….

Arbeitskreis ruft Kölns Grundschulen zur Terminvereinbarung für 4. Klassen auf

Alle Grundschulen in Köln haben auch im Jahr 2021 wieder die Möglichkeit, sich mit ihren vierten Schulklassen an der Verkehrssicherheitskampagne „Toter Winkel“ zu beteiligen. Der Arbeitskreis „Sicherheit im Straßenverkehr“, an dem unter anderen Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Köln und der Polizei beteiligt sind, der ADACNordrhein und der Verein „Die Transportbotschafter e.V.“ rufen die Schulen dazu auf, sich für die Kampagneanzumelden. 

Der „Tote Winkel“ 

Oftmals sind sich Radfahrer, Fußgänger oder Inlineskater der Gefahr nicht bewusst, die ihnen droht, wenn neben ihnen fahrende Fahrzeuge nach rechts abbiegen und sie als „schwachen Verkehrsteilnehmer“ im toten Winkel nicht wahrgenommen werden. Im Kölner Stadtgebiet ereignen sich immer wieder Unfälle im Zusammenhang mit dem toten Winkel, regelmäßig erinnern Kreuze und Blumen an verunglückte Fußgänger und Radfahrer.  

Um insbesondere die Schulkinder ausdrücklich auf diese drohende Gefahr aufmerksam zu machen, bietet die Arbeitsgemeinschaft eine Verkehrssicherheitsaktion an, die speziell für die Grundschulen entwickelt wurde. Den Kindern werden die Gefahren im toten Winkel anschaulich präsentiert. Ebenfalls wird ihnen erklärt, wie sie auch selbst dazu beitragen können, Unfälle zu vermeiden. 

Ablauf der Verkehrssicherheitsaktion

Im Rahmen der Veranstaltung soll den Kindern zunächst im Klassenraum das Phänomen des „Toten Winkels“ näher gebracht werden. Ihnen wird vermittelt, wie Sie auf dem Fahrrad oder zu Fuß mögliche Gefahren vorab erkennen und vermeiden können. Anschließend folgt ein praktischer Teil auf dem Schulhof, wo ein Lkw steht und eine Folie das Ausmaß des „Toten Winkels“ demonstriert. Wechselseitig betrachten dort die Kinder die Situation aus der Perspektive des Fahrers und vom Aufstellungsbereich des „Toten Winkels“ aus.  

Zur Vertiefung wird den Schülerinnen und Schülern schließlich ein eigens zu dieser Thematik erstellter Flyer ausgehändigt, der das Gelernte noch einmal deutlich zusammenfasst und auch als Grundlage von Unterrichtsinhalten verwendet werden kann. Mittels eines Schülerarbeitsblattes kann das Gelernte zusätzlich nachbereitet werden. 

Besonderheiten aufgrund von Corona

Aufgrund der derzeitigen Corona-Pandemie ergreifen die Stadt Köln und ihre Projektpartner entsprechende Vorsichtsmaßnahmen. So tragen die Moderierenden eine Mund-Nasen-Bedeckung und achten auf die Einhaltung der Abstandsregelungen. Die Berührungsflächen der Fahrzeuge werden nach Gebrauch desinfiziert. 

Terminvergabe

Diese Verkehrssicherheitskampagne kann von jeder Grundschule, die über einen geeigneten Schulhof für die Aufstellung des Lkw verfügt, nachgefragt werden. Da viele Schulen erfahrungsgemäß nicht wünschen, dass Kinder vor Eintritt in das vierte Schuljahr allein mit dem Fahrrad zur Schule fahren, wird die Aktion nur für die Kinder des vierten Schuljahres angeboten.

Die Terminvereinbarung ist bis zum 26. Februar 2021 bei folgenden Ansprechpartnerinnen möglich. 

Für die Grundschulen aus den Stadtbezirken Chorweiler, Nippes und Ehrenfeld:

Nicole Monetha,

Polizei Köln,

Telefon: 0221 / 229-6178 

Für die Grundschulen aus den weiteren Stadtbezirken:

Alessa Urfey oder Diana Ledwig,

ADAC Nordrhein e.V.,

Telefon: 0221 /4727-616  

Die Grundschulen wurden auch per E-Mail über die Aktion informiert.

(Stadt Köln – Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit/ Robert Baumanns)

Pflege und Betreuung in Pandemiezeiten

Die Budgets der Pflegekasse stehen immer zur Verfügung und sorgen für eine wichtige Entlastung aller pflegenden Angehörigen

Für die meisten Menschen war es ein anstrengendes Jahr. Vor allem Angehörige, die dementiell veränderte oder chronisch kranke Menschen zu Hause pflegen, werden durch ihre Sorge um diese stark belastet. Viele pflegende Angehörige wünschen sich eine regelmäßige Auszeit.

