Akkordeon-Ensemble aus Wesseling
Große Freude im Matthias-Pullem-Haus

Auf Initiative des nordrhein-westfälischen Landtags rief die Landesregierung Chöre, Musikvereine und Instrumentalgruppen auf, von Herbst 2021 bis Frühjahr 2022 in Seniorenheimen zu singen und zu spielen. Eine Förderung solcher Aktivitäten soll ein wichtiger Impuls sein gegen Einsamkeit in Wohneinrichtungen und gleichzeitig für die Aktivierung der Amateurmusik von Nordrhein-Westfalen.

Ein Ensemble des Akkordeon-Orchesters Wesseling spielte im voll besetzten Atrium des Matthias-Pullem-Hauses in Sürth.
Foto: Wolfhard Brandtstäter

Und so plante das Aspiranten-Ensemble des Akkordeon-Orchesters Wesseling unter Leitung von Anita Brandtstäter ein Gartenkonzert im Matthias-Pullem-Haus in Sürth, eine Einrichtung in Trägerschaft der Ordenswerke des Deutschen Ordens. Da es am Wochenende doch kälter geworden war und für den Dienstagnachmittag Schauer angekündigt wurden, wurde das Konzert ins schöne Atrium des Seniorenheims verlegt.

Vor einem vollen Haus spielte das siebenköpfige Ensemble – mit fünf Akkordeonisten, unterstützt von Bass und Schlagzeug – ein buntes Programm von Klassik über volkstümliche Melodien und Tänze, Klezmermusik, Musette und Tango bis zu Rockmusik und Pop-Balladen. Klassisch war die Eröffnung mit einer Beethoven Sonatina. Auch die Originalkompositionen für Akkordeonorchester kamen sehr gut an, das „Rondelino“ von Josef Retter – in der Form eines barocken Tanz, aber mit volkstümlicher Melodieführung, die flotte „Reggae Night“ zum Mitklatschen und die Pop Ballade „First Love“ – zur Erinnerung an die erste Liebe – von Jürgen Schmieder sowie der fröhliche „Madison Square Dance“ von Johan Nijs. Die Schlager „Heidi“ und „Lollipop“ luden zum Mitsingen ein. Bei der Klezmermusik „Rybatskaya“ und „Sherele“, beides fröhliche israelische Tänze, wippten die Füße mit. Höhepunkt des Programms war die „Pop Collection“ von Jürgen Schmieder mit einem Musette-Walzer „Flair de Paris“ und einem Tango nuevo a la Piazzolla „Tango Feeling“, Rockmusik „Fresh, Funky and Rocky“ und der Ballade „Freeclimber“. 

Die Musik lud zum Mitmachen ein, sie schenkte Freude und brachte schöne Erinnerungen ins Gedächtnis, bei einem Zuhörer aus Wesseling sogar an Konzerte des Akkordeon-Orchesters. Es war eine angenehme Atmosphäre im Atrium. Und die Spieler freuten sich über ein aufmerksames und dankbares Publikum. Dagmar Assenmacher vom Sozialen Dienst dankte ganz herzlich für die tolle musikalische Stunde, sie war positiv berührt von der wunderschönen Musik und lobte die schöne Auswahl der Titel.

Als Zugabe gab es einen ruhigen Abschluss mit „Auld Lang Syne“, eines der bekanntesten Lieder im englischsprachigen Raum, das an eine längst vergangene Zeit erinnert. „Wann kommen Sie wieder“ wurde Anita Brandtstäter gefragt, als sie noch half, das Schlagzeug wieder einzuladen… Vielleicht kann ja der eine oder andere Bewohner oder Mitarbeiter zum Rheinparkkonzert der Stadt Wesseling mit dem Akkordeon-Orchester Wesseling am Sonntag, 26. Juni 2022, um 16 Uhr zum „Friedenstag der Musik“ kommen.

(Text:Anita Brandtstäter)