Köln. Masken zum Schutz vor der Übertragung des Coronavirus fehlen derzeit an vielen Orten. In fast einem Dutzend Beschäftigungsbetrieben und Werkstätten der Caritas im Erzbistum Köln greifen Menschen deshalb selbst zur Nähmaschine. „Wir können uns keinen Rückzug aus der Versorgung erlauben. Was wir jetzt brauchen, ist ein solidarisches Handeln. Selbstgemachte Atemschutzmasken sind systemrelevant“, sagt Dr. Frank Johannes Hensel, Diözesan-Caritasdirektor für das Erzbistum Köln.

Nähen, was das Zeug hält: Heiß laufen die Maschinen zum Beispiel beim Caritasverband Düsseldorf. Hier werden Atemschutzmasken von Näherinnen und Nähern des Caritas-Labels EiNZIGWARE, dem bundesweiten Beschäftigungsprojekt für Langzeitarbeitslose, angefertigt. Ziel ist es hier, bis zu 500 Stück am Tag zu produzieren. Andere Produktionsstätten im Erzbistum sind u.a. die Caritas Wertarbeit, der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) sowie das St. Elisabeth-Krankenhaus Köln-Hohenlind.

Gedacht sind die Masken für Menschen in sozialen Einrichtungen, aber auch für gefährdete Einzelpersonen und diejenigen, die mit ihnen zusammen sind. Sie sind aus Stoff und damit nach dem Waschen wiederverwendbar. Für die Hilfe aus der Nähmaschine packen nicht nur viele Ehrenamtliche mit an, sondern auch Firmen in der Region. Diese steuern kostenlos die Stoffe aus Restposten bei – Voraussetzung: ein fester Baumwollstoff, der nach jedem Tragen bei 90 Grad gewaschen werden kann.

Die Caritas ruft die Menschen zur Eigeninitiative auf: Eine Nähanleitung für die Herstellung der Schutzmasken gibt es zum Download unter: www.einzigware.de.

(Text: Erzbistum Köln)