Ein Unbehagen hat wohl jeder Patient vor der Behandlung beim Zahnarzt. Viele Menschen tragen sich mit sogar mit Ängsten, aber es gibt auch eine echte Phobie.

Dr. Axel Roschker und Dr. Christoph Singer sind Zahnärzte in Wesseling und betreuen seit langer Zeit sehr erfolgreich Angst Patienten in ihrer Praxis.

Ute Schmidt: Herr Dr. Roschker, seriöse Schätzungen gehen davon aus, dass in Deutschland etwa 10 Millionen Menschen von Zahnarzt Angst betroffen sind. können Sie diese Zahlen bestätigen?

Dr. Roschker: In unserer Praxis haben schätzungsweise 60-80 % mehr oder weniger große Ängste vor der zahnärztlichen Behandlung. Die Gründe dafür sind naheliegend. Die Mundhöhle ist der größte Bereich, durch den Fremdkörper in den Organismus eintreten können. Daher ist die Mundhöhle ausgesprochen sensibel, um diese Fremdkörper frühzeitig zu registrieren. Die zahnärztliche Behandlung wird häufig mit spitzen oder rotierenden Instrumenten durchgeführt und der Patient sieht nicht, was in der Mundhöhle passiert. er erleitet eine Art Kontrollverlust. Zudem haben viele Patienten schlechte Erfahrungen bei sich selbst oder in der Familie erlebt. Da ist es verständlich, dass die zahnärztliche Behandlung Angst auslösen kann.

Ute Schmidt: Herr Dr. Singer, wie kann man als Zahnarzt eine Dentalphobiediagnostizieren?

Dr. Singer:
Sogar die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Zahnarztphobie als eigene Diagnose anerkannt. häufig geben die Patienten von sich aus den Grad ihrer Angst gegenüber dem Zahnarzt an. Ein Messverfahren gibt es natürlich nicht aber ein erfahrener Zahnarzt registriert sofort, welche Form der Behandlung er bei dem entsprechenden Patienten durchführen kann Und welche unter bestimmten Voraussetzungen Z. B. Einer Narkose oder einer Sedierung mit Lachgas oder i.V. Medikamentendurchgeführt werden muss.

Ute Schmidt: Herr Dr. Roschker, ihre Praxis behandelt seit langer Zeit sehr erfolgreich Patienten mit Dentlphobien. Was ist das Besondere an ihrer Praxis?

Dr. Roschker: Entscheidend ist, wie bei jeder medizinischen Behandlung, der Arzt, der diese durchführt. Er muss als Person die richtigen Voraussetzungen mitbringen. Er muss Verständnis für die individuellen Probleme des Patienten haben, er muss mit Einfühlungsvermögen an den Patienten herantreten und die Angst respektvoll betrachten. Er darf gegenüber den Patienten beim Öffnen des Mundes keine Vorwürfe erheben. Der Behandler muss sich Zeit nehmen für den Patienten. Er muss souverän auftreten. Bereits am Telefon bei der Terminvergabe sollte das Thema kommuniziert werden um den Termin so zu legen, dass Wartezeiten verringert werden und der Zahnarzt bereits beim Erstkontakt über das Angstproblem informiert ist. In der ersten Sitzung werden in unserer Praxis in der Regel keine Behandlung durchgeführt. Ein Gespräch in entspannter Atmosphäre, bei der der Behandler zuhört und sich verständnisvoll zeigt, ist extrem wichtig. Natürlich muss eine Praxis für die Behandlung von Angst Patienten auch technisch ausgerüstet sein. Behandlung in Sedierung oder Vollnarkose sind dafür die Grundlage. Dafür muss auch das Team geschult sein. Der Patient muss das Gefühl haben, dass nur das geschieht, was er zulässt. Er behält von vornherein die Kontrolle.

Ute Schmidt: Herr Doktor Singer:Kann ein Patient selber etwas gegen seine Zahnarzt Angst unternehmen?

Dr Singer: Unsere Erfahrungen zeigen deutlich, dass Zahnarztängste gelindert werden können wenn man kleine Dinge im Leben verändert. Bewegung an frischer Luft, regelmäßig frische Lebensmittel, Entspannungsübungen auch während der Behandlung, sowie einfach einmal nichts tun In dem man das Handy ausschaltet oder berufliche Verpflichtungen hinten anstellt helfen sehr bei der Bewältigung von Angstzuständen. Zudem hilft es, wenn man sich Outet. Gespräche mit Freunden oder Verwandten können häufig das Gefühl vermitteln, man ist nicht allein.Und bekanntlich ist ja geteiltes Leid halbes Leid.

Ute Schmidt
Vielen Dank für das Gespräch.

HAUS DER ZAHNMEDIZIN
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50389 Wesseling

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