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Die Mayersche Buchhandlung Köhl hatte den in Rodenkirchen lebenden Autor Heribert Schwan zu einer Lesung aus seinem Buch „Spione im Zentrum der Macht – Wie die Stasi alle Regierungen seit Adenauer bespitzelt hat“ eingeladen. Das Interesse an der Veranstaltung war so groß, dass die Buchhandlung kurzfristig beschloss, den Abend ins Brauhaus Steeps zu verlegen. Dr. Heribert Schwan ließ so spannend wie ein Krimi deutsch-deutsche Geschichte Revue passieren. Die hoch peinliche Spionageaffäre, als Günter Guillaume als DDR-Agent in direkter Nähe von Willy Brandt enttarnt wurde, der Kanzler zurücktrat, war aber nur die Spitze des Eisbergs. Denn es dürften Tausende DDR-Spitzel gewesen sein, die über die BRD-Regierung in Bonn berichteten. Besonders spannend: Aus welchen Milieus und mit welchen, oft gescheiterten Lebensläufen, kamen die Stasi-Spione? Warum stellten sie sich in den Dienst des Ministeriums für Staatssicherheit? Bei wem ließ sich die „Romeo“ bzw. „Julia“-Taktik anwenden? Welche perfide psychologische Rolle spielten Führungsoffiziere? Schwans Antworten basieren nicht nur auf 70.000 Blatt Stasi-Akten, sondern vor allem auf die Akten der Ermittlungsbehörden in Karlsruhe und zahlreichen Interviews, die der ehemalige Journalist vom Deutschlandfunk, WDR und Kohl-Biograph geführt hat. Als Zeitzeuge war Fritz Pleitgen, WDR-Intendant 1995-2007, auch bei der anschließenden Diskussion eingeladen. Das faszinierende Buch gibt es im Buchhandel zu kaufen.

(Bericht und Foto: Beatrix Polgar-Stüwe)

Donnerstag 06.02.2020 – 20 Uhr

Jonas Greiner – „In voller Länge“ – Der größte Kabarettist Deutschlands – Köln-Premiere

Jonas Greiner ist die Nachwuchshoffnung der ostdeutschen Comedy- und Kabarettszene. „Diesen Namen sollte man sich merken, denn der sympathische 20-jährige hat nicht nur körperlich das Potential, ein Großer in der Deutschen Kabarettszene zu werden.“, schrieb der Münchner Merkur bereits 2017. Der mittlerweile 22-jährige Thüringer ist seit etwa 2 Jahren auf den Bühnen Deutschlands unterwegs und inzwischen weit über seine Heimat hinaus bekannt. So war er bereits 2018 beim NDR Comedy Contest zu Gast und im Frühjahr 2019 in der HumorZone-Gala auf ARD und MDR zu sehen, wo er von Olaf Schubert als Newcomer des Jahres mit dem „Güldenen August“ ausgezeichnet wurde. Im Herbst 2019 feiert er mit seinem Soloprogramm „In voller Länge“ Premiere.

Greiner beschäftigt sich in seinem Solo-Debüt mit den Fragen, die einen jungen Mann in der heutigen Zeit umtreiben: „Was nützt mir dieses Abitur?“, „Was soll bloß aus mir werden?“, oder „Wer sind Sie und was machen Sie in meiner Wohnung?“ Der mit 207 cm Körpergröße wohl größte Kabarettist Deutschlands nimmt seine Zuhörer mit auf eine Reise vom Hier und Jetzt und den Problemen unserer Zeit bis hin zur ganz großen Weltgeschichte. Dabei betrachtet er die Welt mit viel Ironie, manchmal spitz und manchmal frech. Jonas Greiner schafft es, Gesellschaftskritik und scharfsinnige Beobachtungen mit alltäglichen, lustigen Geschichten zu verknüpfen und liefert so eine erfrischende und einzigartige Kombination aus Inhalt und Humor – echtes Stand-Up-Kabarett sozusagen.

