Gründer der „Offene Jazzhaus-Schule“ für 40 Jahre Engagement geehrt

1980 hat Rainer Linke in Köln die „Offene Jazzhaus-Schule“ gegründet und sie bis 2020 geleitet. 40 Jahre Engagement in der Vermittlung von Musik und im Zusammenbringen von Menschen vieler Nationalitäten und Kulturkreise. Dieses Engagement hat Oberbürgermeisterin Henriette Reker mit einem Empfang im Hansasaal des Historischen Rathauses gewürdigt. Hierbei hat sich Linke ins Gästebuch der Stadt Köln eingetragen.

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© Stadt Köln Gästebuch OB Reker und Rainer Linke

 Ich bin sehr froh, mit der Offenen Jazzhaus-Schule einen so kompetenten Partner im Bereich der kulturellen Bildung zu haben, sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker in ihrer Würdigung.

Sie stärken mit Ihren Angeboten das Selbstbewusstsein der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer und fördern ihre Persönlichkeitsentwicklung. Und Sie bringen Menschen aus verschiedenen Nationen und mit verschiedenen Religions- und Glaubensrichtungen zusammen. Das stärkt den Zusammenhalt! Sie haben Musik vor allem in das Leben von vielen Kindern und Jugendlichen gebracht. Sie können stolz auf die vergangenen Jahre zurückschauen und zuversichtlich in die Zukunft blicken! Rainer Linke dankte der Oberbürgermeisterin für den Empfang und erwiderte:

Ich empfinde große Zufriedenheit darüber, dass die Offene Jazzhaus-Schule 40 Jahre lang ohne direkte Vorbilder kontinuierlich wachsen konnte. Im Laufe der Jahre wurde es zehntausenden Menschen ermöglicht, selbstbestimmt und kreativ ihre Musik zu gestalten und sie öffentlich zu präsentieren. All dies erfüllt mich mit großer Zufriedenheit.

Rainer Linke wurde am 31. Juli 1950 in Athenstedt (heute Halberstadt) geboren. Mit 14 Jahren begann er, Klavier und Bass zu spielen, 1970 bis 1974 studierte er an der Hochschule für Musik in Köln Schulmusik und Kontrabass, seit 1979 lehrt er dort auch als Dozent. 1974 gründete Linke mit Markus Stockhausen die Jazzrock-Gruppe „Key“ und spielte in der Folge mit vielen namhaften Künstlern in vielen Formationen.

Eine tolle Idee hatte die 1. stellvertretende Bürgermeisterin Monika Engels-Welter: sie wollte den drei Seniorenheimen in Wesseling zum Mai Musik schenken. Eigentlich waren die Gartenkonzerte am 30. April/1. Mai 2020 geplant. Da spielte das Wetter aber überhaupt nicht mit: es war ungemütlich und regnerisch. So verschob das Akkordeon-Duo Plus des Akkordeon-Orchesters Wesseling die beiden geplanten Konzerte für das Präses-Held-Haus der Diakonie Michaelshoven und das INTEGRA Seniorenpflegezentrum Wesseling auf den schönsten Tag der ersten Mai-Woche.

Eines der Konzerte des Akkordeon-Duo Plus in Corona-Zeiten: im Garten des Albert-Schweitzer-Hauses der Diakonie Michaelshoven.
Foto: Wolfhard Brandtstäter

Am 6. Mai 2020 traf man sich im sonnigen Sinnengarten des Präses-Held-Hauses um 15 Uhr. Viele Senioren konnten im Garten, an den offenen Fenstern und auf den Balkonen eine Stunde lang abwechslungsreiche Musik erleben, die „zu Herzen ging“, so Luise Fischer vom Seniorenheim. Durch den Innenhof war die Akustik so gut, dass sowohl die Musiker sich trotz 1,50 m Abstand gegenseitig als auch alle Zuhörer die Musik von überall her gut hören konnten.

Das Repertoire der vier Musiker Anita Brandtstäter, Akkordeon, und Elena Taran, Bajan, sowie Urs Wiehager-Dietz, Kontrabass, und Olek Gelba, Drums, ist vielseitig, von Klezmer über Tango und Musette sowie originaler Tanzmusik bis zu bekannten Schlagern – und als Zugabe sangen alle fröhlich mit musikalischer Begleitung „Der Mai ist gekommen“.

