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Die Eröffnung des Straßenkarnevals in Rodenkirchen durch das Festkomitee Karneval Alt-Gemeinde Rodenkirchen 1973 e.V. auf dem Maternusplatz ist neben dem Umzug am Karnevalssonntag eine besonders wichtige und beliebte Veranstaltung in Rodenkirchen.

Auf Einladung des Bezirksbürgermeisters Mike Homann trifft man sich vorher zum „Prinzenfrühstück“ im großen Speisesaal vom Maternus Seniorencentrum Köln-Rodenkirchen, um ein erstes Wiedersehen mit vielen Karnevalsvereinen aus dem Kölner Süden und besonderen Freunden zu feiern. Traditionell ist Rodenkirchens Partnerstadt Kerkrade mit seiner Bürgergarde und der Bürgermeisterin Petra Dassen vertreten. Dieses Jahr hatte Mike Homann auch den Bürgermeister Alain Pluss aus Wattignies mit einer Gruppe eingeladen. Das Dreigestirn mit Prinz Stephan I an der Spitze verteilte fleißig Orden an die Gäste.

Nach der sehr gelungenen Bewirtung in dem schön geschmückten Saal zogen alle geladenen Gäste mit Musik durch Rodenkirchen zum Maternusplatz, auf dem dann Georg Wohlgram als Präsident des Festkomitees die Gäste begrüßte und um 11.11 Uhr den Straßenkarneval eröffnete. Wie traditionell üblich gab es ein abwechslungsreiches Programm, bei dem das Tanzcorps der KG Kapelle Jonge Köln-Weiss von 1990 wieder mit seinen schwungvollen Tänzen das Publikum von Jung und Alt begeisterte. Die „GRKG“, die Große Rodenkirchener Karnevalsgesellschaft von 1935 e.V. sorgte großartig für das leibliche Wohl der Besucher auf dem vollen Platz.

Im Anschluss wurden die Freunde aus Kerkrade und Wattignies noch im Brauhaus Steeps bewirtet. Herr Bürgermeister Alain Pluss bedankte sich herzlich für die so freundschaftliche und herzliche Aufnahme bei Bürgermeister Mike Homann, dem die Pflege dieser Partnerschaft sehr wichtig ist. Auch wenn er nicht mehr Bürgermeister im Stadtbezirk ab September sein werde, würde er sehr gerne als Mitglied der Bürgervereinigung Rodenkirchen zukünftig den Austausch und die Freundschaft mit Wattignies pflegen.

Ein Tag mit dem schönsten Wetter brachte viele Eindrücke und wird vielen Gästen lange in Erinnerung bleiben.

Herzlich bedanke ich mich bei Florence, die sich nach meinem Aufruf um Unterstützung über Facebook sofort meldete und wunderbar mit ihren Französischkenntnissen die Kommunikation miteinander erleichterte.

(Bericht und Bilder Dieter Maretzky)

Am Samstag, 7.03.2020 pünktlich zum Weltfrauentag veranstaltet Isabel Reusser ein Tagesseminar für die Business Frau mit Stil.

Ein besonderes Kniggeseminar nur für Frauen, die mit guten Umgangsformen noch selbstbewußter und souveräner im Business auftreten wollen. Neben den klassischen Kniggethemen für die Businessfrau mit Stil sprechen wir auch über sensible Themen, wie den Schutz vor sexuellen Übergriffen und dem souveränen Umgang mit Männern im Business.

  • Allgemeine Verhaltensregeln für die Business Frau
  • Umgang mit Männern im Business
  • Geschäftsessen souverän meistern / die Rolle der Business Frau als Gastgeberin
  • Small Talk im Business / auch in Männerrunden die richtigen Themen finden
  • Kurze Einführung in die Business Dresscodes für Damen

 

Nutzen / Zielsetzung

  • Sie kennen die wichtigsten Verhaltensregeln der Business Frau mit Stil.
  • Sie erlernen, wie Männer Sie als weibliche, kompetente und souveräne Business Frau wahrnehmen.
  • Sie erfahren, wie Sie sich durch gezielte Verhaltensweisen und mit Ihrer (Körper-)Sprache vor sexuellen Übergriffen im Business schützen können.
  • Sie kennen die wichtigsten Tischregeln im Business und überzeugen auch in Ihrer Rolle als Gastgeberin.
  • Sie entwickeln Ihre ganz persönliche Small Talk Strategie. Sie lernen worüber Sie im Business reden dürfen, welche Themen im Business absolut tabu sind und wie sich auch in einer Männerrunde einen souveränen Small Talk führen.
  • Sie erhalten einen kurzen Überblick über die wichtigsten Business Dresscodes für Damen und wissen diese für sich umzusetzen.

