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KOSTENLOSE AUFTRITTE FÜR PFLEGE- UND SENIORENHEIME
Comedian Wolfgang Hüsch und sein Holliewald-Team bringen Abwechslung in den Corona-Alltag

Die aktuelle Corona-Krise trifft – mit sehr wenigen Ausnahmen – zurzeit fast jede Branche. Besonders die Bewohner von Alten- und Pflegeheimen leiden unter der aktuellen Situation. Denn Besuche oder eine kurze Abwechslung im Alltag sind nur schwer möglich. Hier möchte das Künstlerkollektiv „Wolli´s Holliewald“ von Wolfgang Hüsch nun ansetzen und bietet kurze Unterhaltungsshows für interessierte Heimbetreiber.

Wolfgang Hüsch ist Comedian und kommt aus dem Sauerland. Normalerweise reist er mit seinen Kollegen durch den deutschsprachigen Raum und unterhält auf vielfältige Art und Weise die Gäste seiner Kunden, darunter auch bekannte Marken wie Bayer, BMW oder Mercedes. Doch auch die Aufträge von Hüsch wurden storniert. Zu Hause wollte der 55-jährige, der eine Ausbildung als Sozialpädagoge hat, aber nicht bleiben.

Der Anruf einer guten Bekannten, die in einem Seniorenheim in Wenden (Sauerland) lebt, brachte ihn auf die Idee: Besuche wären ja nicht möglich – ob Wolfgang Hüsch und seine Frau nicht trotzdem mal vorbeischauen könnten. „Wenigstens von der Straße aus mal winken!“, war der Wunsch der Seniorin. Doch bei „nur mal kurz winken“ wollte es Hüsch nicht belassen. Er fragte im Seniorenheim an, ob man für die Senioren nicht Musik machen könnte – von der Straße aus. Die Resonanz war überwältigend! Denn auch in den anderen Seniorenheimen der Region rannte er mit seiner Anfrage offene Türen ein.

Doch nur mit bekannten Schlagern die älteren Menschen zu unterhalten, war Hüsch zu wenig. Also fragte er bei seinen Kollegen nach, ob jemand ihn unterstützen möchte. Und auch hier war die Resonanz groß: Horst Freckmann hat bereits Gedichte von Heinz Erhardt für die Senioren präsentiert. Und auch Ralf Ringsdorf aus Weilburg, Conni Bardi aus Bingen und Sascha Lange aus Dortmund unterstützen Hüschs Programm mit ihren Beiträgen.

Meistens kommen zwei, manchmal auch drei der befreundeten Künstler in die Seniorenheime, bauen ihre mobile Tonanlage auf – natürlich unter Berücksichtigung der vorgeschriebenen Abstände – und sorgen dann für gut 45 Minuten für kurzweilige Unterhaltung bei den älteren Damen und Herren, die sich über die Abwechslung freuen, wie die ersten Dankesschreiben der Seniorenheime, wo Hüsch bereits aufgetreten ist, beweisen.

Doch nun will Hüsch das Einzugsgebiet seiner Show erweitern. „Ich habe Köln, ich habe dem Kölner Karneval in meiner Karriere viel zu verdanken. In der Krise möchte ich etwas zurückgeben.“, so der Comedian.

Aus diesem Grund will Hüsch mit seinem „Holliewald“-Team nun auch den Senioren- und Pflegeheimen in der Region Köln etwas Abwechslung bringen. Hüsch braucht nicht viel: Etwas Platz, ein Stromkabel – für den Rest sorgt das Team um den Sauerländer selbst. Dafür erhalten die Bewohnerinnen und Bewohner eine unterhaltsame Show von ca. 45 Minuten Dauer – und dies natürlich kostenlos!

„Die Shows sind mein, sind unser Geschenk an die Menschen, die zurzeit keine Abwechslung in ihrem Alltag haben! Wir möchten für eine kurze Abwechslung sorgen. Das sind wir Künstler diesen Menschen einfach mal schuldig!“, so Hüsch.

Da Hüsch und seine Holliewald-Kollegen nicht nur in Köln und der Region die Senioren unterhalten möchten – und es in der Region zahlreiche Senioren-Einrichtungen gibt – wurde vereinbart, dass die ersten acht Heime, die sich melden, einen der Auftritte erhalten. „Auch uns sind zeitliche Grenzen gesetzt. Wir möchten ja unseren Zuschauern auch eine bleibende Erinnerung, ein Stück Lebensfreude schenken.“, so Wolfgang Hüsch.

Unterstützt werden Hüsch und seine Kollegen bei ihren Auftritten im Kölner Raum von der „Kölsch-Agentur“ Wolfgang Lutter (https://www.koelschagentur.de/) und von der KölnMedia Medienproduktion, die seit 1998 (nicht nur) über den Karneval in Köln in berichtet (https://www.koelschefastelovend.de/).

Wer Wolfgang Hüsch und seine Kollegen KOSTENLOS für ein Senioren- oder Pflegeheim ergattern möchte, kann sich per eMail unter wh@holliewald.de melden.