Danach schnelles Einpacken, Ortswechsel und Aufbauen im Vorgarten des INTEGRA Seniorenpflegezentrum. Einrichtungsleiter Axel Bischoff und Nicole Hocke vom Sozialen Dienst freuten sich auf eine Stunde Musik ab 17 Uhr, und die Senioren konnten an den Fenstern gut gelaunt zuhören. Besonders gefiel der Ausflug nach Italien mit den Schlagern „Tornero“, „Zwei kleine Italiener“ und „Capri-Fischer“. Die vier Musiker zeigten sich spielfreudig und gut eingespielt, obwohl sie seit Mitte März nicht mehr gemeinsam proben konnten. So machte es ihnen viel Spaß, endlich wieder einmal gemeinsam Musik zu machen. Und der Sponsorin Monika Engels-Welter gefiel es ebenfalls ganz ausgezeichnet, war sie doch von 15 Uhr bis 18 Uhr mit Leib und Seele dabei.

Wie schön solche Gartenkonzerte sind – das hatte sich herumgesprochen. Das Akkordeon-Duo Plus gab zu Pfingsten – am 2. Juni 2020 – erneut ein Balkonkonzert – dieses Mal am Albert-Schweitzer-Haus der Diakonie Michaelshoven in Rodenkirchen. Das Wetter spielte wieder mit – mit Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen.

Ein sehr abwechslungsreiches Programm – von Klezmermusik über Tango nuevo, Musette, originale Tanzmusik bis zu Hits und Schlagern – erfreute sowohl die Senioren im Hof und auf den Balkonen als auch Mareike Carlitscheck, verantwortlich für KiM = Kultur in Michaelshoven. Besonders gefiel der Czardas Nr. 1 von Vittorio Monti, ein ungarischer Tanz, komponiert von einem Italiener. Und bei den Hits und Schlagern summte man gerne mit. In einer Ecke wurde sogar fröhlich getanzt.

Herzlichen Dank für die gute Organisation an die Diakonie Michaelshoven und für die professionelle Verstärkung an Jürgen Müller, Light-A-Sound Veranstaltungstechnik. Ein weiteres Konzert im Garten des Thomas-Müntzer-Haus der Diakonie Michaelshoven, ebenfalls in Rodenkirchen, ist am 13. August geplant.

Last not least – zum Finale des Rheinparkkonzertes der Stadt Wesseling mit dem Akkordeon-Orchester Wesseling spielte zum ersten Mal das Akkordeon-Duo Plus zum „Tag der Musik“ am 21. Juni 2020. Mit musikalischer Leichtigkeit präsentierten sie unterhaltende und virtuose Stücke – von Klezmermusik über Tango und Musette, Balkan-Folk und Czardas bis zu den „Capri-Fischern“ von Gerhard Winkler – sehr zur Freude des Publikums. Viele Zuschauer bedankten sich anschließend bei den Akteuren für das wunderschöne Konzert.

Im Video kann man nicht nur etwas dazu lesen oder Fotos schauen, sondern auch Ausschnitte aus den Konzerten hören.

(Text:Anita Brandtstäter, Nordrhein-Westfalen)

https://youtu.be/lYOpkDyVdIU

Jeannette de Payrebrune
Atelier 10 & Loft 22
Kunstzentrum Wachsfabrik
Industriestraße 170
50999 Köln
informiert:

Wir nutzen unseren Vorteil der wunderschönen Außenanlage gerade gut und bieten einiges an Kulturprogramm an in dieser schwierigen Zeit. Denn was hilft mehr als Lebensfreude? Wir denken jedoch immer an ein Hygienekonzept an und halten uns an die üblichen Regeln. Weitere Informationen auf unserer Homepage zu den Veranstaltungen, dem Ort und den Ateliers auf unserer Homepage http://www.kunstzentrum-wachsfabrik.de
Am 15. August bieten wir eine quasi romantische Abendveranstaltung ab 19 Uhr an (bis ca. 23 Uhr). Night auf Lights (Alarmstufe rot) – mit Life Musik, Shibari Performance im Atelier 8, Gemeinschaftsausstellung im Atelier 10, Rotwein und Terrassencafé, südamerikanischen Tapas und natürlich rot angestrahlten Gebäuden. Überwiegend eine Abendveranstaltung, die bei Regen leider ausfallen muss. Begrenzt auf 99 Personen – deshalb bitte anmelden unter kunstzentrumwf@gmail.com

