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Im Kölner-Süden hat sich eine neue Gemeinschaft gebildet, die Vereine in der Altgemeinde miteinander verbindet.
Ein erstes gemeinschaftliches Projekt ist die kunterbunte Veedel- und Zochfahne die den Fastelovend em Veedel symbolisch darstellen sollen.
Auf vielen bunten Konfettis präsentieren sich die Vereine als große Gemeinschaft und „halten die Fahne hoch“ für den #Fastelovend em Veedel.
„Setzt ein Zeichen für den Fastelovend und schmückt Eure Fenster, Türen, Balkone – überall da wo Platz für ein wenig Frohsinn ist, mit der der kunterbunten Veedelsfahne!“
Das Ganze Vorhaben ist zeitgleich ein groß angelegtes soziales Engagement – so wird der Reinerlös aus dieser Aktion zu Gunsten folgender Institutionen gespendet: Hospiz St. Hedwig Rondorf, Förderverein krebskranke Kinder Köln e.V., Lebenshilfe Rodenkirchen, Kölner Tierschutzverein von 1868 (Tierheim Zollstock).
Die Fahnen sind ab Ende Januar für EUR 11,00/Stück hier erhältlich: Rodenkirchen – Walterscheidt, Wiesel Apotheke, Getränke Duschat. Rondorf – Schreibwaren Moser, Optik Sichtbar. Sürth – Sürther Getränkemarkt, Bäckerei Pistono. Weiß – Weißer Post und Lotto Stübchen.
Zusätzlich werden die Fahnen in einer großen Ausführung ab Anfang Februar symbolisch den nicht stattfindenden Zoch in Rodenkirchen kunterbunt darstellen. Dafür wird ein Teil des traditionellen Zugweges üppig beflaggt (Hauptstrasse und Maternusstrasse).

Nur Zesamme das sind: KG Kapelle Jonge Weiß, Knobelbröder, KG Flägelskappe Sürth, KG Löstige Öhs, KG Der Reiter, KG Köln-Rodenkirchen, GRKG, Botterblömcher, Traumpänz, Ehrensenat Kapelle Jonge, Dorfgemeinschaft Weiß, Treffpunkt Rodenkirchen, Pumps op jöck, Schwimmbotze, Pänz us Roki, Löstige Wiever St. Georg, Stammtisch ehemaliger Dreigestirne, Jecke Stöpsel, Büttche Bunt, Fründe von 1995, Festkomitee Rodenkirchener Karneval.

(Text:Marcus Becker Stellvertretend für eine Gemeinschaft von über 20 Vereinen im Kölner-Süden )

Eingereicht von Jutta Schmitz
Stunksitzung 2010: Woodstock in Köln-Zollstock
Dieses Video ansehen auf YouTube.

Am Donnerstag, den 07.01.2021, fand eine außerordentliche Besprechung zwischen dem Festkomitee
Karneval der Altgemeinde Rodenkirchen, Manfred Giesen, Bezirksbürgermeister, Rolf Richter, Präsident
der KG „Der Reiter“, und dem designierten Dreigestirn samt Prinzenführer statt.
Tenor dieser Besprechung war, dass unter den gegebenen Umständen und den ab dem 10.1.2021
geltenden neuen Bestimmungen die Proklamation des Dreigestirns zum jetzigen Zeitpunkt nicht sinnvoll
und bei der aktuellen Situation mit über 1000 Corona-Toten pro Tag nicht verantwortbar ist.
Auch die ursprüngliche Absicht, trotz der bisherigen Einschränkungen Kindergärten, Schulen,
Senioreneinrichtungen und Krankenhäuser auf Distanz zu besuchen, um den karnevalistischen Gedanken
aufrecht zu erhalten, ist durch den Lock-Down nicht mehr realisierbar.
Die Teilnehmer einigten sich darauf, dass man aufgrund der jetzigen Situation die Proklamation des
designierten Dreigestirns 2021 auf einen Termin um den 11.11. diesen Jahres verschieben wird in der
Hoffnung, dass bis zu diesem Zeitpunkt die Inzidenzzahlen durch die bisherigen Maßnahmen und
Impfungen eine solche Veranstaltung zulassen.
Die Session wird in diesem Fall für das Dreigestirn 2021 am 6.1.2022 enden, das Dreigestirn 2022 wird
am 7.1.2022 proklamiert.
Damit soll zum Ausdruck gebracht werden, dass unser Bezirksbürgermeister wie auch die hier ansässigen
Karnevalisten sich dem Ernst der Lage bewusst sind, aber den Karneval als Kulturgut trotz aller
Widrigkeiten aufrecht erhalten wollen.
Dass dies möglich ist, haben wir ja bereits am 11.11.2020 eindrucksvoll bewiesen.
Wir Kölner sind halt mit Abstand die Besten.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Festkomitee der Altgemeinde Rodenkirchen
mit dem Bezirksbürgermeister von Rodenkirchen