Dienstagszug in Köln-Zollstock. – Bild: Bronisz

 

Zollstock – Petrus muss ein Zollstocker sein. Diesen Eindruck hatte man jedenfalls beim heutigen Dienstagszug. Vergessen der Abbruch der Schull- un Veedelszöch 2020, vergessen das schlechte Wetter am Rosenmontag. Vergessen aber auch die Probleme des letztjährigens Dienstagszuges, der beinahe vor dem Aus stand. Nein, heute war ein guter Tag für den Zollstocker Dienstagszug, was tausende Besucher entlang der Zugstrecke mit ihrer Begeisterung zum Ausdruck brachten.

Ausgelassen feierten die Jecken bei leichter Bewölkung und heiteren Aufhellungen am Straßenrand und jubelten den einzelnen Gruppen zu, die in dem Zug mit liefen. Nicht zu vergessen, dass die Ausrichter des Dienstagszuges um Michael Siegenbruck den enttäuschten und traurigen Jecken, deren Züge am Sonntag wegen des Sturmes „Yulia“ nicht starten konnten, angeboten haben, in Zollstock mitlaufen zu können. Dies taten dann auch einige und vergessen war die Enttäuschung vom Sonntag.

Auch in Zollstock klare Kante. – Bild: Bronisz

 

Und auch in diesem Zug zeigte man gegen Rechts die klare Kante. Zum Ausdruck brachte dies, wie auch bei der Demo am Roncalliplatz, Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn, der heute im Zollstocker Zug mitgelaufen ist. Ein wichtiges Zeichen.

So schön der Dienstagszug in Zollstock auch war. Am Abend erreichten die Jecken eine traurige Nachricht. Marie-Luise Nikuta, Kölner „Motto-Queen“, starb im Alter von 81 Jahren in einer Seniorenresidenz. Seit 1977 komponierte sie jedes Jahr ein Mottolied für den Kölner Karneval. Zuletzt mit „De Schlofmütze“ das Lied „Et Hätz schleiht em Veedel“.

(Text und Fotos Berthold Bronisz)

Amt für öffentliche Ordnung informiert über Angebote und Einschränkungen

Friedliches und respektvolles Feiern im Kölner Karneval – das ist das Ziel des Amtes für öffentliche Ordnung. Ein größeres Sicherheitsgefühl, Ahndung von Ordnungswidrigkeiten wie Wildpinkeln oder Alkoholkonsum bei unter 18-Jährigen, freie Zugwege und kein Glas in denHotspotsdes jecken Treibens: Zu Spitzenzeiten wird das Amt für öffentliche Ordnung mit mehr als 215 Personen pro Tag im Einsatz für sicheren und friedlichen Fasteleer sein.

Im Rahmen des Straßenkarnevals 2020 wird die Stadt Köln für die Bereiche außerhalb von Veranstaltungen wieder verschiedene Maßnahmen umsetzen, die dem Schutz der Feiernden und Anwohner insbesondere in denHotspotsAltstadt, Kwartier Latäng und Südstadt dienen werden. In diesem Zusammenhang wird die Stadt Köln in Spitzenzeiten von 470 Mitarbeitenden externer Bewachungsfirmen unterstützt.

Altstadt:

In der Altstadt wird es an Weiberfastnacht (von 8 Uhr bis Karnevalsfreitag 8 Uhr) und am Karnevalssamstag (von 18 Uhr bis Karnevalssonntag 8 Uhr) wieder das bewährte Glasverbot unter dem Motto „Mehr Spaß ohne Glas“ geben. An den Zugängen zur Glasverbotszone werden von den Altstadtwirten, derKGAlt Köln und dem Festkomitee Pfandbecher ausgegeben, in die die Feiernden den Inhalt ihrer in Glas mitgebrachten Getränke umschütten können. Diese Becher können an den Ausschankständen oder den Becherausgabestellen zurückgegeben werden. Um den Feiernden unnötige Wartezeiten bei der Kontrolle und Pfandbecherausgabe zu ersparen, appelliert die Stadt Köln an alle Jecken, von vornherein auf das Mitführen von Glasbehältnissen zu verzichten. Im Umfeld der Veranstaltungsflächen werden wieder zusätzlicheToiletten und Müllbehältnisse von der Stadt Köln bereitgestellt. Die Toilettenstandorte sind ausgeschildert.

Kwartier Latäng:

Auch im Kwartier Latäng wird das bewährte Glasverbot wieder umgesetzt. Hier gilt das Motto „Mehr Spaß ohne Glas“ zu folgenden Zeiten:

Während dieser Zeiten greift auch das weiterentwickelte Schutzkonzept, in dessen Rahmen der Zustrom in das Viertel überwacht wird. Dazu richtet die Stadt Köln an verschiedenen Zugangspunkten Bedarfssperren ein. Hier werden den Feiernden wieder Becher angeboten, um den Inhalt ihrer in Glas mitgebrachten Getränke umfüllen zu können. Auch hier gilt: Besser von vornherein auf Glasbehältnisse verzichten.

Im Falle einer Auslastung von einzelnen Bereichen oder des ganzen Viertels werden die Bedarfssperren geschlossen, um die Sicherheit der Feiernden auf der Straße und in den Kneipen sowie der Anwohner zu gewährleisten. Einige Zugänge sind von vornherein gesperrt, um den Zustrom besser steuern und eine Entfluchtung einzelner Bereiche sicherstellen zu können. Die Zugangsmöglichkeiten werden mit Überkopfbanner klar gekennzeichnet sein. Anwohnerinnen und Anwohner erhalten im Falle einer Sperrung bei Vorlage eines Ausweises Zutritt ins Kwartier Latäng.

