…..

Zollstock Lied | Köln-Zollstock Lied | Zollstock-Lied | 50969 Köln Zollstock
Dieses Video ansehen auf YouTube.

70 Künstler stellen aus -Alle guten Dinge sind Drei!

Zwei Termine der 18. Kunstmeile Rodenkirchen 2020 mussten aufgrund der Corona-Krise verschoben werden, im dritten Anlauf startete die große Kunstaktion nun mit viel Engagement und Ehrgeiz.

Am verkaufsoffenen Sonntag, den 25. Oktober um 13 Uhr, war der Startschuss für die Kunstmeile, die Finissage ist wiederum am verkaufsoffenen Sonntag, den 8. November.

Der lokale Bezug gemischt mit dem Blick in die verschiedensten Genres der Bildenden Kunst und überregionalen Akteuren prägt die Kunstmeile erneut. Mit mehr als 60 Ausstellungsorten der lokalen Händler, Dienstleister und Gastronomen und knapp 70 Einzelkünstlern sowie zahlreichen Vereinen und Institutionen wie u.a. der Diakonie Michaelshoven, dem Maternus-Seniorenzentrum, der Initiative WiSÜ verspricht die Kunstmeile wieder eine abwechslungsreiches, spannendes Kunsterlebnis mit vielen Entdeckungen.

Natürlich unter der Beachtung aller Hygienevorschriften wird es ein hochwertiges Musik- und Rahmenprogramm mit Konzerten,Führungen, Lesungen und Workshops geben, die die zweiwöchige Kunstmeile begleiten.

Schon am Eröffnungssonntag war es ein voller Erfolg. Verschiedene Musiker streiften durch den Ort und überall verweiliten die interessierten Besucher, auf Abstand und mit Maske.

In einem aufwändigen Katalog mit einer Auflage von 5000 Stück gibt es übrigens einen Überblick über alle Termine, Orte und Künstler sowie einen Straßenplan, der zu den einzelnen Ausstellungsorten leitet. Zu sehen sind vielfältige Positionen der Malerei und Zeichnung, unter anderen von Monika Kilders (Bistro Verde), Christiane Hiltrop (Via Moda), Gerda Laufenberg (Buchhandlung Mayersche-Köhl), Georg Marin (Juwelier Behrendt), Christiane Detscher (Sparkasse Köln-Bonn), Clemens Hillebrand (Epi) und Claudia Franzen (Maternus Apotheke). Fotografie ist nicht nur mit Gerhard Richter (Palladio) vertreten, auch Manfred Jasmund (Kanzlei Ostfalk), Peter Beckmann (Vita Verde), Bernd Kollmann (le Quartier) und Ralph Perey (Gallestro) laden mit weiteren Kollegen zum Entdecken ihrer Werke ein. Bildhauerei wird unter anderen von Steff Adams im Villahotel Rheinblick und Dietmar St. Krüger (Woman & Fashion) gezeigt, Objekte und Collagen präsentiert Christiane Vogel (Boutique Anders).

Eigens für die Kunstmeile hat Nike Seifert (Aida Moden) in Kooperation mit Prang Cologne Print-Profi aus Rodenkirchen eine handsignierte, nummerierte Edition entwickelt, die die Künstlerin in einer Benefizaktion für in Not geratene Kulturschaffende verkauft. Zudem spendet sie zehn Prozent aller Erlöse aus Verkäufen auf der Kunstmeile an eine ausgesuchte kulturelle Institution Weitere Informationen sowie Termine gibt es auf der Homepage der Aktionsgemeinschaft: www.treffpunkt-rodenkirchen.de

Und hier eine kleine Auswahl der ersten Eindrücke…

KVB-Orchester spielt Martinslieder-CD ein: Kostenlose Verteilung an Kölner Grundschulen

