Auszeichnungen für die besten Handwerker, Händler   und Gastronomen des Jahres 2018

Im Rahmen des diesjährigen Mittelstandsempfangs in der Kölner
Wolkenburg wurden die Preisträger des Wettbewerbs „Die Besten
2018“ prämiert. Je drei Betriebe aus den Kategorien Handwerk, Handel
und Gastronomie erhielten die Auszeichnung und ein Preisgeld von
Hauptsponsor NetCologne.
Ausrichter des Wettbewerbs sind drei Arbeitgeberverbände: der Hotelund
Gaststättenverband Nordrhein e.V. (DEHOGA Nordrhein), die
Kreishandwerkerschaft Köln und der Handelsverband Nordrhein-Westfalen. Seit
2012 schreiben diese drei mittelständischen Verbände den Preis aus, bei dem
Kölnerinnen und Kölner über eine eigens eingerichtete Homepage
(www.diebesten.koeln) ihre Vorschläge für „Die Besten“ abgeben können. In diesem
Jahr war das Online-Voting von Anfang Oktober bis Mitte Dezember möglich,
danach ließ jeder Verband von einer eigenen Fachjury die Abstimmungsergebnisse
bestätigen.

Und das sind „Die Besten 2018“:
Kategorie Gastronomie
• Bagatelle Südstadt
• Die Fette Kuh
• Restaurant Neni im Hotel 25hours Cologne
Kategorie Handwerk:
• Modeatelier Andrea Droemont
• SHK-Betrieb Karsten Gaevert
• Bio Bäckerei Eric Onder de Linden
Kategorie Handel
• Hernando Cortez Schokoladen e.K., Marco Mühlberg
• Filz Gnoss GmbH
• Modehaus Elscheidt GmbH & Co. KG
Die Vorstellung und Auszeichnung der Preisträger übernahmen hochrangige
Vertreter der Verbände: Lothar Jentzsch, Kölner Vorsitzender des Deutschen Hotelund
Gaststättenverbandes Nordrhein, Nicolai Lucks, Kreishandwerksmeister der
Kreishandwerkerschaft Köln sowie Uwe Gunkel, stellvertretender Vorsitzender des
Handelsverbands NRW. Für den Hauptsponsor NetCologne, der die Preisgelder in
Höhe von insgesamt 9.000 Euro beisteuert, begrüßte Geschäftsführer Timo von
Lepel die rund 100 Gäste aus der lokalen Politik, sowie aus Kultur, Verwaltung und
Gesellschaft.

Ziel des Wettbewerbs ist es, die Bedeutung mittelständischer Unternehmen für Köln
und Umgebung herauszustellen. Denn die drei ausrichtenden Verbände
repräsentieren rund 20.000 Betriebe mit 120.000 Beschäftigten und 10.000
Auszubildenden. Neben dem Votum der Kölner Bürger wurden auch andere
Kriterien wie die Unternehmensführung und das Engagement für den Standort Köln
berücksichtigt.

 

And the winners are

Kategorie Gastronomie

Bagatelle Südstadt
Seit vier Jahren gibt es die „Bagatelle“ in der Südstadt. Mit dem Erfolg des
Konzeptes, französische Klassiker in Mini-Portionen zu verkaufen, hatten die
Betreiber anfangs selbst nicht gerechnet. Doch mittlerweile gibt es bereits fünf
Bagatelle-Restaurants, dazu ein Schiff und einen Kiosk. Nach wie vor werden die
Betriebe mit ihren insgesamt 160 Mitarbeitern privat geführt.
Nach eigener Einschätzung ist es das Feine, das den Erfolg des Gastro-Konzepts
ausmacht. Dennoch darf es in der „Bagatelle“ immer gesellig, manchmal auch
etwas chaotisch zugehen: Manche Tische werden nicht reserviert, und rund um die
Theke gibt es einen „legeren Bereich“. Für die individuelle Einrichtung fahren die
Verantwortlichen regelmäßig auf Trödelmärkte in der Region, nach Belgien oder
Frankreich. Blumen werden zwei Mal pro Woche frisch eingekauft. Und absolut
kompromisslos ist man bei den Lebensmitteln: Sie werden täglich frisch im
Handelshof eingekauft.
Darüber hinaus sind die Betreiber der „Bagatelle“ auch Freunde des offenen
Wortes: „Die Bagatelle darf politisch sein, für schwächere Gastronomen eintreten
oder sich zu gesellschaftlichen Problemen äußern. Wir legen uns, auch mal mit der
Stadt Köln an, aber wir sagen auch, wenn etwas gut läuft.“

