änderten sich dann neben den Einstellungen zu Erwerbstätigkeit von Müttern auch die rechtlichen Rahmenbedingungen. Es entwickelten sich neue Vorstellungen über die Notwendigkeit des sozialen Lernens und nicht zuletzt veränderte die Bewegung der antiautoritären Erziehung den Umgang mit Kindern auch in den Kindergärten nachhaltig. Als dann der Bildungsrat 1970 dann die Kindergärten als Elementarstufe des Bildungswesens auswies, änderte sich die gesamte Struktur der Einrichtungen- kleinere Gruppen, Bildungsauftrag, mehr Personal, mehr Qualität…

Kontinuierlich entwickelten sich die Kindergärten zu elementaren Bildungseinrichtungen, die auf Grundlage der entwickelten gesetzlichen Rahmenbedingungen  in der heutigen Zeit  Einrichtungen  nach modernen Grundlagen der Kindertagesbetreuung betrieben werden.

Unser Träger, die katholische Kirchengemeinde st. Joseph und Remigius, hat seine insgesamt vier Kindergärten immer in den Fokus genommen und in all den Jahren keine Kosten Mühen gescheut, die Einrichtungen zu entwickeln und auszubauen.

Jetzt  ist die Kita St. Remigius eine moderne Einrichtung mit drei Gruppen, die  60 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren betreut.

Es hat sich in 60 Jahren so viel entwickelt  und es wurde viel getan um den Kindergartenbereich  auszubauen.  Wer sich die Fotochronik des Kindergartens anschaut, hat einen sichtbaren  Beweis  für die  Weiterentwicklung der Einrichtung und jeder kann mit Stolz auf die vergangenen 60 Jahre zurückblicken!

( Fotos & Bericht: EB P. Seidel )