Auf dem Platz sind die Kicker von Rot-Weiß Zollstock froh, die Asche endlich los zu sein. Patrick Mittler von „Zollstock lääv“ hatte eine originelle Idee, die Asche zu Geld zu machen. Kurzerhand füllte er die Reste des Sportplatzes in kleine Fläschchen und verkaufte sie in verschiedenen Zollstocker Geschäften, mit dem Titel „Asche in der Flasche – Ein Stück Fussball-Geschichte“. Ganze 2.207 Euro kamen so zusammen, die der Verein sehr gebrauchen kann. Nach 10 Jahren Wartezeit wird endlich der neue Kunstrasen verlegt, zeitgleich wollen die Zollstocker auch das Umfeld des Platzes und das Vereinsheim auffrischen. Den Rasen bezahlt zwar die Stadt, aber Alles andere muss aus der Vereinskasse gestemmt werden. „Zur Rasenpflege müssen wir einen Traktor anschaffen, das können wir alleine kaum bezahlen“, so Michael Siegenbruck. Dazu kommt, dass man auch komplett neue Bälle benötigt, da die alten durch den Ascheplatz ziemlich abgenutzt sind. Hier ist Nachbar und Busunternehmer Jürgen Weinzierl in die Bresche gesprungen und kam mit einem Kleinbus vorbei, aus dem 100 nagelneue Bälle purzelten. „Ich bin dem Verein nicht nur als Nachbar verbunden, schließlich habe ich früher hier mal gekickt.“ So ist Rot-Weiß-Zollstock jetzt gut gerüstet für die Zukunft, zumal man in der Vergangenheit schon ein rasantes Wachstum von 2 auf 14 Mannschaften hingelegt hat. Den Erfolg führt Jugendleiter Andreas Heinen auf die familiäre Atmosphäre zurück: „Bei uns kennt jeder jeden, bei uns kann jeder, der will einfach spielen.“ Mitte Juli soll die Anlage fertig sein, dann kann Rot-Weiß-Zollstock so richtig Gas geben.