Bauarbeiten am Kalscheurer Weiher – Schutz für Erdkröten

Zollstocker Weg wird entsiegelt

Bauarbeiten am Kalscheurer Weiher – Schutz für Erdkröten

Die Stadt Köln lässt den Zollstocker Weg am Kalscheurer Weiher ab Ende Juli entsiegeln und durch einen schmaleren Weg ersetzen. Die Breite des Weges wird von sechs auf dreieinhalb Meter verringert und der Asphalt zu einer wassergebundenen Decke umgewandelt.  

Die Entsiegelung trägt zum Schutz der dort lebenden Erdkröten bei und erleichtert ihnen die Überquerung des Weges. Aber auch Spaziergänger*innen profitieren von der Sperrung für Fahrzeuge. Das Gebiet hat sich zu einem intensiv genutzten Freizeitbereich entwickelt und wird durch die Verschmälerung des Weges weiter aufgewertet. Durch die Entsiegelung ergeben sich zudem kleinklimatische Verbesserungen, beispielsweise durch die bessere Versickerung von Niederschlägen.  

Der Zollstocker Weg ist bereits seit 2018 auf einer Länge von 430 Metern zum Schutz der dort lebenden Erdkröten für Fahrzeuge gesperrt. Der Kalscheurer Weiher ist ein wichtiges Laichgewässer für die Erdkröten, während ein gegenüberliegender Gehölzstreifen als Lebensraum dient. In Abhängigkeit von der Witterung wandert ein Großteil der fortpflanzungsbereiten Tiere in der Zeit von Mitte Februar bis Ende April zum Laichgewässer. Hunderte Erdkröten müssen dafür den Zollstocker Weg überqueren und halten sich dabei gerne länger auf dem oftmals feuchtwarmen Asphalt auf. Der Rückweg in ihren Lebensraum findet anschließend über einen deutlich längeren Zeitraum im Herbst statt. Durch den dort fahrenden Autoverkehr wurde alljährlich eine Vielzahl an Erdkröten während ihrer Wanderung überfahren, sodass Schutzvorkehrungen erforderlich wurden.  

Die Maßnahme kostet 200.000 Euro. Finanziert wird die Entsiegelung über sogenannte Ersatzgelder. Das sind Gelder, die von der Stadt Köln eingenommen wurden, weil an anderer Stelle ein Eingriff in Natur und Landschaft stattgefunden hat. Die Arbeiten werden, ohne Nebenarbeiten wie beispielsweise Einsaat, rund vier bis fünf Wochen andauern. In diesem Zeitraum wird dieser Wegeabschnitt ganz oder teilweise gesperrt und nicht nutzbar sein. Umleitungen werden ausgeschildert.

(Text:PI/Stadt Köln/ Jutta Doppke-Metz)