  • „Nur zesamme sin mer Fastelovend – Mer looße üch nit allein”
  • Karnevalsszene zeigt sich solidarisch: Unterstützung für in Not geratene Bühnenarbeiter, Roadies, Fahrer, Karnevalskünstler, Tanzgruppen und Spielmannszüge
  • Prominente Unterstützung unter anderem von Cat Ballou, Höhner, Klüngelköpp, Miljö, Guido Cantz, Jupp Menth, Martin Schopps, Bernd Stelter, Volker Weininger

Starkes Signal der Kölner Karnevalsszene: Für durch die Corona-Pandemie in Not geratene Veranstaltungstechniker, Karnevalskünstler und ehrenamtlich arbeitende Tanzgruppen und Spielmannszüge wird ein Spendenfonds eingerichtet. Damit soll in Härtefällen unbürokratisch geholfen werden, um die kulturelle Vielfalt des Kölner Karnevals in all ihren Facetten für die Zukunft zu erhalten. Deswegen schlägt der Name der Aktion „Nur zesamme sin mer Fastelovend – Mer looße üch nit allein” den Bogen vom aktuellen Sessionsmotto zu den Menschen, die durch die Umstände der Pandemie besondere Hilfe benötigen. Prominente Unterstützung erhält die Aktion von namhaften Kölner Künstlern, die sich für in Not geratene Künstlerkollegen und vor allem die Helfer ’hinger der Britz’ einsetzen wollen: Unter anderem sind Cat Ballou, Höhner, Klüngelköpp, Miljö, Guido Cantz, Jupp Menth, Martin Schopps, Bernd Stelter und Volker Weininger mit dabei.

„Die Kölner Karnevalskünstler und ihre Mitarbeiter sind durch die Absagen von Karnevalssitzungen, -partys und -bällen finanziell stark getroffen worden. Während die meisten professionellen Musiker und Redner persönlich die Ausfälle noch halbwegs kompensieren konnten, trifft die Krise die Büros und Crews dahinter noch härter“, erklärt Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval. „Ohne diese Helfer würde in Köln keine einzige Sitzung und kein einziges Konzert stattfinden. Viele haben nun wegen der Pandemie seit März kein Einkommen mehr, staatliche Hilfen reichen leider nicht immer aus. Das ist für viele Menschen existenzbedrohend geworden. Genau bei solchen Härtefällen soll die Aktion ‚Mer looße üch nit allein’ ansetzen – nicht mit der Gießkanne, sondern punktgenau bei denen, die in der aktuellen Situation finanzielle Hilfe am dringendsten benötigen.”

Doch nicht nur Künstler und deren Crews sind von der Krise betroffen, auch manche Tanzgruppen und Spielmannszüge stehen vor dem Aus. Kuckelkorn dazu: „Das Engagement ist hier zwar ehrenamtlich, aber ohne Einnahmen kann es für die Miete des Proberaumes oder die Aufwandsentschädigung für den Trainer schnell knapp werden. Auch hier wollen wir ansetzen und unter die Arme greifen, denn manchmal hängt die Fortsetzung des Trainingsbetriebes an 500 Euro. „Ich verspreche mir von der Aktion schnelle und unbürokratische Hilfe und bin dabei besonders unseren Partnern und Sponsoren Go GmbH und Deiters dankbar, die das Projekt von Anfang an vorangetrieben haben. Ebenso gilt mein Dank der Band Cat Ballou und ihrem Label MiAO Records GmbH, die ihren Song ‚Du bes nit allein’ für diese Kampagne zur Verfügung stellen.”

Wer die Aktion unterstützen möchte, kann das Spendenkonto DE 74 3705 0198 1935 6438 80 der Akademie för uns kölsche Sproch (Verwendungzweck: ‚Künstlerfonds Kölner Karneval’) nutzen. Über die konkrete und zielgenaue Verwendung der Gelder wird ein Beirat entscheiden, zu dem unter anderem Bernhard Conin (Geschäftsführer KölnKongress), Stefan Löcher (Geschäftsführer Lanxess arena) und Norbert Minwegen (Geschäftsführer SK Stiftung Kultur) gehören. Prominente Schirmherren der Spendenaktion sind Wolfgang Bosbach, Guido Cantz, Christoph Kuckelkorn und Cat Ballou. Auch eine ganze Reihe von Kölner Karnevalskünstlern und Präsidenten von Karnevalsgesellschaften unterstützt die Aktion – unter anderem durch die Produktion eines gemeinsamen Videos zum Song „Du bes nit allein”.