Nachdem das KVB-Orchester im vorigen Jahr eine CD mit Weihnachtsliedern eingespielt hat, hat das Ensemble in diesem Jahr eine CD mit Martinsliedern herausgegeben. Wie schon 2019 wird sie wieder kostenlos an alle Kölner Grundschulen verteilt. Finanziert wird das Projekt von der Christel-Schnieders-Stiftung Köln, einer 2016 gegründeten gemeinnützigen Stiftung zur musischen Bildung von Kindern und Jugendlichen in Köln. Ein besonderes Anliegen war der Stifterin die Förderung des Kölnischen Brauchtums. Die CD enthält 14 traditionelle Martinslieder, jeweils in einer Version mit und ohne Gesang.
Die Instrumentalversionen sind bereits im vorigen Jahr gemeinsam mit den Weihnachtsliedern eingespielt worden, den Gesang steuerten in diesem Jahr Schülerinnen und Schüler des Chorhauses Dormagen bei, die die Lieder unter corona- konformen Bedingungen eingesungen haben. Die CD wird in diesen Tagen an die Kölner Grundschulen verschickt.
Die Idee zu den CDs entwickelten der musikalische Leiter des KVB-Orchesters, der Kölner Trompeter und Dirigent Patrick Dreier, gemeinsam Claudius Regn, langjähriger Trompetenschüler Dreiers, Orchestermitglied und Beirat der Christel-Schnieders-Stiftung. Sie kamen damit einem in den letzten Jahren vielfach geäußerten Wunsch von Kölner Grundschullehrerinnen und -lehrern nach, die sich auf diese Weise Unterstützung beim Einüben der Martins- und Weihnachtslieder erhoffen.
„Wir freuen uns sehr, dass das KVB-Orchester das Projekt fortgesetzt hat und so dazu beiträgt, gute Traditionen an unseren Grundschulen weiter zu pflegen“, sagte Peter Densborn, Vorstand und Arbeitsdirektor der KVB. Er dankte allen Beteiligten, vor allem der Christel-Schnieders-Stiftung, für das große Engagement.
Das KVB-Orchester spielt unter der musikalischen Leitung von Dreier bei Veranstaltungen der KVB sowie z.B. zur Eröffnung der Weihnachtsmärkte oder bei Benefizveranstaltungen. Bis zu 40 Musiker sind beteiligt bei normalerweise mindestens 20 Konzerten pro Jahr. 2016 feierte das KVB-Orchester sein 111-jähriges Bestehen in der Flora gemeinsam mit den Bläck Fööss und weiteren Beteiligten.
Weitere Informationen zur Stiftung unter christel-schnieders-stiftung.de

(Text: -map- Pressestelle KVB)

Schnell, aktuell und lokal – so kennt Ihr die Kölner Stadtteilliebe. Auf facebook laufen die Informationen noch ein wenig schneller, da dort ein großes Netzwerk aktiv ist. Gerade in der jetzigen Situation ist es wichtig für alle, sich auszutauschen und zu wissen, was geht. Wer liefert was? Wo bekomme ich was? Wie komme ich an das Menü aus meinem Lieblingsrestaurant? Wie sind die Öffnungszeiten? Bei uns auf facebook natürlich unter gleichem Namen „Kölner Stadtteilliebe“ sind Unmengen an Informationen zu finden. Was eben noch ganz oben stand, kann in wenigen Minuten nach unten wandern, weil sich die Nachrichten oft überschlagen. Hier werden die unterschiedlichsten Dinge ausgetauscht und viele Bildnachrichten und News als Kurzfilm sind zu finden. Auf facebook kann sich jeder beteiligen. Gleich ob er schweigend etwas lesen möchte oder aktiv kommunizieren und diskutieren will. “Unter uns“ sind wir auf facebook , überall sichtbar und dort einer der beliebtesten Gruppen bzw. Seiten, denn beides haben wir. Kurze, knackige Informationen – ständig aktualisiert. Wenn Ihr mehr wissen wollt, besucht uns einmal dort, Ihr werdet begeistert sein, was in unserem Stadtgebiet so alles passiert. Hier findet Ihr alle Infos, die Ihr braucht. Ob Termine, Adressen, Tipps, Aktuelles, Klatsch- und Tratsch, Männer, Frauen, Familien und vieles mehr in aller Ausführlichkeit. Wir freuen uns auf Euch – wo auch immer wir uns treffen! 

