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Kulturelle Vielfalt und Teilhabe unterschiedlichster Gruppen unserer Gesellschaft ist das Ziel der am 10. Februar in Köln gegründeten Sommerblut Foundation. An dem Festakt im Kunstraum Horbach nahmen unter anderem Kölns Ex-Oberbürgermeister Jürgen Roters und die ehemalige Landtagsabgeordnete Andrea Asch teil, die zu den Initiator*innen der Stiftung zählen. „Wir glauben an die Möglichkeit gesellschaftlicher Veränderungen durch Kulturarbeit“, erklärt Rolf Emmerich, langjähriger Leiter des multipolaren und inklusiven Sommerblut Festivals. Die gleichnamige Foundation solle helfen, dieses innovative Kulturprojekt weiter zu entwickeln und dauerhaft zu sichern. Dafür werden nun weitere Unterstützer*innen gesucht, die per Vermögens- bzw. Vermögensstockspende, per Schenkung auf Widerruf oder Berücksichtigung im Testament Gutes tun wollen. Für die zuverlässige Abwicklung und sichere Verwendung der Stiftungsgelder hat sich die Sommerblut Foundation die GLS Treuhand als Partner gesichert. Mit den Zinsen sollen in Zukunft einzelne Projekte des spartenübergreifenden Festivals finanziert werden, von Tanz und Musik über bildende Kunst und Performance bis hin zu Theater und Literatur.

„Das Sommerblut Festival lebt die Vision der kulturellen Teilhabe für alle Menschen, unabhängig von körperlicher oder geistiger Behinderung, ethnischer und sozialer Herkunft, Alter, sexueller Identität, Geschlecht und Religion“, betont Jürgen Roters: „Ich bin froh und stolz, so ein wichtiges Projekt als Schirmherr zu unterstützen, das immer ein Seismograph für gesellschaftliche Entwicklungen war!“

Hedwig Neven DuMont, die ebenfalls 10.000 Euro zur Stiftungsgründung beiträgt, musste nicht lange überlegen. “Ihr seid einfach toll!”, erklärte sie sichtlich bewegt vor den versammelten Festgästen und erinnerte dabei an die vielen Widerstände, mit denen Sommerblut aufgrund seiner gesellschaftlichen Vorreiterrolle zu kämpfen hatte.

Ebenfalls von Anfang an dabei ist Dorothea Blümel, die als Coach für Menschen mit schweren Verletzungen und Behinderungen arbeitet und es wichtig findet jene sichtbar zu machen und auf die Bühne zu bringen, die keine große Lobby haben. Die Beteiligung an der Stiftung sei für sie eine Fortsetzung ihrer Arbeit mit anderen Mitteln und sie könne es sich ja leisten. Die Frage für sie sei nicht gewesen “Warum?” sondern “Warum nicht?”

In dieselbe Kerbe schlug die Kölner Kabarettistin Anka Zink, die Passagen ihres aktuellen Programms vortrug und andere Prominente zur Unterstützung der Sommerblut Foundation aufrief. Zurückhaltung bei der Selbstanpreisung sei hier unangebracht, so Zink, die dazu auf ein Zitat des berühmten Boxers Cassius Clay verwies: “Es ist schwer, bescheiden zu sein, wenn man so großartig ist wie ich.”

Große Ziele setzt sich auch Stiftungsgründer Rolf Emmerich, der in zehn Jahren auf einen siebenstelligen Stiftungsstock hofft und damit die Finanzierung der hohen Eigenanteile und kleiner unkonventioneller Projekte sichern will, die “mit herkömmlichen Sicht- und Aufführungsweisen brechen”.

