Christel Lammers (li.) mit der Leiterin der Schule María Jacinta Torres Campos (re.). Foto: Projektpartner/Kindermissionswerk.

 

In Deutschland werden aktuell viele Corona-Beschränkungen gelockert. Auch Kindertagesstätten und Schulen öffnen wieder sporadisch. Für viele Familien war und ist diese Zeit eine enorme Herausforderung. Wie mag es da sozial schwachen Familien in einem der ärmsten Länder der Erde gehen, die Kinder mit Behinderungen haben? Christel Lammers ist Projektpartnerin des Kindermissionswerks ,Die Sternsinger’ in der Dominikanischen Republik. In Santo Domingo, im Süden der karibischen Insel, betreut sie zusammen mit anderen Mitarbeitern eine Schule für Kinder mit Behinderungen, die „Escuelita Rayo de Sol“ (Kleine Schule Sonnenstrahl).

 

Fragen an Christel Lammers (51), Assistenz der Direktorin von Escuelita Rayo de Sol“:

 

  1. Wie ist die Situation in der Dominikanischen Republik angesichts der Verbreitung des Coronavirus?

Wir haben nach wie vor eine Ausgangssperre, die aber jetzt etwas verkürzt wird. Bislang galt sie immer von fünf Uhr abends bis sechs Uhr morgens. Jetzt gilt sie von sieben Uhr abends bis fünf Uhr morgens. Es sollen auch wieder die U-Bahnen und Busse verkehren dürfen. Das ist allerdings ein Tropfen auf den heißen Stein, denn es gibt hier nur zwei Linien und die Busse dürfen nur zu 30 Prozent besetzt werden. Mal sehen, wie das funktioniert, und wie diszipliniert die Dominikaner sind. Wir sind sehr gespannt, wie viele Mehrinfektionen jetzt dazu kommen werden. Aber die Menschen sind sehr froh, wieder rausgehen zu dürfen und dass die Unternehmen wieder ihre Arbeit aufnehmen können, wenn auch nur mit reduzierter Mitarbeiterschaft. Es werden auch wieder Geschäfte geöffnet, allerdings mit klaren Vorschriften und sehr begrenzt. Der Präsident hat zum Beispiel sehr klar vorgegeben, wie viele Angestellte arbeiten dürfen. Schulen und Restaurants hingegen werden weiterhin geschlossen bleiben, öffentliche Veranstaltungen finden nicht statt. Für die Menschen ist es sehr, sehr schwer, soziale Distanz einzuhalten. 50 Zentimeter Abstand werden hier empfunden wie in Deutschland zwei Meter. Das wird eine große Herausforderung.

 

  1. Was für Maßnahmen haben Sie ergriffen, damit die Mädchen und Jungen weiter unterrichtet werden können?

Es ist bekanntgegeben worden, dass das Schuljahr in häuslicher Quarantäne stattfinden soll. Das heißt, wir sind angehalten, weiterhin aus der Distanz Unterricht zu geben. Für unsere Kinder haben wir uns vor allem auf Mathematik und Spanisch konzentriert und unterrichten über soziale Medien, die man in Deutschland auch nutzt, soweit sie denn vorhanden sind. Denn viele Kinder und deren Familien haben keinen Zugriff auf diese Medien. Daher schöpfen wir alle Möglichkeiten der Kontaktaufnahme aus und empfangen die Eltern zweimal pro Woche, um sie mit Unterrichtsmaterial zu versorgen, das auf jedes Kind individuell zugeschnitten ist. Die Kinder arbeiten dann zu Hause mit den Materialien, und wir versuchen über Telefon oder vereinzelte häusliche Besuche, zu den Kindern Kontakt zu halten und sie so zu unterstützen. Mit wir meine ich in erster Linie meine Kollegen, da ich als Fachkraft mehr in der Verwaltung und im Fundraising arbeite. Von daher berichte ich eher von dem, was meine Kollegen leisten.

 

  1. Wie so oft in Krisenzeiten sind die Schwächsten der Gesellschaft am stärksten betroffen. Wie geht es den Kindern mit Behinderungen aus sozial schwachen Familien in einem der ärmsten Länder der Erde?