Klassisches Klavierkonzert von Marin Limic unter Anderem mit eigenen Kompositionen am 5. September ab 18 Uhr (Einlass 17:30 Uhr) im Rahmen unserer neuen Reihe Musik unser Bäumen auf der hinteren Wiese. Auch hier bitte anmelden unter kunstzentrumwf@gmail.com

Kunstsonntag am 6. September von 14 bis 18 Uhrmit 10 offenen Ateliers / Lofts.
In unserem Loft & Ausstellungsraum 22 stellt Susanne Wolf als Gastkünstlerin kleine feine realistische Malerei aus. Mich finden Sie mit neuer Ausstellung nach Renovierung im Atelier 10. Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung nicht erforderlich.

Die Lesung unter Bäumen im Anschluss am 6. September ab 18:30 Uhr (Einlass 18 Uhr) von Maren Friedländer aus Ihrem Roman „Der Löwe Gottes“  wird bestimmt ein krönender Abschluss. Wir bitten um verbindliche Anmeldung unter:lesung@urbanlife-eg.de

Blue:notes Live Jazz im Kölner Süden informiert:

Bluenotes ist nach Monaten der Corona Pause wieder zurück im bistro verde.

Wir freuen uns auf den Neustart mit dem Martin Sasse & Bruno Müller Quartett.

Es wird ein Konzert in kleinerem Rahmen und mit dem nötigen Abstand sein. Darum bitten wir Sie die Karten direkt im bistro verde zu erwerben da wir, bedingt durch Corona, keine Abendkasse haben werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Corona zwingt uns immer mal wieder Termine zu verschieben. Wir informieren Sie ständig auf unserer Internetseite www.bluenotes-koeln.de.

Jetzt freuen wir uns aber erst einmal auf das „Eröffnungskonzert“ des

Martin Sasse Bruno Müller Quartett 

  1. August 2020 | 20:00 Uhr | 15

 

bistro verde in der alten Schmiede
Maternusstraße 6 | 50996 Köln | Tel.: 93550417

 

Martin Sasse und Bruno Müller verbindet eine langjährige Freundschaft. Über das Studium an der Musikhochschule Köln lernten sie sich kennen und merkten sofort, dass man auf der gleichen musikalischen Wellenlänge swingt.

Seit über 20 Jahren arbeiten sie in den unterschiedlichsten Konstellationen zusammen, u.a. mit ihrer Funk- und Souljazz Formation „Federation of the Groove“ .

Das aktuelle Quartett mit Martin Gjakonovski und Hans Dekker verbindet ihre gemeinsame Liebe zu traditionellem, swingendem Be-Bop, aber immer groovebetont und mit ausgeprägtem Bluesfeeling. Es werden Eigenkompositionen und Standards zum Besten gegeben.

Martin Sasse – piano

Martin Sasse hat im Laufe seiner Bühnenkarriere mit nahezu allen Legends im internationalen Jazz zusammengearbeitet und zählt lange schon selbst zu den herausragenden Jazz-Pianisten in Europa. Er hat zehn Alben unter eigenem Namen veröffentlicht und spielt als Gast auf zahllosen Aufnahmen und bei Konzerten weltweit. Legenden des Jazz prägen und prägten seinen Weg, darunter Al Foster, Jimmy Cobb, Steve Grossman und Lee Konitz. Für Billy Cobham und Hiram Bullock wechselte er vom Piano an die Hammond B3 und präsentiert sich als hervorragender Organist.

Sasse spielte Tourneen mit den New York Voices, Dusko Gojkovich, Al Foster, Rick Margitza oder Dick Oatts und war Pianist bei Till Brönners Reihe „Talking Jazz“ in der Bundeskunsthalle in Bonn. Er begleitete Gesangsgrößen wie Roberta Gambarini, Tierney Sutton, Janis Siegel (Manhattan Transfer) und Bobby McFerrin. Zu seinen regelmäßigen Partnern gehören Philip Catherine, Peter Bernstein, Dennis Mackrel und Scott Hamilton.