Im Kwartier Latäng und dem direkten Umfeld werden ebenfalls zusätzlicheToiletten und Müllbehälter bereitgestellt.

Um unnötige Verdichtungen in einzelnen Bereichen zu vermeiden, wird auch das Mitführen von Musikanlagen insbesondere im Kwartier Latäng nach Bedarf untersagt. Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich im Umfeld dieser Musikanlagen innerhalb kürzester Zeit große Menschentrauben bilden, die zu einer starken Verdichtung in diesem Bereich und damit auch zu einer Gefährdung der Feiernden und der Anwohnerschaft erheblich beitragen. Daher appelliert die Stadt Köln, insbesondere im Zülpicher Viertel, auf das Mitführen von Musikanlagen zu verzichten. Gleiches gilt für die Beschallung aus umliegenden Gebäuden und Gastronomiebetrieben. Bei Gastronomiebetrieben wird gegebenenfalls das Schließen der Fenster und Türen per Ordnungsverfügung angeordnet und durchgesetzt. Im Wiederholungsfall kann es zur Sicherstellung der Musikanlage kommen.

Auch Handkarren, Bollerwagen und ähnliches, die bei einer notwendigen Entfluchtung Stolperfallen bilden können, sollten nicht mitgeführt werden. Auch hier kann es bei Bedarf dazu kommen, dass deren Mitnahme ins Zülpicher Viertel untersagt wird.

Südstadt:

In der Südstadt wird an Weiberfastnacht wie in den Vorjahren eine freiwillige Glasabgabe eingerichtet. Auch hier werden den Feiernden Becher zum Umfüllen ihrer in Glas mitgebrachten Getränke angeboten. Die Erfahrungen der letzten beiden Jahre an Weiberfastnacht und dem 11.11. zeigen eine hohe Akzeptanz und eine deutliche Reduzierung von Glasflaschen und -scherben auf den Straßen und Plätzen.

Wie auch in den anderen beiden Hotspots wird die Stadt Köln auch in der Südstadt zusätzliche Toiletten und Müllbehältnisse über alle Tage bereitstellen.

Koordinierungsstab

Von Weiberfastnacht bis Rosenmontag werden alle Maßnahmen aus dem Koordinierungsstab im Spanischen Bau des Rathauses unter Leitung des Amtes für öffentliche Ordnung gesteuert und die Veranstaltungen überwacht.

Im Koordinierungsstab fließen alle relevanten Informationen zusammen, werden bewertet und es werden entsprechende Maßnahmen veranlasst. Die Zuständigkeiten der einzelnen Beteiligten bleiben davon unberührt. Der Koordinierungsstab wird jedoch über relevante Tätigkeiten informiert. Teilnehmer sind städtische Fachämter wie die Berufsfeuerwehr, das Presseamt, das Jugendamt, das Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern, stadtnahe Institutionen wieKVBundAWB, Polizei und Bundespolizei, sowie Veranstalter (für die Dauer der jeweiligen Veranstaltung) und die externen Dienstleister der Stadt Köln.

Schwerpunkt Ordnungswidrigkeiten

Die Einsatzteamsdes Ordnungsdienstes werden in Gruppen bis zu sechs Außendienstkräften in der Alt- und Südstadt, dem Zülpicher Viertel, rund um den Dom und im Rheingarten eingesetzt. Weitere Einsätze gibt es im Rahmen der Veedelszüge. Ordnungswidrigkeiten werden geahndet – insbesondere Verstöße wie Wildpinkeln oder beim Jugendschutz werden konsequent verfolgt.

Die Stadt Köln fordert dazu auf, zur Verrichtung der Notdurft eine der 700Toilettenanlagen in der Innenstadt zu nutzen. Die städtischen Toiletten werden wieder mit einheitlichen Hinweisen markiert. Wildpinkeln wird in allen Fällen mit einem Bußgeld geahndet. Der konkrete Betrag wird in einem schriftlichen Verfahren festgelegt. Wer erwischt wird, muss bis zu 200 Euro zahlen, in besonders schweren Fällen (etwa Pinkeln in einen Sandkasten/auf einem Spielplatz) kann der Betrag auch höher ausfallen.

Bereits im Vorfeld sind stark frequentierte Bereiche mit Hinweisen (Plakate undFlyer) versehen worden, dass dort zu den Feierlichkeiten keine Fahrräder abgestellt werden dürfen. Um Besucherinnen und Besucher vor Verletzungen zu bewahren, werden Fahrräder, die sich in diesen gekennzeichneten Bereichen befinden, an den Karnevalstagen sichergestellt.

Zugwege

Der Verkehrsdienst der Stadt Köln wird an allen jecken Tagen dafür sorgen, dass keine Flucht- oder Rettungswege, Veranstaltungsflächen und Zugwege oder Aufstellflächen für die vielen großen Züge durch Falschparkende blockiert werden. Entsprechende temporäre absolute Haltverbotszonen werden mit einer 96-stündigen Vorlaufzeit aufgestellt.