Die Fette Kuh
„Die Fette Kuh“ ist der kleine Burgerladen von Andreea Bratu und Walter
Schnerring, die seit über sieben Jahren gemeinsam mit Küchenchef Martin Block
und dem überraschend großen Team von 40 Mitarbeitern, hausgemachte Burger in
der Südstadt servieren.
„Wir wollen einfach gute Burger machen“, sagt Walter Schnerring und drückt damit
aus, dass in der „Fetten Kuh“ bodenständiges Handwerk geschätzt und gelebt wird.
Mit Respekt vor dem Produkt und viel Enthusiasmus empfängt das Team Gäste
aller Altersklassen. Neben einer großen Karte mit Burger-Klassikern entwickelt das
Team jede Woche einen „Burger der Woche“, bei dem der Kreativität keine Grenzen
gesetzt sind.
Das Stammpublikum schätzt diese Abwechslung, vor allem aber die
kompromisslose Auswahl der Zutaten. Das Rindfleisch für die handgemachten
Burger stammt ausschließlich von niederrheinischen Weidetieren, es wird nie
gefroren und täglich frisch gewolft. Saucen und Toppings (außer Ketchup) werden
im Haus frisch gekocht. Ähnliche Sorgfalt gilt auch für die Beigaben: Die Buns backt
ein lokaler Meisterbäcker täglich nach dem Rezept der Kuh und natürlich ohne
Konservierungsstoffe. Die Kartoffeln für die handgeschnittenen Fritten liefert Bauer
Trippen direkt aus der Region an.

NENI
Im 8. Stock des Hotels „The Circle“ gelegen, treiben Restaurant und Bar den Retro-
Futurismus des Gebäudes im ehemaligen Kölner Gerling-Quartier auf die Spitze.
Dafür wurde das geschichtsträchtige Gebäude um ein weiteres Geschoss
aufgestockt. Durch bodentiefe Fenster der umlaufenden Terrasse genießen Gäste
einen einmaligen Blick auf den Kölner Dom. Hier wird rheinische Lebensart durch
die Familie Molcho neu interpretiert.
Im NENI Köln kommt eklektische, ostmediterrane Küche auf den Tisch. In der
Speisekarte stehen orientalisch geprägte Gerichte wie pochierte Eier mit Tomaten-
Peperoni-Ragout oder Sabich mit gebackener Aubergine, Humus und
Tomatensalsa.
General Manager Nils Jansen freut sich über die Auszeichnung: „Erst vor einem
knappen halben Jahr haben wir das NENI eröffnet und können schon jetzt sagen,
dass das Konzept eingeschlagen hat. Wir freuen uns sehr über die Bestätigung in
Form dieser schönen Auszeichnung. Diese bedeutet uns viel, weil sie durch die
Abstimmung unserer Gäste zustande gekommen ist. Ein besseres Zeichen von
Zufriedenheit können wir uns nicht vorstellen.“