Am Wochenende startet die Kunstmeile Rodenkirchen mit verkaufsoffenem Sonntag…. in ca. 60 Geschäften, Restaurants und anderen Ausstellungsorten findet Kunst, Kultur, Begegnung und Kulinarisches statt. Coronakonform, damit alle Spass haben ….. dezentral an vielen Orten und möglichst mit einem großen Freiluftanteil.

Kölner Münzfreunde: Nachwahl und Ehrung

Trotz und Corona und Streik bei den Verkehrsbetrieben hielten die Kölner Münzfreunde am 20.10. ihre Mitgliederversammlung – mit Mundschutz und Abstandsregeln – ab. Dabei tauschten sie ihren traditionellen Veranstaltungsort im Stadtmuseum coronabedingt mit einem kölschen Restaurant.
Schatzmeister Armin Müller konnte konsolidierte Finanzen präsentieren und Vorsitzender Andreas Henseler u.a. vom inzwischen erfolgten Eintrag ins Vereinsregister berichten. Besonderen Beifall erhielt die Stiftung einer Sammlung von über 1.300 versilberten „Galvanos“ an den Verein. Stifter Dr. Eberhard Auer hatte die Nachbildungen historischer Feinsilbermünzen im Maßstab 1:1 zusammengetragen, die im galvanotechnischen Verfahren hergestellt wurden.
Der Verein wurde durch Finanzamtsbescheid gemeinnützig und wird zum Ende des Jahres erstmals ein Jahrbuch zu numismatischen Themen herausgeben. Es kann zum Preis von 10 Euro über andreas.henseler@muenzfreunde.koeln bezogen werden.
Bei einer Nachwahl wurde Dr. Semen Kertser einstimmig zum Beisitzer gewählt. Er ist u.a. Experte für Echtheitsprüfungen historischer Münzen und erklärte: „Mein Spezialgebiet sind russische Münzen. Davon will ich in den Münzgesprächen (Kolloquien) des Vereins einige vorstellen und beschreiben.“
Die für alle Interessierten offenen „Münzgespräche“ sollen ab Frühjahr 2021 wieder regelmäßig stattfinden. (Termine und Ort unter httpsw://muenzfreunde.koeln).
Zum Ausklang der Sitzung lud Ehrenvorsitzender Werner Grunewald aus Anlass seines 75.sten Geburtstages zu Rheinischem Sauerbraten und Umtrunk ein. In seiner Laudatio lobte Andreas Henseler den pensionierten Berufsoffizier als unentwegten Unterstützer des Vereins: „Mit seinen Ausstellungen aus seiner Sammlung von Münzen nicht nur aus seinem Heimatland Sachsen hat er das Interesse des Publikums geweckt. Wir wünschen ihm Gesundheit und noch viele lange Jahre“.
Nach angeregten Gesprächen auch im kleinen Kreis – immer mit Abstand und Mundschutz – endete die Versammlung, ohne mit der Sperrstunde in Konflikt zu kommen.
(gez. Andreas Henseler)
https://muenzfreunde.koeln

Die Bürgervereinigung Rodenkirchen informiert: Sie ist seit 1977 Pate des Ensembles der vier Linden und des Wegekreuzes. Verschiedene Maßnahmen zur Substanzerhaltung des Wegekreuzes wurden nun nötig. Denn im Laufe der Zeit entstanden verschiedene Schäden durch Risse und Verwitterung an dem Denkmal. In Absprache mit dem Amt für Denkmalschutz der Stadt Köln übernahm die Bürgervereinigung Rodenkirchen die Kosten für die nötigen Restaurierungsarbeiten und betreute die Restaurierung. Am 16. Oktober 2020 übergab nun der ausführende Diplom-Restaurator Stefan Gloßner das erfolgreich wiederhergestellte Kreuz an Dieter Maretzky und Jürgen Müller aus dem Vorstand der Bürgervereinigung Rodenkirchen.