Unsere Kinder erleben in unserer Schule immer eine kleine Auszeit, weil sie hier raus sind aus ihrem gewaltvollen Umfeld, raus aus dem Elend. Und auch weil sie hier wenigstens einmal am Tag eine nahrhafte Mahlzeit erhalten. Von daher fehlt ihnen die Schule sehr und alles, was sie hier machen. Aber sie leben von Tag zu Tag, von Minute zu Minute. Wir haben ja schon vor den Kontraktbeschränkungen versucht, die Distanz zu wahren, aber das war sehr schwierig. Wir haben zum Beispiel kontaktlose Begrüßungsmethoden geübt, aber als wir damit fertig waren, haben sie uns doch umarmt. Die Corona-Situation ist einfach zu abstrakt, als das ein Mensch mit geistiger Behinderung das immer so erfassen kann.

 

  1. Weltweit kommt es zu Stellenabbau, die Arbeitslosenzahlen steigen. Wie spüren Sie diese Auswirkungen in der Schule?

Ich finde es spannend zu sehen, welche Dynamik, sowohl positiv als auch negativ, entstehen kann. Unsere Mitarbeiter verzichten freiwillig auf einen Teil ihres Lohnes, damit so wenig Mitarbeiter wie möglich entlassen werden müssen. Das fand ich sehr beeindruckend. Fünf Mitarbeiter, die über das Schulministerium finanziert werden, haben aus Solidarität zu ihren Kollegen sogar einen Teil ihres Gehalts gespendet.

Und wir sind froh, dass wir mit den Eltern, deren Vertretern und mit den Lehrern Sprachrohre haben, dass wir die verschiedenen Konflikte wahrnehmen und darauf reagieren können. Es ist schon eine sehr besondere Zeit.

 

  1. Ausgangssperren, Versammlungsverbote und eine erhöhte Gewaltbereitschaft auf den Straßen. Was bedeutet das für Ihr Team und die Arbeit in der Schule? Wie sieht die Strategie der Schule für die nächste Zeit aus?

Wir müssen unsere Strategie alle Nase lang anpassen. Wir werden den Unterricht, so wie er vorgeschrieben ist, versuchen weiter zu führen. Unsere Pädagogen und Therapeuten haben darüber hinaus bereits etliche Ideen, wie sie unsere Kinder trotz der Einschränkungen bestmöglich bei ihrer Entwicklung unterstützen. Eine große Herausforderung ist es, uns finanziell über Wasser zu halten. Die Aktionen, mit denen wir um Spenden bitten, müssen wir neu denken. Unsere Benefizveranstaltung im Dezember mit mehr als tausend Teilnehmern werden wir wohl nicht durchführen können. Weil fast alles geschlossen ist und wir in der Pandemie niemanden direkt ansprechen können, bekommen wir mit unserer auf den Sommer verschobenen, sogenannten „Segens“-Tombola auch nur einen Bruchteil der Spenden zusammen, die uns in den Vorjahren unsere Existenz gesichert haben. In Rücksprache mit denen, die uns unterstützen, müssen wir abwarten, wie die weiteren Phasen der Öffnung aussehen. Je nachdem, wie die Rahmenbedingungen sind, passen wir unsere Strategie an und machen, was wir können.

 

Infobox:

Die Dominikanische Republik liegt im Ostteil der Insel Hispaniola in der Karibik (Große Antillen). Im Land herrschen große Unterschiede zwischen der armen Bevölkerung und der reichen Oberschicht. Viele Kinder arbeiten, um zum Unterhalt der Familie beizutragen. Trotz Bildungsmaßnahmen verlassen viele Kinder frühzeitig die Schule. Wer eine geistige Behinderung hat, wird von staatlicher Seite kaum unterstützt. In den Schulen der Fundación Escuelita Rayo de Sol erhalten Kinder und junge Erwachsene mit geistiger Behinderung eine individuelle Förderung. Sie bekommen Hilfe beim Lernen und nehmen an kulturellen und sportlichen Aktivitäten teil. Zusätzlich werden sie therapeutisch unterstützt und können mit dem Verkauf hergestellter Waren zur Versorgung der eigenen Familie beitragen.

Aktuell werden 390 Kinder und Jugendliche mit geistigen Behinderungen in beiden Zentren von 48 Mitarbeiter*innen betreut. Das Kindermissionswerk ,Die Sternsinger’ unterstützt die Einrichtung seit über 15 Jahren.