Auch Weltstars aus Pop und Klassik hat Martin Sasse begleitet, darunter Bobby McFerrin, Tommy Emmanuel und Chris de Burgh. Er trat mit Jose Carreras, Luciano Pavarotti und Placido Domingo auf und spielte mit Sting und den Bochumer Symphonikern die Europatournee „Symphonicity“. Mit Helge Schneider, Udo Jürgens und Udo Lindenberg gehören auch einige der größten deutschsprachigen Entertainer zu Sasses Spielpartnern.

Der hochgelobte Film „Blue“, der auf der „Jazzahead“ in Bremen uraufgeführt wurde, begleitete über zwei Jahre Sasses Auftritte, u. a. im legendären Jazzclub „Smalls“ in New York und im berühmten Annex Sound Studio in Tokio. Seine Konzertreisen haben Martin Sasse durch Europa und die USA geführt, nach Japan und China, nach Ägypten und in den Sudan. Er unterrichtet am Institut für Medien und Musik an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf. 

Bruno Müller – guitars

In der Tradition amerikanischer Live- und Sessionmusiker wie Tommy Tedesco oder Lee Ritenour und inspiriert durch Künstler wie George Benson, Robben Ford, Eric Gale und Johnny Guitar Watson gilt Bruno Müller als einer der etabliertesten Gitarristen in Europa. Das Hauptmerkmal seiner musikalischen Persönlichkeit? Ganz klar sein filigranes Handwerk gepaart mit stilistischer Flexibilität zwischen Pop, Soul, Funk und Jazz. Vor allem aber: sein atemberaubender Groove.

1969 wird Bruno Müller in Köln geboren. Er beginnt 1982 mit dem Gitarrespielen und nimmt Unterricht bei Norbert Scholly, Peter O`Mara, Scott Henderson und Peter Bernstein. Sein Studium der Jazz-Gitarre in Köln bei Professor Frank Haunschild schließt er im Jahre 2000 mit Auszeichnung ab. Schon während der Studienzeit ist Bruno Müller in ganz Deutschland mit Soul-Coverbands unterwegs und begleitet viele namhafte Künstler der Pop- und Schlagerwelt: Gloria Gaynor, Jennifer Rush, Weather Girls, Stefan Raab, Sarah Connor, Max Mutzke, Lena Meyer-Landruth, Udo Jürgens, Marshall & Alexander, um nur einige zu nennen.

Schon Mitte der 90er Jahre spielt Bruno Müller Werbe-Jingles in Stefan Raab`s kleinem Dachstudio ein, wirkt später bei zahlreichen Raab-Produktionen mit und ist schließlich Gitarrist bei TV Total.

Mit seinem Freund, dem Bassisten Christian von Kaphengst gründet er im Jahr 2000 dann die Band `Café du Sport`, mit der er gleich den renommierten Hennessy-Jazzpreis gewinnt und zwei Alben veröffentlicht. Als Sideman spielt Bruno Müller im Laufe seiner Karriere für große Namen der internationalen Jazzszene: Till Brönner, Jeff Cascaro, Joe Sample, Nils Landgren, Wolfgang Haffner, Don Grusin, Randy Brecker und viele, viele mehr.

Eine weitere wichtige Station seines musikalischen Schaffens: die Zusammenarbeit mit der Isländischen Fusionjazz-Band Mezzoforte. Von 2007 bis 2014 ist er fester Gitarrist der Band, spielt die Alben “Volcanic“ und “Islands“ ein und tourt mit der Band quer durch die Welt.

Inner Back Home: das erste Solo-Album

Ab 2015 konzentriert sich Bruno Müller dann wieder mehr auf seine eigenen Projekte und bringt 2016 sein erstes Soloalbum “Inner Back Home“ heraus. Wobei man bei diesem Debut eigentlich eher von einem Familientreffen der jungen und lebendigen deutschen und internationalen Jazzszene sprechen müsste. Denn wenn Bruno Müller seine Freunde anruft, um mit ihnen zu jammen, geben sich mal eben Till Brönner, Max Mutzke, Jeff Cascaro, Joo Kraus, Magnus Lindgren und Frank McComb die Klinke in die Hand.