Zur Geschichte
Bereits Ende der 1970ger Jahre erfolgte die erste sachgemäße Sicherung des Denkmales durch einen Restaurator. Nachdem 1990 die alten Linden wegen fehlender Standsicherheit gefällt werden mussten, ließ im Jahr 1993 die Bürgervereinigung mit Hilfe einer Stiftung und der Förderung durch die Bezirksvertretung Rodenkirchen neue Bäume in einer beachtlichen Größe pflanzen.
Das Wegekreuz in der Straße „An den vier Linden“ wurde 1840 errichtet. Es besteht aus rotem Sandstein. Die Inschrift „Jos. Manbach fec.“ am Sockel ist heute kaum mehr lesbar: Nachweisbar ist aber ein ähnliche Name: Johann Joseph Mannebach, der nach seiner Steinmetz- und Bildhauerausbildung zunächst in Wien tätig war, bevor er in Köln ein Atelier für Bildhauerarbeiten eröffnete. Laut Kölner Adressbücher hatte er 1822 bis 1835 eine Werkstatt in der Severinstraße 203. Als er im Alter von 67 Jahren verstarb, ging seine Werkstatt an seinen Sohn, den Bildhauer Johann Louis Peter Mannebach (1797–1842) über.

In einer Niederschrift vom 11. März 1968 berichtet der Beigeordnete Franz Josef Fleissig (Gemeinde Rodenkirchen) über ein Gespräch mit Landwirt Anton Einhoff. Dieser erzählte, dass es sich um ein Feldkreuz handele, das an dieser Stelle wegen eines bestimmten Ereignisses errichtet worden wäre. In der Regel wird es aus Anlass eines Unfalles oder Mordes zum Gedenken aufgestellt.
Der Hauptlehrer Joseph Wirtz aus Godorf schrieb in seinem Heft „Aus Rodenkirchens Heimatgeschichte“, dass es sich um das „Linnartz-Kreuz“ handele. Der Linnartzhof, heute in Wohnungen umgewandelt, liegt nahe an der Römerstr. (Denkmalverzeichnis: Hofanlage Lennartzhof, Römerstr. 85). Je nach dem Eigentümer änderte sich der Name: So hieß er einmal Hof Röttgen zu Schillingsrott (später Lennartzhof). Das einzige Hofgut aus alter Zeit, Gut Schillingsrott, eine der letzten historischen Hofanlagen in Rodenkirchen, wurde 1997 zu Wohnzwecken umgebaut. Bis dahin bestand die Anlage aus dem Herrenhaus, einem Südtrakt sowie aus den Nord- und Osttrakten. Sie hatte eine Grundstücksgröße von 7000 Quadratmetern.

Restaurierung 2020
Über den zuständigen Sachbearbeiter Roland Krapp vom Amt für Denkmalschutz und Denkmalpflege erhielt die Bürgervereinigung den Kontakt zu Diplom-Restaurator Stefan Gloßner aus Bergisch Gladbach.  Er prüfte den Zustand des Denkmales und erstellte ein Angebot.
Der starke biogene Bewuchs wurde schonend entfernt, die Fugen restauriert, alte, fehlerhafte Reprofilierungen erneuert, Risse durch Injektion gesichert und verschlossen, die komplette Restaurierung dokumentiert. Diese Arbeiten wurden im Oktober mit 40 Arbeitsstunden durchgeführt. Die Kosten in Höhe von 2.600 Euro übernahm die Bürgervereinigung Rodenkirchen.

Das Ensemble Vier Linden
Seit einiger Zeit ist die Bürgervereinigung Rodenkirchen im Gespräch mit dem Forst- und Grünflächenamt der Stadt Köln, um die Sichtbarkeit des Ensembles zu verbessern. Linden gehören zur Baumart, die bevorzugt in solchen Zusammenhängen gepflanzt werden. Denn Linden strahlen Geborgenheit aus und aus ihrem Holz werden bevorzugt sakrale Bildwerke gestaltet. Deshalb spricht man auch vom heiligen oder heilsamen Holz. Die Bedeutung der Vier Linden wird noch durch den Straßennamen „An den Vier Linden“ unterstrichen. Im Kölner Straßennamen-Lexikon ist zu lesen, dass diese Straße eine Länge von 150 Metern hat und die „Anpflanzung von vier Holländischen Linden, die eine natürliche Kapelle darstellen sollten“.