Christian Verspay
Als „Gitarrenvirtuose mit viel Gefühl“ beschreibt ihn El Diario (New York),
„..stupende Technik, große Dynamik und viel Persönlichkeit…“ lobt das Fachmagazin Akustik Gitarre.
Christian Verspay ist ein extrem vielseitiger Musiker sowohl an der elektrischen wie auch der akustischen Gitarre – von Experimenteller Musik bis hin zu Klassik und Rock.
Sein aktuelles Album „Blood Moon“ ( Wooden Arm Records) ist im Juni 2018 erschienen und wurde im renommierten maarwegstudio2 in Köln aufgenommen.
Stilistisch im Elektronisch-Experimentellen Bereich, hat Christian Verspay mit seiner E-Gitarre ein vielseitiges und sehr atmosphärisches Programm eingespielt, das sowohl Eigenkompositionen als auch Werke anderer Komponisten beinhaltet. Ziel der aufwendigen Produktion war es, die E-Gitarre als Solo-Instrument in einer großen Sound- Landschaft darzustellen. Spannende Soundscapes, Neues und Experimentelles treffen hier aufeinander.
„ Auf seinem zweiten Album Blood Moon erschafft er sphärische Klangwelten…, die sowohl
entspannte als auch unbehagliche Gefühle hervorrufen können…Definitiv ein Album bei dem man
hinhören sollte. Man wird mit einem ziemlich einzigartigen musikalischen Konzept belohnt !“
(Guitar Magazin 1/2019) Christian Verspay begann mit der klassischen Gitarre gründete aber schon früh seine erste Band. Diese Zweigleisigkeit und das Interesse für verschiedenste Musikstile zog sich wie ein roter Faden durch seine bisherige Karriere.
Dies spiegelt sich auch in seinen Kompostionen wieder. In seinen Stücken lotet er Grenzen aus und lässt verschiedenste Elemente einfliessen.
Sein Studium absolvierte Christian Verspay an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.
Konzertreisen führten ihn unter anderem nach Japan, Südamerika und verschiedene Länder Europas. Bei verschieden Projekten gab es stilübergreifende Zusammenarbeiten mit den unterschiedlichsten Musikern.
Christian Verspay ist ein gern gesehener Gast auf Festivals und Konzerten und weiß mit seinen innovativen Projekten international zu begeistern.
Auch die Resonanz der Fachpresse zu seinem Akustik-Album „Entre Dos Luces„ war hervorragend:
„ …vorzügliches Album…(er) weiß mit feiner Artikulation und einer nuancenreichen Tongebung zu überzeugen…Ein Album, das lange angenehm nachhallt. Überzeugend. „
(Akustik Gitarre, Deutschland) „Des Interpreten eigene Komposition „Entre Dos Luces“, ein wunderschönes, berührendes und stimmungsvolles Werk ist der Ehre des Albumtitels wirklich wert…“ (Classical Guitar Magazine, Großbritannien). Weitere Informationen unter www.christianverspay.com

Astrid Hage vom Comedia Colonia Theater informiert:

Den diesjährigen März könnte man auch als den musikalischen März bezeichnen. Zu Beginn des Monats haben wir die Sängerin und Schauspielerin Maren Kroymann mit ihrem Programm In my Sixties und ihre Band bei uns zu Gast. Ganz ohne Band, stellt die A-Capella Gruppe basta bei uns ihr neues Album In Farbe vor. Außerdem sind die beiden Musikerinnen und Kabarettistinnen Nessi Tausendschön und Dagmar Schönleber im COMEDIA Theater zu Gast. Den Abschluss des musikalischen Monats bietet Michael Krebs, mit seinem Rock’n’Roll Kabarett.
Auch auf eine Kabarett Köln-Premiere dürfen Sie sich freuen. René Steinberg ist mit seinem neuen Programm Freuwillige vor – wer lacht, macht den Mund auf! bei uns zu Gast. Unter dem Motto „make Humor great again“, fordert René Steinberg sein Publikum auf mehr Humor zu wagen, um die Widrigkeiten des heutigen Lebens zu bekämpfen.

Außerdem haben wir unsere regelmäßigen Gäste Patrick Salmen und Quichotte mit der Delayed Night Show und das Zuckerfest für Diabetiker mit einer kleinen Einführung in deutsch-tükische Problemzonen bei uns auf der Bühne.

Des Weiteren freuen wir uns auf: Wilfried Schmickler, Best of Poetry Slam, Markus Barth, Fritz Eckenga, Helge und das Udo, Moritz Netenjakob und FiL.

Auch in diesem Monat präsentieren zwei Kurse des COMEDIA Schauspieltrainings ihre Abschlussprojekte „Drei Mal Leben“ und „Was ihr wollt“.
Und wie immer im März stehen alle Zeichen auf Litaratur: die lit.COLOGNE ist im Haus.

Sämtliche Termine im März 2019 finden Sie hier: http://www.comedia-koeln.de/home/comedia-koeln-alle-termine.html

 

Rodenkirchen im Kölschfieber!

