….

Der Rheinauhafen. Seltsam, wie oft ich doch hier spaziere oder mit dem Rad vorbeikomme.

Viel ist da gewichen und hat Neuem Platz gemacht. Für die Kranhäuser zum Beispiel, viel fotografiert und in Szene gesetzt – aber ein Fan bin ich persönlich jetzt nicht. Für mich fühlen sie sich fremd an und verbauen die Sicht auf den Dom.

Die Halbinsel, auf der sie stehen, heißt übrigens „Werthchen“. Bis ins 19. Jahrhundert hinein war hier tatsächlich eine kleine Insel, die eben seit Jahrhunderten „Werthchen“ genannt wurde. Sie ist der Ursprung des Hafens.

Hier lagen hier die Oberländer-Schiffe, die die Waren der Niederländer-Schiffe aufnahmen und umgekehrt. Die Niederländer-Schiffe waren fette, große Lastkähne, geeignet, viele Waren auf einmal aufnehmen zu können. Sie haben den Rhein bis an die Mündung bedient. Sie hatten aber kurz hinter Köln das Problem, dass sie zu groß waren, um den Fluss Richtung Süden zu befahren. Dies übernahmen in Köln als Umschlagsplatz eben die Oberländer-Schiffe, die kleiner waren und wesentlich weniger Tiefgang hatten. Ein Teil dieses Umladens geschah eben hier auf dieser Insel. Viel Arbeit für kräftige Männer, die mit dem ständigen Be- und Entladen ihr Auskommen hatten.

Erst mit der Industrialisierung, recht spät sogar, in den 1890’er Jahren, entstand der Rheinauhafen in seiner heutigen Form. Das Werthchen wurde aufgeschüttet und mit dem Festland verbunden. Mit dem Ruhrgebiet und seinem aufstrebenden Hafen in Duisburg wollte man mithalten, indem man die Häfen Kölns vergrößerte. Der Rheinauhafen wurde zu einem der modernsten Häfen Deutschlands mit einem 18 km Schienennetz. Diesen Wettbewerb wollte man unbedingt gewinnen. Gut, wie es ausgegangen ist, wissen wir. Duisburg ist die absolute Nummer eins der Binnenhäfen. Man muss auch gönnen können.

Mein Lieblingsgebäude, das Siebengebirge, offiziell „Danziger Lagerhaus“ tituliert, entstand kurz danach, 1909. Ein 177 Meter langes, sechsgeschossiges Lager für Stückgut und Korn. Es soll eines der ersten Stahlskelettbetonbauten – was ein Wort – gewesen sein, die je gebaut wurden. Das mag für Architekten bemerkenswert sein. Ich bin froh, dass es so fein verputzt und getüncht ist.

Vielleicht mag ich es, weil der Name so passend ist.

„Siebengebirge“ – jeder weiß sofort warum – es sieht wie ein Gebirge aus, mit seinen neun Giebeln. Neun? Das lässt sich ganz einfach von Deutz aus zählen. Neun Giebel hat es, drei hohe und sechs niedrige. Der Architekt hat getrickst. Auf der „richtigen“ Seite wurden zwei Giebel durch Türmchen ersetzt. Das habe ich aber erst spät verstanden. Das Problem ist, dass die westliche Seite ein wenig schwer einsehbar ist. Man kann nur sehr nah am Gebäude stehen, dass man kaum die Front überblickt oder man geht weiter weg, um festzustellen, dass die Sicht durch große Bäume verstellt ist. Man muss sich schon etwas Zeit nehmen.

1946, nach dem Krieg entschied der Rat, diesen Teil des Güterhafens aufzugeben und größere Becken in Niehl anzulegen. Das hat übrigens zur Folge, dass wir uns ständig mit Hamburg um Platz zwei unter den wichtigsten Binnenhäfen in Deutschland rangeln. Hättet Ihr das gedacht? Duisburg ist unumstritten Nummer eins und danach direkt wir und in manchen Jahren Hamburg? Ich nicht.

Unser Siebengebirge wurde aber gerettet. Ein Wohn- und Gewerbegebäude ist es seit 2006. Und das wiederum finde ich prima. Mit den Kranhäusern, meine ich, haben wir ein altes Stück Köln aufgegeben. Wofür überhaupt? Um mit dem Medienhafen in Düsseldorf zu konkurrieren? Ich weiß es nicht. Mit dem Siebengebirge aber, haben wir einem schönem Stück Köln einen neuen Sinn gegeben und können unseren Enkeln noch zeigen, wie das in Köln so war. Damals.

Michael

Der Rheinauhafe. Komisch, wie off ich doch hee e Gängelche maache ov mem Rädche lans kumme.

Vill es do fott un hät Plaatz för Neues gemaht. För de Kranhüüser för e Beispill, vill fotografeet un in Szen gesatz – ävver ene Fan bin ich selver jetz nit. För mich föhle se sich fremb aan und verbaue de Seech op unse Dom.

Die Halvinsel, op dä se stonn, heiß üvvrigens „Werthchen“. Bes en et 19. Johrhundert wor hee wirklich en klein Insel, die evvens zick Johrhunderte „Werthche“ genannt woodt. Se es der Grundstein vum Hafe.

Hee loge de Oberländer-Scheffe, die de Ware vun de Niederländer-Scheffe opnohme un ömgedriht. De Niederländer-Scheffe wore fette, große Lasskähn, die vill Ware op eimol opnemme kunnte. Noh Süde, koot hinger Kölle, kome se ävver en de Bräng weil se zo groß wore öm wiggerzefahre. Dat üvvernohme evvens de Oberländer-Scheffe, die kleiner wore un vill winniger Deefgang hatte. Ene Deil vun däm Ömlade passeete evvens hee op dä Insel. Vill Arbeid för kräftige Kääls, die mem laufende Be- un Entlode ehr Uskumme hatte.

Eescht met der Industrialisierung, rääch späd esugar, en der 1890’er Johre, woodt der Rheiauhafe en singer Form vun hügg gebaut. Et Werthche woodt opgeschodt un mem Festland verbunge. Mem Ruhrgebiet un singe neu Häfe wollte mer methalde, wie mer die Häfe vun Kölle größer gemaht hät. Der Rheinauhafe woodt zo einem vun de modernste Häfe vun Deutschland met singem 18 km Schinnenetz. Dä Wettbewerb wollte mer unbedingk gewenne. God, wie et usgegange es, wesse mer. Duisburg es de – dat weed keiner avstrigge – Nummer eins vun de Bennehäfe. Mer muss och gönne künne.