 

NABU Köln verschenkte heimische Pflanzen für naturnahe Balkone

Foto: 5-Arten.Bild: NABU: Heimische Wildstauden

Über 4.000 Wildstauden wurden in den letzten Monaten im Rahmen des Projekts „Das große Blühen – naturnahe Balkonbepflanzung mit heimischen Pflanzen für Insekten“ des NABU-Stadtverbandes Köln ausgegeben. Der NABU Köln hat insgesamt 17 heimische Arten ausgesucht, die besonders wertvoll für Insekten sind, mit den Bedingungen auf dem Balkon gut klarkommen und natürlich auch etwas fürs Auge bieten. Dank der Unterstützung der PostCode Lotterie und der HIT-Stiftungkonnten Gärtner und Gärtnerinnen der Alexianer Klostergärtnerei diese Stauden aus Regio-Saatgut anziehen.

Alle Stauden sind nun in ganz Köln eingepflanzt, hoffen wir, dass die Insekten daran reichlich Pollen und Nektar finden werden. Weitere Infos unter: https://www.nabu-koeln.de/projekte/naturnahe-balkone-in-der-stadt/

„Wildstauden benötigen nicht so viel Wasser und sind sehr robust gegen Schädlinge und Pflanzenkrankheiten“, erläutert Birgit Röttering vom NABU Stadtverband Köln, „und sie sind eine reichhaltige Nektar- und Pollenquelle für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge“, so Röttering weiter. Neben heimischen Malven, Glockenblumen, Rainfarn, Schafgarbe & Flockenblumen wurde auch der Blutweiderich mit seinen lilaroten Blüten, der von Juni bis September blüht und viele Bienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge anzieht, ausgegeben. Die Pflanzen konnten trotz der Corona-Krise über Nachbarschaftsinitiativen, Nachbarschaftsgruppen, Kleingärten und andere Vereine verteilt werden, wo sich dann Einzelpersonen kontaktlos die Stauden abholen durften.

Foto Pflanzenausgabe: NABU:  Birgit Röttering, NABU Stadtverband Köln nimmt von Marco Büttgenbach, Alexianer-Klostergärtnerei die angezogenen Stauden entgegen

WirRäumenAuf

Nachdem wir vor zwei Wochen die schlechte Politik unserer Stadt bereits #angekreidet haben, haben wir heute mit dem Aufräumen weitergemacht!

Denn Müll gibt es nicht nur in der miserablen Klimapolitik der Stadt Köln, sondern auch in unserem Grünsystem und den Veedeln. Das liegt unter anderem daran, dass die sommerlichen Temperaturen seit März viele Menschen trotz der Corona- Pandemie nach draußen in die Parks ziehen. Dabei lassen leider viele ihre Abfälle zurück. „Damit sich aber auch weiterhin alle in unserer Stadt wohlfühlen können, haben wir jeden Kölner und jede Kölnerin dazu aufgerufen, sich einen Mundschutz, eine Mülltüte und Handschuhe zu schnappen und auf einem schönen Samstagsspaziergang unliebsame Plastikverpackungen, Glasflaschen und alles, was nicht in die Natur gehört, einfach aufzuräumen“ erklärt Sabrina Meures von Students For Future (SFF). Die 22-Jährige weiß: „Unser Grünsystem ist sehr wichtig für die Stadt. Nicht nur zur Nutzung bei schönem Wetter, sondern auch aufgrund der Erderwärmung!“
Der Grüngürtel ist neben weiteren Grünflächen als unversiegelte Verdunstungsfläche enorm wichtig, um das Klima in der Stadt zu regulieren und erträglich zu halten. Zudem ist das Grünsystem für die Durchlüftung der Stadt Köln von großer Bedeutung, um die Luftqualität in der Stadt zu sichern. Unbebaute Gebiete und Parks werden immer wichtiger, denn Wissenschaftler*innen prognostizieren bis 2050 klimatische Verhältnisse in Köln, die denen in der australischen Hauptstadt Canberra gleichen.
Aber auch als Freifläche für Erholung sind die Parks und das Grünsystem von großer Bedeutung. Denn die Stadt Köln besitzt im Vergleich zu anderen Großstädten ohnehin unterdurchschnittlich wenige Grünflächen. Diese werden in Zukunft durch den Zuzug weiterer Menschen weiter ausgelastet werden, prognostiziert ist ein Wachstum der Stadt um 100.000 Einwohner zwischen 2015 und 2025. Zu dieser Belastung kommt die starke Trockenheit, die bereits heute schon in den Frühlingsmonaten Teile unserer Vegetation tötet. Umso wichtiger ist die Schaffung neuer Flächen und ihre Pflege und Erhaltung.
„Eine Bebauung bedeutet für unsere Sauerstoff spendenden Bäume Rodung und für unsere Wasser speichernden Böden Versiegelung. Zudem binden Bäume und Böden viel Kohlenstoff. Das macht die Bauvorhaben in Zeiten der globalen Erwärmung umso absurder und untragbarer“, sagt Paul Berg von SFF. Der Geographiestudent sagt: „Wir hinterlassen nicht nur unseren Müll, sondern auch einen ökologischen Fußabdruck. Mit unserer Aktion wollen wir zeigen, dass wir die Einzigartigkeit unser Grünsystem schätzen und bereit sind es vor weiterer Zerstörung zu schützen!“