Kategorie Handwerk

Modeatelier Andrea Droemont
„Tragen Sie Kleidung, die Ihrem Ich entspricht!“, das ist das Motto von Andrea
Droemont. Die studierte Textilingenieurin und Designerin gründete 1994 ihr eigenes
Modeatelier Ihr Anspruch: sich mit maßgefertigten Kreationen vom schnelllebigen
Bekleidungsgeschäft abzuheben.
Egal ob Brautmode, Abendmode oder Tagesmode: Andrea Droemont verwendet
stets nachhaltige Ökostoffe aus Deutschland oder Italien und fertigt sie in liebevoller
Handarbeit an. Der Top-Ausbildungsbetrieb 2017 in der Kategorie
„Überdurchschnittliches Engagement in der Ausbildungsleistung verbunden mit
besonders guten Ausbildungsergebnissen“ setzt auf elegante und qualitativ
hochwertige Klassiker statt auf Saisonware.
Die eigene „Fashion meets Furniture“-Show ist mittlerweile fester Bestandteil und
fand 2018 zum sechsten Mal statt. Der in direkter Nachbarschaft gelegene
Designmöbelhändler „Möbel Living“ stellt Andrea Doermont seine Räumlichkeiten
für diese unkonventionelle Modenschau zur Verfügung. „Cocktails schlürfen, Beats
lauschen, loungen und luuren“ war das Motto im letzten Jahr und bringt es auf den
Punkt: modisch, unkonventionell, kölsch.
SHK-Betrieb Karsten Gaevert
Der Sanitär/Heizung/Klima-Betrieb Karsten Gaevert steht seit seiner Gründung
1996 für guten Service und solides handwerkliches Können. Die Mitarbeiter nehmen
sich Zeit für die Vorstellungen des Auftraggebers und entwickeln in enger
Abstimmung mit dem Kunden das passende Gesamtkonzept. Ziel ist es, gute
Lösungen für höchsten Wärmekomfort zu finden, denn Karsten Gaeverts Leitsatz
steht an oberster Stelle: „Wärme bedeutet Wohlbefinden“.
Auch in der Ausbildung ist ihm das Wohlbefinden ein wichtiges Anliegen. Als Top-
Ausbildungsbetrieb 2017 in der Kategorie „Überdurchschnittliches Engagement in
der Ausbildung, verbunden mit hohem sozialem Engagement“ ist ihm nicht nur die
fundierte Wissensvermittlung seiner derzeit neun Azubis wichtig. Karsten Gaevert
bietet Nachwuchskräften mit schwieriger Ausgangslage auch Zusatzunterricht an
und hat sich zudem der „Initiative für Ausbildung“ angeschlossen.

Bio-Bäckerei Eric Onder de Linden
Es ist die wohl einzige Bäckerei im größeren Umfeld, die nie Lebensmittel wegwirft:
Eric Onder de Linden hat es sich zur Aufgabe gemacht, so ressourcenschonend wie
möglich zu arbeiten. In der Bio-Bäckerei gibt es allerdings keine konventionellen
Backwaren.
Aufgrund des erhöhten Vorkommens von Gluten-Unverträglichkeit machte sich Eric
Onder de Linden auf die Suche nach einer Möglichkeit, geeignete Backwaren
herzustellen. Die Antwort war ein glutenfreies Knöterichgewächs, das viele als
Buchweizen kennen.
Der Bäckermeister verwendet jedoch nicht das Korn an sich, sondern lässt es
zuerst keimen. Das macht das Endprodukt bekömmlicher, vitamin- und
eiweißreicher.
Aufgrund des hohen Qualitätsanspruchs ist die Produktpalette zwar etwas kleiner
als gewohnt, aber dafür mit wertigen Zutaten versehen: Meer- oder Steinsalz statt
Jodsalz, Pflanzenöl oder Butter statt Margarine, natürliches Vanillemark statt
Vanillinaroma oder Honig, Ahornsirup und Roh-Rohrzucker statt Raffinadezucker.
Einkaufen kann man in der Bio-Bäckerei nur per Online-Vorbestellung. So
produziert der junge Bäckermeister auch nur das, was verkauft und gegessen wird.
Hier wird Umweltfreundlichkeit gelebt, von der mit Ökostrom betriebenen Backstube
bis zum Versand der Produkte mit DHL GoGreen.