Minge Lieblingsbau, et Sibbegebirg, offiziell „Danziger Lagerhuus“ tituleet, entstundt koot donoh, 1909. E 177 Meter lang Lager met sechs Etage för Stöckgod un Koon. Et soll eine vun de eeschte Stahlskelettbetonbaute – wat e Wood – gewäs sin, die je gebaut woodte sin. Dat mag för Architekte gelunge sin. Ich ben fruh, dat et esu fing verputz un getünch es.

Villeich mag ich et, weil der Name su passend es. „Sibbegebirg“ – jeder weiß tirek woröm – et süht us wie e Gebirg, met singe nüng Givvele. Nüng? Dat löös sich ganz einfach vun der Schäl Sick us zälle. Nüng Givvele sin et, drei huhe un sechs niddrige. Der Architek hät getricks. Op der „räächte“ Sigg woodte zwei Givvele durch Türmcher ersatz. Dat han ich ävver eesch späd verstande. Dat Problem es, dat mer met Hänge un Würge de Front üvverbleck ov mer geiht e wigger fott, öm fasszestelle, dat de Seech durch huhe Bäum verstallt es. Mer muss sich ald jet Zigg nemme.

1946, nohm Kreeg, entscheed der Rod, dä Deil vum Göderhafe opzegevve un größere Becke en Niehl aanzeläge. Dat hät üvvrigens zur Folg, dat mer uns luuter met Hamburg öm der Patz zwei vun de wichtigste Bennehäfe en Deutschland rangele. Hätt ehr dat gedaach? Duisburg es unbestredde de Nummer eins und donoh tirek mir un en mänche Johr Hamburg? Ich nit.

Uns Sibbegebirg woodt ävver gerett. E Wonn- un Gewerbegebiet es et zick 2006. Un dat widderöm fing ich prima. Met de Kranhüüser, mein ich, han mer e aal Stöck Kölle opgegovve. Woför üvverhaup? Öm mem Medienhafe en Düsseldorf zo konkuriere? Ich weiß et nit. Mem Sibbegebirg ävver, han mer e schön Stöckelche Kölle ene neue Senn gegovve und künne unse Enkelcher noch zeige, wie et en Kölle esu wor. Dozomol.

Mechel

Weitere Informationen auf www.koelschgaenger.net

Ihr wisst nicht, wo das Siebengebirger liegt? Dann schaut mal schnell heimlich hier nach: https://findpenguins.com/koelschgaenger

Rodenkirchen mag ich ja sehr. Immer wenn ich das Kapellchen sehe, muss ich schmunzeln. Weit über 1000 Jahre Geschichte stecken allein in diesem Kirchlein. Die Gegend um es herum lädt zum Spaziergang und noch mehr zum Verweilen ein.

Wie passt da ein Prozess hin, der mehr als drei Menschenleben andauert?

Rodenkirchen gehört ja nun erst seit 1975 zur Stadt Köln, politisch gesehen. Ich weiß, nicht jeder ist da so glücklich drüber. Aber sei es drum, ich finde es besser als die Verhältnisse bis 1798, in denen man Rodenkirchen als „Ausland“ betrachtet.

Die meisten wissen ja, im Mittelalter ist die stolze Stadt Köln frei. Umgeben ist sie aber von Kurkölner Gebiet. Das unmittelbar angrenzende Land gehört der Kurie, sprich den Erzbischöfen von Köln. Das allein ist ja schon nicht leicht, weil das Verhältnis der Kölner Bürger zu den eigenen Erzbischöfen ja meistens, sagen wir, angespannt ist. Tatsächlich setzt Rodenkirchen da noch eins drauf.

Im Jahr 1432 wird Johann von Heinsberg Lehnsherr von Rodenkirchen. Das ist jetzt nicht schlimm. Aber in der Erbfolge fällt Rodenkirchen an Gräfin Elisabeth von Nassau – Saarbrücken. Das wiederum ist schlimm. Die gute Dame ist so weit Weg von Kölner Gefühlen, wie ihr Name sagt. Sie macht genau das, was für eine richtige Kölner Dame nicht denkbar ist: sie heiratet 1472 Herzog Wilhelm III. von Berg und bringt selbstverständlich Ihre Güter als Mitgift in die Ehe mit ein.

Was für ein Gift, diese Mitgift. Rodenkirchen ist ja damit Bergisches Land. Ist das zu fassen? Rodenkirchen ist eine Bergische Enklave, die nicht mal mehr der Rhein von Köln trennt. Köln weiß ja gern den Rhein zwischen sich und unangenehmen Zeitgenossen. Richtig giftig ist dies für die lange gewachsenen Strukturen:

Das Maternus-Kapellchen gehört seit dem Jahr 1233 ganz offiziell dem Kölner Severinstift. Dieser darf bestimmen, wer hier an Alt St. Maternus Pfarrer ist und darf auch die Menge der Abgaben festlegen. Die Abgaben benötige der Pfarrer von den paar Dutzend Einwohnern des Dorfes als Unterhalt für sich selbst. Zudem besitzen die Kartäuser und die Benediktiner von Groß St. Martin nicht unerheblich viel Land in Rodenkirchen, dass sie bewirtschaften und den Ertrag fleißig nach Köln bringen.

Was nützt so ein Besitz einem Herzog von der anderen Rheinseite überhaupt? Ihn und seinem erbenden Schwiegersohn Johann III. von Berg, genannt „der Friedfertige“, stört das erstmal nicht. Die nächste Generation, Herzog Wilhelm V. von Berg, genannt der Reiche, stört das dafür umso mehr. Ihm gehört das Land und allen anderen der Ertrag davon? So wird man nicht reich! Dann diese faktische Entmachtung durch den Severinstift. Das darf nicht sein! Er klagt im Jahr 1550 sein Recht ein.

Wie will man jetzt so eine verzwickte Lage entscheiden? Wie wägt man sowas gerecht ab. Man überlegt, berät sich und streitet und überlegt, berät sich und streitet – ganze 170 Jahre lang. Im Jahr 1720 hat man einen Geistesblitz! Man kommt zu dem Schluss „War doch immer schon so? Warum sollten wir das ändern? Es bleibt einfach wie es ist.“ Warum auch anders, funktioniert doch? Die Kurie gewinnt! Der Pfarrer wird vom Severinstift bestimmt, die Abgaben darf er behalten und die Erträge der fleißigen Kartäuser und Benediktiner werden schön weiter nach Köln gebracht.