Verhinderungspflege schafft Freiräume

Eine gute Nachricht: Wer sich etwas wohlverdienten Freiraum verschaffen möchte, dem bietet die Verhinderungspflege eine passende Gelegenheit. Wenn die pflegebedürftige Person mindestens in Pflegegrad 2 eingestuft ist, kann diese Leistung in Anspruch genommen werden. Die geschulten Betreuungskräfte unterstützen u.a. bei der Grundpflege, begleiten zum Arzt, helfen beim Einkauf oder im Haushalt – all das abgedeckt durch die Budgets der Verhinderungspflege. Der Anspruch auf diese Leistung besteht jährlich.

Entlastungs- und Betreuungsleistungen im Alltag

Für alle pflegebedürftigen Menschen ab Pflegegrad 1 kann durch dieses Budget in einer Höhe von 125 Euro monatlich eine regelmäßige Betreuung ermöglicht werden. Betreuungs- und Pflegedienste sind gerade während der Pandemie wertvolle und zuverlässige Partner; sie kennen die Belastung und Sorgen der Angehörigen gut und können diesen unterstützend unter die Arme greifen.

Pflegesachleistungen runden das Paket ab

Zusätzlich zu den bereits genannten Budgets kann ab einer Einstufung in den zweiten Pflegegrad auf die Pflegesachleistungen zurückgegriffen werden. Mit steigender Pflegebedürftigkeit steigt auch das monatliche Budget, aus dem die dauerhafte Betreuung demenziell erkrankter Menschen und somit die Entlastung der pflegenden Angehörigen gewährleistet werden kann.

Auch in einer Pandemie muss niemand allein sein. Wenden Sie sich zu persönlichen Informationen an das Demenznetzwerk Köln-Rodenkirchen, an die Seniorenberatungen oder an einen Betreuungs- und Pflegedienst in Ihrer Nähe. Die Versorgung geht unverändert weiter trotz oder gerade wegen steigender Fallzahlen. Gerade in außergewöhnlichen Zeiten sind wir alle sehr gerne für Sie da

geschrieben von Ana Lieth im Namen des Demenznetzwerks Köln-Rodenkirchen

Aufruf der WISÜ:
Für unser neues Angebot „Hilfe bei Aufgaben im Home-Schooling“ während der coronabedingten Schulsituation suchen wir gebrauchte, aber noch voll funktionstüchtige Laptops. Vielleicht haben Sie oder habt Ihr ja ein Gerät zu Hause stehen, das keiner mehr wirklich braucht. Wir würden uns freuen!
Ellen Behnke und Monika Wilke WiSü-Orgateam


Bitte Nachricht an info@wisue.de oder telefonisch Dr. E. Behnke 0157-36000468 oder Monika Wilke 0177-2339633Wie holen den Laptop auch gerne bei Ihnen ab.

Präventionsmaßnahmen, die Spaß machen In den vergangenen Jahren hat die sportliche Gesundheitsförderung zunehmend größeres Interesse gefunden. Ein Personal-Trainer, eine Ausgleichsportgruppe, ein individuelles Sportkonzept und ein breit aufgestelltes betriebliches Gesundheitsmanagement waren bis zur Coronakrise in so manchen Wochenplan integriert. Denn Sport ist nicht nur Spaß, für viele Menschen ist Sport lebenswichtig. Denn 70 % aller Krankgeiten sind auf Bewegungsmangel und fehlenden Stressabbau zurückzuführen. Darum haben sich die Physiotherapeuten, Sportstudios und gesundheitsfördernden Unternehmen darauf eingestellt. Einzeltraining, Online-Kurse und Sport an der frischen Luft gehören jetzt dazu. Denn die Gesundheit, die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden sind unglaublich wichtig. Dazu kommt, dass zum Beispiel für ältere Personen und Patienten mit starkem Übergewicht eine Sportunterbrechung schwere Folgeschäden aufzeigen. In Bewegung bleiben ist demnach wichtig, das unterstützen zurzeit auch viele Mediziner mit einem Rezept. Für Personen mit geringer Fitness, Lipödem oder Bewegungseinschränkungen ist eine Behandlung mit Unter- und Überdruck ratsam