Am meisten im Visier des jungen Mannes ist immer er selbst. Egal ob Körpergröße, Schullaufbahn oder Berufswahl – Jonas Greiner nimmt es mit Humor. Getreu dem Motto: Das Leben ist zu schön um kurz zu sein.

https://www.jonasgreiner.com/

Samstag 08.02.2020 – 20 Uhr

Andreas Gundlach – „Das Buttermesser – mein Streichinstrument“ – Musikcomedy

Es gibt für alles eine App? Aber im Fach „Broteschmieren“ ist ein Top-Smartphone nur etwa so fortschrittlich wie eine alte Heimorgel, von der man seinerzeit auch glaubte, sie könne alles: z.B. jedes Streichinstrument imitieren – mit Ausnahme des Buttermessers… So etwa sagte es Klaus Wunderlich, dereinstigeHeimorgel-GottimWeltwirtschaftswunder. KommenSiesichauchmanchmalvorwieeine alte Heimorgel? Sollen alles gleichzeitig können; am Besten auf Knopfdruck; und dann soll’s auch noch schön klingen? Na vielen Dank. Wie das aber doch gehen kann, zeigt Andreas Gundlach auf seinem originellen Instrumentarium: von Panflöte bis Kazoo, von Schlagzeug bis Gitarre – und natürlich: auf seinem kleinen, feinen Konzertflügelchen.

Eine humorvolle Multitasking-Show, die den klaren Unterschied macht zwischen Escort-Service und Begleitautomatik, besonders wenn der Künstler seine eigenen Lieder untermalt. Dabei kommt nie Langeweile auf, denn in Gundlachs Werkseinstellungen sind sämtliche Musikstile vorprogrammiert, und darüberhinaus gibt es noch genug freien Speicherplatz für Publikumswünsche.

http://www.andreas-gundlach.de/

Sonntag 09.02.2020 – 18 Uhr

Sabine Domogala – „Hilfe ist unterwegs“ – Comedy

Jetzt wird alles gut! In ihrem neuen Comedy-Solo zeigt Sabine Domogala als Ausnahmetrainerin, als Sonderfall der Motivationsszene, als Beraterin ohne Not, was es bedeutet, hartnäckig und kompromisslos hilfsbereit zu sein. „Ich nehme das Schicksal von jedem in die Hand, der meinen Weg kreuzt!“ erklärt Domogala und ergänzt: „Helfen ist einfach meine Bestimmung! Wo ich auch bin, ist die Not riesengroß!“ Darum unterstützt sie alle und jeden frei von Zweifel oder Zurückhaltung mit den neusten Selbsthilfetools wie dem „Wunschloch“ und der „Karmakröte“.

Keine Frage, da kommt was auf uns zu!

Ein naturmusischer und kreativer Nachmittag für Kinder von 5-8 Jahren mit Begleitperson.

Von und mit Vokalistin und Pflanzenexpertin Mirjam Hirsch.

Es beginnt mit einem Rundgang durch den Naturerlebnisgarten und lassen uns von den Klängen der Natur inspirieren. Dann basteln wir bunte Rasseln und Muschel-Kastagnetten aus einfachen Materialien. Zum Abschluss wird gemeinsam musiziert. Wir arbeiten inklusiv: Alle Kinder sind hier herzlich willkommen!

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung bis zum 02.04.2020 an Frau Hirsch unter tilia.werner@netcologne.de erforderlich. Bis zu 10 Kinder können teilnehmen.

Für Spenden zugunsten der naturpädagogischen Arbeit in Finkens Garten wäre der Förderverein dankbar.

Freitag 31.01.2020 – 20 Uhr

Liza Kos – „Was glaub ich, wer ich bin?!“ – Comedy

Liza Kos kommt aus Russland, direkt aus Moskau. Mit 15 zieht sie mit ihren Eltern aufs Land – nach Deutschland. Hier will und muss sie sich integrieren und lernt die Landessprache, die sie auch bald perfekt beherrscht -Türkisch.

Nach vier Jahren unterm Kopftuch, hängt sie dieses an den Nagel und beschliesst eine „richtige Deutsche“ zu werden. Um dies zu erreichen und die Integration endlich abzuschliessen meldet sie sich in Aachen in einem Karnevalsverein an und beginnt Öcher Platt zu lernen.