 

PREIS

  • 149€ inkl. MwSt
  • im Preis inbegriffen Mittagsmenü, Pausenverpflegung und Getränke

VERANSTALTER

Erfolgreich mit Stil
Isabel C. Reusser
Expertin für Business Etikette
Tausendschönweg 40
50999 Köln
T. 0221 690 54 918
M. 0173 32 29 335

info@erfolgreich-mit.stil.de

VERANSTALTUNGSORT

Hotel Falderhof Köln
Falderstraße 29
50999 Köln-Sürth

 

Karneval in Rodenkirchen: Bürgervereinigung mit Bierwagen am Maternusplatz

Am Karnevalssonntag, 23. Februar 2020 hat die Bürgervereinigung Rodenkirchen wieder einen Bierwagen am Maternusplatz. Unter dem Motto „Drink doch eine met“ lädt sie alle Karnevalisten am Tag des Rodenkirchener Karnevalszugs zum Bierwagen ein. Da der diesjährige Umzug von Norden nach Süden durch Rodenkirchen zieht, sind alle Jecke bereits ab 12.30 Uhrwillkommen. Es gibt Kölsch, Selters und Limonaden zu volkstümlichen Preisen und auch Sitzplätze rund um den Stand.

Am Bierwagen bietet sich eine gute Gelegenheit, sich vor und nach dem Zug mit Freunden zu treffen und mit dem Vorstand der Bürgervereinigung zu plaudern.

Die Bürgervereinigung lässt – wie im letzten Jahr – Toiletten aufstellen am Maternusplatz und entlang des Zugwegs, die von allen Besuchern genutzt werden können. Die Toilettenkabinen werden aus den Erlösen des Stands und aus Mitteln der Bürgervereinigung Rodenkirchen gesponsert. Sie sind mit verschiedenen lustigen Plakaten beschildert.

Weitere Informationen
https://www.buergervereinigung-rodenkirchen.de/karneval-in-rodenkirchen-buergervereinigung-mit-bierwagen-am-maternusplatz

Im Konrad-Adenauer-Tierheim in Köln Zollstock werden täglich rund 300 Tiere betreut.  Die Durchlaufquote im Jahr beträgt rund 1.400 Tiere.  Das bedeutet, viele Fundtiere werden von ihren Besitzern wieder abgeholt. Viele sichergestellte Tiere gehen zurück an ihre Besitzer. Die Fundtiere und die sichergestellten Tiere, die nicht wieder in ihr früheres Zuhause können, versuchen wir dann ebenso liebevoll zu vermitteln wie die Tiere, die von ihren Haltern bei uns abgegeben wurden. In den meisten Fällen gelingt eine gute Vermittlung – früher oder später. Allerdings haben wir auch einige Langzeitinsassen, für die wir noch nicht das richtige Zuhause gefunden haben. Drei davon stellen wir heute hier vor.

Der 14 jährige Schäferhund-Mix-Rüde Buzzy sitzt seit zwei  Jahren bei uns. Von seinem früheren Besitzer wurde er einfach bei einer Freundin zurückgelassen. Die Dame kümmerte sich vier Jahre um Buzzy, doch dann erkrankte sie leider und Buzzy kam zu uns.  In der letzten Zeit, die Buzzy bei der Dame verbrachte, ging es ihr immer schlechter und Buzzy fing an, sein unfittes Frauchen gegen Menschen und andere Hunde „zu verteidigen“. Dieses Verhalten hat er weitgehend abgelegt. Da Buzzy nicht mehr der Jüngste ist, hat er auch einige Zipperlein und geht regelmäßig zur Physiotherapie. Er geht gerne spazieren und ist bei seinem Menschen verschmust, allerdings bestimmt Buzzy die Schmusezeiten. Seine Zeit auf Erden ist sicherlich nur noch begrenzt, sodass wir von ganzem Herzen hoffen, dass er nochmal ein schönes  Zuhause findet und nicht seinen Lebensabend bei uns verbringen muss.