Eine wilde Hecke zur Industriestraße hin wurde schon beseitigt. Einige angrenzende Bäume, die in die Kronen der vier Linden ragen, müssten noch gefällt oder beschnitten werden. Zu den geplanten Verschönerungsmaßnahmen gehört auch die Erneuerung der Ruhebank, die mit etwas mehr Abstand zur stark befahrenen Industriestraße und Blick auf das Wegekreuz errichtet werden soll. Ein interessierter Rodenkirchener Bürger hat sich als Spender zur Verfügung gestellt. Eine kleine, wichtige Ergänzung wäre ein Schild, das auf dieses Denkmal und die Patenschaft der Bürgervereinigung Rodenkirchen hinweist.

Informationen über den Restaurator auf http://www.stein-wand-restaurierung.de/

Bericht: Dieter Maretzky, Bürgervereinigung Rodenkirchen e.V.

Louis Stettner – Early Joys –

Ausstellung vom 31. Oktober bis zum 19. Dezember 2020
Eröffnung am Samstag, den 31.10. von 19:00 – 21:30 Uhr.
Öffnungszeiten: Mi. – Fr. 16 – 19 Uhr, Sa. 11 – 15 Uhr u.n.V.

Copyright: Louis Stettner, Courtesy: in focus Galerie, Köln

“Was für ein Leben – zwischen Fotografie und bildender Kunst, Plastik und Tafelmalerei, Frankreich und Amerika. Ein Leben zwischen Ländern und Kulturen, Sprachen und Befindlichkeiten. Nicht dass sich Louis Stettner nicht hätte entscheiden können. Aber er brauchte wohl dieses Oszillieren zwischen den Kontinenten, den Städten und Disziplinen, um immer wieder neu den großen Fragen des Lebens nachstellen zu können. »Being a photographer«, hatte er einmal gesagt, »means perpetual discovery.« 1922 geboren, 2016 gestorben hat Stettner praktisch das gesamte 20. Jahrhundert durchmessen. (…)

Letztlich waren es zwei Pole, die Stettner prägten und zwischen denen die eigene Kamerakunst vermittelt: Zum einen der linke Humanismus der von Grossman initiierten Photo League, zum anderen der am Formalen interessierte Ansatz eines Brodovitch. »Form cannot really exist without content«, brachte es Stettner auf den Punkt. Umgekehrt ist Inhalt ohne ein Ringen um die Form zumindest keine Kunst. In Stettners Werk gelangen beide Aspekte auf überzeugende Weise zur Deckung: Das tief empfundene Interesse am Menschen und ein wacher, bisweilen kühner, an der visuellen Überraschung interessierter, surrealistisch inspirierter Blick. Das gilt für sein in New York entstandenes OEuvre ebenso wie für seine Auseinandersetzung mit Paris. (…)

Copyright: Louis Stettner, Courtesy: in focus Galerie, Köln

In Paris waren es Namen wie Doisneau, Boubat, Cartier-Bresson, die zu Freunden werden und ihn in seinem Weg bestätigten. Brassaï nicht zu vergessen, der nicht nur einen wunderbaren, einfühlsamen Text zu Stettners erstem Buch bzw. Mappenwerk – »10 Photographs« (1949) – beigesteuert hat. Er war auch Vorbild, Wegweiser, väterlicher Freund: »He was my master.« Nicht nur sei Paris eine große Inspiration gewesen, sagte Stettner, auch hätten ihm die Leute Gewissheit gegeben, »that I was doing something important.« Mode, Werbung, Journalismus: die Fotografie kann vieles sein, Auftrag und Selbstauftrag. Früh positionierte sich Stettner als unabhängiger Autor, als Street photographer, der sich wachen Auges den Offenbarungen des Alltags stellte. Paris wurde, wie er sagte, sein Outdoor-Studio und »la vie quotidienne« zu seinem großen Thema. In Frankreich war dies die hohe Zeit einer so genannten »Photographie humaniste«. Auch bei Stettner steht der Mensch, der kleine Mann im Mittelpunkt. Aber seine Bilder sind weniger anekdotisch, weniger offensichtlich, weniger an Geschichten als an Atmosphäre interessiert. Stettner suchte nicht Antworten, sondern stellte Fragen. Seine Bilder irritieren, präsentieren sich nicht selten als Geheimnis: Mysterien in Schwarzweiß, gestützt durch eine Lust am Experiment, die sich in mutigen Anschnitten, Unschärfen, Spiegelungen, in Dynamik, in Bewegung äußert oder einer Leere, die an
Atget erinnert. (…)