Leidenschaft teilen und lehren. Über seine musikalische Arbeit als Live- und Studio-Musiker hinaus ist Bruno Müller auch als Musikpädagoge tätig. Im Zeitraum 2002 – 2004 ist er Dozent für Jazzgitarre an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz und führt seine pädagogische Tätigkeit seit 2009 mit einem Lehrauftrag für Jazz/Rock/Pop-Gitarre an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln weiter. 

Martin Gjakonovski – bass

Gjakonovski stammt aus einer Musikerfamilie; seine Mutter war Jazzsängerin und der Vater gründete und leitete die Radio Jazz Big Band Mazedonien. Martin Gjakonovski lernte ab dem sechsten Lebensjahr Geige und wechselte mit 14 Jahren zum Kontrabass. Bald schon gründete er seine erste eigene Band, das Trio Spato. Seit 1991 studierte er an der Hochschule für Musik Köln.

Er arbeitete in den Gruppen von Paul Kuhn, Lynne Arriale, Olivia Trummer, Paul Shigihara, Nicolas Simion, Bojan Z, Anders Bergkrantz, Omer Klein sowie der Frankfurt Jazz Big Band. Mit Musikern wie Roman Schwaller, Andy Middleton, Tony Lakatos oder Charlie Mariano war er auf wichtigen europäischen Festivals zu Gast, etwa in Zagreb, Brüssel, Bilbao, Krakau und Leverkusen. Er legte ein Album mit Hugo Read und Thomas Cremer im Frankfurt Jazz Trio vor und gehörte zu Markus Burgers Septer Bourbon. Bisher spielte er mehr als achtzig Jazz und World Music-CDs ein, u.a. mit Dusko Goykovich, Paul Kuhn, Nicolas Simion, Antonio Faraò/ Bob Berg, Michael Sagmeister, Anke Helfrich, Torsten Goods, Ferenc Snétberger, Dejan Terzic European Assembly, Claudius Valk Trio, Ratko Zjaca/ Simone Zanchini/ Adam Nussbaum.

Hans Dekker – drums

Er sorgt für den richtigen Groove bei der WDR-Bigband.

Hans Dekker, dessen Vater ebenfalls Schlagzeuger ist, begann im Alter von acht Jahren Schlagzeug zu spielen. Sein Vater brachte ihm einige Grundlagen und, als er ihn mit neun Jahren zu einem Konzert von Art Blakey mitnahm, den Jazz nahe. Als Jugendlicher trommelte er in einer Marchingband. Er studierte am Konservatorium Hilversum und arbeitete danach mit Musikern wie Frits Landesbergen, Ack van Rooyen, Greetje Kauffeld, Rob Pronk, Jasper van’t Hof und Jerry van Rooyen.

Dekker gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Concertgebouw Jazz Orchestra, dem er acht Jahre lang angehörte und ist seit 2005 Mitglied der WDR Big Band Köln. Er spielte mit Scott Hamilton, Lee Konitz, Dave Liebman, Nils Landgren, Hugh Masekela, Bob Brookmeyer und Dee Dee Bridgewater. Er nahm Alben u. a. mit Madeline Bell, Lalo Schifrin, John Goldsby, Biréli Lagrène, Claudio Roditi/Klaus Ignatzek, Götz Alsmann, Maceo Parker, Joe Lovano und Jasmin Tabatabai auf.

Von 1995 an war Dekker Dozent am Konservatorium von Enschede; seit 1998 war er mehrfach als Gastdozent beim Bundesjazzorchester.

Eine tolle Idee hatte die 1. stellvertretende Bürgermeisterin Monika Engels-Welter: sie wollte den drei Seniorenheimen in Wesseling zum Mai Musik schenken. Eigentlich waren die Gartenkonzerte am 30. April/1. Mai 2020 geplant. Da spielte das Wetter aber überhaupt nicht mit: es war ungemütlich und regnerisch. So verschob das Akkordeon-Duo Plus des Akkordeon-Orchesters Wesseling die beiden geplanten Konzerte für das Präses-Held-Haus der Diakonie Michaelshoven und das INTEGRA Seniorenpflegezentrum Wesseling auf den schönsten Tag der ersten Mai-Woche.