Der Verkehrsdienst wird vor allem in der Nacht von Samstag auf Sonntag den notwendigen Platz für die traditionellen Schull- und Veedelszöch schaffen und falschparkende Fahrzeuge am Zugweg abschleppen. In der Nacht von Sonntag auf Montag werden ebenfalls alle falschparkenden Fahrzeuge am Zugweg des Rosenmontagszuges sichergestellt. Auch die vielen Veedelszüge werden am Dienstag noch einmal zu einem Sondereinsatz des Verkehrsdienstes führen.

Service-Telefon des Ordnungsdienstes und Verkehrsdienstes

DasServicetelefon des Ordnungs- und Verkehrsdienstes ist während der Karnevalstage über die üblichen Zeiten hinaus erreichbar: An allen jecken Tagen bis mindestens Mitternacht zur Meldung von Ordnungswidrigkeiten und Rückfragen (freitags und samstags bis 1 Uhr). Meldungen für die Verkehrsüberwachungen sind nur eingeschränkt möglich. Weiberfastnacht können Falschparker bis 20 Uhr gemeldet werden, Karnevalsfreitag und -samstag bis Mitternacht. Karnevalssonntag und Rosenmontag ist eine Meldung bis 15 Uhr möglich, Dienstag bis 23 Uhr. Außerhalb derServicezeiten wenden sich Betroffene bitte an die Polizei Köln0221 / 229-0.

Verkehrseinschränkungen

Für Weiberfastnacht, Karnevalssonntag und Rosenmontag gilt in weiten Teilen der Innenstadt einLkw-Fahrverbot für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen zulässigen Gesamtgewichts.

Mehr Spaß ohne Glas

Seit 2010 ist „Mehr Spaß ohne Glas“ eine erfolgreiche Initiative zum sicheren Feiern von Jung und Alt an den Hotspots des Kölner Karnevals. Nach der erschreckenden Entwicklung im Kölner Straßenkarneval in früheren Jahren hat die Stadt Köln auf eine Vielzahl an schweren Schnittverletzungen und mit Glasscherben verübte Gewaltdelikte reagiert. Auch Rettungswagen konnten vor der „Mehr Spaß ohne Glas“-Initiative aufgrund der plattgefahrenen Reifen nicht mehr so schnell wie benötigt zu verletzten Personen vordringen. Nicht zuletzt bedeutete das Scherbenmeer auch einen erheblichen Mehraufwand für die Abfallwirtschaftsbetriebe der Stadt Köln. Seit der Einführung von „Mehr Spaß ohne Glas“ ist die Zahl der Verletzungen und Beschädigungen stark gesunken.

In den Zonen der Altstadt und dem Kwartier Latäng gibt es folgende Möglichkeiten für die Feiernden:

Auch in der Südstadt können die vielen Jecken ihre Getränke in die Gratis-Plastikbecher umfüllen.

Die Erfahrung aus den Vorjahren zeigt auch: Viele Jecken bringen schon gar keine Glasflaschen mehr mit, sondern glasfreie Alternativen.

Auch Gaststätten und Kioske und weitere Gewerbebetriebe in den glasfreien Zonen werden an den jecken Tagen durch das Amt für öffentliche Ordnung aufgesucht und kontrolliert. Denn natürlich dürfen in den Glasverbotszeiten auch keine Glasflaschen und Gläser verkauft werden.

In diesem Jahr erhält dieKampagne„Mehr Spaß ohne Glas“ einen neuen Anstrich. Die junge KölnerBand„Lupo“ ist ab sofort Botschafter für ein fröhliches, friedliches Feiern ohne Glas. Das neue Plakatmotiv schließt an den neuen „Lupo“-Song „MyKölsch“ an, der die Leidenschaft für das Gebräu mit den Worten „I like myKölsch“ besingt. Im Rahmen von „Mehr Spaß ohne Glas“ sagen „Lupo“ nun auch: „I like myBecher“. Die Stadt Köln freut sich sehr über die Zusammenarbeit.

Neben der Plakatkampagnean Bahnhaltstellen und in denKVB-Bahnen ab Dienstag, 18. Februar 2020, gibt es ab sofort in vielen Kölner Gaststätten und Kneipen das Motiv als kultigeCitycard-Postkarte. Auch Informationsflyersind bei einer Vielzahl von Kooperationspartnern erhältlich.Onlinestartet das Motiv ebenfalls am Montag, 17. Februar 2020.

(Text Pressestelle Köln)

Streetwork erstmalig an zwei festen Standorten im Einsatz 

Bereits seit mehr als 20 Jahren engagieren sich die Stadt Köln, die Polizei und weitere Akteure mit der Kampagne Keine Kurzen für Kurze“ gegen Alkoholmissbrauch von Jugendlichen an Karneval. Gastronomie, Einzelhandel, Kioskbetreiber aber auch Eltern werden alljährlich aufgerufen, auf die Umsetzung des Jugendschutzes beim Verkauf und Verzehr von Alkohol zu achten. Die Ordnungskräfte der Stadt Köln sind mit Unterstützung von Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes bereits vor den Karnevalstagen in den Veedeln unterwegs, um Kioskbesitzer darauf hinzuweisen, keinen Alkohol an Minderjähre zu verkaufen. Ordnungskräfte, Streetworker, Polizei, Bundespolizei und die Rettungsdienste sind an Weiberfastnacht und den Karnevalstagen rund um den Alter Markt, in der Kölner Altstadt und am Rheinufer Einsatz. Wie in jedem Jahr unterstützt das Festkomitee Kölner Karneval die Ein sätze der Streetworker. Dank der umfangreichen Finanzhilfe kann das Team Streetwork an Weiberfastnacht erstmalig an zwei Standorten wirken: wie immer am Fischmarkt und zusätzlich im Bereich Zülpicher Platz (Roonstraße 16), 40 Einsatzkräfte vor Ort tätig.