Naja, im Jahr 1798 ordnet eine gewaltige neue Macht alles neu, die sich nicht um alte Regeln schert. Die Franzosen nehmen allen einfach alles ab. Die Säkularisation übergibt kirchlichen Besitz an den Fiskus und Rodenkirchen wird von der Bürgermeisterei Rondorf verwaltet. Ätsch….

Michael

En Rudekirche ben ich jo gään. Luuter wann ich et Kapellche sinn, muss ich griemele. Wigg üvver 1000 Johr Historie steche allein en däm Kirchche. De Gägend öm et eröm läd op en Promenad un noch mih op en Rass en.

Wie pass do ene Prozess hin, dä mih wie drei Minschelevve duurt?

Rudekirche es jo no eesch zick 1975 e Stöck vun der Stadt Kölle, politisch gesinn. Ich weiß, nit jeder es do esu glöcklich drüvver. Ävver god, ich finge et besser wie die Verhäldnisse bes 1798. En dä Zigg häld mer Rudekirche för „Usland“.

De mihste wesse jo, em Meddelalder es de stolze Stadt Kölle frei. Ömgevve es se ävver vun Kurkölner Gebiet. Dat Land, dat tirek an Kölle dran litt, gehürt der Kurie, mer kann einfach de Ääzbischöff vun Kölle sage. Dat allein es ja ald nit leicht, weil et Verhäldnis vun de kölsche Bürger zo de eige Ääzbischöff jo miestens, sage mer, jet diffisil es. Ungeloge setz Rudekirche do noch eine drop.

Em Johr 1432 weed der Johann von Heinsberg der Lehnshäär vun Rudekirche. Dat es jetz nit schlemm. Ävver en singer Ervfolg kritt de Gräfin Elisabeth vun Nassau – Saarbrücke dat Dörp. Dat widderöm es schlemm. Dat Frauminsch es esu wigg fott vun kölsche Geföhle, wie singe Name et säht. Et mäht genau dat, wat för e richtig kölsch Mädche nit uszedenke es: et hierod 1472 der Herzog Wellem III. vun Berg und brängk selvsverständlich sing Güter als Metgeff en de Ih met en.

Wat för en Geff die Metgeff es! Rudekirche es jo domet Bergisch Land. Häs de doför Tön? Rudekirche es en Bergische Enklav, die nit ens der Rhing vun Kölle trennt. Kölle weiß jo gään der Rhing zwesche sich un fiese Zigggenosse. Richtig geftig es dat ävver för de lang gewahsene Verhäldnisse:

Et Maternus-Kapellche gehürt zick dem Johr 1233 ganz offiziell bei der Kölsche Vringssteff. Dä darf bestemme, wä hee an Ald Zinter Mätern Pastur es und darf och fassläge wie huh de Avgabe sin. Die Avgabe bruch der Pastur vun dä paar Dotzend Buure un Fescher vum Dörp, öm selv üvver de Runde zo kumme. Zodäm besetze de Kartäuser un de Benediktiner vun Groß Zinter Määtes e god Stöckelche Land en Rudekirche. Dat bestelle se und drage der Ertrag fließig noh Kölle.

Wat nötz esu ene Besetz enem Herzog vun der andere Rhingsigg üvverhaup? In un singe Schwiegersonn, dä erv, der Johann III. vun Berg, genannt „der Friddfäädige“, stürt dat eesch ens nit. De nächste Generation, der Herzog Wellem V. vun Berg, genannt „der Riche“, stürt dat doför ömsu mih. Im gehürt dat Land un der Notze dovun all däe andere? Su weed mer nit rich! Dann die faktische Entmachtung durch der Vringssteff. Dat darf nit sin! Hä klag em Johr 1550 si Rääch en.

Wie well mer jetz esu en vertrackte Lag entscheide? Wie deit mer sujet gerääch avwäge? Mer üvverläg, deit sich berode un strigg un üvverläg, deit sich berode un strigg – ganze 170 Johr lang. Em Johr 1720 hät mer ene Geistesbletz! Mer kütt zom Schluss „Wor doch luuter ald esu? Woröm sollte mer dat ändere? Et bliev einfach wie et es.“ Woröm och anders, et flupp doch? De Kurie gewennt! Der Pastur weed vum Vringssteff bestemmp, de Avgabe darf hä behalde un der Erdrag vun de fließige Kartäuser un Benediktiner weed schön wigger noh Kölle gebraht.

Nojo, em Johr 1798 oodent en gewaltige neu Maach alles neu, die sich nit öm aal Regele kömmert. De Franzuse nemme inne all einfach alles av. De Säkularisation üvvergitt der Besetz vun der Kirch an der Fiskus un die för Rudekirche zoständgie Mairie weed die vun Rondorf. Am Aasch e Trötche…

Mechel

Ihr möchtet schmökern? Hier: www.koelschgaenger.de

Bleibt neugierig!

Der Köln-Lotse – Stadtführung mit Spaß Uli Kievernagel informiert durch seinen Sonntags- Newsletter:

In diesen Tagen ist es wieder soweit: Überall im Rheinland werden die Tollitäten proklamiert. Dabei handelt es sich in der Regel um Dreigestirne, bestehend aus Prinz, Bauer und Jungfrau. In manchen Orten übernehmen aber auch einzelne Prinzen oder Prinzenpaare die jecke Regentschaft. Und alle Möglichkeiten gibt es auch in „klein“: Kinderdreigestirne, Kinderprinzen, Kinderprinzessin – alles ist möglich.

Hut ab vor den großen und kleinen Menschen, die dieses Amt für die Karnevalszeit übernehmen. Neben sehr viel Zeit braucht es auch Geld und eine Menge Enthusiasmus, über die Karnevalsbühnen zu ziehen und jeden Saal zum „schönsten Saal im Leben“ zu deklarieren. Und es lohnt sich, einen genaueren Blick auf das Dreigestirn und die Figuren „Prinz“, „Bauer“, „Jungfrau“ und den zu Unrecht oft vergessenen Prinzenführer zu werfen.