Eines der Konzerte des Akkordeon-Duo Plus in Corona-Zeiten: im Garten des Albert-Schweitzer-Hauses der Diakonie Michaelshoven.
Foto: Wolfhard Brandtstäter

Am 6. Mai 2020 traf man sich im sonnigen Sinnengarten des Präses-Held-Hauses um 15 Uhr. Viele Senioren konnten im Garten, an den offenen Fenstern und auf den Balkonen eine Stunde lang abwechslungsreiche Musik erleben, die „zu Herzen ging“, so Luise Fischer vom Seniorenheim. Durch den Innenhof war die Akustik so gut, dass sowohl die Musiker sich trotz 1,50 m Abstand gegenseitig als auch alle Zuhörer die Musik von überall her gut hören konnten.

Das Repertoire der vier Musiker Anita Brandtstäter, Akkordeon, und Elena Taran, Bajan, sowie Urs Wiehager-Dietz, Kontrabass, und Olek Gelba, Drums, ist vielseitig, von Klezmer über Tango und Musette sowie originaler Tanzmusik bis zu bekannten Schlagern – und als Zugabe sangen alle fröhlich mit musikalischer Begleitung „Der Mai ist gekommen“.

Danach schnelles Einpacken, Ortswechsel und Aufbauen im Vorgarten des INTEGRA Seniorenpflegezentrum. Einrichtungsleiter Axel Bischoff und Nicole Hocke vom Sozialen Dienst freuten sich auf eine Stunde Musik ab 17 Uhr, und die Senioren konnten an den Fenstern gut gelaunt zuhören. Besonders gefiel der Ausflug nach Italien mit den Schlagern „Tornero“, „Zwei kleine Italiener“ und „Capri-Fischer“. Die vier Musiker zeigten sich spielfreudig und gut eingespielt, obwohl sie seit Mitte März nicht mehr gemeinsam proben konnten. So machte es ihnen viel Spaß, endlich wieder einmal gemeinsam Musik zu machen. Und der Sponsorin Monika Engels-Welter gefiel es ebenfalls ganz ausgezeichnet, war sie doch von 15 Uhr bis 18 Uhr mit Leib und Seele dabei.

Wie schön solche Gartenkonzerte sind – das hatte sich herumgesprochen. Das Akkordeon-Duo Plus gab zu Pfingsten – am 2. Juni 2020 – erneut ein Balkonkonzert – dieses Mal am Albert-Schweitzer-Haus der Diakonie Michaelshoven in Rodenkirchen. Das Wetter spielte wieder mit – mit Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen.

Ein sehr abwechslungsreiches Programm – von Klezmermusik über Tango nuevo, Musette, originale Tanzmusik bis zu Hits und Schlagern – erfreute sowohl die Senioren im Hof und auf den Balkonen als auch Mareike Carlitscheck, verantwortlich für KiM = Kultur in Michaelshoven. Besonders gefiel der Czardas Nr. 1 von Vittorio Monti, ein ungarischer Tanz, komponiert von einem Italiener. Und bei den Hits und Schlagern summte man gerne mit. In einer Ecke wurde sogar fröhlich getanzt.

Herzlichen Dank für die gute Organisation an die Diakonie Michaelshoven und für die professionelle Verstärkung an Jürgen Müller, Light-A-Sound Veranstaltungstechnik. Ein weiteres Konzert im Garten des Thomas-Müntzer-Haus der Diakonie Michaelshoven, ebenfalls in Rodenkirchen, ist am 13. August geplant.

Last not least – zum Finale des Rheinparkkonzertes der Stadt Wesseling mit dem Akkordeon-Orchester Wesseling spielte zum ersten Mal das Akkordeon-Duo Plus zum „Tag der Musik“ am 21. Juni 2020. Mit musikalischer Leichtigkeit präsentierten sie unterhaltende und virtuose Stücke – von Klezmermusik über Tango und Musette, Balkan-Folk und Czardas bis zu den „Capri-Fischern“ von Gerhard Winkler – sehr zur Freude des Publikums. Viele Zuschauer bedankten sich anschließend bei den Akteuren für das wunderschöne Konzert.

Im Video kann man nicht nur etwas dazu lesen oder Fotos schauen, sondern auch Ausschnitte aus den Konzerten hören.