(Text: Festkomitee Kölner Karneval von 1823 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)

Sozial engagiert im Veedel

Ehrenamt ist keine Arbeit, die bezahlt wird. Es ist Arbeit die unbezahlbar ist. In unseren südlichen Stadtteilen können wir sehr froh sein, Ehrenamt wird hier noch großgeschrieben. Hier gibt es ganz wunderbare Menschen, die Dinge einfach tun, ohne darauf bedacht zu sein, dass für sie selbst etwas dabei herumkommt, sie handeln ohne Erwartung an eine Gegenleistung. Wertschätzung, Achtung und Respekt sind ihr Lohn, dazu kommt Dankbarkeit und ein Lächeln.

Ohne Ehrenamt würde unsere Gesellschaft in manchen Bereichen NICHT mehr funktionieren!

Sie setzen sich in ganz unterschiedlichen Bereichen ein. Tier-, Natur- und Umweltschutz, Kinderbetreuung, Altenpflege oder Seelsorge sind dort die bekanntesten Bereiche. Auch werden der örtlichen Sport- oder Karnevalsverein sowie die Unterstützung von körperlich und finanziell eingeschränkter Menschen von Ehrenamtler unterstützt. Wir möchten einmal ein paar davon vorstellen:

Zum Beispiel Urban Gardening: Wer sich in der Stadt einmal umschaut, sieht die von Anwohnern bepflanzten Beete im öffentlichen Raum, Naturschutz, Stadtbildverschönerung und Sauberkeit kommen durch dieses Ehrenamt wunderschön zur Geltung. Auch #GießtKölle darf in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben. Immer mehr Menschen haben sich in diesem Jahr, dieser rein ehrenamtlichen Initiative angeschlossen, um Bäume mit Gießwasser über den Sommer zu helfen. Rote Eimer, Hydranten, körperlichen Einsatz und viel Manpower bringen sie im gesamten Stadtbild auf, um ganze Straßenzüge zu bewässern. In diesem Netzwerk ist jeder willkommen, dem das Grün der Stadt am Herzen liegt. Um Naturschutz geht es auch am Rhein. Immer wieder sieht man hier Privatleute und Gruppen wie die K.R.A.K.E. (Kölner Rhein-Aufräum- Kommando-Einheit) die rein ehrenamtlich den Dreck der anderen entsorgen. Zigaretten-Kippen, Glas, Müll und Essensreste. Jeder der am Morgen einmal an der Riviera Rodenkirchen spazieren geht, kann nur mit dem Kopf schütteln, was hier alles liegen bleibt. Ist die AWB dort auch täglich im Einsatz, wäre es ohne die Ehrenamtler gar nicht möglich, die Flächen sauber zu halten. Bürgerschaftliches Engagement ist aber auch in vielen Vereinen zu sehen. Kein Fussballverein, kein Karnevalsverein und kein Seniorenverein würde bestehen, wenn es nicht Menschen gäbe, die sich aktiv für das Vereinsleben einsetzen. So ist das Senioren-Netzwerk eine ganz wundervolle Verbindung für alle Personen Ü60. Gesellige Treffen, gegenseitige Unterstützung und kleine Ausflüge, werden hier in Einhaltung aller Versorgemaßnahmen großartig umgesetzt. Wie bei den älteren Bürgern gibt es auch ein Netzwerk für Neugeborene, für Flüchtlinge und für Neubürger.

So können sich im Bürgerverein alle einbringen, denen ihr Veedel besonders am Herzen liegt. In der Diakonie Michaelshoven gibt es sogar eine ganze Abteilung, die sich um Ehrenamtler kümmert und diese begleitet. Es gibt wohl keinen Bereich, der nicht mit den eigenen Interessen zu vereinen ist und wo man sich ehrenamtlich einsetzen kann. Gerne helfen wir Ihnen weiter, schreiben Sie uns und mit Sicherheit finden wir auch für Sie eine Möglichkeit.