Die neunjährige Mischlingshündin Duffy lebt seit vier Jahren bei uns. Sie hat ein Schicksal, dass einem die Tränen in die Augen treibt. Ihr früherer Halter schlug sie mit einer Eisenstange so heftig, dass sie einen Schädelbruch erlitt. Außerdem fand er es unterhaltsam, die arme Hündin mit seinem Motorroller durch die Gegend zu schleifen. Motorroller mag Duffy seitdem nicht mehr.  Als alle Wunden verheilt waren, kam sie in ein liebevolles Zuhause, wo sie leider zum Trennungsopfer wurde.  Sie ist trotz ihrer Vorgeschichte sehr lieb, verschmust und verspielt. Da sie ein wenig stur ist, muss man sich bei ihr durchsetzen, aber sie kennt alle Grundkommandos. Duffy ist eine unsichere Hündin, woraus ihr starker Schutztrieb resultiert. Hier ist weiterhin Training angesagt, damit Spaziergänge und auch Besuch im Zuhause entspannt bleiben. Momentan geht Duffy mit zu ihrer Pflegerin nachhause. Die Pflegerin kann sie aber leider nicht übernehmen, da sie schon zwei Hunde hat. Mit den beiden Hunden versteht Duffy sich gut, wie mit fast allen Artgenossen.

Den 14 jährigen Kater Fritz werden einige von Ihnen schon kennen, aufgrund seiner extrem schlechten Vermittlungschancen haben wir ihn schon häufig in den sozialen Medien vorgestellt. Die Hoffnung stirbt schließlich zuletzt! Vor ganz langer Zeit wurde Fritz bei uns abgegeben, er wurde FIV positiv getestet (die Krankheit ist bis heute nicht bei ihm ausgebrochen).  Seither war er viermal vermittelt und kam viermal zurück. Er besteht auf Freigang, ein gesicherter Balkon reicht ihm nicht, da wird er grantig, u.a. pinkelt er dann in die Wohnung. Nun ist Freigang für FIV positive Katzen nicht so einfach…der Freigang muss so gesichert sein, dass Fritz keinen Kontakt zu Artgenossen hat.

Aufgrund seines häufigen „Zurückkommens“ machen wir nun auch keine Kompromisse mehr mit gesichertem Balkon, Ausführen an der Leine etc.

Fritz hat in seinem Leben wenig Glück gehabt und das bricht uns das Herz. So langsam gibt er sich auf und wir wünschen ihm so sehr, dass die Nadel im Heuhaufen sich bei uns meldet: Am liebsten möchte Fritz zu einer Einzelperson, einer Frau, ziehen.  Und wir hoffen so sehr, dass Fritz noch einmal ein liebevolles Zuhause genießen darf und nicht irgendwann seinen letzten Atemzug bei uns tun muss.

Alle Fotos wurden gemacht von Fellnasenglückfotografie.

Um all den Tieren zu helfen, brauchen wir dringend Unterstützung. Wir sind ein privates Tierheim (als gemeinnützig anerkannt).

Ihre Spende hilft:

Volksbank Köln Bonn

IBAN:
DE65 3806 0186 7202 7770 10
BIC: GENODED1BRS

So. 09.02., 11.30 Uhr im Odeon Kino, Severinsstr. 81, 50678 Köln
Kölsche Filmmatinee
»Rievkooche-Madonna« (1980, 50 Min.)
Teil 2 des Vringsveedeler-Triptychons ist den Frauen des Stadtteils gewidmet: sie erzählen von der Arbeit in der Schokoladenfabrik, ihren Alltagssorgen und vom Feiern, vor allem an Weiberfastnacht, ihrem ganz besonderen Feiertag. Fortsetzung folgt: www.koeln-im-film.de

 

Wie die Jungfrau zu dem Kinde

So kam auch Köln zu den vielen Sagen und Legenden.

Aber wo wir gerade bei Jungfrau sind…bleiben wir doch gleich dabei. Und weil eine allein langweilig ist, nehmen wir gleich derer elf, nämlich die heilige Ursula und ihre Gefährtinnen.