Das Dreigestirn

Alle drei zusammen bilden das Trifolium (von „tres, also „drei“ und „folium“ = „Blatt“, also so etwas wie ein dreiblättriges Kleeblatt.). In der heute bekannten Form gibt es das Trifolium erst seit 1870 und die Bezeichnung „Dreigestirn“ erst seit 1938. Das Dreigestirn wird jedes Jahr von anderen Personen gebildet.

Der Prinz

Mit der Reform des Karnevals im Jahr 1823 und der Bildung des „fest ordnenden Komitee“, aus dem später das Festkomitee des Kölner Karnevals von 1823 e.V. hervorgehen sollte, wurde auch die Figur des „Held Carneval“ geschaffen. Anders als in der Zeit vor 1823 sollte auch die Bürgerschicht für den Karneval gewonnen werden. Daher trug der Held Carneval auch ein Gewand, welches an einen Monarchen erinnern sollte. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde aus dem Helden der Prinz Karneval und das Gewand wandelte sich zu dem heute bekannten Prinzenornat mit kurzer Hose und der höfisch nachempfundenen Strumpfhose. Auf dem Kopf trägt der Prinz die Prinzenmütze mit vier bunten Fasanenfedern: Rot und weiß stehen für Köln, grün und gelb für den bunten Karneval. Ab Karnevalssonntag allerdings hat der Prinz fünf Federn, denn traditionell bekommt er an diesem Tag auf der Sitzung der „Grossen Karnevalsgesellschaft von 1823“ eine Feder, welche vorher die Mütze des Präsidenten der Grossen Karnevalsgesellschaft schmückte.

Auf der Proklamation erhält der Prinz als Zeichen seiner Macht die „Pritsch“. Diese Pritsch (man könnte auch „Klatsche“ sagen) kann auch zur Züchtigung eingesetzt werden. Damit soll der Prinz das ausgelassene Treiben der Jecken in die richtigen Bahnen lenken. Im Rosenmontagszug fährt der Prinz alleine auf dem größten und prächtigsten Wagen des Zugs – ganz am Ende als Höhepunkt des Zugs.

Der Bauer

Wer meint, dass der Bauer nur einen harmlosen Landwirt darstellen soll, liegt vollkommen falsch. Der „Kölsche Boor“ repräsentiert die Wehrhaftigkeit der Stadt. Er trägt ein Kettenhemd, auf sehr alten Darstellungen auch ein Schwert, und steht für die Wehrhaftigkeit der Stadt. Auch der schwere, eisenbewehrte Dreschflegel des Bauern ist weniger dafür gedacht, Korn zu dreschen sondern eher die Feinde der Stadt zu Brei zu schlagen. Somit stellt der Bauer im Dreigestirn einen Krieger dar und erinnert an die Befreiung der Stadt in der Schlacht von Worringen.

Daher werden große und schwere Männer für die Rolle des Bauern ausgewählt – „ne staatse Boor“, wie der Kölsche sagt. Und in der Tat ist so ein Bauer mit seinem großen Hut – er trägt 125 Pfauenfedern auf dem Kopf – fast drei Meter hoch. Eine imposante Erscheinung.

Die Figur des Bauern gab es bis 1872 nur sporadisch, je nachdem, ob sie zum jeweiligen Karnevalsmotto passte. Erst ab diesem Jahr begleiten Jungfrau und Bauer den Prinzen. Auf der Proklamation erhält der Bauer die Stadtschlüssel und bewahrt diese an seinem Gürtel auf. Im Rosenmontagszug fährt er gemeinsam mit der Jungfrau auf einem prächtigen Festwagen.

Die Jungfrau

Das Schönste was Köln zu bieten hat, ist die Jungfrau. In der immer noch männerdominierten Karnevalswelt wird diese regelmäßig von einem Mann dargestellt. Die Jungfrau trägt ein römisch anmutendes Gewand, welches an Agrippina erinnern soll. Ihre Krone ist den Zinnen der Stadtmauer nachempfunden. Die Jungfrau ist somit das Symbol, dass die Stadt Köln unverletzlich und uneinnehmbar ist.

In den Jahren 1838 und 1939 wurde die Jungfrau tatsächlich jeweils durch eine Frau dargestellt. Hintergrund war die Bestrebungen der Nationalsozialisten gegen die Homosexualität. Im gleichen Zuge wurden die bis zu diesem Zeitpunkt üblichen männlichen Funkemariechen der Tanzgarden durch weibliche Tänzerinnen ersetzt. Doch während man 1949 beim ersten Dreigestirn nach dem Krieg wieder auf männliche Jungfrauen setzte, blieb man bei den Tanzgarden bis heute bei den weiblichen Funkemariechen.

Auf der Proklamation erhält die Jungfrau einen Spiegel, damit sie sich selbst ständig bewundern kann. Die Verleihung des Spiegels ist eine vergleichsweise junge Tradition. Erst seit 1993 wird der Spiegel überreicht, eine Idee des damaligen Kölner Oberbürgermeisters Burger. Denn bis dahin bekamen der Prinz die Pritsch und der Bauer die Stadtschlüssel – nur die Jungfrau ging leer aus.

Das „Köln-Ding der Woche“ per E-Mail frei Haus. Jede Woche sonntags ein neues Detail zur schönsten Stadt der Welt. Immer kurz & knackig, immer subjektiv und voreingenommen. Wenn Du noch mehr lesen möchtest oder auf auf diesen Verteiler willst – hier geht es zu seiner sehr informativen Seite https://www.koeln-lotse.de

Für den Fall, dass dich die standardisierte Anmeldeprozedur nervt, gibt es auch die kölsche Lösung: Schick ihm einfach eine Mail an uli@koeln-lotse.de und nimmt Dich in den Verteiler auf.