Der neue Trend

Ich besuche dann mal meine Oma und mache ihren Garten

Man kann ja von der neuen Jugend heute halten, was man will, doch eins machen sie auf jeden Fall super, sie schauen hin statt weg und haben die Friedhofskultur für sich entdeckt. Friedhöfe sind nämlich grüne Oasen und nicht nur Orte für Grabstätten, Trauer und Innehalten. Mit einer Gesamtfläche von 480 Hektar stellen die 55 Kölner Friedhöfe einen beachtlichen Erholungswert dar und leisten einen ökologischen und klimatischen Beitrag für die Umwelt. Sie sind Stadtoasen und wichtiger Lebensraum für Flora und Fauna. Darüber hinaus bieten diese wundervollen Grünanlagen Ruhe, Erholung und Gedankenspiel. Jeder der einmal über den Friedhof mit offenem Blick geht, stellt fest, dass aussagestarke Kunstwerke, liebevoll angelegt Kleingärten und ein ganz außergewöhnliches Naturschauspiel so manche Ruhestätte schmücken. Leider sind die Menschen heute getrieben von der Schnelligkeit und Hektik und haben oft wertvolle Dinge verloren, nämlich diese Art des Ausgleichs in der Natur zu erleben. Für viele Menschen ist eine Grabstätte nur Arbeit, für die junge Bewegung nicht. Sie haben erkannt, wie wichtig ein Friedhof für die Gesellschaft ist. Ein Friedhof ist eine grüne Lunge der Stadt, mit Baumbestand und Blumenflächen. Auch ist es der Lebensraum für kleine Tiere und Insekten. Eine Grabfläche mit einer Marmorplatte zu versiegeln wird von ihnen demnach nicht so gerne gesehen. Sie pflanzen Bodendecker, kleine Stauden und sorgen für so manches Winterquartier für Tiere. Auch stellen sie immer mehr Futterkrippen und Vogelhäuser auf, damit sie gewappnet sind, wenn der Winter kommt. Sie unterstützen zum Beispiel Eichhörnchen, die keinen Winterschlaf, sondern Winterruhe halten, damit diese Vorräte für die kalte Jahreszeit anlegen, indem sie Nüsse und Samen zugänglich auslegen, die die Tiere verstecken können. Demnach ist ein Friedhof nicht nur die letzte Ruhestätte, sondern auch ein ökologischer und klimaunterstützender Garten.

Hörgeräteträger leben seit der Maskenpflicht mit echten Herausforderungen, denn leider verheddern sich die wichtigen Hörhilfen mit den Maskenbändern und werden zunehmend beim Absetzen des Corona- Schutz unbemerkt aus dem Ohr gezogen und sind weg. Das ist sehr ärgerlich und schlussendlich teuer. Die Hörakustiker Klee und Schmidt aus Köln- Rondorf sind innovativ geworden und haben aus der Not einen Service entwickelt und versehen die Hörgeräte jetzt mit Telefon-Nummern der Träger. Auch Namen können aufgebracht werden, das ist in Senioreneinrichtungen von Vorteil. Die Hörakustiker sind in der Lage selbst ganz kleine Geräte zu bearbeiten und viele Geräte haben so, Ihren Besitzer wiedergefunden.

Die Hörakustiker
Klee & Schmidt GbR
Rodenkirchener Straße 160
50997 Köln 

T. 02233-7131507
F . 02233–7131508

Öffnungszeiten:
Mo. – Fr. 9:15 – 13:00 Uhr und 
14:00 – 18:00 Uhr
Sa. 10:00 – 13:00 Uhr

  • Parkplatz am Ladenlokal
  • Barrierefrei
  • Modernste Messverfahren
  • Lauheitsskalierung
  • Perzentilanalyse
  • 3D-Scanverfahren
  • Audiomanufaktur Reinhörstudio
  • Servicegarantie und -versprechen
  • Reinhörstudio

Eigentlich … sollte am 4. Januar eine ungewöhnliche Karnevalsausstellung starten – im Friseursalon Ralph Schwalbach auf der Luxemburger Straße 285b – wo schon viele Kunstereignisse stattgefunden haben – und wo ich 2019 anlässlich einer solchen Aktion eine Wand bemalte…

Die Wand ist immer noch zu sehen –   der Salon ist natürlich derzeit geschlossen. 

Aber…

die Ausstellung beginnt trotzdem:
Ich habe eigens für die Schaufenster des Salons Bilder aus verschiedenen Jahrzehnten ausgewählt, Karnevalsbeiträge für verschiedene Gesellschaften, Blätter für den Köln-Kalender, Es sind wahre Schätze dabei, u.a. Originale aus Kalendern oder Entwürfe für den Gürzenich und die Darstellung der Kölner Musikgruppen.
.
Extra für diese Fensterausstellung geschaffen:
Die hochaktuelle Grafik „Maskenball am Dom 2021..“(limitierte Auflage 200).