Moritz Böll
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Students For Future Köln

Was lange währt wird endlich gut! Auf Initiative der Seniorenvertretung für den Stadtbezirk 2 – Rodenkirchen – hin, hat die Stadt Köln nun die beiden gewünschten und dringend notwendigen Bänke in Rondorf installiert. Eine Bank steht in der Reiherstraße/Nähe Edeka. Hier können sich Seniorinnen und Senioren ausruhen, wenn sie von ihren Einkäufen kommen, um dann weiter nach Hause zu gehen. Die zweite Bank Verlängerung Am Höfchen wird gerne von Grüngürtel-Spaziergängerinnen und Spaziergängern genutzt und ist ebenfalls ein gutes Ziel zum Ausruhen, wenn Angehörige Bewohner des Hospiz St. Hedwig im Rollstuhl spazieren fahren. Die Ruhemöglichkeiten werden von der Bevölkerung erfreut und dankbar angenommen. Die Mitglieder der Seniorenvertretung bedanken sich ganz herzlich beim Amt der Stadt Köln.

(Text:Anne Merkenich-Seniorenvertreterin Fotos Dr Gerhard Haider)

Der Bürgerverein Raderberg und -Thal e. V. hat, zusammen mit den Ordensschwestern des Klosters der Augustinerinnen, am Zaun der Brühler Straße 74 in Raderberg, einen Gabenzaun für Bedürftige eingerichtet.

Fröhlich baumeln seit Wochen 20 Jutebeutel am Klosterzaun und warten darauf, mit haltbaren Lebensmitteln und/oder Kosmetikartikeln bestückt zu werden, die von Menschen in finanzieller Not entnommen werden können. Eine Info-Tafel erklärt das Prinzip in mehreren Sprachen, so dass auch ausländische Mitbürger von der Aktion profitieren können. Eine Box mit Flyern zum Mitnehmen und Weitergeben rundet das Ganze ab. Sowohl Spenden als auch selbstfinanzierte Einkäufe seitens der Ordenschwestern und des Vereins Raderberg und -Thal e. V. sorgen dafür, dass in regelmäßigen Abständen die Beutel eine bunte Auswahl an Lebensmitteln und Hygieneartikeln zu bieten haben; an Ostern gab es darüber hinaus kleine Geschenke für die Kinder. „Viele Nachbarn zeigen sich solidarisch und bringen Lebensmittelspenden Einkauf vorbei, für diese Solidarität sind wir unglaublich dankbar.

Unser Vereins-Motto „aus dem Veedel für das Veedel“ nimmt hier eine ganz neue Dimension an“ sagt Sandra Van de Pas vom Bürgerverein.„Die Resonanz ist enorm, die Beutel sind immer im Handumdrehen leer“. Dies zeigt, wie groß der Bedarf in unserem Veedel ist – größer als jemals vermutet. „Das motiviert uns weiterzumachen und den Gabenzaun langfristig zu betreiben. Denn wir sind der Meinung, dass die aktuelle Situation die Lage derer noch verschärft, die es eh ohnehin schon schwer haben.“ Der Gabenzaun lebt aber dauerhaft vom Engagement und der Großzügigkeit jedes Einzelnen im Veedel. Die finanziellen Mittel des Klosters und des Vereins sind leider begrenzt und gehen aktuell rapide zu neige, so dass ohne weitere Unterstützung nicht dauerhaft wöchentlich für Nachschub gesorgt werden kann.