Der Köln-Lotse – Stadtführung mit Spaß Uli Kievernagel informiert durch seinen Sonntags- Newsletter:

Am 31. Dezember wäre Mildred Scheel 88 Jahre alt geworden. Oder doch eher erst 87 Jahre?
Je nach Quelle wird der 31. Dezember 1931 oder der 31. Dezember 1932 als Geburtsdatum angegeben. Grund dieser Konfusion ist ein kurioser Fehler auf dem Kölner Standesamt: Der Standesbeamte war wohl bei der Eintragung wegen des gerade erfolgten Jahreswechsels verwirrt und hat das falsche Jahr eingetragen. Dieser Fehler wurde erst 1970 entdeckt, denn die Geburtsurkunde mit dem Ausstellungsdatum vom Januar 1932 konnte unmöglich eine Geburt vom Dezember 1932 bescheinigen. Ihre Tochter Cornelia Scheel schreibt in Ihrem Buch „Erinnerungen an meine Mutter“ dazu: „Fortan fand sich dieses Datum auf allen Papieren und Dokumenten wieder, und meine Mutter sah keinen Grund, daran zu zweifeln. … Meine Mutter war also bis zum Sommer 1970 sicher, dass sie zu diesem Zeitpunkt siebenunddreißig war, und sie tat einen Teufel, das jetzt noch richtigzustellen.“

Ein kölsches Mädchen

Mildred Scheel wurde als Mildred Wirtz in Köln-Ma­ri­en­burg geboren. Ihre Mutter war die gebürtige Amerikanerin Anna Elsie Brown, ihr Vater der Röntgenarzt Hans-Hu­bert Wirtz. Schon als Kind zeigte Mildred Interesse an der Medizin und begleitete ihren Vater oft in die Praxis. Wegen der zunehmenden Bombenangriffe verließ die Familie im Jahr 1944 Köln und zog in die Ober­pfalz, wo die Schwes­ter des Va­ters lebte. Eine glückliche Entscheidung, denn das Haus der Familie wurde bei einem Bombenangriff im März 1945 zerstört. Der weiterhin in Köln lebende Vater überlebte den Angriff in einem Luftschutzkeller.

Mild­red Wirtz studierte Medizin, promovierte und ab­sol­vier­te die Facharztausbil­dung als Röntgenolo­gin. Ihr Plan, die Praxis ihres Vaters zu übernehmen, scheiterte, da der Vater 1962 überraschend verstarb und die Praxis verkauft wurde. Mildred Scheel wurde schwanger und bekam 1963 ihre Tochter Cornelia. Der Vater war ein verheirateter Mann und Mildred wurde so zu einer alleinerziehenden Mutter. Und das in den 1960er Jahren. Eine Frau. Ohne Mann. Aber mit Kind. Einfach unerhört.

Ihr Geld verdiente sie als Ärztin in verschiedenen Kran­ken­häu­sern. Und das rettete dem späteren Außenminister und Bundespräsidenten Walter Scheel das Leben. Der Politiker erholte sich in einem Sanatorium in Bad Wiessee von einer Nierenoperation. Die als Urlaubsvertretung dort tätige Mildred Wirtz erkannte als einzige, dass nach einer Nierensteinoperation bei Walter Scheel Komplikationen auftraten. Die Ärztin und der Politiker wurden ein Paar und heirateten im Sommer 1969, kurz bevor Walter Schee­l im Herbst Au­ßen­mi­nis­ter und Vi­ze­kanz­ler un­ter Wil­ly Brandt wurde.

Mit den politischen Ämtern ihres Mannes veränderte sich das Leben von Mildred Scheel. Sie gab ihren Beruf als Ärztin auf und nahm zunehmend Re­prä­sen­ta­ti­ons­auf­ga­ben wahr. So ganz nebenbei absolvierte sie aber an der Bon­ner Uni­ver­si­täts­kli­nik ei­ne Aus­bil­dung zur Spe­zia­lis­tin für Mam­mo­gra­phie.

Mehr als nur „nebst Gattin“

Bis weit in die 1980er Jahre waren die Ehefrauen der Politiker nur das schmückende Beiwerk. „Petersilie“ nennt das die Bonner Gesellschaftskolumnistin Almut Metzner-Hauenschild. Die Politikerfrau als schmückende Beilage – mehr nicht. So auch die damals übliche Begrüßung „Wir begrüßen den Herrn Minister nebst Gattin“. Eine solche „nebst Gattin“ war Mildred Scheel sicherlich nicht. Sie hasste den Small Talk zu Lachshäppchen. 1974, Walter Scheel war gerade zum Bundespräsidenten gewählt, warnte Sie die Journalisten beim Einzug in die Villa Hammerschmidt: „Nennen Sie mich bloß nicht Landesmutter!“.

Mit der Familie Scheel zog auch die erste Patchworkfamilie in den Dienstsitz des Bundespräsidenten. Neben Cornelia Scheel hatte das Ehepaar noch die ge­mein­sa­me Toch­ter Gwen­d­o­lyn und den Adoptivsohn Si­mon Mar­tin, einen in­dia­ni­schen Wai­sen­jun­gen aus Bolivien.

Deutsche Krebshilfe e.V.

Ihre Popularität als First Lady nutzte Sie, um im September 1974 die Deut­sche Krebs­hil­fe zu gründen – eine Zeit, in der Krebserkrankungen oft noch tabuisiert wurden. Das Geld für die Krebshilfe sammelte sie persönlich und  regelmäßig bei Empfängen in der Villa Hammerschmidt. So wurden ausdrücklich spendierfreudige Wirtschaftsbosse eingeladen, um möglichst viele Spenden zu sammeln. Sie sprach diese Gäste persönlich an. Bei einem Staatsbesuch in Moskau bat sie Leonid Breschnew um unterschriebene Autogrammkarten, die später zugunsten der Krebshilfe versteigert wurden.

Ihre Arbeit für die Krebshilfe war erfolgreich. Nicht zuletzt auf Initiative der Krebshilfe gehören heute re­gel­mä­ßi­ge Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen zum Stan­dard.

Im Jahr 1984 wurde bei Mildred Scheel Darmkrebs diagnostiziert. Die Presse sollte von dieser Erkrankung nichts erfahren, daher wurde Sie als „Frau Meyer“ in der Kölner Uniklinik behandelt. Der Besuch kam über die Tiefgarage ins Krankenhaus, um die Diskretion zu wahren. Am 13. Mai 1985 starb Mild­red Scheel in Köln. Sie wurde in einem Ehrengrab auf dem Alten Friedhof in Bonn bestattet.

Ihr Verdienst bleibt die Gründung der Deutschen Krebshilfe. Bis heute hat diese Stiftung weit mehr als zwei Milliarden Euro an Spenden eingenommen. Ohne Mildred Scheel wären Krebserkrankungen heute noch ein Tabu.

Eine besondere Ehrung war, dass 1976 eine Rosensorte nach ihr benannt wurde. Die Rose „Mildred Scheel“ hat dunkelrote, sehr lange haltbare Blüten mit starkem Duft.