Die Bürgervereinigung Rodenkirchen e.V.

vertritt seit über 50 Jahren die Interessen und Anliegen der Bürger*innen im Bezirk Köln-Rodenkirchen. Sie setzen sich ein, kritisch, konstruktiv, überparteilich und nehmen Stellung zu aktuellen Themen. Die Schul- und Stadtplanung, Kultur im Veedel, Umwelt- und Naturschutz sowie der Zusammenhalt unter den Bürgern ist ihr Anliegen. Dazu erarbeiten sie Vorschläge und Empfehlungen, Veranstaltungen und Führungen. Derzeit engagieren sich rund 600 Mitglieder in allen Generationen. www.buergervereinigung-rodenkirchen.de

Weißer Rheinbogen Stiftung
Sie sind mit Engagement und Herz, rein ehrenamtlich aktiv, bei sozialen und kulturellen und humanitären Projekten in den Gemeinden des Weißer Rheinbogens: Rodenkirchen, Weiß und Sürth. Zu helfen, wo es nötig ist, das ist Ihr Anliegen. Darum haben sie sich auf folgende Zielgruppen fokussiert: Kita- und Grundschul-Kinder, Freizeitgestaltung für Jugendliche, Menschen mit Behinderungen, hilfsbedürftige Menschen und Familien, Senioren und Unterstützung von Ehrenamt.

https://www.weisser-rheinbogen-stiftung.de/

 

RADERBERG und -THAL e. V.

wurde erst 2017 gegründet, wächst seitdem stetig, da es eine ganz aktive und fröhliche Gruppe ist. Aktuell sind es fast 200 Mitglieder. Sie möchten gemeinsam die Veedel gestalten und Nachbarn verbinden. Sie sind ein Verein für alle, die nicht gerne allein sind und sich einbringen möchten. Gemeinsame Aktivitäten stehen hier ganz oben. Darum treffen sie sich am ersten Freitag im Monat ab 19 Uhr im Brauhaus am Kloster zum Stammtisch. www.raderbergundthal.de

 

Erhalt von Ruhestätten und Brotkorb

In Immendorf gibt es ganz außergewöhnliche Ehrenamtsgruppen, sie erhalten nämlich den Friedhof an der Kirche und den Brotkorb von Sankt Servatius und sind ein Teil der Pfarrei. Über www.heilige-drei-koenige.de, Frau Pia Odenhausen, gibt es den Kontakt. Aktiv in der Pfarrei zu sein, bereitet nämlich viel Freude. So versorgt der Brotkorb am Kölnberg ältere Mitbürger aus dem Pfarrverband jeden Mittwoch mit Lebensmitteln und ist neben der Essensausgabe ein guter Treffpunkt zum Gespräch. Die Pflege des alten Friedhofs ist dagegen Denkmalschutz, Ortspflege, Ruhe, Erhalt von christlichen Werten und Einigkeit mit der Natur.

25.Jahre Kölner Tafel

Als mildtätiger Verein sind sie aktiv, um überschüssige und verwertbare Lebensmittel an Einrichtungen für bedürftige Menschen zu verteilen. Die Kölner Tafel ist mittlerweile zu einer unverzichtbaren sozialen Einrichtung im Kölner Hilfesystem geworden, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen in Not mit dem scheinbar Selbstverständlichsten zu helfen:

Mit Lebensmitteln, Aufmerksamkeit und mit Solidarität. Darum plant die Tafel Köln nun zusätzlich, bedürftige Menschen mit Gehbehinderungen oder anderen Schwierigkeiten direkt zuhause zu beliefern, dafür brauchen sie dringend Ehrenamtler www.koelner-tafel.de

Dorfgemeinschaft Rondorf-Hochkirchen-Höningen e.V.
wurde 1963 gegründet und setzt sich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Veedel und für die Wahrnehmung von Interessen auf kommunaler Ebene ein. Das Neubaugebiet Nordwest mit neuen Schulen, modernen Freizeitanlagen, neuen Mobilitätslösungen und einer neuen Mitte ist neben Vernetzungen von Handel und Bürgern Ihr Schwerpunkt. Sie bringen monatlich einen hochinteressanten Newsletter heraus und setzen sich ein für ein lebhaftes Veedel. www.dorfgemeinschaft.koeln

Die Dorfgemeinschaft Sürth e.V.

ist ein ebenfalls gemeinnütziger Verein, gegründet 1957, dessen Ziel es ist, Sürth in seiner Eigenart zu erhalten und zu fördern, damit das Dorf lebens- und liebenswert bleibt. Die Landschaft und Natur in Sürth sind ihnen dabei genauso wichtig wie die Denkmäler und die Weiterentwicklung des Umfeldes für Jung und Alt. Liebgewonnene Traditionen werden genauso unterstützt wie die Dorfzeitung Soretha. www.suerth.de

Dorfgemeinschaft Weiß 1962 e.V.

