Die Kölner Bundestagskandidaten der Partei Freie Wähler kritisieren aktuelle Pläne der Kölner Karnevalsgesellschaften, beim Auftakt am 11.11.2021 am Heumarkt nur Personen teilnehmen zu lassen, die gegen das Corona-Virus geimpft, oder von einer Corona-Infektion genesen sind:

„Wir als Partei Freie Wähler haben diese Vorgehensweise bereits letzte Woche beim 1. FC Köln kritisiert. Wir empfehlen die Impfung, lehnen jedoch die Einführung der „Impfpflicht durch die Hintertür“ kategorisch ab. Natürlich hat jeder Verein das Hausrecht selbst darüber entscheiden zu dürfen, wer an einer vereinsinternen Großveranstaltung teilnehmen darf und wer nicht. Aber beim Kölner Karneval geht das öffentliche Interesse darüber hinaus. Hier muss auch die Politik klar Stellung beziehen.

Wir finden es mehr als befremdlich, dass aktuell Getestete diese totale Ausgrenzung vom öffentlichen Leben erfahren müssen, zumal überhaupt noch nicht klar ist, wie der Schutz von Genesenen oder Geimpften gerade in Anbetracht der neuen Virus-Varianten überhaupt noch ist. Die Konzentration der Antikörper lässt mit der Zeit nach. Beim Coronavirus geht man davon aus, dass sie sechs bis zwölf Monate nach der Impfung oder Infektion so niedrig ist, dass eine (erneute) Infektion und Weitergabe des Virus durchaus möglich ist. Auch kommt es auf den Impfstoff an.

Wenn die Kölner Vereine es wirklich ernst meinen würden mit ihrer Sorgfaltspflicht, dann müssten sie genau diese Tatsache differenzierter in Betracht ziehen. So bleibt allein der bittere Nachgeschmack, dass es am Ende nur darum geht die Menschen durch immer neue Einschränkungen zwangsweise zur Impfung zu bewegen, ungeachtet der tatsächlichen Risiken.“