Das „Köln-Ding der Woche“ per E-Mail frei Haus. Jede Woche sonntags ein neues Detail zur schönsten Stadt der Welt. Immer kurz & knackig, immer subjektiv und voreingenommen. Wenn Du noch mehr lesen möchtest oder auf auf diesen Verteiler willst – hier geht es zu seiner sehr informativen Seite https://www.koeln-lotse.de

Für den Fall, dass dich die standardisierte Anmeldeprozedur nervt, gibt es auch die kölsche Lösung: Schick ihm einfach eine Mail an uli@koeln-lotse.de und nimmt Dich in den Verteiler auf.

Stärke Deine natürlichen Killerzellen!!!

Ehrlich gesagt fällt es mir immer sehr schwer, den Sommer zu verlassen und den Herbst zu begrüßen. Ich bin ein Liebhaber der warmen Temperaturen und die haben wir nun mal in Deutschland grundsätzlich nicht mehr im Oktober.

Ist der Herbst da, freue ich mich aber auf seit Jahren liebgewonnene, verschiedene Outdoor-Ziele, die ich als ganz besondere Naturoasen empfinde. Auch andere Menschen zieht es an gewisse Orte, wodurch man sie nicht mehr immer als Rückzugsort betrachten kann, um Ruhe zu finden. Aber das ist mir egal, ich freue mich ja immer über den Bewegungsdrang der Menschen, der im Alltag meistens zu kurz kommt.

Gehörst Du zu denjenigen, die zweimal die Woche im Fitnessstudio oder vielleicht sogar noch öfter trainieren. Super, wenn Du die Energie aufbringst und was für deinen Körper tust. Aber das geschieht drinnen, es sei denn du lebst in Los Angeles am Venice Beach.

Was der Körper und insbesondere unser Herz-Kreislaufsystem brauchen, ist die Bewegung in sauerstoffreicher Umgebung. Draußen an der frischen Luft, mit einer regelmäßig ausgeführten, dynamischen Atmung und mit der Möglichkeit, auch noch Sonnenstrahlen auf den Körper zu lassen. Vitamin D tanken! Dazu, durch die Natur, Geist und Seele streicheln.

Ich bin schon immer ein Mensch gewesen, der gerne seine Füße spürt und geht. Wir sind so phantastisch ausgestattet, wir können aufrecht gehen, durch die Doppel-S-förmige Wirbelsäule mit ihren Bandscheiben als Dämpfer und wir stehen auf zwei Beinen, die bis zum Boden reichen.

Das sollten wir nutzen, wo immer es möglich ist. Walking, Joggen oder WANDERN

Ende der 90 er Jahre gab es eine unabhängige Initiative von Marburg ausgehend, die nannte sich Wanderforschung.de. Vorbereitend auf den 1. Gesundheitskongress Wandern 2007 haben die Mitglieder kleine empirische wissenschaftliche Studien zum Wandern erhoben.

Das ist länger als 10 Jahre her und die dort vorgetragenen Ergebnisse haben einen Hype ausgelöst. Immer mehr Wandersteige wurden geschaffen, durch die Alb, die bayrischen Alpen, durch die Eifel, an Rhein und Mosel.

Weil man weiß: Wandern ist gesund und sportwissenschaftlich bewiesen besser für die Gesundheit, als Marathon zu laufen!

Wandern ist mittlerweile ein anerkannter Gesundheitssport, den immer mehr Menschen ausüben und zunehmend auch Jüngere. Besonders beliebt in der Studentengeneration. Weg aus dem Hörsaal – raus in die Natur. Den Kopf frei bekommen. Der einst so verstaubte Seniorensport ist absolut gesellschaftsfähig.

Bezeichnet wird Wandern sportwissenschaftlich als Breitbandtherapeutikum für Körper-Geist-und Seele. Und das zu Recht. Regelmäßiges Wandern ist eine der besten Sportarten. Bis ins hohe Alter durchführbar durch Anpassung des Schwierigkeitsgrades. Regelmäßiges Wandern, so in Studien nachgewiesen, fördert die Gesundheit!!!

  • Training für das Herz,-Kreislauf System
  • Immunstärkung durch Zunahme der Natural Killer Cells
  • Verbesserung der Lungenvitalkapazität (das Volumen, was du einatmen kannst bei einem Atemzug)
  • Abbau von Stress
  • Abbau von Aggressionen
  • Verminderung von Alltagssorgen
  • Förderung der Kreativität des Denkens
  • Förderung der Gedächtnisleistung
  • Reduktion von Depressionen
  • Durchblutungsförderung der Haut
  • Kräftigung insbesondere der Beinmuskulatur und der Knochen
  • Verminderung von Angststörungen (Bergwanderung als Gruppentherapie)
  • Produktion von Glückshormonen in der Natur

und weitere positive Wirkungen, die Du vielleicht schon erfahren hast oder noch erfährst.

Einmal im Jahr- muss ich an die Ahr. Nah gelegen zu Köln, für mich ein ideales Ziel. Der dort gelegene Rotweinwanderweg, über mehrere Terrassen geführt, von Weinort zu Weinort, gibt mir ein großartiges Glücksgefühl. Leichte Anstiege, bei denen man ruhig und gleichmäßig atmen muss um nicht aus der Puste zu kommen, sind ideale Strecken für Stressabbau. Man ist ganz mit sich und der Atmung. Frei im Kopf – man denkt nicht – man tut. Probiere es mal aus. Oben angekommen, genieße ich den Blick ins Ahrtal, auf die Reben der roten Trauben, auf die Färbung der Wälder und bin happy. Weiter bis zum nächsten Weinort.

Für den Beifahrer gibt es dort einen leckeren Wein, der rote Traubensaft schmeckt aber auch sehr gut.

Und dann freue ich mich über die Produktion neuer Killerzellen. Norwegische Forscher haben nämlich herausgefunden, dass man beim Gehen durch die Natur die natürliche Körperpolizei stärkt.

Wann zieht es Dich nach draußen, zum regelmäßigen Wandern? Zum Stressabbau, um die Seele baumeln zu lassen und zur Stärkung des Immunsystems. Dann haben auch Erkältungsviren Probleme Dich zu befallen. Das sind doch tolle Aussichten!