Aktionen zur Verbesserung der dörflichen Infrastruktur in Form von kulturellen, sportlichen und gesellschaftlich relevanten Veranstaltungen bietet dieser Verein. Die Seniorenbetreuung, Jugendarbeit, Pflege und Förderung von Brauchtum, Kultur sowie die Veedelsendwicklung liegen ihnen am Herzen. Auch hier gibt es eine Dorfzeitung die aktuell über die Geschehnisse in Weiß berichtet. www.mein-weiss.de

Meschenich der Ort der Gegensätze

Hier setzt man sich für viele sehr gegensätzliche Dinge ehrenamtlich ein. So möchte man den Straßenverkehr in und um Meschenich verbessern, das Naturschutzgebiet erhalten, die Integration fördern und den Kölnberg unterstützen. Die Sozialraumkoordination – MESCHENICH-RONDORF stellt dazu Kontakte zwischen verschiedenen Institutionen, organisierten Bürger*innen, Behörden und Fachdiensten her und unterstützt die Entwicklung stadtteilbezogener Konzepte. Eine mobile Bibliothek, ein aktiver Senioren- und Kunstkreis gehört hier genauso dazu wie ein tolles Jugendzentrum. www.meschenich-rondorf.sozialraumkoordination.koeln

 

 

 

 

Nach langen und intensiven Gesprächen haben das designierte Dreigestirn und des Festkomitee Karneval der Altgemeinde Rodenkirchen entschieden, dass eine Vorstellung und eine Proklamation in der kommenden Session 2021 nach Möglichkeit stattfinden soll.
Trotz der aktuellen unklaren Situation, abgesagter Veranstaltungen und
ausgefallener Karnevalszüge wollen wir hiermit insbesondere den Menschen, die
durch die sicherlich notwendigen Vorschriften einsam sind ein Stück Hoffnung und Normalität geben.
Karneval ist in seiner eigentlichen Bedeutung der Ausdruck der Zusammengehörigkeit sowie der gegenseitigen Achtung und Sympathie.
Dies wollen wir, unter Beachtung aller notwendigen Schutzmaßnahmen tun, auch wenn
es für das zu proklamierende Dreigestirn sicherlich eine komplett neue Art von Karneval ist. Sobald die neuen Bestimmungen Anfang Januar 2021 bekannt sind werden wir
Konzepte entwickeln wie wir den Menschen in unserer Altgemeinde in dieser schwierigen Zeit zumindest ein wenig Freude, Hoffnung und Zusammenhalt vermitteln können.
Es würde uns sehr freuen, wenn Sie uns in dieser schwierigen Aufgabe unterstützen.
Buchungsanfragen sowie Fragen zum designierten Dreigestirn beantwortet Ihnen gerne der Prinzenführer:
Fritz Schatte: +49 176 83065722 oder DGS2021@gmx.de.
Ihr Festkomitee der Altgemeinde Rodenkirchen