»Flaubert said, what he destested most in art is something that’s clever«, zitierte Stettner den großen Realisten, der neben Walt Whitman zu seinen »favorite poets«, seinen Lieblingsdichtern zählte. Stettners eigenes Werk ist alles andere als clever, vielmehr gut gesehen, tief empfunden, ehrlich und voller Überraschungen. »Art doesn’t work by pleasing other people«, definiert er selbst. »It’s by moving other people. Deeply.«
Auszüge aus einem Text von Hans-Michael Koetzle. Er arbeitet als freier Schriftsteller, Fotohistoriker und Kurator.

Während der Eröffnung bitten wir sie, die Abstands- und Maskenpflicht einzuhalten. Wir achten darauf, dass sich nur eine begrenzte Besucherzahl gleichzeitig in den Räumen befindet. Wir freuen uns auf Sie.

in focus Galerie – B. Arnold Hauptstraße 114
50996 Köln
www.infocusgalerie.com

Schon lange ist bekannt, dass es eine eigene Internetseite der Senioren Netzwerke Köln gibt – und diese rüsten gerade so richtig auf. So berichtet die Koordinatorin Karin Matzner von der Caritas (Telefon 0173- 6144794, Karin.Matzner@caritas-koeln.de) vom SeniorenNetzwerk Sürth. „Wir haben in Kooperation mit dem SNW Bayenthal drei Männer gefunden, die unseren Senioren die Digitalisierung näherbringen können. Auch haben wir uns über den Sommer neu aufgestellt und initiieren einen jeden Mittwochmittag einen Stammtisch von 12-14.00 Uhr im Restaurant La Modicana. Auch freuen wir uns, dass in der ev. Kirche nun auch wieder die Meditationsgruppe und der Frauenkreis stattfindet. Die Kooperation mit www.wisue.de (Willkommen in Sürth e.V.) läuft auch wieder an. Täglich kommen neue Aktivitäten dazu.“ Ähnlich ist es auch in Rodenkirchen. Marlies Marks (0173- 3136009 marl.marks@t-online.de ) konnte eine neue Dame gewinnen, sie heißt: Monika Arndt. Gemeinsam haben sie ein schönes Programm für den Herbst erstellt. Dazu wird auch hier die digitale Vernetzung großgeschrieben, da sich manche Dinge ja bekannterweise von heute auf morgen ändern und Vieles ganz schnell verbreitet werden muss. Geplant sind der Seniorenstammtisch 60+, jeden 2. Donnerstag im Monat um 16.00 Uhr im Hotel Begardenhof, Ausflüge in die nähere Umgebung mit Bus und Bahn sowie die beliebten Themen-Nachmittage, die alle auf der Internetseite zu lesen sind. Ganz aktiv ist aber auch Zollstock, hier wir einiges bereits wieder umgesetzt. Regelmäßige Spielreffs, Schach auf Abstand, Tanz- und Englischgruppen, ein Literaturkreis und vieles mehr. Dazu gibt es einen hervorragenden Newsletter und eine motivierte Ansprechpartnerin. Marita Scheeres (0221/ 37968-03 awo.seniorennetz.zollstock@gmx.de) freut sich über jegliche Form von Kontakt. In Bayenthal gibt es jetzt regelmäßig jeden 1. Montag im Monat, von 10-12 Uhr einen Politischen Gesprächskreis. In überschaubarer Runde wird über aktuelle Alltags- und politische Themen diskutiert, Meinungen ausgetauscht und neue Erkenntnisse gewonnen. Das findet auf der Bonner Str. 288c, im AWO-Raum statt. Aber auch einen Stammtisch zur Unterhaltung im Bayenthaler Wirtshaus, Ecke Goltsteinstr. findet jeden 2. Donnerstag im Monat, um 18 Uhr wieder statt. Die leichten Wanderungen in Köln und Umgebung sind ebenfalls wieder Thema . Jeder Seniorenkreis hat etwas zu bieten so ist Raderberg, Weiss und Meschenich ebenfalls aktiv, darum lohnt sich für jeden Silver Ager ein Blick auf die Seite: www.seniorennetzwerke-koeln.de