Das Kölsch kam nicht aus dem Zapfhahn, sondern ganz untrüglich aus dem Mund von Rolly Brings. Er und sein Sohn Benjamin  waren im Bistro verde mit ihrem Programm „Vater und Sohn“ nach E.O.Plauen zu Gast.
Rolly hat mit seinem Sohn Stephan zu den Bildgeschichten kölsche Reime geschrieben und mit Sohn Benjamin auch die Musik geschaffen. Für jeden Gast gab es ein umfangreiches Textheft zum Mitsingen.
So wurde es ein beschwingter, literarisch-musikalischer Abend mit vielen persönlichen Geschichten von Rolly über seine Eltern, denen auch zwei Lieder gewidmet waren.
Rolly ist ein Mensch, der gerade heraus sagt, was er denkt, mag und nicht mag.
Er ist ein Familienmensch, dankbar für alles, das ihm seine Eltern ermöglicht haben und er hat auch aus eigener Kraft viel erreicht. Kurz gesagt: vom Maschinenschlosser zum engagierten Hauptschullehrer; darüber hinaus engagiert in der Gewerkschaft und unermüdlich setzt er sich mit politischen Themen, historischen Ereignissen und dem Leben der „kleinen“ Leute auseinander.

In der Lesung mit Musik gab es über 20 vertonte Bildgeschichten und dazu noch eigene Lieder, wie „Leev Mamm“, „Papa, spill noch ens Banjo“ und „Hey, Mädche“.
In dem Lied „Ibbendibbendapp“ beschreibt er die Typen, die er nun überhaupt nicht leiden kann: Geizhälse, hochnäsige Damen, Fanatiker und Rechtsradikale.

Auf die Bildgeschichten von „Vater und Sohn“ ist Rolly nicht zufällig gestoßen, denn das Schicksal von e.o.plauen, der Erich Ohser hieß, endete tragisch.
Am 28. März 1944 wurde er von der Gestapo als Wehrkraftzersetzer verhaftet.
Ohser griff dem Urteil vor und nahm sich in der Nacht vom 5. zum 6. April 1944 in der Untersuchungshaftanstalt Berlin Alt-Moabit das Leben.

Von Rolly Brings gibt es 16 Veröffentlichungen, meist mit Buch und CD.
So auch bei diesem Programm, das in Rodenkirchen im Angebot war.
Im Bachem Verlag ist dazu ein Buch erschienen. Mehr ist auf der Website von Rolly zu erfahren.
Am Ende gab es Zugaben und einen Soloauftritt von Benjamin, den wir gerne mal mit seinem Programm in Rodenkirchen erleben wollen.
http://www.rollybrings.de/

Außerdem ist das Bistro absolute Spitze, was Petra Walterscheidt Rodenkirchen bietet: Ein großes, gemütliches Wohnzimmer mit toller Küche und einem absolut netten Service. Das Wohnzimmer in der alten Schmiede ist nicht nur ein Restaurant und eine Weinstube, sondern auch ein Kulturraum für Ausstellungen, Konzerte und andere Darbietungen. Das Bistro verde ist in Rodenkirchen schon lange kein Geheimtipp mehr, das merkt man, wenn man mal zu lange wartet mit dem Kartenkauf, dennschnell ist so gut wie jede Veranstaltung ausgebucht.

Bericht und Foto Dieter Maretzky

 

 

Rettet das Boulevard-Foto! Bilder von Bernd Kollmann auf der 17. Kunstmeile Rodenkirchen

Erinnern Sie sich noch an die 70er-Jahre in Köln? Die Rheinmetropole war Medienhauptstadt und Stars und Sternchen gaben sich bei einem Besuch die Türklinke in die Hand. Von Sean Connery, France Gall, Charles Aznavour bis hin zu James Last oder Senta Berger – sie alle zeigten sich in der Domstadt. Und auch die ortsansässige Prominenz war über die zahlreichen TV-Produktionen im ganzen Land bekannt, wie Alfred Biolek, Tommy Engel oder Willy Millowitsch. Es war sprichwörtlich ein „BOULEVARD DE COLOGNE“, den man tagtäglich beobachten konnte und der EXPRESS war die Chronik der zugehörigen Berichterstattung. Bernd Kollmann war in dieser Zeit der Cheffotograf bei dieser Tageszeitung und schrieb mit seinen Fotos ein Stück Stadtgeschichte im Hinblick auf Prominenz, Politik, Sport, Wirtschaft und Gesellschaft. Er stand wie kein anderer für das Genre des Boulevard-Fotos, welches sich durch besondere Eigenschaften auszeichnete: 1. Das Foto zeigt eine mehr oder weniger bekannte Person oder eine Personengruppe, die im Mittelpunkt der zu erzählenden Geschichte steht bzw. stehen. 2. Die Person oder die Personengruppe ist in einem Umfeld zu sehen, welches ein Teil der zu erzählenden Geschichte ist. 3. Die Person oder Personengruppe ist in einer bewussten Aktion oder Handlung zu sehen, die den Inhalt der zu erzählenden Geschichte repräsentiert. In den Zeiten von iPhone & Co. und knapper Kassen bei Verlagen und Medien, ist die Kunst eines aufwändig inzidierten Boulevard-Fotos fast vom Aussterben bedroht. Dabei war sich Bernd Kollmann immer sicher: “Zu einer guten Geschichte gehört ein gutes Foto und manchmal erzählt ein gutes Foto auch eine gute Geschichte.”

