Wichtiger Schritt für das kulturpolitische Gleichgewicht von Bund und Ländern

Laut Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) werden die Kulturministerinnen und ‑minister der Länder künftig eigenständig unter dem Dach der KMK beraten. Die neu ins Leben gerufene Kulturministerkonferenz (Kultur-MK) nimmt ihre Arbeit am 1. Januar 2019 auf und wird die kulturpolitische Position der Länder gegenüber der Bundesregierung vertreten.

Dazu erklärte Bernd Petelkau MdL: „Es ist richtig und wichtig, dass die Länder dem Bund wieder auf Augenhöhe begegnen. Als Förderer des Kulturangebots in ihren Regionen sind sie die Garanten der kulturellen Vielfalt Deutschlands. Daher sollten die Länder in regelmäßigem Austausch stehen und gegenüber der Bundesregierung mit einer Stimme sprechen.“

Das neue Gremium wird sich im kommenden Jahr unter dem Vorsitz Hamburgs unter anderem mit der Einführung eines allgemeinen Verlagspreises und der Behandlung von Kulturobjekten aus dem kolonialen Kontext befassen. Nordrhein-Westfalen wird 2022 den Vorsitz übernehmen. Die Planungen dazu werden unmittelbar aufgenommen. „Mit der neuen Kultur-MK entsteht ein länderübergreifendes Forum, in dem wir unsere Themen in den Fokus rücken können“, so Petelkau. „Mit ihrer Initiative für den Erhalt unseres kulturellen Erbes hat die Landesregierung beispielsweise bereits ein zentrales Projekt in Angriff genommen, das sicher auch im neuen Gremium eine wichtige Rolle spielen wird.“