Leben, wo die Stadt ins Grüne trifft

Beim Bürgertreff / März der Bürgervereinigung Rodenkirchen in der Quetsch war es brechend voll. Mit so viel Zuspruch hatten die Veranstalter nicht gerechnet, doch ein brisantes Thema stand auf dem Abendprogramm: Das neue „Waldviertel“ Rodenkirchen.

Wolfgang Behrendt, 2. Vorsitzender der Bürgervereinigung begrüßte die Besucher und musste leider einen Großteil bitten, an der zweiten Veranstaltung im September teilzunehmen, da die Räumlichkeiten aus allen Nähten zu platzen drohten.

Die beiden Referenten, die Projektleiterin und Dipl.Ing. Architektin Martina Müller und Alexander Jacobi, geschäftsführender Gesellschafter der Bauwens Development und Convalor Projektpartner waren gekommen, um das Gemeinschaftsprojekt vor zustellten und waren sichtbar überrascht.

Das neue knapp ca. 62.000 qm große Bauprojekt im Herzen von Rodenkirchen, dem ehemaligen „Waltnergelände“, wurde allen interessierten Besuchern erklärt. Das neue „Waldviertel“ Rodenkirchen zwischen Bahnstraße, Friedrich-Ebert- und Konrad-Adenauer-Straße wird zurzeit auf die Neubaumaßnahme vorbereitet. Die Häuser wurden abgerissen, der große Bunker hat seinen zeitlichen Segen bereits lange überschritten und wird in den nächsten Monaten dem Erdboden gleichgemacht.

Dann wird es sehr schnell gehen. 2020 ist Baubeginn und bis Ende 2021 soll ein ganz neues Stadtteilviertel entstehen.

Das Interesse der Anwesenden war groß und alle lauschten den Worten der Fachleute.

„Leben, wo die Stadt ins Grüne trifft“, so beschreibt die Bauwens GmbH & Co. KG die neue Architektur. Das zentrumnahe Quartier wird auf 35000 Quadratmetern entstehen und soll „Waldviertel“ heißen. Es soll der fließende Übergang zum Forstbotanischen Garten, Friedenswald und Grüngürtel sein, der ebenfalls autofrei gestaltet wird.

Hier sind 410 Miet- und Eigentumswohnungen zu 50-50 Anteilen geplant. Eine neue 3-zügige private Kindertagesstätte, eine öffentlich zugängliche Abenteuerspielfläche für Kinder sowie kleinere Gewerbeeinheiten sollen entstehen. Dazu zwei getrennte Tiefgaragen mit 410 Stellplätzen, deren Zufahrten auf die Konrad-Adenauer-Straße führen werden. Das Thema Garagen war dann auch schon die erste Diskussion. Die Zuhörer sahen das als viel zu wenig an, da jeder Haushalt regelmässig bereits über 2 Fahrzeige verfügt.

Zuhause mit Vielfalt war dann der zweite Bereich, worüber gesprochen wurde. Wohnen, Arbeiten und Leben, vom Single-Apartment bis zur Familienwohnung in zentraler Lage. Bei den Eigentumswohnungen wird man mit Preisen von 5500 bis 6000 € pro m2 rechnen müssen, bei den Kaltmieten mit ca. 14 €- bis 15,50 €. Der soziale Wohnungsbau ist nicht zu berücksichtigen, da die Bauanträge vor der 30%-Regelung schon bewilligt wurden.

Im stadtüblichen Kaufpreis liegen auch die Tiefgaragenplätze, diese sind mit 25-27.000 € angedacht. Dazu werden in der Tiefgarage 30 Ladestationen für Elektroautos vorgesehen. Erschrocken waren die Besucher bei den drei geplanten Hochhäuser. Damit hatten nur die wenigsten gerechnet. Das die Architektur zur modernen Zeit gehöre, verstand sich von selbst. Dass eigene Paketstationen in die Grünflächen eingearbeitet werden sollen, wurde charmant erwähnt, aber nicht wirklich thematisiert. Denn mit dem Neubaugebiet wird auch eine neue Lebensart einziehen. Lieferservice, Mülltrennung und ein modernzeitlicher Wohnumgang steht im neuen Waldviertel bevor.

Auch das Volvo-Gelände auf der Ringstraße wurde kurz angeschnitten, welches ebenfalls in der Partnerschaft umgebaut wird. Dort werden auf 25.000 qm2 360 Wohneinheiten entstehen und ein 6-zügiger Kindergarten. In das neue Ringviertel soll die ersten Jahre noch das Bürgerzentrum integriert werden. Sobald das Rathaus allerdings fertiggestellt ist, wird der Gebäudekomplex nachgezogen und ebenfalls zu Wohnungen. Baubeginn hier ist Ende 2019. Dann beginnt im hinteren Bereich der Abriss und die Vorarbeit bis zur Straße.

Ganz minimal wurde auf den Umbau der Fläche der Deutschen Welle eingegangen. Hier stehen 57.000qm vor Baubeginn. 740 Wohnungen werden in den nächsten Jahren entstehen. Natürlich kommt dort auch ein Kindergarten für die Bewohner hin, welcher ebenfalls einen privaten Träger bekommt. Da das Interesse im Kölner Süden an diesen Bauprojekten sehr groß ist, wird diese Veranstaltung im September 2019 in größerem Rahmen wiederholt. Die Termine werden über die www.buergervereinigung-rodenkirchen.de schnellsten bekannt gegeben.

Die Referenten und der Bürgervereinigung bedankten sich zum Ende der Veranstaltung und baten um die Mitgliedschaft im Verein, auch informierten sie darüber, dass man sich schon heute unter: www.waldviertel-rodenkirchen.de (waldviertel@bauwens.de) für eine Wohnung als Interessent vormerken lassen kann.