Das Grab der Märtyrerinnen soll sich unter der romanischen Basilika St. Ursula befinden, ihnen zu Ehren ist diese seinerzeit erbaut worden.

Im 5. Jahrhundert in England…König Deonetus, inzwischen Christ geworden, und seiner Frau wurde nach langem Warten eine Tochter geschenkt. Ursula. Dieses Kind wurde im christlichen Glauben erzogen. Immer wieder ließ sie sich die Geschichten von Jesus Christus erzählen, und als sie zur jungen Frau herangewachsen war, las sie die Geschichten selbst in der Bibel. Sie war vom Leben und Wirken Christi derart ergriffen, dass sie erklärte, nur diesem einen König des Himmels gehören zu wollen, und ebenso Gutes zu tun.

Man sagt, sie sei von außerordentlicher Schönheit gewesen, doch jeder Prinz aus nah oder fern, der an den Hof kam und um ihre Hand anhalten wollte, musste unverrichteter Dinge und ohne Ursula wieder von dannen ziehen.

Nun gab es im nordischen Hochland einen äußerst kampfwütigen König, dessen Sohn Ätherius das wilde und kriegerische Leben allerdings verabscheute. Er war eher sanfter Natur. Auch er hörte von der schönen Prinzessin und wollte um sie werben, also begab er sich auf die Reise durchs Land zu ihr. Als er sie gefunden hatte, erkannte Ursula ihn wieder, denn sie hatte ihn seit langer Zeit im Herzen, obwohl sie ihn nie zuvor gesehen hatte (ja, so sind Legenden).

Aber auch ihn schickte sie fort, mit der Erklärung, sich Jesus Christus versprochen zu haben.

Wieder im Norden angekommen, sah Ätherius‘ Vater das Leid seines Sohnes und fragte, was geschehen war. Ätherius berichtete ihm von der schönen Ursula, in die er sich so sehr verliebt hatte, die sich aber dem König der Christen versprochen hatte. Der Vater, selbst Heide und dem Christentum alles andere als zugetan, versprach seinem Sohn die Heirat mit der schönen Prinzessin. Er schickte einige Abgesandte auf die Reise zum englischen Hof, um bei König Deonetus um die Hand seiner Tochter Ursula anzuhalten, gleichzeitig aber mit der Drohung, sollte er nicht einwilligen, würde es Krieg geben und Ursula mit Gewalt geholt. Die Tochter gab zunächst den flehenden Bitten des Vaters, angesichts des drohenden Krieges, nicht nach, entschied sich aber nach einem Traum in der folgenden Nacht dann doch dazu, Ätherius zu ehelichen. Allerdings stellte sie drei Bedingungen…

Sie wolle mit 10 weiteren Jungfrauen, die allesamt aus vornehmen Häusern stammen sollten, eine Pilgerreise nach Rom unternehmen, die 3 Jahre dauern würde und Ätherius solle auf sie warten. Des Weiteren würden elf Schiffe ausgerüstet werden müssen und Bedingung Nummer drei war, dass ihr zukünftiger Gemahl den christlichen Glauben annehmen solle.

Nachdem in alle Bedingungen eingewilligt worden war und die Vorbereitungen einige Monate später abgeschlossen waren, begann die Pilgerreise mit elf Schiffen, von denen jedes einzelne von einer Jungfrau geführt wurde. In Basel schließlich wurden die Schiffe vertäut und der Weg nach Rom zu Fuß fortgesetzt. Dort angekommen, erhielten die Gefährtinnen den Segen vom Papst.

Ausgeruht und gestärkt, begannen sie den anstrengenden Rückweg über die Alpen bis nach Basel, wo sie die Reise dann mit den dort wartenden Schiffen fortsetzen konnten.

