Entwicklung des Rheinwasserstandes:

Die Wasserstände an den Pegeln am Oberrhein unterhalb von Maxau steigen stark an. Auch am Mittelrhein steigen die Wasserstände zurzeit stark an. Heute um 7 Uhr wurde ein Wasserstand am Kölner Pegel von 2,74 m gemessen. 

Aussichten:

Aufgrund der gefallenen Niederschläge am Ober- und Mittelrhein wird der Wasserstand am Kölner Pegel weiter ansteigen. Am Freitag wird der Höchststand am Kölner Pegel um

5,10 Meter erwartet.

In den nächsten Tagen sind kaum abflussrelevante Niederschläge vorhergesagt. Daher wird der Rheinwasserstand über das Wochenende wieder fallen. 

Weitere Maßnahmen:

Morgen werden 4,50 m am Kölner Pegel überschritten und somit sind erste Schutzmaßnahmen im Kanalnetz durchzuführen. Es werden Schieber geschlossen, um ein Eindringen des Rheinwassers in das Kanalnetz zu verhindern. Des Weiteren gehen Pumpanlagen in Betrieb, so dass Niederschlagswasser und geklärtes Abwasser weiterhin in den Rhein eingeleitet werden kann.

Aufgrund des vorhergesagten Wasserstandes am Kölner Pegel, ist es nicht notwendig mobile Wände aufzubauen.

Service:

Regelmäßig Wasserstandsvorhersagen erhalten Sie über das Hochwassertelefon der Hochwasserschutzzentrale Köln unter 0221 221-26161 und auf der Internetseite der StEB Köln unter www.steb-koeln.de

Den aktuellen Wasserstand am Kölner Pegel erfahren Sie auf der Internetseite www.steb-koeln.de oder vom automatischen Ansagegerät der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (Pegel Köln) unter 0221 19429.

Freiwillige Feuerwehr Köln Rodenkirchen informiert:

Der erste lange Übungsdienst des Jahres behandelte das Thema unserer Sonderkomponente: Wasserförderung über lange Wegstrecken.

Dabei kam auch unser Pumpenanhänger zum Einsatz. Auf diesem ist ein 230 PS starker Dieselmotor verbaut, welcher eine Pumpe antreibt und so 6.000 Liter Wasser pro Minute bei einem Druck von 10 bar fördern kann.

Das große 10 Kubikmeter Becken dient als Pufferbehältnis, sodass kurzzeitig größere Abgabemengen an Wasser ermöglicht werden können ohne dass der Förderstrom zusammenbricht.

Weiterhin haben wir den Umgang mit den Schlauchkassetten unseres neuen LF-Kats geübt. In diesen sind 300 Meter B-Schläuche enthalten, welche während der Fahrt verlegt werden können.

Weitere Informationen auf https://www.ff-rodenkirchen.de/

Damit Hochwasserschutz wie gewohnt gut funktionieren kann und ein professioneller und reibungsloser Ablauf im Ernstfall gewährleistet ist, üben die StEB Köln (Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR) regelmäßig. Die StEB Köln kümmern sich um eine effiziente, umweltschonende und sichere Durchführung der Hochwasserschutzübung und werden gemeinsam mit den städtischen Ämtern, den Hilfsorganisationen und mit ihren Partnerfirmen die Hochwasserschutzübung in diesem Jahr vom 14.09. bis 15.09.2018 durchführen.

In den folgenden Bereichen wird geübt:

Köln-Mülheim

In Köln-Mülheim (Planfeststellungsabschnitt 17-Süd) wird im Bereich der Tiefgaragenzufahrten zwischen der Deutz-Mülheimer Straße Hausnummer 213 und 229 am Freitag, 14.09.2018 ab etwa 8 Uhr kurzfristig gesperrt.

Im gesamten Bereich des Mülheimer Festplatzes sowie der Bereich der Rheinpromenade zwischen Hochwasserschutzwand und Bebauung nördlich des Festplatzes bis inklusive auf Höhe der Rheinschule GGS Mülheimer Freiheit (Planfeststellungsabschnitt 17-Süd) wird von Freitag, 14.09.2018 4 Uhr morgens bis Samstag, 15.09.2018 um etwa 20 Uhr gesperrt. Fußgänger und Radfahrer können sich auf dem tieferliegenden Bereich vor der Hochwasserschutzmauer entlang des Rheins ungehindert bewegen. Ein Zugang zu den Häusern in den schraffierten Bereichen ist in dieser Zeit nur von der Landseite über die Mülheimer Freiheit/Krahnenstraße möglich.

