Anmeldeverfahren für die weiterführenden Schulen in Köln ist abgeschlossen

Zum Schuljahr 2021/22 wechseln in Köln nach Abschluss aller Anmeldeverfahren und mit aktuellem Stand 8.382 Schüler*innen an eine weiterführende Schule in Köln. 4.232 Viertklässler wollen ein Gymnasium besuchen, 3.850 davon ein städtisches Gymnasium, 2.351 werden nach dem bereits abgeschlossenen Verfahren eine Kölner Gesamtschule besuchen, 1.469 eine Realschule und 330 eine Hauptschule. Insgesamt sinkt die Zahl der Neuzugänge an Kölner weiterführenden Schulen im Vergleich zum Vorjahr um 224 Schüler*innen. Zum Schuljahr 2020/21 waren insgesamt 8.606 Schüler*innen nach Abschluss des Anmeldeverfahrens zum Wechsel auf eine weiterführende Schule angemeldet worden.

Der nach wie vor hohen Nachfrage entsprechen die Gymnasien durch eine um maximal zwei Kinder erhöhte Klassengröße und zusätzlich neun Mehrklassen. Daher kann nun jedes an einem Gymnasium angemeldete Kind im nächsten Jahr einen Platz an einem Kölner Gymnasium erhalten. 3.443 Schüler*innen, dies sind knapp 90 Prozent, konnte nach Durchführung aller kapazitätserhöhenden Maßnahmen der Erstwunsch erfüllt werden.

Die Auslastung aller provisorischen Möglichkeiten hat weitreichende Auswirkungen auf die Situation in den kommenden Schuljahren. Mit den seit Jahren bereits eingerichteten Mehrklassen sind die bestehenden räumlichen Ressourcen an den Gymnasien in Köln ausgeschöpft. Durch die Wiedereinführung des Abiturs nach neun Jahren wird sich jedoch ab dem Schuljahr 2026/27 die Gesamtzahl der Gymnasiasten um eine Jahrgangsstärke von mindestens 4.300 Kindern erhöhen.

Der Versand der Entscheidungen über die Aufnahme an den Hauptschulen, Realschulen und den Gymnasien erfolgte ab dem 6. April 2020. Die Bescheide gehen den Familien nun ab Ende der Osterferien zu. Die tatsächlichen Postlaufzeiten können, nicht zuletzt aufgrund der aktuellen Krisensituation, mehrere Tage in Anspruch nehmen.

Gymnasien

Im 5. Schuljahr werden in der Regel höchstens 29 Schüler*innen pro Klasse unterrichtet. Mit einer Kapazität von aktuell 119 Zügen stehen in der Summe maximal 3.451 Plätze in den Eingangsklassen an städtischen Gymnasien zur Verfügung. Trotz der Anstrengungen und Investitionen im Schulbau kann die Nachfrage nach Schulplätzen an städtischen Gymnasien damit nicht gedeckt werden. Um allen angemeldeten Kindern, die in Köln wohnen, einen Platz an einem Gymnasium anbieten zu können, haben sich die städtischen Gymnasien auch in diesem Jahr wieder bereit erklärt, die mögliche Ausnahmeregelung anzuwenden und 30 beziehungsweise 31 Kinder pro Klasse aufzunehmen. Ergänzend werden an insgesamt neun Gymnasien zusätzliche Eingangsklassen, sogenannte Mehrklassen, gebildet. Trotzdem können nicht alle Schüler*innen an das Gymnasium ihrer Wahl wechseln.

Insgesamt wechseln 3.850 Schüler*innen an ein städtisches Gymnasium in Köln. Es konnten 3.443 Erstwünsche erfüllt werden, so dass knapp 90 Prozent zum neuen Schuljahr an das Gymnasium ihrer ersten Wahl wechseln. Trotz der erheblich erweiterten Aufnahmekapazitäten auch im Innenstadtbereich erhalten somit 407 Schüler*innen nicht den Platz am Gymnasium ihrer Wahl.

Um eine transparente und realistische Wahloption für den Zweitwunsch zu bekommen, erhalten die Eltern, deren Kind an der Erstwunschschule nicht aufgenommen werden konnte, künftig eine Übersicht aller Schulen mit freien Kapazitäten. Die Eltern haben dadurch zielgerichtet die Möglichkeit, ihr Interesse an einem Schulplatz an der von ihnen genannten Zweitwunschschule zu bekunden, soweit dort noch Kapazitäten zur Verfügung stehen, oder aber eine neue Wahl zu treffen. Dies erweitert die Möglichkeiten der Eltern gegenüber dem bisherigen Verfahren, bei dem den Eltern lediglich ein konkreter Schulvorschlag gemacht wurde.