Streetworkerinnen und Streetworkersprechen alkoholisierte Jugendliche an, insbesondere wenn sie augenscheinlich sofortige Hilfe benötigen. Häufige Folge des Rauschtrinkens ist der völlige Kontrollverlust, der sogenannte Filmriss. Je nach Situation werden die Eltern benachrichtigt oder Rettungsdienste angefordert.

Das Projekt „Hart am Limit“ (HaLT) wird von der Fachstelle Suchtprävention der Drogenhilfe Köln in Kooperation der Stadt mit den drei Kölner Kinderkrankenhäusern umgesetzt: dem Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße, der Uniklinik Köln und dem Kinderkrankenhaus Porz. Das Projekt sorgt dafür, dass Jugendliche im Vollrausch ausschließlich in die drei städtischen Kinderklinken gebracht werden. Neben der ärztlichen Versorgung wird den Jugendlichen und Eltern noch unter Eindruck des Schocks die umfassende Hilfe der Fachstelle Suchtprävention der Drogenhilfe Köln angeboten. Diese Vereinbarung gilt nicht nur an Karnevalstagen, Rauschtrinken ist ein ganzjähriges Problem.

Für alle Akteure der Kampagne gilt: Alkohol soll nicht verteufelt, sondern es soll auf die möglichen Gefahren beim Umgang mit Alkohol aufmerksam gemacht werden.

(Text: Pressestelle der Stadt Köln)

Zollstock – Nach dem in Zollstock mit „Dr Mess op Kölsch“ und der Sessionseröffnung, sowie dem Kostümfest der Adlerschützen großartige Karnevalsveranstaltungen stattgefunden haben, wartete Zollstock am Sonntag wieder mit einem karnevalistischen Highlight auf. Der „Karnevalistische Frühschoppen“, ausgerichtet von den „Freunden des Zollstocker Dienstagszuges e.V.“ hinterließ wieder einmal mehr ein begeistertes Publikum.

Schon zu Beginn rockten die „Funky Marys“ gleich nach dem „Kölschen Jokey“ die Bühne. Auch das Kölner Dreigestirn mit Prinz Christian II, Bauer Frank und Jungfrau Griet kamen auf einen etwas längeren Sprung vorbei. Neben den namhaften Künstlerinnen und Künstlern gab es aber auch einige Ehrungen von Zollstockern für Zollstocker. So hatte sich Patrick Mittler, einer der Mitbetreiber der noch jungen, aber jetzt schon sehr erfolgreichen Facebook-Gruppe „Köln-Zollstock“ in den letzten Monaten sehr um die Zollstocker Geschäfte und der Gastronomie bemüht. Seine Facebook-Serie „Zollstocker Einzelhandel stellt sich vor“ wurde sehr gut angenommen und brachte die Geschäftsleute und die Zollstockerinnen und Zollstocker einander näher. Gleiches gilt für die von ihm ins Leben gerufene „Kneipen-Tour“ durch Zollstock. So kamen er und einige Mitstreiter auf die Idee, den Zollstocker Gastronomen eine kleine, -mit heißer Nadel gestrickte-, Ehrung beim Frühschoppen zu verleihen. Einfach klasse! Aber auch Patrick Mittler wurde verdienter Maßen mit einem Karnevalsorden geeehrt. Hoffentlich eine Motivation um mit gleicher Kraft weiter zu machen. Auch Gäste aus der lokalen und der Landespolitik wie Oliver Kehrl, Christoph Schykowski, Rafael Struwe, Sabine Müller und meine Wenigkeit kamen nicht um einen Bühnenauftritt herum, um einen Orden für unseren Einsatz in und für Zollstock entgegen zu nehmen.
(Text und Foto Berthold Bronisz)

Jubiläum – 25 Jahre „Fründe vun 95“

Alles begann mit einer Jungfrau…

die fehlte nämlich in der Session 95/96 im Rodenkirchener Dreigestirn. So taten sich einige jecke befreundete Familien aus Rodenkirchen zusammen, nannten sich „Fründe vun 95“ und gingen als herrliche 50 Jungfrauen in täuschend echten (wie immer selbst gemachten Kostümen) erstmals 1996 im Rodenkirchener Zug mit.

Jedes Jahr ein neues Motto – jeder Jeck ist anders wird hier konsequent umgesetzt: nach manchmal chaotischer Mottofindung werden allen Kostümen gemeinsame Elemente festgelegt. Dann ist der individuellen Kreativität keine Grenze mehr gesetzt.

„Die letzten Grünen“, „Der wilde Süden“, „Dioxin Höhner“, „Ursulas Teilzeitgarde“, „Roweikiki Beach“, „FC Schneeweiß Hahnwald“, „Et letzte Feuerwerk“….. eben 25 einmalige Motti!

Und nun 2020 feiern wir wirklich SILBERHOCHZEIT – auch im Motto.

