Wer sind Sie? Erzählen Sie uns bitte etwas über sich. 

(c) Foto: Philippe Ramakers, Köln

Mein Name ist Carla Berling, ich schreibe Kriminalromane und humorvolle Frauengeschichten. Mit meiner Reihe »Jesses Maria« war ich in über 100 Städten auf großen und kleinen Bühnen zu Gast, und mit meiner Krimi-Reihe habe ich ein zweites Genre, das mir großen Spaß macht. Jetzt habe ich grade einen Roman geschrieben, der im Kölner Süden spielt, mein Agent ist begeistert, das ist schon mal ein guter Zeichen. Mal schauen, wann und wo er erscheint.

Ich bin Jahrgang 1960, aber noch recht rüstig, bin verheiratet und habe zwei erwachsene Söhne und eine Enkelin.

 

 

 

 

 

Was verbindet Sie mit dem Kölner Süden?

Wir wohnen seit knapp drei Jahren in Rodenkirchen, haben vorher in Bonn und dann 7 Jahre in der Kölner Innenstadt gelebt. Ich liebe den Kölner Süden, weil es hier alles gibt: Landleben in Weiß, Dorfleben in Sürth, Kleinstadtleben in Rodenkirchen – und die Metropole vor der Tür. Außerdem erinnert mich Rodenkirchen sehr an meine Heimatstadt Bad Oeynhausen.

Wo ist Ihr Lieblingsveedel und warum?

Ich habe kein Lieblingsveedel – aber den Lieblingsstadtteil Rodenkirchen mit vielen Lieblingsecken.

Was können Sie zur Vergangenheit im Kölner Süden sagen?

Nichts.

Sind Sie ein Karnevalsfreund, mögen Sie die fünfte Jahreszeit und verkleiden Sie sich? Wenn ja als was…

Oh, leider nein, ich bin Ostwestfälin. Da gibt es keinen Karneval. Ich habe Karneval in der Kölner Innenstadt kennengelernt, als wir nahe des Zülpicher Viertels gewohnt haben. Seit den unangenehmen Erfahrungen mit Komasäufern, Randalierern, verbarrikadierten Hauseingängen und verwüsteten Grünanlagen verstecke ich mich während der tollen Tage. Mir ist klar, dass das nicht der »wahre« Karneval ist, unsere Sürther Freunde führen uns liebevoll und Stück für Stück »ran«.

Sind Sie in einem Verein oder engagieren sie sich ehrenamtlich? 

Ich bin im Turnverein, weil ich dort wetterunabhängig Sport treiben kann. Mir fällt es schwer, Gruppen und Vereinen anzugehören, weil mein Beruf durch die vielen Recherche- und Lesereisen und abgeschotteten, konzentrierten Schreibphasen zeitaufwändig ist und ich keine regelmäßigen Termine in meinen Alltag integrieren kann.

Wo finden Sie es richtig schön im Kölner Süden? Wo halten Sie sich gerne auf?

Natürlich bin ich gern am Rhein, wir fahren viel mit dem Rad, ich liebe den Weißer Bogen und die Sürther Aue. Ich bummele aber auch gern durch die Rodenkirchener City, weil es so viele kleine Geschäfte gibt. Und ich bin gern auf dem Wochenmarkt am Maternusplatz.

Was gefällt Ihnen im Kölner Süden überhaupt nicht? Was nervt? Wo sind für Sie Schandflecke?

Die Flugzeuge sind ziemlich schlimm. Ich habe über ein Jahr keine Nacht durchgeschlafen, bevor ich auf die Idee kam, mir Ohrstöpsel zu kaufen.

Als Schandfleck fällt mir spontan das Rathaus ein. Außerdem rege ich mich immer über wilde Müllablagerungen auf – am Rhein, in den Auenwäldern, an Straßenrändern, es gibt wohl kaum einen Platz, an dem nicht irgendein Ferkel seinen Müll ablädt.

Wo ist Ihr Lieblingslokal und warum?

Wir sind noch nicht überall gewesen, weil wir selten ausgehen, aber bis jetzt hat es uns in der Osteria Il Nido jedes Mal sehr gut gefallen. Die Rheinstation ist im Sommer klasse, da könnte ich stundenlang sitzen, und im Palladio bin ich gern, dort treffen wir uns oft mit Freunden zum Frühstück.

Was fehlt Ihnen im Kölner Süden?

Nichts.

Und was finden Sie ist einzigartig hier?

Wie gesagt, die Mischung aus Land-,Dorf- und Kleinstadtleben und natürlich die wunderschöne, abwechslungsreiche Landschaft.

Über wen, würden Sie gerne etwas aus dem Kölner Süden erfahren? 

Ich bin Schriftstellerin, Menschen und ihre Lebensgeschichten sind die Grundlage meines Berufes. Im Grunde interessiert mich jeder, denn jeder hat seine Geschichte. 

Welche Worte würden Sie gerne den Menschen mit auf den Weg geben? 

Mein Sendungsbewusstsein hält sich in Grenzen.

Und was sind Ihre Zukunftsgedanken an Ihr Stadtgebiet?

Nun, wir leben im Neubaugebiet Sürther Feld. Ich wünsche mir, dass es ein lebendiges Viertel wird, keine Schlafstadt.