Kategorie Handel

Hernando Cortez Schokoladen e.K., Marco Mühlberg
Das gemütliche Café mit angrenzendem Shop im Kolonialwarenladen-Stil lädt in
angenehmer Atmosphäre und betörendem Schokoladenduft zum Verweilen ein.
„Hernando Cortez Schokoladen“, benannt nach dem spanischen Eroberer, ist eine
Institution für jeden Kakaobohnen-Liebhaber.
Marco Mühlberg hat es sich zur Aufgabe gemacht, Schokolade erlebbar zu
gestalten. Das beginnt bei der Einrichtung, die an die Zeit der „Conquistadores“
erinnert. Ursprünglich zur Goldsuche aufgebrochen, kam Cortez laut Legende
jedoch mit einem größeren Schatz
zurück: der Kakaobohne. Im Verlauf der Industrialisierung wurde die Schokolade
dann unter Zutun von Süße und Gewürzen massentauglich und erschwinglich.
Neben dem klassischen Verkauf von edlen Schokoladen, Pralinen und
Brotaufstrichen, weiß Mühlberg seine Café-Gäste auf Cortez Spuren zu entführen:
Zu Kuchen, Desserts und Kaffee kann jeder Gast seine Trinkschokolade mit
verschiedenen Gewürzen selbst verfeinern.

Filz Gnoss GmbH
Wenn ein Familienbetrieb nun schon 94 Jahre besteht, gibt es keinen Zweifel daran,
dass es einer „der Besten“ sein muss. 1925 eröffneten die Geschwister Gnoss ihr
Ladenlokal im Herzen von Köln und gründeten somit ein „Urgestein“ der Kölner
Einzelhandelslandschaft.
Wie vielfältig der Werkstoff Filz sein kann, erkennt man auf den ersten Blick beim
Betreten des Ladens.
Neben Filz als Bastelmaterial gibt es zahlreiche bereits verarbeitete Waren:
Angefangen bei wärmenden Hausschuhen, über Wohnaccessoires bis hin zur
modernen Interpretation des vielseitigen Werkstoffes in Form von Handyhüllen und
Laptoptaschen. Bei Filz Gnoss sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
Wer Tipps zur Verarbeitung oder Hilfe bei der Auswahl braucht, kann auf die
fachkundige Beratung der Mitarbeiter vertrauen.
Nach einem (!) Wechsel in über 85 Jahren leitet nun Raimundo Aparicio, Sohn des
vorherigen Geschäftsführers, seit 2011 das kleine Schmuckstück. Liebe zum Detail
und der unnachahmliche Charme eines Familienbetriebs machen Filz Gnoss zu
einem Teil von Köln. Und wer ein Stück davon zu Hause haben möchte, kauft sich
gleich beim nächsten Besuch die farbenfrohen Unterleger aus Filz mit Dom-Motiv.

Modehaus Elscheidt GmbH & Co. KG
Wer hochwertige und luxuriöse Damenmode sucht, ist im Modehaus Elscheidt
goldrichtig. Die Geschäftsführerinnen Renate und Nina Rong bieten mit ihrem
großen Team in zwei Filialen eine exquisite Auswahl an Damenbekleidung im
Luxus-Segment an.
Die Kreationen von Tod´s, Moncler, Alto Milano, Hemisphere und viele weitere
Labels werden wunderschön und modern in Szene gesetzt und laden zum
ausgiebigen Shoppen ein. Mode am Puls der Zeit, eine fachkundige Stilberatung
und die Möglichkeit, die Kleidung direkt vor Ort im hauseigenen Atelier ändern zu
lassen, zeugen von hochwertigen Service und dem Bewusstsein für Qualität.
Die Filiale in der Innenstadt bietet außerdem noch ein weiteres Highlight: die in Köln
und Umgebung einmalige Brunello Cucinelli Corner. Der italienische Designer ist
bekannt für seine außergewöhnliche Verarbeitungsweise und luxuriöse Materialien.
Neben der Damenmode bietet Elscheidt hier auch ausgesuchte Wohnaccessoires
des gefragten Designers an.

Bericht K1-Agentur  und Fotos Marius Becker Fotografie