Jetzt han ich ävver Doosch
Endlich Fierovend. Jetz e Kölsch, dat han ich mer och verdeent. Do freue ich mich schon
drop. Also, af in dat nöhkste Weetshuus. Do eß allt ein, flott eren.
Ävver, wat eß dat?
Do hängk e Schild an dä Dör: „Wäjen dringender Krankheit hügg zo!”
Dat jitt et nit, „… dringende Krankheit…” su ne Quatsch. Do hätt dä Weet bestemp jestern
selver jenooch jefiert.
Wat soll et? Kneipe jitt et genog. De Eck eröm zom Beispiel. Flöck dohin un die Dür op … –
Enäh … och zo. Ach joh, stemp, Mittwochs han die jo Ruhedag.
Wat eß blos loss hügg?
Wat jetz? – Wohin? – Irjends eß Musik. Ens hüre wo die her kütt. Schrääch vun Drüvve us dä
Kneip kann mer die Fastelovendsmusik jot verstonn. Jenau dat Richtije.
Do wor ich och allt ens, die han e prima Kölsch un die Stimmung eß och immer jot.
Nix wie dohin. Jetz krijje ich bestemp e paar Kölsch. Dä Kääl, dä do erus kütt, dä frogen ich
ens wat do loss eß:
„Hallo, joden Mann! Wat weed dann do jefiert?”
Ävver dä hüürt nix un jeiht einfach wigger. Op dä schon e paar zo vill jedrunke hät? –
Wat eß dann jetz? Die Dür jeiht zo, un ich hüre noch wie sich dä Schlössel driht.
Jeschrevve steiht op enem Schild:
„Geschlossene Gesellschaft“.
Un nevvendran hängk e Plakat:
„Dä Fastelovendsverein >Ahl Orden< fiert dat Drei-Monats-Bestonn. Nur för Mitglieder un
jeladene Jäss.”
Woröm deiht mer mich dann nit enlade? Ich hätt ens baal jään e paar Kölsch jedrunke. –
Söns weed ich ens komisch – Ävver ens richtig!
Wat maache ich dann jetz? Et weed doch noch irjends en Kneip op han. E paar Stroße wigger
sin ich dat Lokal „Zom schlappe Weet”.
Do kumme Lück erus. Dann eß do secher op. Tatsächlich. Koot die Pooz opjedäut un schon
stonn ich am Thresen.
Däm Weet hinger d’r Thek rofe ich zo:
„Schnell e Kölsch! – Ich han jetz richtig Doosch!”
„Dat deiht mer ävver Leid. Do muss do noch en Stund waade. Jrad em Moment weed de
Bierleidung jereinigt, un frisch Kölsch vum Fass jitt et nur am Wochenengk.“ –
„Dann doht mer en Fläsch Kölsch!” –
„En Fläsch Kölsch? Leeven Kääl, he jitt et nur vum Hahn udder us däm Fass.”
Dat kann doch alles ja nit wohr sin. De wievillte Weetschaff wor dat jetz?
Wenn ich nit baal e Kölsch krijje! Dann…dann … – Ävver ich jevve nit op.
E paar Hüser wigger kütt mer en Hord Kääls entjäje. Die sin richtig jot drop un singe:
„Mer sin dä Käjelclub >Kapodde Brett<,
un jonn jetz jlöcklich un voll en et Bett.”
Die sprech ich jetz ens aan:
„Saaht, en wat för nem Lokal wood ihr?“
„Häst de Doosch Jung? Hi…hi… Pass op! …mer wore … hingen an d’r … an d’r … hick …
Eck. – Jenau … äh…äh…ävver, – wat wullt ich jetz saage? Hick … Richtig, also do woore
mer.“ –
„Un do jitt et Kölsch?” –
„Wie? do, … do jitt et … Hick… Kölsch? Enäh, Kölsch jitt do keins mieh. Dat … dat … Hick
…han mer all jesoffe. Dä Weet hät jetz … Hick … zo jemaaht.”
Do jonn se wigger un singe:
„Mer sin dä Käjelclub >Kapodde Brett<,
un jonn jetz jlöcklich un voll en et Bett.”
Jetz weede ich ävver langsam jihhöstig. Ich jon ens en die andere Richtung. Noh einer jot
Veedelstund stonn ich för ner Weetschaff un die hät wirklich op. Et eß wirklich nit vill loss,
ävver et eß op.
„Joden Dag junge Frau, schön dat Ehr nit och noch zo hat. – Eß jo nit vill Besöök bei üch.
Et kumme späder secher noch jenoch Jäss. – Ach eß dat schön, ich setz mich ens he op dä
Hocker. – Wenn ich Üch verzälle wat mer hügg all passeet eß, Ehr jläuvt et nit. – Näh, näh –
Dann doht mer ens e frisch un lecker Kölsch, am beste direkt zwei.“
„Tut mir leid junger Mann aber Kölsch haben wir hier nicht. Hier gibt es nur >Alt<!”