„Was glaub‘ ich, wer ich bin?!“ ist ein buntes Kabarett-Comedy Programm, das vor allem Liza Kos‘ eigene Integration in den Mittelpunkt stellt.

Die Bühne ist Ihre Welt, in der sie sich herrlich erfrischend austobt und trocken- humorvoll, augenzwinkernd und mit Leichtigkeit mit vorherrschenden Klischees spielt. Denn die kennt Liza zu genüge. Sei es über Ihr Herkunftsland Russland, die Türkei oder ihr Wahlheimatland Deutschland.

Liza Kos schlüpft gekonnt in verschiedene Rollen und bietet einen unterhaltsamen Mix aus Persiflage, Parodie und Liedern. Ein Programm voller Überraschungen und Kontraste.

Die Presse schreibt:

„Liza ist geschaffen für den Auftritt vor Publikum. Ihre herausragenden stimmlichen Fähigkeiten bilden das Gerüst für die Texte, die immer mit einem Augenzwinkern die Alltagsprobleme zwischen den Kulturen aufs Korn nehmen. Das gilt nicht nur für die herrlich komisch und pointiert vorgetragenen Lieder, sondern auch für die Wortbeiträge, bei denen sich sowohl Svetlana Kalashnikova als auch Einur immer wieder im deutschen Sprachdschungel verirren.“ (Aachener Zeitung, 2015) http://lizakos.de/de/

Das Musikcorps der KG Kapelle Jonge bedankt sich für fast 35 Jahre Vereinsgeschichte.

Wie wahrscheinlich viele Menschen bereits mitbekommen haben, hat sich das Musikcorps der KG Kapelle Jonge von 1985 e.V am 31.12.2019 offiziell von der Öffentlichkeit verabschiedet.

Trotzdem möchten wir es uns es nicht nehmen lassen, noch einmal allen Freunden und Mitgliedern des MC Danke zu sagen:

Wir danken all unseren Mitgliedern, aktiv oder inaktiv, die uns jahrelang die Treue geschworen haben und es erst möglich gemacht haben, dass wir unsere Auftritte all die Jahre wahrnehmen konnten und mit ihrer musikalischen Leistung einen wesentlichen Pfeiler unseres Vereins aufrechterhalten haben.

Ebenfalls möchten wir uns bei all den vielen Gönnern und Unterstützern bedanken.

Diese haben uns regelmäßig mit finanziellen Mitteln unterstützt, haben uns Örtlichkeiten für unsere Veranstaltungen zur Verfügung gestellt oder aber uns in vielen Dingen beratend zur Seite gestanden.

Ein Verein kann nur dann bestehen und leben, wenn sich die Mitglieder und die Unterstützer in diesem auch stark engagieren und einbringen.

Wir sind sehr stolz darauf, dass wir uns auf dieses Engagement unserer Mitglieder, Unterstützer und Gönner all die Jahre verlassen konnten und wir es somit geschafft haben, seit 1985 bestehen bleiben zu können.

Nun ist für uns allerdings endgültig die Zeit gekommen, die Instrumente an den Nagel zu hängen und den Verein mit erhobenem Haupte aufzugeben.

Die immer grösser werdenden Probleme bei der Mitgliedersuche – welche ein Instrument bereits beherrschen oder bereit sind, ein Instrument zu erlernen – ließ uns schlussendlich keine andere Wahl als diesen letzten Schritt zu gehen.

Weil uns soziales Engagement allerdings sehr wichtig ist, hat sich das Musikcorps gegen eine große Abschlussfeier ausgesprochen und sich dazu entschieden, die Musikinstrumente sowie das restliche Vereinsvermögen für einen guten Zweck zu spenden, um somit benachteiligte Menschen zu unterstützen und der Gesellschaft mit dieser Unterstützung etwas zurück zu geben.

Vielen Dank für die vielen schönen Jahre!

Im Auftrag des Vorstands Christoph Mießlinger

Foto& Text: Christoph Mießlinger