Anmeldeverfahren für weiterführende Schulen in Köln endet

Taskforce Schulbau und Expertengremium nehmen Arbeit auf

Aktuell sind noch Plätze an verschiedenen städtischen sowie an Erzbischöflichen Schulen frei, so dass jedem angemeldeten Kind ein Platz an einem Kölner Gymnasium zur Verfügung steht. Derzeit gibt es  23 Kinder, die bislang an keinem städtischen Gymnasium zugesagt haben.

Eltern, die bisher noch kein Schulplatzangebot erhalten haben, können sich auch weiterhin beim Amt für Schulentwicklung unter der Emailadresse infoabend@stadt-koeln.de melden, um sich individuell beraten zu lassen. Dieses Angebot haben bereits einige Familien in Anspruch genommen und ein wohnortnahes Schulplatzangebot erhalten. Eltern, die auf Schulplatzangebote noch keine Rückmeldung gegeben haben, werden gebeten, dies umgehend zu tun, da die Kinder ansonsten als noch nicht versorgt geführt werden.Amt für Schulentwicklung

Um der hohen Nachfrage an Gymnasien entsprechen zu können, erhöhen die Gymnasien die Klassengröße um maximal zwei Kinder und bilden zusätzlich insgesamt sieben Mehrklassen. Weitere Plätze wurden an privaten Schulen des Erzbistums zur Verfügung gestellt. Insgesamt konnten dadurch rund 400 zusätzliche Plätze in den Eingangsklassen an Gymnasien geschaffen werden. Zudem wurden in umliegenden Kommunen Anmeldungen von Kölner Kindern angenommen.

Im 5. Schuljahr werden in der Regel höchstens 29 Schüler*innen pro Klasse unterrichtet. Um allen angemeldeten Kindern, die in Köln wohnen, einen Platz an einem Gymnasium anbieten zu können, haben sich die städtischen Gymnasien auch in diesem Jahr wieder bereit erklärt, die mögliche Ausnahmeregelung anzuwenden und 30 beziehungsweise 31 Kinder pro Klasse aufzunehmen.

Ergänzend werden an insgesamt sieben Gymnasien zusätzliche Eingangsklassen, sogenannte Mehrklassen, gebildet. Zwei neue Gymnasien (Gymnasium Aachener Straße in Müngersdorf und Gymnasium Zusestraße in Lövenich) mit je drei Eingangsklassen nehmen zum kommenden Schuljahr ihren Betrieb auf.

Nach Abschluss der ersten Anmeldephase haben 3.720 Kinder einen Platz an einem der gewünschten Gymnasien erhalten, im Nachrückverfahren und der zweiten Anmeldephase haben aktuell 3.851 Kinder einen Schulplatz angenommen.

Nach wie vor arbeitet die Verwaltung intensiv daran, wie in der Schulentwicklungsplanung 2020 beschrieben, insgesamt sechs neue Gesamtschulen und mindestens sechs neue Gymnasien schnellstmöglich vorgezogen an den Interimsstart zu bringen.

Darüber hinaus tagt die Taskforce Schulbau ab sofort wöchentlich unter der Leitung von Baudezernent Markus Greitemann. Für Ende Mai 2022 hat Schuldezernent Robert Voigtsberger zum erstmaligen Treffen der nach dem Schulgipfel avisierten Expertenrunde eingeladen, die Maßnahmen für eine auskömmliche Schulplatzversorgung in den kommenden Jahren in Köln konkret ausarbeiten soll.

Anmeldung an Realschulen, Haupt- und Gesamtschulen

Rund 1.530 Schüler*innen wechseln zum kommenden Schuljahr an eine städtischeRealschule. Weitere Kinder besuchen eine der beiden Realschulen in freier Trägerschaft.

Die Hauptschulen haben, wie in den vergangenen Jahren, die wenigsten Anmeldungen zu verzeichnen. Alle rund 320 Schüler*innen können an einer städtischen Hauptschule in Köln aufgenommen werden. Erfahrungsgemäß gehen bis zu den Sommerferien weitere Anmeldungen bei den Hauptschulen ein, so dass die Zahl der neuen Fünftklässler hier voraussichtlich noch steigen wird.

Die Nachfrage an den Kölner Gesamtschulen ist ungebrochen hoch. 2.350 Schüler*innen werden im Sommer 2022 auf eine der 15 städtischen Gesamtschulen wechseln. Alle Gesamtschulen unterrichten im Gemeinsamen Lernen (GL) mit Klassengrößen von in der Regel 27 Schüler*innen. Ergänzt wird das städtische Angebot durch Plätze an drei Gesamtschulen in freier Trägerschaft. 980 Kinder konnten nicht an einer Gesamtschule aufgenommen werden und haben daher ihre Anmeldung im Verfahren für die anderen Schulformen abgegeben.(Text:PI/Stadt Köln/Nicole Trum)