Wir bieten Ihnen für einen Fototermin eine kurze Führung an und laden Sie ein für:

Freitag, den 14.09.2018, 14 Uhr am Container am Mülheimer Festplatz, Mülheimer Ufer, 51063 Köln, an (siehe orange Markierung in der oberen Karte). Herr Lüdicke und Herr Kluding stehen Ihnen dort für Fragen zur Verfügung.

Köln-Sürth und Köln-Weiß

In Köln-Sürth und Weißer Bogen (Planfeststellungsabschnitte 2 und 3) werden durch ein Aufbauteam in der Zeit von Samstag, 15.09.2018, 8 Uhr bis etwa 19 Uhr sukzessive die Tore und Zugänge zum Rhein geschlossen und von einem zweiten Team wieder geöffnet. Die Dauer der Schließung eines einzelnen Tores beträgt jeweils maximal 3 bis 4 Stunden. Es bleiben zu jedem Zeitpunkt einige Tore geöffnet, so dass ein Zugang von und zum Rhein gegebenenfalls mit etwas Umweg prinzipiell möglich ist.

Köln-Rodenkirchen

In Köln-Rodenkirchen (Planfeststellungsabschnitt 4) erstreckt sich der Übungszeitraum auf Samstag, 15.09.2016 von etwa 6 Uhr bis etwa 18 Uhr. Der Übungsbereich beschränkt sich auf einen kleinen Bereich der Uferstraße in Höhe der Pumpanlage Grüngürtelstraße. Die Befahrbarkeit der Uferstraße in Richtung Campingplatz wird hier für einige Stunden unterbrochen werden. Eine Zu- und Abfahrt über den Fuchskaulenweg ist aber durchgängig möglich.

Allgemeine Informationen:

In den Aufbaubereichen sind teilweise Sperrungen aus Sicherheitsgründen unerlässlich. Eine Behinderung der Anwohner, der Fußgänger und Radfahrer, des öffentlichen Straßenverkehrs und des öffentlichen Personennahverkehrs wird auf ein mögliches Minimum reduziert. Nächtliche Aufbaumaßnahmen finden nicht statt.

Die StEB Köln kümmern sich um eine effiziente, umweltschonende und sichere Durchführung der Hochwasserschutzübung. Die Verkehrsteilnehmer werden durch Hinweisschilder bereits im Vorfeld auf die Sperrbereiche hingewiesen, so dass die Umgehung der Aufbaubereiche gewährleistet ist. Die Anwohner sowie die Bürgervereine werden über eine Anliegerinformation und durch die Beschilderungen im Vorfeld informiert.

Die Maßnahme erfolgt in enger Abstimmung mit dem Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung der Stadt Köln.

Ansprechpartner:
Patrick Kluding, Telefon: 0221 221-28693, Mobil: 0163 5385313, E-Mail: patrick.kluding@steb-koeln.de

Foto: Chrisi Schmidt die Fotofee

Der Rhein unsere Liebe, aber auch unser Leid:

Der Rhein von uns allen geliebt, erreicht Köln bei Rheinstromkilometer 671 in Godorf und verlässt die Stadt bei Rheinstromkilometer 711 in Worringen. Von Konstanz bis zur Mündung an der Nordsee sind es 1032,8 Kilometer. Diese bringen mit Ihrer Schönheit aber auch so manche Gefahr. So ist bei 4,50 m Kölner Pegel (KP) Hochwasser in Köln. Bereits ab diesem Pegelstand werden erste Hochwasserschutzmaßnahmen durchgeführt. Die Schiffe dürfen ab 6,20 m KP nur noch eingeschränkt fahren und müssen ab 8,30 m KP den Fahrverkehr einstellen.