(Text:Anita Brandtstäter, Nordrhein-Westfalen)

https://youtu.be/lYOpkDyVdIU

Zollstock Lied | Köln-Zollstock Lied | Zollstock-Lied | 50969 Köln Zollstock
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CHÖRE, GELTEN ALS DIE WIEDERENTDECKUNG IN DER MODERNEN ZEIT

Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder…

Waren früher Chöre etwas für alte Menschen, sieht das heute ganz anders aus. Wer viel singt stärkt die Gesundheit und Wissenschaftler betonen, dass sich das Singen nicht nur auf die körperliche, sondern auch auf die seelische Gesundheit auswirkt. Wer viel singt, tut aktiv etwas für seine Wohlbefinden. Singen schützt vor Krankheiten und stärkt das Immunsystem, außerdem regt das Singen die Verdauung an und macht schlau, da die Konzentration gesteigert wird und sich die Sy- napsen im Gehirn immer wieder neu vernetzten. Dazu bietet das Singen in jeder Altersklasse Geselligkeit und viel Spaß. In unserem Stadtgebiet gibt es die verschiedensten Chöre, einer davon ist der gemeinnützige Gesangverein unter dem Namen Männer – Quartett „Frohsinn“ 1925 Immendorf. Diese Singgemeinschaft ist im wahrsten Sinne des Wortes mit Frohsinn geglückt. Jeden Donnerstag von 20-22 Uhr treffen sich Sängerin und Sänger der verschiedensten Altersklasse und proben in der Alten Schule in Köln Immendorf. Seit geraumer Zeit ist der Quartett- Verein, der nachweislich am 06. Juni 1925 gegründet wurde, kein reiner Männer- Gesangsverein mehr, heute gehören auch Damen dazu, welche nicht nur stimmlich eine Bereicherung sind, sondern auch die Geselligkeit deutlich unterstützen. So gehören zu den Gesangsabenden viel Rahmenprogramm, ein Ausflug hier, ein Konzert da, selbst zahlreiche Chorfahrten ins Ausland machen die 30 aktiven Sängerinnen und Sänger. Was erfreulich ist, der gemischte Laienchor wächst und immer mehr, engagierte Sängerinnen und Sänger in Sopran, Alt, Tenor und Bass möchten im Quartettverein „Frohsinn“ beitreten. Sandra Fontana und Chorleitung Dr. Marc Mönig haben sich in große Fußstapfen nach Peter Tonger gestellt und die Herausforderung hervorragend gemeistert. In dieser Singgemeinschaft ist jeder gerne gesehen, der Frohsinn im Herzen hat und die Geselligkeit im Gesang sucht. Chorerfahrung oder Kenntnisse im Notenlesen sind nicht erforderlich. Weitere Informationen zum Chor unter www.mq-frohsinn.de

Schnell, aktuell und lokal – so kennt Ihr die Kölner Stadtteilliebe. Auf facebook laufen die Informationen noch ein wenig schneller, da dort ein großes Netzwerk aktiv ist. Gerade in der jetzigen Situation ist es wichtig für alle, sich auszutauschen und zu wissen, was geht. Wer liefert was? Wo bekomme ich was? Wie komme ich an das Menü aus meinem Lieblingsrestaurant? Wie sind die Öffnungszeiten? Bei uns auf facebook natürlich unter gleichem Namen „Kölner Stadtteilliebe“ sind Unmengen an Informationen zu finden. Was eben noch ganz oben stand, kann in wenigen Minuten nach unten wandern, weil sich die Nachrichten oft überschlagen. Hier werden die unterschiedlichsten Dinge ausgetauscht und viele Bildnachrichten und News als Kurzfilm sind zu finden. Auf facebook kann sich jeder beteiligen. Gleich ob er schweigend etwas lesen möchte oder aktiv kommunizieren und diskutieren will. “Unter uns“ sind wir auf facebook , überall sichtbar und dort einer der beliebtesten Gruppen bzw. Seiten, denn beides haben wir. Kurze, knackige Informationen – ständig aktualisiert. Wenn Ihr mehr wissen wollt, besucht uns einmal dort, Ihr werdet begeistert sein, was in unserem Stadtgebiet so alles passiert. Hier findet Ihr alle Infos, die Ihr braucht. Ob Termine, Adressen, Tipps, Aktuelles, Klatsch- und Tratsch, Männer, Frauen, Familien und vieles mehr in aller Ausführlichkeit. Wir freuen uns auf Euch – wo auch immer wir uns treffen! 