Wir bedanken uns bei Armin Kastleiner für diesen schönen Bericht

Kann dat dann wirklich wohr sin?
„Och wat wor dat fröher schön, doch in Colonia…“, tönt et us däm Radiowecker.
„Wat…! – Wat eß loss? … Wiesu dä Wecker? … Et eß jo schon halver zwei!“
Ich muss doch op die Sitzung. Do freue ich mich schon drop. Ich hatt jo fies Glöck, dat ich
noch an ein Kaat jekumme bin. In zwei Stund fängk die Sitzung aan. Schnell in die bunte
Klamotte erin un noch e ne flöcke Bleck en der Spegel.
Jetz weed et ävver langsam Zick.
Wo dat Taxi bloss bliev? Ich laufe ald ens de Trappe eraf un waden dann op der Stroß.
– Enä, dat hät mer noch jefehlt. Do steiht sei ald em Trappehus, die ahl Frau Schmitz un
sprich mich aan:
„He, he, junger Mann! Wo jeiht et esu flöck hin?“
„Ich jonn op die Sitzung vun der KbK.“
„Wat? – Sie stonn op et Mizzi vun der Kaffeebar?“
„Et eß jot Frau Schmitz, ich muss ävver jetz jonn, et Taxi waad.“
Ungen anjekumme fröch mich dä Fahrer:
„Wo darf et dann hinjonn?“
„Zom Saal wo hück die Sitzung es.“
„Alles klor, ich weiß wo dat eß. Ich han schon e paar nette Lück dohin jefahre.“
Noch e paar Stroße un ich stonn för dä Engangsdür … un dann nix wie an die Thek.
E lecker Kölsch deiht jetz richtig jot.
Am Thresen hüre ich nevven mer: „Do luurt ens, do eß ne leeve Kääl … un janz allein.“
Vüürsichtig driehe ich mich in die Richtung. Do stonn drei nette bunt kostümeete Mädcher
un proste mer mit nem Kölsch zo.
Bevür ich en Antwoot jevve kann, krijje ich vun alle drei e Bützche op et Bäcksche jedröck.
Richtig erstaunt sage ich: „Dat eß ävver nett. – Darf ich üch dann zo nem Sektchen enlade?“
Jot jesennt bestelle ich vier Gläser Schampus. Als ich dann bezahle will, säht die Frau hinger
dä Sektbar: „Loss dat Jeld in de Täsch. Do bruchs hügg nix zo bezahle.“
Verdutz luure ich die Wiever aan. Die griemele nor un sagen: „Nemm et doch einfach esu
wie et eß un freu dich. – Ens jet anderes, do kanns dich an unsere Desch setze, mer han noch
ene Plaaz frei.“
Do sage ich nit enä. Kaum sitze mer an dem Desch, steiht och schon ne Kellner met nem
Tablett vör uns.
„Su, leev Lückcher. Ein Fläsch Champagner, vier Gläser un ein Plaat met herrlich leckere
Häppcher. Un dann noch vill Spass bei der Sitzung.“
Jetz bin ich richtich üvverrollt un rofe: „Halt, stopp, ich han doch noch ja nix bestellt!“
„Schon jot, dat jeiht alles op et Hus,“ säht dä Kellner un jeiht.
Jetz bin ich total baff un die Mädcher griemele nur: „Nemm et doch einfach esu wie et eß
un freu dich. – Mer schunkele un singe jetz noch e beßche, dann fängk och baal die Sitzung
aan.“
Do kütt och schon der Präsident op die Bühn.
„Ich jröße üch all janz hätzlich dat ehr he hin jekumme sit, öm met uns zosamme die Sitzung
zo fiere. Janz besonders bejröße ich ävver dä leeven Kääl an Desch 20. Met däm han mer
noch jet besonderes vör. Op Dich un op alle Lück em Saal, dreimol Kölle Alaaf.“
Jetz bin ich janz vun der Roll. Wat passeet he? Dä Präses kennt mich doch ja nit.
Ming Tischnachbarinnen griemele ald widder: „Nemm et doch einfach esu wie et eß un freu
dich.“
Dat Programm jeiht wigger. Et weed jesunge, jeschunkelt un och vill jelaach. Do sprich mich
ne Offizielle vum Verein aan. „Mer wööte uns dreimol freue, dich un ding Begleiterinnen
zum Pausenimbiss enzolade.“
Jetz dunn ich nit mieh su erstaunt un sage: „Jo, danke, do kumme mer jähn hin. Bes glich.“
Die Drei nemme mich am Hängche un am Ärm un dirijiere mich zom Imbissraum. Do
stonn för däm Enjang ne janze Haufe Lück in Litevka Spalier un mer gingen löstig in dä
Raum. Et jov jet jodes zo müffele un och vill zo süffele.
Do sprich dä Präses:
„Leev Gäste, ich han hügg die besondere Freud un Ehr Üch ne janz leeven Kääl vörzostelle.
Kumm ens no vüüre un breng die Mädcher met.“
– Wä eß jemeint? – Etwa ich? – Alles luurt op mich un klatsch in die Häng. –
„Nemm et doch einfach esu wie et eß un freu dich“, säht eins vun der Mädcher. Dann trecke
se mich zom Präsident. Ich luure links un räächs un weiß ja nit wat loss eß, als dä Präses
säht: „Leev Lückcher, ich ben stolz dat langgehütete Geheimnis jetz zo lüfte.“
Dann lääht hä singe Ärm öm mich un sprich wigger. „Dä junge Mann he darf mit singer
Mädcher em nöhkste Zoch op einem Wage metmaache. Un nit einfach esu, enä, un dat jevven
ich jetz offiziell bekannt, hä eß unsere nöhkste Prinz…“
Wat eß jetz loss? – Wat sin dat för Töön? – Kein „och wat wohr dat fröher schön …“
– Enä, dat sin die Staumeldungen us däm Radiowecker. –
Schad, et wohr ne herrlich schöne Draum, doch dä eß jetz am Engk.
Ävver et wohr himmlisch schön.