Doch was bedeutet das für uns Bürger? Besonders in den Wintermonaten besteht die Hochwassergefahr am Rhein. Nicht nur das Wasser im Rhein steigt bei Hochwasser an, sondern auch das Grundwasser. Seit der Fertigstellung des verbesserten Hochwasserschutzes im Jahre 2008 hat sich vieles sehr positiv herausgestellt, doch einen 100 prozentigen Hochwasserschutz gibt es nicht. Zudem besteht weiterhin die Gefahr vor Grundhochwasser. Daher ist es wichtig sich zu informieren und Vorsorge zu leisten, den oft vergessenen Versicherungsschutz sollte man genauso überprüfen, wie die bautechnischen Maßnahmen. Die Hochwasserrisikomanagementpläne, welche alle 6 Jahre überprüft werden, sollen zu einer Minimierung möglicher Schäden und zu einer Vermeidung, Schutz und Vorsorge führen. Das bedeutet aber eine Selbstverpflichtung für die Akteure (insbesondere für Unternehmen, Kommunen, Bürger und Behörden). Nach § 78 WHG gelten in Überschwemmungsgebieten strenge Auflagen bzw. Nutzungsbeschränkungen bis hin zum Bauverbot. Und auch in den Risikogebieten, welche bei Versagen der Schutzanlagen überflutet werden können, bestehen gesetzliche Auflagen, wie z.B. das grundsätzliche Verbot zur Errichtung von Heizölverbraucheranlagen.

Die StEb-Köln haben dazu spezielle Broschüren aufgestellt, diese können unter www.steb-koeln.de aufgerufen werden. Bei weiteren Fragen steht Ihnen die Hochwasserschutzzentrale  auch telefonisch unter 0221/221-24202 zu Verfügung.

Weitere interesante Links:

Die neuste Hochwasser Broschüre

und

Wie Sie sich gegen Grundhochwasser schützen können

Foto: Chrisi Schmidt die Fotofee

 

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Wir danken Peter Fells für wundervolle Bilder-  einfach  Impressionen anklicken 

Wie alles anfing

Am 25. Dezember 1993 traten zwei Bewohner der Rodenkirchener Wilhelmstraße in ihren schnell noch von fliegenden Händlern ergatterten Wathosen auf die immer noch geflutete Straße. Sie hatten irgendwie das ungute Gefühl, dass die Schäden bei ihnen und ihren Nachbarn – ziemlich weit ab vom Rhein – in die Millionen gehen würden. Die beiden hatten einen ziemlich dicken Hals. Sie ahnten nämlich auch, dass der ganze Ärger nicht hätte sein müssen, wenn nur die Stadt …

Bald war klar, dass noch viele andere die Faxen dick hatten. Und so trafen sich im Januar in der noch feuchten, aber schon wieder funktionsfähigen Viertelkneipe „Hinger dr Heck“ (Hinter der Hecke;was aber nichts, aber auch gar nichts mit Hinterwäldlern zu tun hat…) an die 100 aufgebrachte Betroffene. Der Eindruck völlig überforderter Hilfskräfte und ratloser Organisatoren war noch so frisch, dass allen eines völlig klar war: So naiv werden wir nicht noch einmal sein. Das nächste Mal sind wir vorbereitet. Und die Stadt auch. Der werden wir Beine machen. Und prozessiert wird auch!

Das war die Gründung der Bürgerinitiative Hochwasser in Köln-Rodenkirchen.

Später wurde ein gemeinnütziger Verein daraus mit ungefähr 500 eingeschriebenen Mitgliedern. Dazu gehören auch Bürgervereinigungen und Eigentümergemeinschaften, so dass die Initiative die Hochwasserschutzinteressen von gut und gerne 4000 Bewohnern im Kölner Süden unterstützt.

Weitere Informationen unter hier .

Sehr interessant ist auch die Chronik 

Thomas Kahlix berichtet:

Zur Erinnerung – und das mag für Neubürger interessant sein:

# Ein Rheinhochwasser löst eine Grundhochwasser-Welle aus, die unterschiedlich weit ins Hinterland läuft und unerwartete Betroffenheiten auslösen kann.