Bereits im letzten Jahr wurden viele schöne Aktivitäten für das Jahr 2020 geplant.

Doch ab Februar diesen Jahres, hatte sich alles verändert. Keine Treffen mehr, keine Besuche, Mundschutz und Hygiene, Vorsicht und Abstand, alle sind vorsichtig, aber auch stark verunsichert.

Die Mitglieder im Seniorennetzwerk Rodenkirchen klagten über die Einsam- und Trostlosigkeit.

Daher war der Sprecherrat Monika Arndt und Marlies Marks bemüht, dem Alleinsein ein Ende zu setzen. Und es ging los :

Das 1. Treffen des Stammtisch 60+( 18 Personen ) im Garten des Hotel Begardenhof am 2.Donnerstag im Monat ( Juli ) wurde mit Unterstützung von Herrn Roelof ( Chef) ermöglicht. Genügend Abstand und die Hygiene Vorschriften wurden eingehalten. Endlich ein Wiedersehen bei Kaffee und Kuchen.

Natürlich ebenfalls unter Einhaltung aller gesetzlichen Regeln, da wir alle ja zur Risikogruppe gehören, besuchte eine kleine Gruppe, in Köln, Stolzestrasse, den „ Garten der Religionen“. Unter Anleitung des Gartenführers lernten wir viel über die großen Religionen, Christentum, Islam, Judentum, Buddhismus und Hinduismus kennen.

Warum warten, hieß das Motto, daher wurde bereits eine Woche später, bei herrlichem Sonnenschein, wiederum in kleiner Besetzung, die Flora besucht. Es ist immer wieder ein besonderes Erlebnis die wunderschönen Stauden mit ihrer großen Farbenpracht und Vielfalt zu betrachten. Wir nahmen uns viel Zeit zum Beobachten der vielen Bienen und Insekten, die tief in die Blütenblätter versanken und mit Blütenstaub an ihren Beinen und Körper schwerbeladen herauskamen. Ja es waren sehr schöne erholsame, ruhige Stunden , die mit „ einem Salat, oder einem Kuchen, oder einer Lasagne im Glas“ im Cafe endete.

Im vergangenen Jahr wurde eine schöne Fahrt mit der Moby Dick nach Königswinter gemacht, mit gleichzeitigem Besuch von Sea Life. Warum nicht auch in diesem Jahr eine Schiffstour? Doch immer wieder Überlegungen, wie können wir es bei der Corona-Pandemie bewerkstelligen. Spaß sollte nicht fehlen.

Somit wurde eine 3 stündige Besichtigungsfahrt auf der MS RheinCargo, mit musikalischer Begleitung, gebucht. Auf dieser „ Bildungs- und Unterhaltungsreise“ erfuhren wir (24Personen incl. einiger Bewohner der ASB-Residenz interessantes über Köln, den Rheinau -, Deutzer-, Mülheimer-und den Container Hafen Niehl. Sahen alle die Kreuzfahrschiffe fest verankert, da auch hier Corona keine Möglichkeit gibt Gäste aufzunehmen. Wir erlebten einen schönen und lustigen Nachmittag.

Trotz der besonderen Situation lassen wir uns nicht davon abbringen, weitere Aktivitäten zu planen.

Hoffen wir auf die Vernunft aller. Bleiben Sie gesund !

Marlies Marks