Betrachter können – voraussichtlich bis Aschermittwoch- Ihre Freude daran haben, sozusagen im Vorübergehen. Ob mit oder ohne Pappnas, diese Bilder machen gute Laune in grauen Zeiten

Ich freue mich – zusammen mit dem Kunstförderer Ralph Schwalbach – (er wird mir die Haare abrasieren für diese Bezeichnung…)

über eine karnevalistische Berichterstattung in dieser karnevalsarmen Zeit….

Text und Bilder

Gerda Laufenberg
Mühlenweg 3
50996 Köln
www.GerdaLaufenberg.de

Neue Öffnungszeiten:
mittwochs von 14 bis 18 Uhr

Virtueller Rundgang

„Asset Protection“ (zu Deutsch: Vermögensschutz) bezeichnet die rechtlich zulässigen Vorgehensweisen, sein Vermögen generationsübergreifend vor Zugriffen durch Dritte etwa im Rahmen einer Haftung, einer (drohenden) Insolvenz oder auch der Geltendmachung von Pflichtteilsansprüchen zu schützen.

Unter diesem Gesichtspunkt ist ein wesentliches Ziel, die Haftung bzw. den Haftungszugriff zu verhindern und dadurch mindestens eine Haftungsreduzierung und besser noch einen Haftungsausschluss herbeizuführen. Hinzu kommt, dass viele unternehmerische Tätigkeiten gar nicht versicherbar sind oder es im Falle einer Haftung trotz Versicherung zu einer Teilhaftung oder einem Regress durch die Versicherung kommen kann. Dies kann letztlich bis zur Vollstreckung in das Privatvermögen führen.

Als Unternehmer, Freiberufler oder auch als Vertreter von juristischen Personen (etwa als Geschäftsführer einer GmbH; Vorstand einer AG; und weitere) ist es oftmals erforderlich wirtschaftliche Risiken – etwa in Form von Investitionen – einzugehen. Trotz einer beschränkten Haftung der juristischen Person (bspw. durch die Rechtsform der GmbH) ist eine persönliche Haftung, sprich die Haftung mit dem Privatvermögen, nicht immer auszuschließen.

Sogar als Privatperson ist es denkbar durch entsprechend hohe Investitionen (wie z. B. Immobiliengeschäfte, Wertpapier-Handel etc.) und die damit verbundenen Risiken das gesamte private Vermögen zu gefährden.

Unter dem Begriff „Asset Protection“ sind viele verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten zum Schutz des Privatvermögens zusammengefasst, die je nach Ausgangskonstellation, mehr oder weniger sinnvoll sind. Wichtig ist jedoch, dass nahezu jede dieser Gestaltungsmöglichkeiten rechtzeitig und im Vorfeld erfolgen muss, um das Vermögen rechtssicher zu schützen. Kurzfristiges Handeln ist in diesem Bereich fast ausgeschlossen. Daher sollte sich jeder Unternehmer, Freiberufler oder Vertreter juristischer Personen frühzeitig über den Bedarf und die Möglichkeiten einer Gestaltung beraten lassen.

Folgende Gestaltungen werden in der Gestaltungspraxis empfohlen:

1.Gesellschaftsrechtliche Gestaltung: Errichtung von Gesellschaften im privaten Bereich („Familienpool“) mit erschwerter Pfändung durch reduzierte Abfindungen zur Sicherung Ihres Privatvermögens

2.Familienrechtliche Gestaltung: Anpassung oder Gestaltung von Eheverträgen sowie ein geplanter Güterstandswechsel („Güterstandsschaukel“)

3.Sicherung des Betriebsvermögens durch die Wahl einer haftungsbeschränkenden Rechtsform und entsprechender Gestaltung des Gesellschaftsvertrages

4.Übertragung von Vermögenswerten auf Familienmitglieder im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge durch Schenkungen mit entsprechenden Vorbehalten wie z. B. Nießbrauchsvorbehalten und Störfall-Klauseln (sowohl im privaten wie auch im gewerblichen Bereich denkbar)

5.Übertragung des Vermögens auf eine Stiftung („Familienstiftung“)

Weitere Informationen unter www.hacker-steuerberatung.de

Das Fahrrad boomte im Corona-Jahr. Nie wurden mehr Fahrräder verkauft als 2020, nie entdeckten so viele Menschen das Radfahren neu für sich, als während der Pandemie. Dennoch zieht der Fahrradclub ADFC eine ernüchterte Bilanz.