Ohne Satzung, ein nicht e.V., frech, kreativ, anders – das sind die „Fründe vun 95“!

Natürlich sind auch die Gründungsfründe älter geworden. Die Kinder von damals sind erwachsen, leben im Rheinland, London, Brüssel, Berlin….kommen zum Karneval in die Heimat, bringen Partner sowie Freunde aus aller Welt mit.

Ein  Blick in unsere Zukunft? Ja, wir Fründe werden weiter Jubiläen feiern, denn das Zepter mit Ideen und Organisation ist längst an die nächste Generation übergeben worden!

Es gibt sie also noch, diese Freundschaft, die verbindet, ebenso wie die besondere kölsche Freude am Karneval, die alle immer wieder zusammen führt.

( Bericht Ursula Oppermann,Rodenkirchen im Februar 2020) 

Chronik der Fründe vun 95

1996 :     Du läufs, jehs, wanders, jede Jungfrau, die is anders

1997 :     Vogelscheuchen sin he, Nachtflug ade!

1998 :     Orginal Funke vun 1823

1999 :     Wat soll dat Verzällche – mer dun et op Kapellche

2000 :     Tanz der Vampire

2001 :     FC Schneeweiß – Hahnwald

2002 :     Die letzten Grünen

2003 :     Schwarz-grüne Koalition

2004 :     Ballett geplatzt – he is Ersatz

2005 :     Der wilde Süden

2006 :     Rudekäppche und der Wolf

2007 :     Sambasäue us Riokirchen

2008 :     Rudekirchens next Topfmodel

2009 :     Türkisch Funke

2010 :     St. Maternus Love Parade

2011 :     Dioxin Höhner

2012 :     Kölsche Grieschen unterm Rettungsschirm

2013 :     Buure Kätwalk- die letzten Buure vom Sürther Feld

2014 :     Ursulas Teilzeitgarde

2015 :     20 Jahre Sauhaufen

2016 :     Roweikiki Beach

2017 :     Pudelrüh am Rhing

2018 :     Mer all sin Präsidente

2019 :     Et letzte Feuerwerk

2020 :     Fründe fiere Silberhuzick

Wir Kölner sind mit unserem Ruf „Alaaf“ zu Fastelovend nicht alleine. Quer durch Deutschland rufen alle Jecken viele unterschiedliche karnevalistische Schlachtrufe. Zu meinen persönlichen Lieblingsrufen gehören:

Hoorig, hoorig – isch dia Katz lautet der Ruf der Narrenzunft Zell am Harmersbach.

Der Ruf in Westernhausen (Hohenlohekreis) wird spätestens nach dem achten Bier auch für geübte Zungen kritisch: Houlzschlaichel ferschi.

Ha-Tschi ruft der Fellbacher Carneval Club 1981 e.V.

Im Dietfurter Chinesenfasching ruft man Kille-Wau.

Wer mal Karneval in Würzburg-Unterdürrbach gefeiert hat, kennt auch „Schnüdel Klar“.

Nicht alle Düsseldorfer rufen „Helau“: In Unterbach lautet der Ruf „I-a“

Mein persönlicher Favorit ist aber Öleme Öwwäh aus dem wunderschönen Dorf Ulmen in der Vulkaneifel. Das geht eindeutig nur nach dem zehnten Bier.

Zweigeteilter Narrenruf

Der klassische Narrenruf besteht aus zwei Teilen: Zunächst etwas, was gewürdigt werden soll, meistens ein Ort, eine Person oder ein Karnevalsverein und dann der der eigentliche Ruf. Ganz klassisch ruft ein Redner den ersten Teil und die Jecken im Saal oder auf der Straße antworten mit dem Narrenruf. Der Ruf wird in de Regel dreimal wiederholt. In Köln bedeutet das regelmäßig: Der Vorrufer ruft „Kölle“ und alle antworten „Alaaf“.

Unzählige viele falsche Herleitungen von Alaaf

Aber woher kommt dieses schöne Wort „Alaaf“? Der Kölner Philologe Heribert Augustinus Hilgers (1935-2012) hat in seinem Buch „Alaaf! Ein Kölner Hochruf“ mit allerhand Fehlinterpretationen aufgeräumt. So schön die Geschichten auch sein mögen, sie sind leider alle falsch.

Nicht richtig ist zum Beispiel, dass Alaaf vom keltischen Wort „alef“ („Glück“) abstammt. Schön aber ebenso falsch ist die Geschichte, dass sich Alaaf auf das Tarotspiel bezieht, weil der jüdische Buchstabe „aleph“ der Karte des Narren zugeordnet sei. Auch die Herleitungen aus dem alemannischen „A Laaf´n“, dem spanischen „alaber“ oder dem syrischen „hadegel“, sind alle, so Hilgers in seinem Buch, nicht haltbar. Und auch wenn wir aus der französischen Besatzungszeit viele Wörter in die kölsche Sprache übernommen haben, stimmt es auch nicht, dass sich Alaaf von „eleve-toi, cologne“, also „Erhebe dich, Köln“ ableitet.

Alaaf ist viel älter als der institutionalisierte Karneval

Im Rheinland gab es den Begriff „Alaaf“ bereits seit Mitte des 16. Jahrhunderts. Und damit knapp 300 Jahre vor dem institutionalisierten Karneval. Tatsächlich wurde im Jahr 1951 ein Krug mit der Inschrift „Allaf für einen goden Druingk“ also „Nichts geht über einen guten Trank“ gefunden. Dieser Krug stammt ungefähr aus dem Jahr 1550. Und Alaaf war ein durchaus üblicher Ruf, nicht nur als Trinkspruch.