Die Erzbischöflichen Schulen verfügen nach Abschluss des Aufnahmeverfahrens noch über freie, ebenfalls wählbare Kapazitäten. Um die Stadt bei der Versorgung mit Schulplätzen bestmöglich zu unterstützen, hat die Schulabteilung des Erzbistums der Stadt Köln lösungsorientierte Hilfe angeboten, falls noch Schulplätze für Kinder aus Köln benötigt werden.

Die Nachfrage nach einem Gymnasialplatz wird sich in den kommenden Jahren zum einen durch steigende Kinder- und Schüler*innenzahlen weiter erhöhen. Zudem müssen an den bestehenden Gymnasien wegen der Wiedereinführung von G9 (Abitur nach neun statt acht Jahren) räumliche Kapazitäten geschaffen werden. Im Schuljahr 2026/27 verlässt kein Abiturjahrgang die Schule, sodass ein zusätzlicher Jahrgang im bestehenden System zusätzlich beschult werden muss. Das sind voraussichtlich rund 4.300 Schüler*innen. Ziel muss es daher sein, die Gymnasien in den kommenden Jahren von der Mehrklassenbildung zu entbinden. Die Verwaltung möchte daher mit begleitender Beratung der Bezirksregierung und gemeinsam mit den Schulleitungen aller städtischen Gymnasien jeden Standort individuell untersuchen, inwiefern dort oder im Nahbereich zusätzliche Raumkapazitäten generiert werden können, die eine Erhöhung der Zügigkeit zu ermöglichen.

Nach wie vor arbeitet die Verwaltung intensiv daran, wie in der Schulentwicklungsplanung 2020 beschrieben, insgesamt sechs neue Gesamtschulen und sechs neue Gymnasien schnellstmöglich vorgezogen an den Interimsstart zu bringen.

Realschulen

Rund 1.469 Schüler*innen wechseln zum kommenden Schuljahr an eine Realschule, davon 1.457 an eine städtische Realschule. Diejenigen, die nicht von der Schule ihrer Wahl aufgenommen werden können, werden von diesen Schulen individuell über das weitere Vorgehen beraten.

Hauptschulen

Die Hauptschulen haben, wie in den vergangenen Jahren, die wenigsten Anmeldungen zu verzeichnen. Alle rund 330 Schüler*innen können an einer Hauptschule in Köln aufgenommen werden, 318 davon an einer städtischen Hauptschule. Erfahrungsgemäß gehen bis zu den Sommerferien weitere Anmeldungen bei den Hauptschulen ein, so dass die Zahl der neuen Fünftklässler hier voraussichtlich noch steigen wird.

Gesamtschulen

Die Nachfrage an den Kölner Gesamtschulen ist ungebrochen hoch. 2.268 Schüler*innen werden im Sommer 2021 auf eine der 15 städtischen Gesamtschulen wechseln. Die städtischen Gesamtschulen bilden im Gegensatz zu den Gymnasien keine zusätzlichen Eingangsklassen. Sie unterrichten im Gemeinsamen Lernen (GL) mit Klassengrößen von in der Regel 27 Schüler*innen. Ergänzt wird das städtische Angebot durch Plätze an drei Gesamtschulen in freier Trägerschaft. Hier sind aktuell 83 Aufnahmen zum kommenden Schuljahr gemeldet.

Auch in diesem Jahr konnten nicht alle 2.963 Kinder, die an die Gesamtschule wechseln wollten, einen Platz erhalten. Auch hier müssen die Anstrengungen im Schulbau weiter intensiviert werden, um ausreichend Plätze an städtischen Gesamtschulen zur Verfügung stellen zu können. 695 Kinder können nicht aufgenommen werden und haben daher ihre Anmeldung im Verfahren für die anderen Schulformen abgegeben. Für die Aufnahme an Gesamtschulen sind nicht nur die Kapazitäten maßgebend, sondern auch die Leistungsheterogenität und die gleichmäßige Verteilung von Mädchen und Jungen in der künftigen 5. Klassenstufe. Insgesamt werden im bevorstehenden neuen Schuljahr voraussichtlich 14.600 Schüler*innen an Gesamtschulen unterrichtet, vor fünf Jahren waren es noch 12.100 Schüler*innen.

Schuldezernent Robert Voigtsberger:

Die Stadt Köln dankt allen Schulen ausdrücklich für ihre konstruktive Unterstützung, um möglichst vielen Kölner Kindern einen Platz an der gewünschten weiterführenden Schule anbieten zu können.

Schulstatistik 2021/2220

11/12 5. Schuljahr**5. Schuljahr**

Hauptschule 330726

Realschule 1.4692.036

Gesamtschule 2.3511.519

Gymnasium 4.2323.901

Summe 8.3828.182

* Amtliche Schuldaten (Stand: 15. Oktober 2010)

** Anmeldungen (Stand 29. März 2021)

(Text:Stadt Köln – Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Jürgen Müllenberg)