Schöne Herbstzeit

wünscht
Die Großstadtärztin

Weitere Informationen und Berichte auf https://diegrossstadtaerztin.de

Wenn der Nacken verspannt ist, ist dies meist mit unangenehmen Schmerzen verbunden. Aber nicht nur das: Betroffene nehmen oft eine ungünstige Schonhaltung ein, die die Entwicklung weiterer Verspannungen im Nacken, in der Schulter oder im Rücken begünstigt. Zusätzlich können z. B.. auch Einschränkungen der Beweglichkeit und Kopfschmerzen auftreten.

Verspannter Nacken: Das passiert im Muskel

Von Muskelverspannungen spricht man, wenn die Grundspannung der Muskulatur („Muskeltonus“) infolge einer dauerhaften Anspannung erhöht ist. Diese Situation kann durch verschiedene Ursachen wie z. B. Fehlbelastung oder Stress ausgelöst werden.

Es kommt zu Durchblutungsstörungen und einer Sauerstoffunterversorgung (Muskelischämie) im Muskel. Zudem werden schmerzauslösende Substanzen freigesetzt und der Abtransport von Abbauprodukten des Stoffwechsels wird beeinträchtigt. Der Muskel selbst reagiert mit einer Verkürzung, wird dabei sehr hart und schmerzt. Die verhärtete Muskulatur reizt zudem die Nervenwurzeln und es werden kleinste Entzündungen (Mikroentzündungen) hervorgerufen. Bleiben Maßnahmen gegen die Verspannungen im Nacken und gegen die Schmerzen aus, können die Beschwerden chronisch werden. Dry Needling hilft Ihnen die Verspannung aufzuheben und der Schmerz verschwindet. Gerne berate ich Sie in meiner Praxis.

Fachpraxis für med. Ästhetik VitaWell Köln

Kirchstrasse 11, 50996 Köln-Rodenkirchen

Telefon: 02236-5096966

www.vitawell-koeln.de

Die Frage, welche Kosten einer Therapie die Krankenkasse bezahlt ist nicht ganz einfach zu beantworten, weil gerade hier der Unterschied zwischen den einzelnen Kassen sehr unterschiedlich sein kann.

Es gibt Kassen, welche sehr großzügig Kosten von einer Therapie übernehmen, dann gibt es aber solche, welche sich gegen die meisten Formen einer Behandlung in Therapieform stellen, auch wenn sie dem Patienten gut tun und nicht selten auch eine Linderung oder Heilung erzielen.

Welche vom Arzt oder verordnete Schmerztherapie von der Krankenkasse bezahlt wird, erfährt der Patient am ehesten, wenn er sich bei seiner Kasse erkundigt. Solche Abklärungen können problemlos telefonisch erledigt werden und der Versicherte bekommt in der Regel sofort eine entsprechende Antwort. Nicht in allen Ländern ist die Übernahme solcher Behandlungen bei der Kostenübernahme gleich geregelt.

Es gibt auch Zusätze bei Versicherungsmöglichkeiten, welche dazu versichert werden können, zum Beispiel verschiedene Alternativmedizinangebote oder homöopathische Behandlungen. Ist dieser Zusatz mitversichert, werden von der Krankenkasse auch diese Kosten übernommen. Wegen dieser vielen Unterschiede kann nicht generell gesagt werden, welche Therapie bezahlt wird und welche nicht.

Oft bezahlt der Patient eine entsprechende Therapie auch selber, wenn sie von der Kasse nicht übernommen wird, weil die Gesundheit den Menschen im Allgemeinen sehr wichtig ist und dafür auch gern mal ein paar Euro eingesetzt werden. Wenn dann eine Behandlung erfolgreich abgeschlossen werden konnte, die Beschwerden der Vergangenheit angehören, sind auch die Kosten, welche unter Umständen selbst bezahlt werden mussten vergessen, denn die Gesundheit ist und bleibt unbezahlbar.

Fachpraxis für med. Ästhetik VitaWell Köln

Kirchstrasse 11, 50996 Köln-Rodenkirchen

Telefon: 02236-5096966

www.vitawell-koeln.de

Unser Service für Sie!

Durch eine gute Organisation ist es uns möglich, geringe Wartezeiten für unsere Patienten zu erzielen. Für Berufstätige bieten wir selbstverständlich auch Termine in den Randzeiten sowie Kurztermine für bekannte Wiederholungstäter.

Eine von unseren bewährten Therapien Dry Needling

Dry Needling ist ein äußerst wertvolles und effizientes therapeutisches Tool zur Behandlung des Bewegungssystems.

Es wird zur Behandlung muskelbindegewebiger, myofaszialer akuter und chronischer Schmerzsyndrome punktgenau eingesetzt.

Man bezeichnet diese Behandlung als „trocken“, da hier nur eine Akupunkturnadel verwendet wird und kein Medikament oder eine Flüssigkeit injiziert wird. Die Behandlungswirkung entsteht nur durch den mechanischen Reiz der Akupunkturnadel im Triggerpunkt.

Obwohl sterile Akupunkturnadeln verwendet werden, hat diese Therapieform keine Gemeinsamkeiten mit der klassischen Akupunktur. Dry Needling ist eine Nadeltechnik zum entspannen von Muskulatur durch das Anstechen eines Triggerpunktes. Die klassische Akupunktur ist eine Meridiantherapie in Sinne der TCM (traditionelle chinesische Medizin).

Wodurch entstehen Triggerpunkte?

Triggerpunkte entstehen am häufigsten durch gleichförmige Bewegungsabläufe oder einseitige Bewegungsmuster wie z. B. sitzen am PC, nach physischen Traumata (z.B. nach Unfällen), psychoemotionale Spannungen (Triggerpunkte sind oft „emotional geladen“) vegetativer Stress,

nach operativen Eingriffen,

bei statischen Dysbalancen des Skelettsystems, nach sportlicher Belastung (plötzliche Überlastung des Muskels oder eine ungenügende Regenerations-phase)

Je nach Intensität und Komplexität der Beschwerden werden in der Regel zwischen 2 – 6 Anwendungen für eine nachhaltige Wirkung benötigt. Sollten die Mikrospasmen nach einigen Monaten zurückkommen, sind zur Korrektur in der Regel nur eine oder zwei Behandlungen nötig. Die Behandlungen sollten mit einer Pause von ca. 1-2 Wochen erfolgen.

Vor oder nach der Behandlung folgen weitere unterstützende manuelle osteopathische Techniken und gegebenenfalls auch Dehnübungen, um den Heilungsverlauf zu unterstützen.