Ätherius, dessen Vater kurz zuvor verstorben war, hatte sich indes auf den Weg zu seiner Liebsten gemacht, ohne die Wartezeit von 3 Jahren abgewartet zu haben. Nachdem er Ursula versprechen musste, vollends zu ihr zu gehören, setzten sie die Fahrt gemeinsam fort in Richtung Köln, wo sie auf dem Hinweg nur kurz Rast gemacht hatten. Attila, König der Hunnen aber war inzwischen in die Stadt eingefallen und sorgte dort für Tod und Verwüstung. Am Ufer stehende Menschen warnten laut rufend davor, in Köln anzulegen, doch die Jungfrauen taten genau das. Ursula hatte zuvor in einem Traum den himmlischen Auftrag erhalten, dies zu tun und ihre Gefährtinnen folgten ihr…

Eine nach der anderen wurde getötet. Von Pfeilen durchbohrt endete ihr Leben. Auch Ätherius wurde getroffen und starb.

Als Attila Ursula erblickte, hielt er inne. Sie, so sagte er, wolle er verschonen und zur Frau nehmen. Als sie sich ihm verweigerte, kannte er keine Gnade und tötete auch sie.

Des Nachts im Traum erschien sie ihm. Sie und tausende bewaffnete Jungfrauen. Um genau zu sein…elftausend.

Von Angst gepeinigt, verschwanden Attila und seine Männer noch in derselben Nacht aus Köln. Die Stadt war gerettet.

Ob die Zahl elftausend nun tatsächlich Attilas Traum von elftausend Jungfrauen oder doch eher dem viel späteren Verkauf von „Knöchelchen“ geschuldet ist…wer weiß das schon. Wir werden es nie erfahren. In diesem Sinne…träumt schön kommende Nacht…

Bis bald, eure Ramona

Weitere Informationen auf www.koelschgaenger.net

Wir Kölner sind mit unserem Ruf „Alaaf“ zu Fastelovend nicht alleine. Quer durch Deutschland rufen alle Jecken viele unterschiedliche karnevalistische Schlachtrufe. Zu meinen persönlichen Lieblingsrufen gehören:

Hoorig, hoorig – isch dia Katz lautet der Ruf der Narrenzunft Zell am Harmersbach.

Der Ruf in Westernhausen (Hohenlohekreis) wird spätestens nach dem achten Bier auch für geübte Zungen kritisch: Houlzschlaichel ferschi.

Ha-Tschi ruft der Fellbacher Carneval Club 1981 e.V.

Im Dietfurter Chinesenfasching ruft man Kille-Wau.

Wer mal Karneval in Würzburg-Unterdürrbach gefeiert hat, kennt auch „Schnüdel Klar“.

Nicht alle Düsseldorfer rufen „Helau“: In Unterbach lautet der Ruf „I-a“

Mein persönlicher Favorit ist aber Öleme Öwwäh aus dem wunderschönen Dorf Ulmen in der Vulkaneifel. Das geht eindeutig nur nach dem zehnten Bier.

Zweigeteilter Narrenruf

Der klassische Narrenruf besteht aus zwei Teilen: Zunächst etwas, was gewürdigt werden soll, meistens ein Ort, eine Person oder ein Karnevalsverein und dann der der eigentliche Ruf. Ganz klassisch ruft ein Redner den ersten Teil und die Jecken im Saal oder auf der Straße antworten mit dem Narrenruf. Der Ruf wird in de Regel dreimal wiederholt. In Köln bedeutet das regelmäßig: Der Vorrufer ruft „Kölle“ und alle antworten „Alaaf“.

Unzählige viele falsche Herleitungen von Alaaf

Aber woher kommt dieses schöne Wort „Alaaf“? Der Kölner Philologe Heribert Augustinus Hilgers (1935-2012) hat in seinem Buch „Alaaf! Ein Kölner Hochruf“ mit allerhand Fehlinterpretationen aufgeräumt. So schön die Geschichten auch sein mögen, sie sind leider alle falsch.

Nicht richtig ist zum Beispiel, dass Alaaf vom keltischen Wort „alef“ („Glück“) abstammt. Schön aber ebenso falsch ist die Geschichte, dass sich Alaaf auf das Tarotspiel bezieht, weil der jüdische Buchstabe „aleph“ der Karte des Narren zugeordnet sei. Auch die Herleitungen aus dem alemannischen „A Laaf´n“, dem spanischen „alaber“ oder dem syrischen „hadegel“, sind alle, so Hilgers in seinem Buch, nicht haltbar. Und auch wenn wir aus der französischen Besatzungszeit viele Wörter in die kölsche Sprache übernommen haben, stimmt es auch nicht, dass sich Alaaf von „eleve-toi, cologne“, also „Erhebe dich, Köln“ ableitet.