Also – liebe Karnevalisten: Ruft gerne oft und laut Alaaf, denkt aber daran, dass dieser Ruf älter als euer wunderschönes Fest ist. Und es ist durchaus erlaubt, auch mal andere schöne Narrenrufe zu benutzen.

Darauf ein dreifaches „Öleme Öwwäh“


Eine andere Geschichte versucht, die Entstehung von „Alaaf“ und „Helau“ gleichzeitig zu erklären. Diese Legende bezieht sich auf das Stapelrecht, also die Pflicht für alle Kaufleute, alle über den Rhein transportierten Güter in Köln zu einem festgelegten Preis anzubieten. Dabei galt immer der Befehl: Alaaf – also „Alles abladen!“

Ein Kaufmann aus Mainz wollte sich mit den Worten „Ik will he lau fahrn“ dem Stapelrecht nicht unterwerfen. Der arme Mann wurde, so die Legende, bei dem Versuch, das Stapelrecht zu umgehen, tödlich verwundet und im Düsseldorfer Stadtteil Kaiserswerth beerdigt. Von ihm sei heute nur noch der Ruf „Helau“ übriggeblieben.

Der Köln-Lotse – Stadtführung mit Spaß Uli Kievernagel informiert durch seinen Sonntags- Newsletter:

Das „Köln-Ding der Woche“ per E-Mail frei Haus. Jede Woche sonntags ein neues Detail zur schönsten Stadt der Welt. Immer kurz & knackig, immer subjektiv und voreingenommen. Wenn Du noch mehr lesen möchtest oder auf auf diesen Verteiler willst – hier geht es zu seiner sehr informativen Seite https://www.koeln-lotse.de

Für den Fall, dass dich die standardisierte Anmeldeprozedur nervt, gibt es auch die kölsche Lösung: Schick ihm einfach eine Mail an uli@koeln-lotse.de und nimmt Dich in den Verteiler auf.

Zollstock – Mit einer sprichwörtlich grandiosen ersten Kostümsitzung feierten die Zollstocker Adlerschützen ihr 90-jähriges Bestehen. Die Schützen um Vorstand Hans-Jürgen Kampf richteten das an der Fritz-Hecker-Straße gelegene Vereinsheim ganz im Sinne des Zollstocker Karnevals und getreu dem Motto, „Et Hätz schleiht em Veedel“, aus. Der Saal war im Wortsinn „proppenvoll“ und mit dem Einmarsch des Kölner Kinder Dreigestirns kurz vorm platzen.

Namhafte Gäste aus dem Kölner Karneval, darunter die Funky Marys, Die Krageknöpp, Dä Schofför der Kanzlerin, Peter Kerscher mit seiner Kuh Dolly und Detlef Lauenstein, begeisterten das Publikum. Auch aus der Landes-, Kommunal- und Lokalpolitik folgte man der Einladung der Adlerschützen.

Die Gäste waren begeistert. – Bild: Bronisz

Mit dem Kostümfest versuchen die Adlerschützen aber auch wieder den Blick auf ihren Verein zu richten. Deswegen sei es auch ein Anliegen, zum einen den Zusammenhalt der örtlichen Vereine zu stärken, zum anderen, zusammen mit den anderen Vereinen für Zollstock tätig zu werden. Ein Anliegen, dass unterstützenswert ist. Ein Riesenschritt wurde mit dem Kostümfest gemacht. Bitte mehr davon.

(Wir bedanken uns bei Berthold Bronisz)

Dreigestirnsempfang auf der Brühler Straße

Die Tanzgarden der Burgwache der KG “ Ölligspiefe“ eröffnete die Veranstaltung. Ordentlich in Reih und Glied reihten sich die Tänzerinnen an einander. Es waren so viele, dass der Saal vom Brauhaus am Kloster auseinanderzuplatzen drohte. Sie tanzen wie die Göttinnen, hoch das Bein, Rechtsdrehung, Linksdrehung, ein strahlendes Lächeln und die Hände in den Himmel. Tanzen mit Freude an der Sache, dass merkte man hier in jeglicher Art. Schnell war das Eis gebrochen und jeder war im Karnevalsmodus angekommen. Die perfekte Vorbereitung für den Empfang der Dreigestirne.  Selbst das Zweigestirn aus Prinz Thomas II. (Blum) und Bauer Peter (Wichart) (die Jungfrau war erkrankt) des letzten Jahres aus Stotzheim war gekommen, um die jecken Tollitäten zu feiern.

Einmal im Dreigestirn zu sein, das ist das Höchste, was ein Karnevalist werden kann. Ein Traum für viele Männer und das größte Glück, wenn man es erreicht.

Im Brauhaus am Kloster auf der Brühler Str. trauten viele Gäste ihren Augen nicht, dort sah man das Dreigestirn gleich doppelt.