Wir bedanken uns bei Armin Kastleiner für diesen schönen Bericht

Fröher wor alles…

Et weed immer die schön ahl Zick besunge. Dat es hügg jenauesu wie fröher, denn och do daachte mer immer aan dat Verjangene. Mer denk immer aan dat zoröck wat jewäss es. – Domols wor alles besser un jemütlicher  –  wor et och.  –

Dat jeiht jedem esu. Dobei kann keiner jenau sage wann dann die Zick wor, wo et am

allerbess jewäss es. Trotzdäm luurt mer jään zoröck, als mer noch met selvsjemaahte

Kostümcher, dä decke Trumm un der Quätsch durch de Altstadt un och durch et Veedel jetrocke es. Im Bollerwagen wood et Pittermännche jetrocke. Jet Aädäppelschlot un e paar Brütcher wooren och dobei.

Et wood och keinen Buhei dovon jemaht, wenn de Quös met dobei woore. En der nöchste Weetschaff spillte mer dann, mih schlääch als rääch, neue un ahle Leedcher, un all Jäss

deihten metsinge. Dat wor och ärg nüdich, domet die Melodie zomindest einijermaßen hinkom. Dat do reichlich schräg Tön bei erus kome, wood einfach hinjenomme.

Ävver der Spass wor riesig un och dä Weet hatt sing Freud. Klor, dat noh däm Spill dat eine ov andere Kölsch jedrunke woode es. Un weil immer och ene Püngel Pänz dobei woor,

hatten die jenauesu vill Spass. Och deshalv, weil et jo reichlich Limo un bestemp e Stöck Schokelad jov. Esu en Stöck wat he un do dä „Veedelsschupo“, och „Bleu“ udder „Schmier“

jenannt, op der Stroß verdeilen deiht. Verpack woren die immer in lila, jrönem udder blauem Papier.

Schon wigg för Fastelovend deiht sich dä Bazillus breit maache. Do wood unger dä Pänz jefrog:

„Wat maskeest do dich?“

„Ich? – Ich weed ene Kohbeu.“

Ne andere däht rofe: „Un ich ene Indijaner!“

Widder ne andere sproch: „Ich weede ävver ne Klooon.“

Un esu deihten sich die Pänz an dä Fastelovendsdag in bonte Klamotte op der Stroß treffe und hatte vill Spass. Dobei wor et schön aan zo luure, wenn ene Kohbeu met Knallplättsche-Pistol met enem Seemann, un andere Fastelovendspänz Höppe-Kässje spillten.

Esu deihten sich die Pänz de Zick verdrieve, beför et met Mam un Pap, Ühm un Tant un däm Rest der Famillisch losjing. Klor, et wood dobei nit op die Uhr jeluurt un die Pänz durften länger opblieve un späder als söns in et Bett jon.

Et klingk hügg noch bei manchem dä schräje, ävver schöne Stroßejesang met Trum un Quätsch im Ohr.

„Die Ahl met däm Schirm ohne Kröck…“, wor e janz besonders Leedche, wat mer övverall hüre kunnt.

Fastelovends-Dienstdag em Veedel kom dann die Zick, als alle Pänz sich trofe, öm hinger däm Zog her zo laufe, öm die eine udder andere Kamell zo fange. Do hat keiner ne Büggel met, denn die söße Sache wooden tirek jejesse.

Manche Panz es däm Fastelovend treu jeblevve un jeiht hügg selver met en däm Zoch.

Däm Fastelovend es et zo jönne, dat och hügg vill Pänz däm schöne Fess treublieve.

Dann schriev vielleich ne andere in fääne Johre, wat dat hügg för en joode Zick jewäss wor.

 

Wir bedanken uns bei Armin Kastleiner für diesen schönen Bericht