Wer sind Sie? Erzählen Sie uns bitte etwas über sich.

Alice Baker   – 54 J., 1 Sohn. In Köln geboren – immer hier gelebt – und das gerne.

30 Jahre im Familienbetrieb (Karosserie P. Schmitt Söhne GmbH & Co. KG) gearbeitet, davon 20 als geschäftsführende Gesellschafterin.

Seit 8 Jahre im Vorstand der ABC- Aktionsgemeinschaft rund um Bonner Straße/Chlodwigplatz e.V.

Ich erfahre und erlebe gerne  neue Dinge, liebe den Umgang mit  Menschen, sowohl Freunde, als auch Unbekannte, neue Leute.

Dafür liebe ich dann auch ab und zu die Ruhe, mich mal zurückziehen zu können. Ich verreise gerne, aber nach Hause kommen ist für mich wichtig. Wenn ich den Dom sehe, bin ich zu Haus. 

Was verbindet Sie mit dem Kölner Süden?

Von einem kurzen Abstecher nach Lindenthal, habe ich mein ganzes Leben im Süden Kölns gelebt und die meiste Zeit auch gearbeitet.

Wo ist Ihr Lieblingsveedel und warum?

Welche Frage – die Südstadt!!!!!  Hier findet sich auf kleinstem Raum die ganze Welt wieder – mit allen Pros und Contras

Was können Sie zur Vergangenheit im Kölner Süden sagen?

Immer schön, immer lebenswert und ich hoffe, das es so bleibt. 

Sind Sie ein Karnevalsfreund, mögen Sie die fünfte Jahreszeit und verkleiden Sie sich? Wenn ja als was…

Ich liebe Karneval – meistens, und wenn ich mich verkleide ist es oftmals eine Variation des Clowns. Was mich nervt ist, dass der Karneval, so wie ich ihn kennengelernt habe, zunehmend verramscht. Heute ist das ganze Jahr Karneval – jede Fete endet in Karneval und der Sinn des Ganzen ist nicht mehr ersichtlich. Damit verschwindet zunehmend die Vorfreude auf diese 5. Jahreszeit und auch die Freude an sich. Dieses Jahr flüchte ich mal….

 

Sind Sie in einem Verein oder engagieren sie sich ehrenamtlich?

Ich bin im Vorstand der ABC (s.o.) und seit 26 Jahren im Berufsverband des Karosseriebauer-Handwerks (ZKF – Zentralverband für Karosserie- und Fahrzeugbautechnik)  engagiert.

Wo finden Sie es richtig schön im Kölner Süden? Wo halten Sie sich gerne auf?

Ich liebe den Volksgarten im Sommer – aber auch die Rodenkirchener Riveria. Den Rhein an sich – ich bin sehr gerne am Wasser.

Was gefällt Ihnen im Kölner Süden überhaupt nicht? Was nervt? Wo sind für Sie Schandflecke?

Tja….so richtig häßlich finde ich eigentlich nichts im Süden Kölns…

Ein wenig nervt die immer noch nicht fertig Nord-Süd-Bahn, die zwischenzeitlich verbaute Bonner Straße, die wenig gepflegte Endhaltestelle „Marktstraße“ und die ewige

Diskussion um die Markthalle und die Weiterentwicklung des gesamten Geländes.

Aber das ist ein Gesamtproblem Kölns – es wird viel geplant, viel geträumt und schlecht umgesetzt oder gar nicht.

Wo ist Ihr Lieblingslokal und warum?

Da gibt es speziell hier in der Südstadt etliche Lieblingslokale – für jede Stimmung ein anderes. 

Was fehlt Ihnen im Kölner Süden?

Nichts 😉

Und was finden Sie ist einzigartig hier?

Die Menschen und das man alles hat, was man zum Leben braucht. Stadtgefühl mit Kneipen, Restaurants, jede Menge Geschäfte….und Naherholungsgebiet mit Rhein, Parks etc- und alle schnell und einfach zu erreichen.

Über wen, würden Sie gerne etwas aus dem Kölner Süden erfahren?

—–

Welche Worte würden Sie gerne den Menschen mit auf den Weg geben?

Durchhalten – am Ende wird alles gut, und wenn es nicht gut ist, dann ist es nicht das Ende! 😉

Und was sind Ihre Zukunftsgedanken an Ihr Stadtgebiet?

Ich wünsche mir, dass die tolle Durchmischung an Menschen – Arbeiter, Akademiker, alt, jung, Familien, Singles – so bleibt. Ich möchte keine totale Gentrifizierung und Wohlstandsbürger. Nur wenn alle Schichten hier weiterhin vertreten sind, kann die Südstadt so lebenswert bleiben, wie sie ist – auch mit den kleinen Macken 😉