Noch Fragen? Gerne beantworte ich Ihnen mehr zu diesem Thema in einem persönlichen Beratungsgespräch in meiner Praxis oder bei einem Erstkontakt via Telefon.

Fachpraxis für med. Ästhetik VitaWell Köln

Kirchstrasse 11, 50996 Köln-Rodenkirchen

Telefon: 02236-5096966

www.vitawell-koeln.de

Knoten in der Muskulatur können heftige Schmerzen auslösen

Was ist ein Triggerpunkt?

Triggerpunkte oder Myogelosen sind knötchenförmige Verhärtungen in der Muskulatur, die durch Über- oder Fehlbelastung, Haltungsstörungen, Verspannungen oder zugrundeliegende andere Erkrankungen (z.B. einen Bandscheibenvorfall) entstehen. Sie können an allen Muskeln des Körpers auftreten, sind jedoch besonders häufig im Nacken, am Kiefer, an der Schulter, im Gesäß und an den Waden zu finden.

Triggerpunkte können ausstrahlende Schmerzen auslösen (“triggern”), die oft wie Nervenschmerzen anmuten. So können z.B. Triggerpunkte im Trapezmuskel am Nacken Kopfschmerzen und Schmerzen hinter dem Auge auslösen, Triggerpunkte im mittleren Gesäßmuskel “Ischias”-ähnliche Schmerzen, die bis ins Bein ausstrahlen.

Schaut man sich einen Triggerpunkt unter dem Mikroskop an, sieht man stark zusammengezogene Muskelfasern, deren Durchblutung gedrosselt wird. Dadurch können sich Stoffwechselgifte und Entzündungsstoffe ansammeln, wodurch Schmerzen ausgelöst werden. Der Druck auf einen Triggerpunkt ist sehr schmerzhaft.

Hier setzen unsere Therapieformen an:

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Triggerpunkttherapie.

Ein-Nadel-Akupunktur / Triggerpunktakupunktur (Dry Needeling):

Sehr Empfehlenswert!

Dabei wird der Triggerpunkt mit einer Akupunkturnadel angestochen und stark gereizt, bis der Patient einen ausstrahlenden Schmerz verspürt. Meistens wird die Nadel dann sofort entfernt. Die Triggerpunktakupunktur ist auch in Kombination mit einer traditionell chinesischen Akupunktur möglich.

Neuraltherapie / Therapeutische Lokalanästhesie (“Spritze”):

Es handelt sich um Injektionen mit Procain oder einem anderen Lokalbetäubungsmittel in den Triggerpunkt. Dadurch werden die Schmerzfasern betäubt und der Verspannungspunkt gelockert.

Faszientherapie

Behandlung der Bindegewebshäute

Die Behandlung der Faszien spielt eine wichtige Rolle in der Behandlung akuter und chronischer Schmerzen. Vor allem beim myofaszialen Schmerzsyndrom, also anhaltenden Muskelschmerzen, ist sie sehr hilfreich. Dabei werden durch unterschiedliche Techniken – mit der Hand, der Faszienrolle oder anderen Hilfsmitteln – die feinen Häute, die alle Gewebe miteinander verbinden und voneinander trennen, gelockert. Hilfreich kann auch das klassische Schröpfen oder die Faszienlösung mit der Pneumatischen Pulsationstherapie sein.

Faszienverspannungen und -verklebungen können sehr hartnäckige Schmerzen verursachen. Leider wird diese Schmerzquelle häufig übersehen.

Fachpraxis für med. Ästhetik VitaWell Köln

Kirchstrasse 11, 50996 Köln-Rodenkirchen

Telefon: 02236-5096966

www.vitawell-koeln.de

Triggerpunkttherapie – weitere Informationen

Was sind Triggerpunkte?

„Trigger“ kommt aus dem Englischen und heißt Auslöser. Andere Bezeichnungen sind auch Myogelosen oder Myofasziales Schmerzsyndrom.

Triggerpunkte sind Muskelverhärtungen, die meist nur einen Durchmesser von circa einem Millimeter aufweisen, aber unter Umständen auch beachtliche Größen wie die einer Walnuss erreichen können. Der Mensch hat 656 Muskeln und jeder einzelne Muskel kann Triggerpunkte ausbilden.

Triggerpunkte sind druck-empfindlich. Durch Druck auf das Knötchen entsteht Schmerz.

Charakteristische Schmerzausstrahlung:

Typischerweise schmerzen Triggerpunkte nicht nur an der Stelle, an der sie sitzen, sondern oft an weit entfernten Gebieten.

Außerdem übertragen Triggerpunkte Schmerzen in tiefe Gewebeschichten wie Sehnen und Gelenke.

Triggerpunkte führen zu einer schmerzhaften Einschränkung der Dehnbarkeit des betroffenen Muskels.

Triggerpunkte verursachen viele Symptome: Schmerzen unter-schiedlichster Art, Beweglichkeits-einschränkungen, Steifheit, Schwäche, Taubheit, Brennen, Kribbeln oder Kompression von Nerven und Blutgefäßen.

Ursachen der Triggerpunkte:

Triggerpunkte können sich in jedem Muskel bilden und Schmerzen, Missempfindungen, Bewegungseinschränkungen und viele weitere Symptomen erzeugen. Sie entstehen durch jede Form von Überbelastung in Arbeit, Sport und Freizeit:

• Verletzungen wie Knochenbrüche, Zerrungen, Operationen, Narben

• Überbelastung durch Sport oder einseitige Bewegungen

• Statikprobleme wie chronische Fehlhaltungen, schlechte Arbeitsplatzergonomie

• Psychische Belastung wie Stress und Ärger

• Übersäuerung

• Bewegungsmangel

Folgen der Triggerpunkte

Triggerpunkte führen zu einem Durchblutungsmangel des Muskels; dieser verkürzt sich.

Dadurch entsteht eine Überbelastung der Gelenke und Sehnen, was zur Beweglichkeitseinschränkungen und Schmerz führt. Durch den Schmerz wird oft eine Schonhaltung eingenommen, die aber die Fehlhaltung verstärkt und noch mehr Schmerzen verursacht.

Schließlich kann es durch die Triggerpunkte zu Erkrankungen wie Arthrosen der Gelenke kommen.

Fachpraxis für med. Ästhetik VitaWell Köln

Kirchstrasse 11, 50996 Köln-Rodenkirchen

Telefon: 02236-5096966

www.vitawell-koeln.de