Im Zuge der 17. Kunstmeile Rodenkirchen vom 29.03.2019 bis zum 14.04.2019 kann man sich jetzt nochmals über die Fotos von Bernd Kollmann in die 70er-Jahre der Medienstadt Köln zurückversetzen lassen. Nach einer erfolgreichen Premiere im studio dumont 2018 mit zahlreichen prominenten Gästen wird nun im Rahmen dieser Veranstaltung eine 2. BOULEVARD DE COLOGNE – Fotoausstellung stattfinden. Die Fotos werden in dieser Zeit im „BISTRO verde“ der Familie Walterscheidt ausgestellt sein. Die alte Schmiede finden Sie im Herzen von Rodenkirchen (Maternusstraße 6) und hier kann man zusammen mit den Bildern von Bernd Kollmann dann im wahrsten Sinne des Wortes die Seele baumeln lassen und sich an die alten Zeiten erinnern. „Es werden wieder einmal bekannte, aber auch noch unbekannte Werke gezeigt, die das besondere Genre des Boulevard-Fotos in Erinnerung und vielleicht auch am Leben erhalten sollen. Ein besonderer Schwerpunkt wird diesmal auf die Kölner Menschen, Stars und Sternchen gelegt werden.“ sagt Tobias Kollmann, der Sohn des inzwischen verstorbenen Fotojournalisten, der die Ausstellung organisiert. Die Vernissage findet am Freitag, den 29.03.2019 um 18:00 Uhr im Sommershof statt. Von dort geht es dann zu den einzelnen Stationen und Ausstellungen und irgendwann landet man dann auch im BISTRO verde bei den Fotos von Bernd Kollmann.

Plötzlich ist man in einer eigenen
Welt. Hohe Decken, Büsten, Statuen
und Gemälde – schon der Eingangsbereich
des Hauses von Rudolf Peer
lässt ahnen, was der Kölner Bildhauer
in seinem Leben alles geschaffen hat.
Stolz lässt er seinen Gast erst einmal
erstaunt die Blicke bis in die hohe
Stuckdecke schweifen, um ihn dann
an seinem Verständnis von Kunst und
Architektur teilhaben zu lassen. Spätestens
wenn man sein Atelier betritt,
ist man überwältigt von der Vielfalt,
die hier geboten wird und zum Nachdenken
einlädt. Ob historische Bücher,
Plastiken, Gemälde, Radierungen,
eine alte Musikanlage – das Atelier
bietet Stoff für Wochen, um nur halbwegs
einen Überblick zu bekommen.
Rudolf Peer hat den Überblick. Mit
86 Jahren ist er hellwach, greift sich
ein Buch und die Augen fangen an
zu glänzen: »Schauen Sie, das ist ein
Lehrbuch für Architekten aus dem
17. Jahrhundert. Wie detailliert dort
gezeichnet wird, mit wie viel Fantasie
die Gebäude entworfen und realisiert
wurden.« Der Vergleich zur heutigen
Kölner Kultur, besonders zur Architektur,
macht den Bildhauer wichtig wütend

»Es ist eine Schande, wie einfallslos
heute gebaut wird.
Die Architekten können das alles nicht
mehr, das macht alles der Computer.«
Zu jedem Werk hat er eine Geschichte
zu erzählen, trennen möchte er sich
von nichts. »Wir wollen uns auf Dauer
hier schon verkleinern, aber diese Sachen
hier kann man nicht abgeben.«
Rudolf Peer ist Kölner seit 1950. In
Südtirol geboren, wanderte die Familie
ein Jahr nach Rudolf Peers Einschulung
nach Deutschland aus, um
dem politischen Druck in Südtirol zu
entgehen. Zunächst lebte die Familie
im sächsischen Vogtland, wo sein