„Urlaub in Köln“, veranstaltet von der Akademie för uns kölsche Sproch/SK Stiftung Kultur, lädt vom kommenden Freitag, 24. Juli an bis zum 11. August zu 68 Touren abseits des normalen Tourismusprogramms ein. Geleitet werden diese von ausgewiesenen Stadt- und Naturführer*innen, Journalist*innen, Autor*innen und Künstler*innen. Einige Angebote sind bereits fast ausgebucht, wer hier noch ein Ticket ergattern möchte muss sich sputen. Alle Tickets sind ausschließlich online zu buchen auf www.urlaubinkoeln.de.

Besonders für Familien eignen sich die Erkundungs-Spaziergänge, bei denen Künstler*innen und ein Archäologe Stadterforschung und sinnliches Kunsterlebnis miteinander kombinieren. Darüber hinaus gibt es eine Radtour für Familien im Grüngürtel sowie die Ausflüge ins „wilde Köln“, zu Fledermäusen, Eulen, Singvögeln und Feuersalamandern. Nervenkitzel für Teenies bietet der Workshop„Fliegen am Malakoffturm“ . Hier lernen sie deutlich mehr als an einem Seil den Turm zu erklettern.

Über die „Seele des Veedels“ kann man etwas in Ehrenfeld, im Vringsveedel, im Eigelstein, in Porz, Stammheim und Deutz erfahren. Der frühere TV-Journalist Gerd Krebber führt ins „alte Köln“. Hier erzählt auch der Autor Bernd Imgrund die schwule Geschichte Kölns.

Acht Stolpersteintouren durch Lindenthal, Braunsfeld, Ehrenfeld, Nippes, Sülz, Klettenberg, die Südstadt und im Belgischen Viertel berichten über das Leben der jüdischer Mitbürger und anderen Verfolgter durch die Nationalsozialisten.

Sieben Radtouren führen über die Schäl Sick, nach Dellbrück, zu Bunkern, in den Grüngürtel und auf den Spuren unserer Stararchitekten Böhm, Riphahn und Schwarz. Rafting auf dem Rhein sowie Kunst im öffentlichen Raum stehen weiterhin auf dem Programm.

Aufgrund der Corona Pandemie wurde die Teilnehmerzahl je nach Ort stark reduziert, trotzdem bleiben die Ticketpreise auf dem Vorjahresniveau. Die Auflagen und Hygiene-Empfehlungen der Ordnungsbehörden werden eingehalten.

www.urlaubinkoeln.de

Als die Entscheidung gefallen war, die Kölner Lichter 2020 und die verschiedenen karnevalistischen Sommerfeste finden nicht statt- Rückten die Karnevalisten zusammen.

Die mit Abstand verrückteste Gute-Laune-Schunkel-Aktion

Kölner Schals statt Kölner Lichter hieß es un pünktlich um 11.11 Uhr. Es wurde überall in der Stadt geschunkelt, gesungen und gelacht.

„Wir alle hätten uns heute gerne den Stadtachter und die wunderbaren Kölner Lichter angeschaut“ so Markus Becker der KG Rodenkichen. „In dieser ungewöhnlichen Zeit sind nun neue Konzepte und Ideen gefragt um sich zu treffen. Durch die Schals konnte wir den Abstand wahren und haben uns doch einmal kurz gesehen,“ so der Organisator aus Rodenkirchen. Unter dem Motto Kölner Schals statt Kölner Lichter hatte er die Rodenkirchener Karnevalsgesellschaften zusammen gerufen um zu zeigen WIR SIND IMMERNOCH DA. Im wahrsten Sinne des Wortes wird mit SICHERHEIT noch einiges folgen, wenn es heißt „Denn wenn et Trömmelche jeht,dann stonn mer all parat un mer trecke durch die Stad un jeder hätt jesaat Kölle Alaaf, Alaaf; Kölle Alaaf“. Bei der Auftaktveranstaltung hat es schon einmal sehr gut geklappt, demnach freuen sich alle nun darauf AUF DAS WAS DA NOCH KOMMT !

 

(Bildquelle: KG Köln- Rodenkirchen)