Jungfrau Chrissi (Christian Buchmüller), Prinz Stephan I. (Albrech) und Bauer Lutz (Schmiedel) der Altgemeinde Rodenkirchen kamen mit kleinem Gefolge und großem Motto „Met Klein un Groß, met Jung un Alt fiere mer hück d’r Karneval. Drum losst uns danze, höppe, springe, zesamme unsre Leedscher singe. Un sin mer och nit all vum kölsche Blod, de Haupsaach es et Hätz es jot!“

Ihnen folgend trat ein weiteres Dreigestirn in den kleinen Saal. Mit einem eigenen Fanfarencorps und ebenfalls mit Gefolge zogen Jungfrau Berta (Norbert Kur), Prinz Uli I. (Kievernagel) und Bauer Bauer Martin (Kievernagel) aus Kierdorf in den Saal ein und man merkte schnell, hier ist ihre Heimat.

Die Ansprache des Prinzen war auf sein Veedel gemünzt und jeder merkte, hier fühlt er sich zuhause und alle Menschen der Welt heißt er willkommen. Die Interessengemeinschaft Raderberg und -thal, ein Veedel für alle, ist genau sein Ding und mit Stolz holte er den jungen Vorstand zu sich. Mit den attraktiven Damen rockt er das Veedel und bot das jüngste Team, wenn es um Aktivitäten und Organisation im Veedel geht. Wie er betont, haben sie keine Nachwuchssorgen, eher ist das Problem, dass sie alle vom Vorstand noch mitten im Leben stehen und berufstätig sind. Darum wäre ihr Orgastammtisch auch genau hier und würde in regelmäßigen Abständen am Abend gehalten. Bei den Nonnen ein Weihnachtsmarkt und ein Straßenfest mitten auf der Brühler Straße, dazu den Tanztee, nachbarschaftliches Engagement und Lebensfreude, dass macht die Interessengemeinschaft Raderberg und -thal aus. Zwei Veedel zusammenführen und Synergien nutzen funktioniert großartig und war unter den Gästen zu spüren. Der herzliche Wirt Antonio Dos Santos schien natürlich jeden Gast persönlich zu kennen und wenn nicht, ging er auf ihn zu, stellte sich vor und herzte auch den Neuen mit einer kölschen Umarmung. Ein toller Typ, der fröhlich tanzend zwischen Kölsch und Cola so manche Showeinlage lieferte. Der Empfang des Dreigestirns und feiern im Veddel, wunderbar hier im Brauhaus am Kloster umgesetzt.  Darum war es auch nicht verwunderlich, dass der Prinz unglaublich stolz war, genau hierher zu kommen und zeigte das auch sehr deutlich. Hier lebt er und hier agiert er und freut er sich, der Prinz von Kierdorf zu sein. Wohnt der Buur auch bei Hamburg, die Jungfrau in der Nähe von Frankfurt am Main und er als Prinz in Köln sind alle drei eigentlich waschechte Kierdörper Junge und gehören der KG Brav-Jonge an. Seit Anfang Januar ziehen sie durch die verschiedenen Orte und Säle und verbreiten Frohsinn und Herzlichkeit.

„Als Junge hat man zwei Träume: Einmal Prinz zo sin und im eigenen Veedel feiern. Beides ist heute für mich in Erfüllung gegangen,“ so seine Tollität der Prinz. „Gefreut habe ich mich auf eine aufregende Karnevalssession, was ich jetzt erlebe, ist jeden Tag ein Fest.“
In seinem Gefolge sind aber auch Personen, die das Feiern verstehen. Prinzenführer Henning Eichhorn begleitet seinen Prinz auf Schritt und Tritt und genießt es, ihn in den Menschen zu sehen. Stilvoll in schwarzem Vogelfrack (Schwalbenschwanz) und roter Schärpe ist er als Prinzenführer Ansprechpartner, Helfer für den Prinzen und die Uhr im Hintergrund. Er hält alles im Blick, ohne an Spaß zu verlieren. Neben ihm gibt es noch eine ganze Reihe huh Hääre. So strahlt auch der Baufü über das ganze Gesicht. Wer bei Baufü nur an ein originelles Kostüm und einen Bauführer denkt, hat weit gefehlt. Der Baufü ist der Bauernführer und einer der besten Freunde des Bauern Martin. Der Baufü hat genau so viel Spaß wie er. Gelebte Freundschaft im wahrsten Sinne des Wortes. Auch er hat einen Hut, der mit drei Pfauenfedern geschmückt ist oder besser mit drei kleinen Überresten oder Fundstücken der großen Federn seiner Tollität. Er schunkelt in seinem rot-weiß-geringeltem Outfit voller Freude und zieht jeden in seinen Bann. Jung, dynamisch dazu detailverliebt und stolz. Beim Kierdorfer Dreigestirn merkt man, hier ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Mit diesem Dreigestirn ist Tradition und Freunde angesagt und so ist es auch nicht verwunderlich, dass sie ihre Stimmung überall mit hinbringen. Das junge Musikkorp ist fantastisch und ist natürlich eine sensationelle Begleitung. „Wir brauchen keinen Strom und kein Kabel. Wir spielen live und aus eigener Körperkraft Posaune, Trompete, Wirbeltrommel und natürlich die dicke Trumm“, so die junge Frau mit der Trompete. Keiner kann stillstehen, wenn die Musiker in unsrem Veedel spielen. Wenn dann auch noch das Dreigestirn seine Instrumente auspackt, ist es Karneval wie er früher war…