Alaaf ist viel älter als der institutionalisierte Karneval

Im Rheinland gab es den Begriff „Alaaf“ bereits seit Mitte des 16. Jahrhunderts. Und damit knapp 300 Jahre vor dem institutionalisierten Karneval. Tatsächlich wurde im Jahr 1951 ein Krug mit der Inschrift „Allaf für einen goden Druingk“ also „Nichts geht über einen guten Trank“ gefunden. Dieser Krug stammt ungefähr aus dem Jahr 1550. Und Alaaf war ein durchaus üblicher Ruf, nicht nur als Trinkspruch.

Also – liebe Karnevalisten: Ruft gerne oft und laut Alaaf, denkt aber daran, dass dieser Ruf älter als euer wunderschönes Fest ist. Und es ist durchaus erlaubt, auch mal andere schöne Narrenrufe zu benutzen.

Darauf ein dreifaches „Öleme Öwwäh“


Eine andere Geschichte versucht, die Entstehung von „Alaaf“ und „Helau“ gleichzeitig zu erklären. Diese Legende bezieht sich auf das Stapelrecht, also die Pflicht für alle Kaufleute, alle über den Rhein transportierten Güter in Köln zu einem festgelegten Preis anzubieten. Dabei galt immer der Befehl: Alaaf – also „Alles abladen!“

Ein Kaufmann aus Mainz wollte sich mit den Worten „Ik will he lau fahrn“ dem Stapelrecht nicht unterwerfen. Der arme Mann wurde, so die Legende, bei dem Versuch, das Stapelrecht zu umgehen, tödlich verwundet und im Düsseldorfer Stadtteil Kaiserswerth beerdigt. Von ihm sei heute nur noch der Ruf „Helau“ übriggeblieben.

Der Köln-Lotse – Stadtführung mit Spaß Uli Kievernagel informiert durch seinen Sonntags- Newsletter:

Das „Köln-Ding der Woche“ per E-Mail frei Haus. Jede Woche sonntags ein neues Detail zur schönsten Stadt der Welt. Immer kurz & knackig, immer subjektiv und voreingenommen. Wenn Du noch mehr lesen möchtest oder auf auf diesen Verteiler willst – hier geht es zu seiner sehr informativen Seite https://www.koeln-lotse.de

Für den Fall, dass dich die standardisierte Anmeldeprozedur nervt, gibt es auch die kölsche Lösung: Schick ihm einfach eine Mail an uli@koeln-lotse.de und nimmt Dich in den Verteiler auf.

Zollstock – Mit einer sprichwörtlich grandiosen ersten Kostümsitzung feierten die Zollstocker Adlerschützen ihr 90-jähriges Bestehen. Die Schützen um Vorstand Hans-Jürgen Kampf richteten das an der Fritz-Hecker-Straße gelegene Vereinsheim ganz im Sinne des Zollstocker Karnevals und getreu dem Motto, „Et Hätz schleiht em Veedel“, aus. Der Saal war im Wortsinn „proppenvoll“ und mit dem Einmarsch des Kölner Kinder Dreigestirns kurz vorm platzen.

Namhafte Gäste aus dem Kölner Karneval, darunter die Funky Marys, Die Krageknöpp, Dä Schofför der Kanzlerin, Peter Kerscher mit seiner Kuh Dolly und Detlef Lauenstein, begeisterten das Publikum. Auch aus der Landes-, Kommunal- und Lokalpolitik folgte man der Einladung der Adlerschützen.

Die Gäste waren begeistert. – Bild: Bronisz

Mit dem Kostümfest versuchen die Adlerschützen aber auch wieder den Blick auf ihren Verein zu richten. Deswegen sei es auch ein Anliegen, zum einen den Zusammenhalt der örtlichen Vereine zu stärken, zum anderen, zusammen mit den anderen Vereinen für Zollstock tätig zu werden. Ein Anliegen, dass unterstützenswert ist. Ein Riesenschritt wurde mit dem Kostümfest gemacht. Bitte mehr davon.

(Wir bedanken uns bei Berthold Bronisz)