Vater Arbeit fand. Nach den Wirren
der Nazi-Zeit konnte er 1946 eine
Ausbildung zum Holzbildhauer machen,
bevor man 1947 nach Düren
übersiedelte, wo er seine Ausbildung
beenden konnte. Später schaffte er
die Aufnahmeprüfung zur Werkkunstschule
Köln und konnte dort mit einem
Stipendium der Stadt Düren 1954
seinen akademischen Abschluss machen.
Schnell etablierte er sich dann
in der Kunstwelt, bereits 1954 kam der
erste öffentliche Auftrag von der Stadt
Düren: Er schuf ein Relief, welches am
Geburtshaus des Heimatdichters J.
Schlegel angebracht wurde. Den Einstieg
in die Kölner Kunstwelt schaffte
Rudolf Peer mit der Ausführung des
Kreuzweges in der wieder errichteten
Kirche St. Kolumba. Von da an ging es
steil bergauf, in Zusammenarbeit mit
bekannten Architekten führte er unzählige
Aufträge vor allem von Kirche
und Staat aus.
So findet man auch überall man Werke
von ihm, ob einen Taufsteindeckel
im Adenauer Haus in Rhöndorf, gestaltete
Fenster in Düsseldorfer-Benrath,
unzählige Objekte im Kölner
Stadtraum oder eine große Freiraumplastik
in der Euskirchener Südstadt –
die Arbeit des Bildhauers war in den
Jahren des Wiederaufbaus der Bundesrepublik
sehr gefragt. So gestaltete
er die Westfassade von St. Michael
in Wuppertal in einer speziellen Betongusstechnik,
von ihm sind die Türstürze
sowie der Altar von St. Pius in Köln-Flittard
oder eine Plastik im Garten des
TÜV Rheinland. Besonders in Erinnerung
blieb ihm die Begegnung Konrad
Adenauer im Rahmen der Übergabe
des von ihm gestalteten Geschenkes
der Kölner Bischöfe an den ersten
Bundeskanzler: »Das war ein sehr stattlicher
und beeindruckender Mann.«
Neben den öffentlichen Großaufträgen
entwarf Rudolf Peer Gedenkmünzen,
Radierungen und Kleinplastiken.
Ein großes Projekt war die
Sanierung des Falderhofes in Köln-
Sürth: »Das Gebäude war komplett
verfallen, es war eine riesige Herausforderung,
da etwas draus zu machen.
« Acht Jahre lang hat er gemeinsam
mit Frau Gertrud, im Hauptberuf
Opernsängerin, an der Sanierung des
maroden Gebäudes gearbeitet. Hier
konnte er seine Vorstellungen von
Architektur und Gebäudegestaltung
realisieren. Bescheiden ist er dabei
auch noch: »Ich habe versucht, alles
ordentlich zu machen.«
Rudolf Peer hat sein Leben lang
kreativ gearbeitet, heute realisiert er
noch kleine Zeichnungen in seinem
Atelier und versucht, dort ein wenig
Ordnung zu schaffen. »Jedes Teil hier
hat seine Geschichte. Schauen Sie
diese alten Bücher, so etwas kann
man nicht weggeben.« Zufällig liegt
da gerade eine Zeitschrift mit Abbildungen
moderner Kunst, einmal kurz
blättern, ein verzweifelter Blick und
das Heft wird mit einem Seufzer wieder
beiseite gelegt. Mit seinem Leben
ist er rundherum zufrieden: »Ich habe
das Leben gelebt und Spaß gehabt.«
Ein besseres Fazit könnte man nicht
ziehen. (kgs)

Ellen Muck

Herzliche Einladung :

Sonntag 20.1.2019 von 14-18 Uhr ,Halle Zollstock (Gottesweg 79, in 50969 Köln Zollstock)
(JEDEN  SONNTAG bis zum 30. Juni ist die Halle Zollstock mit wechselnden Ausstellungen, Konzerten, Lesungen von 14-18 Uhr geöffnet.)

zur öffentlichen Musik – Probe zu Cantabossa und zur  Austellung von Ellen Muck,  im Januar  jeden Sonntag den Raum  mehr und mehr verdichtet.

Zur öffentlichen Probe : Wie ein Konzert ensteht
Lieder und Texte müssen geschrieben werden. Die Musiker müssen sich diese Stücke erarbeiten und sie üben, üben, üben. Der
Ablauf auf der Bühne muss geplant werden, etc, etc…. Ein Konzert ist ein komplexes Gebilde aus Kunst und Organisation, wie ein Eisberg von dem 10% im Sonnenlicht glitzern, das meiste aber verborgen bleibt. Wer etwas Einblick über den musikalischen Teil der Vorarbeit zu einem Konzert erhalten möchte, ist herzlich zur öffenlichen Probe eingeladen, um Cantabossa beim Erarbeiten neuer Stücke über die Schultern zu schauen.
Termin: Sonntag, den 20. Januar 2019 zwischen 14:00 und 18:00 in der Halle
Zollstock, Gottesweg 79, 50969 KölnZollstock