Atatürk-Kulturhaus in Rodenkirchen

„Kunst ist eine Weltsprache“
Atatürk-Kulturhaus verbindet Menschen

Alper Inci hat hier seinen Traum verwirklicht. Seit dem 1. Januar 2016 betreibt er mit einigen anderen Ehrenamtlern das Atatürk Kulturhaus im Industriegebiet Rodenkirchen. Nach dem Vorbild des Gründervaters der Türkei, Atatürk, ist hier ein Kulturhaus entstanden, wie es Atatürk in seinem Heimatland zur damaligen Zeit forciert hat. Das Angebot geht von Musik über Spiele und Sport bis hin zu einem Buchladen und einem kleinen Café.

Atatürk als Vorbild

Gedanken hat sich Alper Inci schon lange vor der Gründung des Kulturhauses gemacht. „Ich habe einige hundert Bücher, die sich mit Atatürk befassen, gelesen und bin ein Fan von ihm. Er hat die Menschen über Kunst und Kultur zusammengebracht und dadurch Frieden geschaffen.“ Genau das ist sein Ansatz im Kulturhaus. Egal welche Religion, Nationalität oder politische Einstellung – jeder ist als Mensch willkommen. „So lernt man erstmal die guten Seiten des Anderen kennen und merkt, der ist ja ein toller Kerl, auch wenn er anders denkt als ich.“

Kunst, Musik, Sport und Bücher

Um das zu erreichen, bietet das Kulturhaus ein vielfältiges Programm zu bezahlbaren Preisen an. So gibt es Dart auf einer ganz modernen Anlage, eine gemischte Volleyballmannschaft, Chöre, einen Musikraum, Yoga, Malkurse, Zumba und ein „unglaubliches“ Kindertheater – um nur einiges zu nennen. Alle Angebote gelten für Kinder und Erwachsene, egal welcher Nationalität oder Religion. Geht man durch das Haus, ist man beeindruckt von der professionellen Ausstattung der einzelnen Räume. „Kunst ist eine Weltsprache, sie hilft, zusammenzuführen und zu integrieren“, ist Alper Inci überzeugt.

Durchstarten nach Corona

Getragen wird das Ganze durch einen eingetragenen Verein mit zur Zeit gut 300 Mitgliedern. Durch Corona ist auch hier einiges zurückgegangen, man musste das Haus schließen, die Kosten liefen aber alle weiter. Auch wenn die Energiekosten um ein paar tausend Euro steigen – Alper Inci blickt optimistisch in die Zukunft, alles ist wieder angelaufen, auch die Buchhandlung und das Café im Erdgeschoss. „Wir möchten den hier lebenden Türken eine Anlaufstelle bieten, die ihnen ein Heimatgefühl gibt. Sie finden hier türkische Musik, türkische Bücher und einfach gleichgesinnte Menschen.“ Gleichzeitig sind aber auch viele Deutsche zu Gast, „besonders Dart ist bei den Deutschen sehr gefragt“, freut sich Alper Inci, der mit einem Augenzwinckern gesteht, „ich bin inzwischen auch süchtig nach Dart.“

Wer Interesse an dem einen oder anderen Angebot hat, ist herzlich eingeladen, im Kulturhaus, An der Wachsfabrik 8, vorbeizuschauen und sich bei einem leckeren Kaffee über die Angebote zu informieren. Wer sich weiter engagieren möchte, ist als Vereinsmitglied ebenso gerne gesehen. Mehr Infos findet man auf http://akeonline.de.