Um es den Menschen noch leichter zu machen, Lebensmittel zu spenden, ohne Umwege machen zu müssen, gibt es seit letzer Woche am REWE Bonner Str./Schönhauser Str. eine Abgabestelle (am Zaun vor dem Eingang). So kann jeder beim Einkaufen sofort ein paar Artikel mehr besorgen und direkt dort abgeben. „Wir sorgen persönlich dafür, dass die Lebensmittelspenden ihren Weg zum eigentlichen Gabenzaun finden, und danken REWE ganz herzlich für die unbürokratische und schnelle Unterstützung!“ sagt Sandra Van de Pas.

Wer nicht selbst einkaufen möchte, kann das Projekt auch finanziell unterstützen. Der Verein freut sich über Unterstützung in beliebiger Höhe auf Konto IBAN: DE53 3006 0601 0004 8185 52 – Spendenquittungen können auf Anfrage ab einer Spendenhöhe von 50 Euro ausgestellt werden. Jeder Euro dieser Spenden wird komplett in Lebensmittel investiert.

Der Verein freut sich über jede Idee zur Unterstützung. So hat z. B. eine Nachbarin aus dem Veedel an ihrem Geburtstag Spendengelder anstelle von Geschenken gesammelt und in Einkäufe für den Gabenzaun umgewandelt. Eine wunderbare Aktion, für die alle Beteiligten sehr dankbar sind. Weitere Ideen, Anregungen und Feedback nimmt der Verein gerne unter info@raderbergundthal.de entgegen.

Nachhilfe und Umzugshilfe für Jugendliche und junge Erwachsene gesucht!

Eine Kinder- und jugendpädagogische Einrichtung in Köln, die intensive sozialpädagogische Betreuung, Beratung und Unterstützung für minderjährige Flüchtlinge, Jugendliche und junge Frauen anbietet, sucht ehrenamtliche Hilfe bei der Nachhilfe und bei Wohnungsumzügen. Da die jungen Menschen, die in die Selbständigkeit begleitet werden, oft noch kein zuverlässiges soziales Netzwerk haben, brauchen sie noch etwas Unterstützung!
Mehr Infos unter der Chiffre 69855 auf unserer Engagementdatenbank: https://www.koeln-freiwillig.de/engagementdatenbank

Kennt Ihr Alle, wie doof Schlange stehen beim Einkauf in der Severinstraße. Wir setzen da Kultur drauf mit eigener starker Energie. John Heusenroeder, Tenor, Solist im Ensemble der Oper Köln wird mit Begleitung unseres genialen Lutherkirchen-Kantors Thomas Frerichs diesen Samstag um 11 Uhr auf dem Portal der Severinstorburg ein Arien-Ständchen bringen. Die Oper mitten em Veedel. Achtet bitte auf den Sicherheitsabstand!
Und Sonntag singt er nach dem Klatschen von meinem Balkon der Lutherkirche. John ist der Hammer, freue mich sehr über unsere Freundschaft.

Hans Mörtter (Pfarrer der Lutherkirche)

Der Bürgerverein Raderberg und -Thal e. V. hat, zusammen mit den Ordensschwestern des Klosters der Augustinerinnen, am Zaun der Brühler Straße 74 in Raderberg, einen Gabenzaun für Bedürftige eingerichtet.

Fröhlich baumeln seit Wochen 20 Jutebeutel am Klosterzaun und warten darauf, mit haltbaren Lebensmitteln und/oder Kosmetikartikeln bestückt zu werden, die von Menschen in finanzieller Not entnommen werden können. Eine Info-Tafel erklärt das Prinzip in mehreren Sprachen, so dass auch ausländische Mitbürger von der Aktion profitieren können. Eine Box mit Flyern zum Mitnehmen und Weitergeben rundet das Ganze ab. Sowohl Spenden als auch selbstfinanzierte Einkäufe seitens der Ordenschwestern und des Vereins Raderberg und -Thal e. V. sorgen dafür, dass in regelmäßigen Abständen die Beutel eine bunte Auswahl an Lebensmitteln und Hygieneartikeln zu bieten haben; an Ostern gab es darüber hinaus kleine Geschenke für die Kinder. „Viele Nachbarn zeigen sich solidarisch und bringen Lebensmittelspenden Einkauf vorbei, für diese Solidarität sind wir unglaublich dankbar.