# Unangenehmste Folge: Geflutete Keller in Altbauten oder schlecht isolierten Neubauten (übrigens NICHT versicherbar).

# Besonderheit: Kann erst Tage nach dem Hochwasserscheitel eintreten.

Weil die Maternusplatz-Tiefgarage über eine GW-Anzeige verfügt, haben wir in Rodenkirchen die seltene Gelegenheit, dieses Naturereignis in Echtzeit dokumentieren zu können.

Seit dem 12. Januar ist der Grundwasserstand wieder höher als der sinkende Rheinpegel (zur Zeit etwa einen halben Meter), was auch bedeutet: Das Grundwasser strömt wieder langsam rheinwärts (Normalfall).

Wer den Grundwasser-Pegelstand verfolgen möchte, kann dies auf der Website der Bürgerinitiative Hochwasser >>> http://www.hochwasser.de/grundwasser.html

Wichtiger Nachtrag: Das war ein kleines Hochwasser! Bei einem Rheinhochwasser, das knapp über 11 Meter aufläuft, sind wir alle gegen oberflächliche Überflutung gut geschützt. Aber die unterirdische Grundhochwasserwelle wird ganz Rodenkirchen betreffen und in tiefliegenden Gebieten (z.B. Auenwegviertel, Adamstraße, Gunterstraße, Bahnstraße usw.) einige Probleme verursachen.

Wer klug ist und sich vorher (also jetzt) kümmert, ist echt im Vorteil…

Thomas Kahlix berichtet:

Hochwasserwelle vorbei – letzte Spuren werden beseitigt.

Nachdem in den letzten Tagen die mobilen Wandelemente an der Uferstraße, der Barbarastraße, am Lüchbaum und am Maternus-Kapellchen abgebaut, das Hubtor heruntergefahren und heute (Sa. 13.Januar morgens) der letzte Steg (Restaurant MS Rodenkirchen) abgeräumt worden ist, blieb ein verschmutzter und mit Treibgut überhäufter Leinpfad zurück.

Der Ruderverein von 1877 hatte gerade seinen Anleger wieder ins Wasser verschoben, da standen schon die Kehrmaschinen der AWB bereit, um mit der Reinigung zu beginnen.

So gut wie an dieser Stelle war die Abstimmung der Maßnahmen noch nie.

Gesamtnote dieser Aktion: Eins minus.

Lediglich für die Sandfläche auf dem Leinpfad unter der Autbahnbrücke wäre ein kräftiger Druckreiniger vonnöten. Der fehlt …

Thomas Kahlix berichtet

Maternusplatz-Tiefgarage morgen wieder in Normalbetrieb.

Aller Voraussicht kann die Garage wieder geöffnet werden und ein spürbarer Parkplatzmangel in Rodenkirchen hat ein Ende:

Heute Abend schon ist der Grundwasserspiegel (42,62 m NHN) wieder auf Rheinpegelhöhe (42,83 m) und wird morgen darüber liegen; d.h. der Grundwasserstrom kehrt sich um und fließt wieder Richtung Rhein (wie es sich gehört).

(Für besonders Interessierte hier eine kleine Graphik – Ein freundlicher Service der BI Hochwasser Köln-Rodenkirchen)

Thomas Kahlix berichtet:

Durch den erhöhten Rheinwasserstand steigt unbemerkt der Grundwasserspiegel. Im Bereich Maternusplatz inzwischen so stark, daß die Tiefgarage im Untergeschoß morgen (8.1.2018) geflutet wird. Die Flutung beginnt bei einem Grundwasserstand von 42,75 m NhN:

Zuletzt war das beim Januarhochwasser 2011 der Fall. Daher stammt auch das Photo.

Wichtiger Zusatz: Nicht daß jemand auf die Idee kommt, das sei eine Panne oder gar eine Gefahr. Nichts von dem.

Das ist einfach eine der „Lästigkeiten“, wenn man eine Tiefgarage in Rheinnähe baut. Entweder steht oben drauf ein schwerer Häuserblock (z.B. die Philharmonie), dann ist alles gut – oder nichts (wie beim Maternusplatz), dann muß halt geflutet werden, um den Auftrieb auszugleichen.

Ich weiß, das ist jetzt wieder „belehrend“. Aber so viel Physik muß sein… ?