Ängste….wenn die Seele durchhängt

Ängste gehören zum Leben, doch sie können auch außer Kontrolle geraten und krankhaft werden. Gerade einschneidende Ereignisse wie die Corona-Krise und die damit verbundenen Schwierigkeiten lösen bei vielen Menschen ein unwohles Gefühl aus. Körperliche und psychische Veränderungen, Stimmungsschwankungen, ein hoher Leidensdruck, Einsamkeit, die Lähmung im Alltag sowie viele Süchte werden immer größer. Viele Menschen versuchen, das zu unterdrücken oder sogar zu vertuschen statt sich Hilft zu holen. Viele erkennen nicht, dass Ängste, innere Unruhe und Nervosität ein urmenschliches Gefühl darstellen, um Gefahren zu erkennen, darauf zu reagieren und sich davor zu schützen. Angst um einen lieben Menschen, Probleme in der Schule, Geld- und Arbeitsplatzsorgen, die Familiensituation sowie den gesellschaftlichen Status sind oft der Grund, warum das Leben bei vielen aus den Fugen gerät. Dabei ist Angst ein Zeichen von Vorsicht und Aufmerksamkeit, solange sie steuerbar ist. Begründete Furcht verschafft uns nämlich die benötigte Energie, um entschlossen zu handeln, Schutzmaßnahmen zu ergreifen oder Herausforderungen anzunehmen und kann sogar lebensrettend sein. In Corona-Zeiten sah das bei vielen Menschen allerdings ganz anders aus, für sie war es purer Stress. Der Griff zur Flasche, ernsthafte Essstörungen und Depressionen sind daraus in zunehmender Zahl entstanden. Viele Ärzte und Heilpraktiker nehmen sich dieser Probleme nun vermehrt an. Darum sollte sich niemand schämen, wenn Fachleute fragen „Wie geht es Ihnen und Ihrem Umfeld?“. Es ist keine Neugierde, sondern eine ernst zunehmende Frage. Mediziner sind Vertrauenspersonen und unterliegen der Schweigepflicht und können oft helfen, damit Ängste und Sorgen nicht zu groß werden.