Unser Vereins-Motto „aus dem Veedel für das Veedel“ nimmt hier eine ganz neue Dimension an“ sagt Sandra Van de Pas vom Bürgerverein.„Die Resonanz ist enorm, die Beutel sind immer im Handumdrehen leer“. Dies zeigt, wie groß der Bedarf in unserem Veedel ist – größer als jemals vermutet. „Das motiviert uns weiterzumachen und den Gabenzaun langfristig zu betreiben. Denn wir sind der Meinung, dass die aktuelle Situation die Lage derer noch verschärft, die es eh ohnehin schon schwer haben.“ Der Gabenzaun lebt aber dauerhaft vom Engagement und der Großzügigkeit jedes Einzelnen im Veedel. Die finanziellen Mittel des Klosters und des Vereins sind leider begrenzt und gehen aktuell rapide zu neige, so dass ohne weitere Unterstützung nicht dauerhaft wöchentlich für Nachschub gesorgt werden kann.

Um es den Menschen noch leichter zu machen, Lebensmittel zu spenden, ohne Umwege machen zu müssen, gibt es seit letzer Woche am REWE Bonner Str./Schönhauser Str. eine Abgabestelle (am Zaun vor dem Eingang). So kann jeder beim Einkaufen sofort ein paar Artikel mehr besorgen und direkt dort abgeben. „Wir sorgen persönlich dafür, dass die Lebensmittelspenden ihren Weg zum eigentlichen Gabenzaun finden, und danken REWE ganz herzlich für die unbürokratische und schnelle Unterstützung!“ sagt Sandra Van de Pas.

Wer nicht selbst einkaufen möchte, kann das Projekt auch finanziell unterstützen. Der Verein freut sich über Unterstützung in beliebiger Höhe auf Konto IBAN: DE53 3006 0601 0004 8185 52 – Spendenquittungen können auf Anfrage ab einer Spendenhöhe von 50 Euro ausgestellt werden. Jeder Euro dieser Spenden wird komplett in Lebensmittel investiert.

Der Verein freut sich über jede Idee zur Unterstützung. So hat z. B. eine Nachbarin aus dem Veedel an ihrem Geburtstag Spendengelder anstelle von Geschenken gesammelt und in Einkäufe für den Gabenzaun umgewandelt. Eine wunderbare Aktion, für die alle Beteiligten sehr dankbar sind. Weitere Ideen, Anregungen und Feedback nimmt der Verein gerne unter info@raderbergundthal.de entgegen.

Meschenich, es ist ein Teil von uns und gehört zu uns

Wer Meschenich nur auf den Kölnberg reduziert, hat sich noch nie mit diesem Stadtgebiet auseinandergesetzt. Wohnen auch in dem damaligen Vorzeigemodell von Köln die meisten Menschen des Ortes, mit sicherlich dem ein oder anderen Problem, hat dieser Stadtteil weit aus mehr zu bieten. Die Südart, ein tolles Jugendzentrum, ein moderner Reiterhof und viele soziale Projekte zeichnen diesen Ort aus. Manch ein Stadtteil würde es sich wünschen, ein so breites Angebot zu haben wie Meschenich. Seit Anfang des Jahres haben sie sogar ein Quartiersbüro. Verena Aurbek und Corinne Joppien leiten das Büro gleich neben der Apotheke, welches regelmäßig geöffnet ist. „Starke Veedel – Starkes Köln: Mitwirken, Zusammenhalten, Zukunft gestalten“ heißt das neue Programm der Stadt und dafür setzen sich die Damen ein. Sie möchten die Lebensbedingungen von Kölner Bürgerinnen und Bürgern durch geeignete Maßnahmen verbessern, lokale Akteure vernetzen und die Bewohnerinnen und Bewohner zur aktiven Mitarbeit animieren. „Vieles ist möglich, wenn man es zusammen macht“ so Verena Aurbek und sie weiß wovon Sie spricht. Das Seniorennetzwerk, die Schule, das Stadtteilfest und das Lesefahrrad sowie der Bücherbus, alles Projekte, wo sie maßgeblich dran beteiligt ist bzw. sich bestens auskennt. Das Bürgerbüro steht übrigens jedem zur Verfügung, der Fragen, Vorschlägen hat und sich aktiv einbringen möchte.