ADFC-Vizebundesvorsitzende Rebecca Peterssagt: „Eigentlich stehen alle Zeichen auf Grün für den Radverkehr. Immer mehr Menschen wollen im Alltag das Auto gern häufiger gegen das Rad eintauschen. Erstmals gibt es richtig Geld vom Bund für den Radwegebau in den Kommunen. Die Politik überschlägt sich mit Empfehlungen zum Radfahren. Selbst der ADAC sagt, dass die Radwege in Deutschland schlicht unterdimensioniert sind. Und dennoch kommt die Verkehrswende mit der Neuverteilung des Straßenraums nicht aus den Startlöchern. Politische Mutlosigkeit in Stadträten und Verkehrsverwaltungen sind die Hauptursache des Problems. Verstärkt wird die Blockade durch lautstarke Auto-Traditionalisten, die mit Klauen und Zähnen ihr eingebildetes Recht verteidigen, vor jedem beliebigen Ziel parken zu dürfen – am besten gratis und über zwei Parkplätze hinweg, weil die immer größeren Autos nirgendwo mehr hineinpassen. Den Ländern und Kommunen, die die Zeichen der Zeit erkannt haben und Fahrrad, Fuß und Nahverkehr mehr Platz und Priorität in der Stadtplanung einräumen, gratulieren wir ausdrücklich zu einer zukunftsorientierten Politik. Den anderen rufen wir zu: Fangt endlich an! Auto-first-Politik war gestern – die Menschen wollen gute Alternativen!“

Bundesregierung verfehlt NRVP-Ziel

Der ADFC kritisiert auch die Nicht-Erreichung selbst der ambitionslosen Ziele des jetzt ablaufenden Nationalen Radverkehrsplans (NRVP) 2020. Damit hatte die Bundesregierung einen deutschlandweiten Radverkehrsanteil von 15 Prozent am Gesamtverkehr angestrebt. Zum Vergleich: Die Niederlande haben einen Radverkehrsanteil von 27 Prozent. Hierzulande tatsächlich erreicht wurden nach letzten Studienelf Prozent, das entspricht einem Prozentpunkt Wachstum in zehn Jahren NRVP-Laufzeit. Deutliche Wachstumsraten beim Radverkehr haben nur die Stadtstaaten Bremen, Berlin und Hamburg. Marginal verbessern konnten sich Niedersachen, Schleswig-Holstein, Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern. Bedenklich ist die Entwicklung mit rückläufigem Radverkehrsanteil in Sachsen-Anhalt, Thüringen und besonders in Brandenburg. Das Saarland stagniert mit kläglichen drei Prozent Radverkehrsanteil auf dem letzten Platz.  Peters: „Es reicht nicht, wenn das Bundesverkehrsministerium unverbindlich auf mögliche Wachstumsraten beim Radverkehr hinweist und den alten NRVP als weitgehend umgesetzt erklärt. Wir brauchen klar messbare Ziele, eine Verstetigung der Bundesmittel und ein verbindliches Maßnahmenprogramm für den Bau von Qualitätsradinfrastruktur durch Bund, Länder und Kommunen. Auch ein bundesweites Monitoring des Radwegebaus fehlt bisher. Daran wird sich der künftige NRVP 3.0 messen lassen.“

Gut: Fahrradprofessuren und Sonderprogramm Stadt + Land       

Positiv hebt der ADFC die Finanzierung von Stiftungsprofessuren Radverkehr durch das Bundesverkehrsministerium hervor. Einen deutlichen Schritt nach vorn markiert auch das Klimapaket mit seinem Bekenntnis der Bundesregierung zum kraftvollen Ausbau der Radinfrastruktur zulasten von Kfz-Flächen sowie das damit verbundene Sonder-Investitionsprogramm Stadt + Land und weitere Mittel für Modellprojekte, Radschnellwege und das touristische Radnetz Deutschland. Damit hat der Bund seine Investitionen in den Radverkehr bis 2023 verdreifacht. Peters: „Leider geht es trotz gutem Willen viel zu langsam voran. Nach einem Jahr sind die Fördervoraussetzungen für das Sonderprogramm jetzt fertig, aber viele Kommunen haben weder die personellen noch konzeptionellen Voraussetzungen dafür geschaffen, um das Geld des Bundes für den Radwegebau zu beantragen und verbauen zu können. So bleibt das Fahrradland Deutschland noch lange eine Großbaustelle.“    

Über den ADFC

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit über 200.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

Der ADFC auf 
Twitter
Facebook
Instagram
Youtube

Hashtag: #MehrPlatzFürsRad

(Text: Pressetext ADFC/46/20, 28. Dezember 2020)