Durch die Corona-Situation sind wir alle verunsichert, nachdenklich und in einem Ausnahmezustand.

 

Die Nachrichten überschlagen sich. 

Herrscht auch überall Angst, Unsicherheit und befinden wir uns in einem Ausnahmezustand sollten wir auch aufhören, uns verrückt zu machen. Hamsterkäufe, Panik und Hysterie bringt keinem etwas. Achtsamkeit und Zurückhaltung sowie Solidarität ist jetzt gefragt. Dazu kommt in jedem Negativen steckt auch etwas Gutes.

Die Menschen denken wieder mehr nach, sprechen miteinander und alte Benimmregeln bekommen wieder Wertigkeit. Demut und Dankbarkeit kommen zurück in die Gesellschaft. Wir besinnen uns mal wieder auf das Wesentliche. Jeder beantwortet für sich die Frage: Was ist wirklich zurzeit wichtig und was nicht? Viele Ansichten verändern sich ständig mit den neusten Nachrichten. Auch wird das Leben entschleunigt und manche gehetzte Seele findet jetzt vielleicht mal wieder Ruhe.

Die Familie, die Freunde und das soziale Umfeld bekommt ein neues Gesicht und das lokale Leben einen hoffentlich zurückgewonnenen Stellenwert.

Auch wird uns allen vielleicht einmal bewusst, in welchem Luxus und in welcher Freiheit wir alle leben. Wir konnten quasi bis dato alles machen, uns alles leisten und standen auf der Sonnenseite des Lebens. Wir hatten und haben alles im Überfluss, egal um was es geht. Wir beschweren uns über momentane Einschränkungen, statt einmal darüber nachzudenken, dass es dem Großteil der Weltbevölkerung schlecht ergeht. Viele Menschen arbeiten, damit sie überleben und wir beschweren uns, weil wir uns einmal reduzieren sollen? Natürlich möchte ich die Sorge um die Gesundheit und die Existenz in keinem Fall herunterschrauben, denn auch ich habe Existenzängste. Und denke stundenlang darüber nach. Vieles, was von oben bestimmt wird, empfinde ich als unfassbar und es macht mir Sorgen. Doch möchte ich Corona auch etwas Positives abgewinnen.

Es ist eine Herausforderung an uns alle und ein großer Lernprozess.

Durch Corona geht es immer weniger um höher, weiter, schneller.

Es geht wieder um Selbstfürsorge, Verständnis, Nächstenliebe und klein und fein im nahen Umfeld.

Neben ständiger Hygiene achten wir viel besser auf den Körper, auf unser Immunsystem. Auch ernähren wir uns gesünder, stärken uns an der frischen Luft, solange wir es noch dürfen und setzen uns mal wieder tiefer mit Dingen auseinander. Corona lernt uns aktiv zu sein in Dingen, die wir schon fast verlernt und verloren haben. Wir lernen unsere Gesundheit zu schützen und ziehen Grenzen, um anderen nicht zu schaden. Sind wir erkältet, bleiben wir zu Hause und haben wir Risikogruppen im direkten Umfeld, gehen wir anders damit um. Die Worte: Sterblichkeit und die Werteveränderung sind so aktuell wie nie.

Durch Corona können wir alle lernen, über unsere Ängste hinauszuwachsen und viele Dinge, die weit weg waren, können ganz nah an uns heranrutschen. Corona ist eine Menschenprüfung und vieles wird ein neues Gesicht bekommen.

Die Verbreitung des Virus muss so klein wie möglich gehalten werden, damit das Gesundheitssystem nicht zusammenbricht. Darum ist „Weniger“ und „Überlegter“ für mich auch eine neue Chance.

Darum telefoniere ich zurzeit viel und bleibe bei Risikogruppen auf Abstand.

Auch biete ich meiner älteren Nachbarschaft und kranken Personen Hilfe an. Einkäufe in handelsüblichen Mengen und aus den lokalen Geschäften stelle ich vor die Tür, auch mache ich Botengänge und höre ihnen zu, wenn sie ein offenes Ohr brauchen. Vereinsamung, Alleingelassensein mit Ängsten versuche ich aktiv entgegenzuwirken.

Darüber hinaus lese ich mich z.Zt. sehr intensiv in die verschiedensten Themen ein. Denn auch ich mache mir über die gelebte Stadtteilliebe viele Gedanken.

•             Wie geht es nach der Krise weiter?

•             Wo sind tolle kulturelle Veranstaltungen, Naherholungsgebiete und Besonderheiten, die wir im Sommer in der Nähe wieder besuchen dürfen und können?

•             Was ist mit unserem Handel, den Sportstätten und Gastronomien?

•             Wie können wir helfen das Theater, Kleinstunternehmen, Musiker und Künstler überleben?

•             Was können wir alle machen, dass unsere Lebensqualität erhalten bleibt?

•             Wie wird das Leben nach der Pandemie ausschauen?

•             Wie geht es weiter mit dem Format „Kölner Stadtteilliebe“?

Viele Fragen, auf die ich z.Zt. noch keine Antwort habe. Darum versuche ich so normal wie möglich zu Hause weiterzuleben und einen guten Job zu machen.

Ich hoffe, in ein paar Wochen ist es vorbei und unser Verhalten war positiv.

Unternehmer zu sein bedeutet etwas zu unternehmen und nicht in Stockstarre zu verfallen. Ich handhabe es wie die Handwerker auf der Baustelle gegenüber und arbeite weiter. Obwohl ich nicht abstreiten kann, es fällt auch mir schwer. Doch bin ich jetzt aktiv für die Zeit danach, denn das Leben wird weite gehen und wir dürfen nicht den Kopf in den Sand stecken.

Ich hoffe, ich werde es im Interesse für uns alle schaffen und ich hoffe, dass mich viele darin auch im eigenen Interesse unterstützen.

Darum plane ich weiter, mit dem Bewusstsein es kurzfristig vielleicht absagen zu müssen, am 10. Mai am Muttertag die kostenlose Kulturfrühling-Veranstaltung auf dem Maternusplatz mit HaJü Greve (https://urbanlife-eg.de/ ). Er ist der Erbauer der Bücherschränke und der Erfinder von „Kultur im Stundentakt“ und ein ganz wundervoller Mensch. Wir besprechen uns täglich, da wir noch auf der Suche nach Kulturschaffenden sind, die sich zeigen möchten, um gemeinsam ein hochwertiges Programm zu präsentieren. 
Auch behalten das Villahotel Rheinblick und ich, den verschobenen Nachbarschaftstalk im Villahotel Rheinblick, den wir leider absagen mussten, im Auge und werden diesen so schnell wie möglich nachholen. Der Bedarf, die Nachfrage und die Anmeldezahlen waren nämlich super.

Weiß ich auch nicht wann, weiß ich auf jeden Fall schon eins: Zusammen ist vieles möglich.

Darum glaube ich auch fest daran, dass im Juni eine neue Printausgabe der Kölner Stadtteilliebe herauskommt und wir dann wieder zurück in unser gewohntes, aber mit Sicherheit geändertes Leben kommen, mit Freude, lokalem Handel und schönen Momenten.

Denn der Kölner Süden gehört zu den dynamischsten, wachstumsreichsten und stetig weiter entwickelnden Stadtbezirken von Köln. Auch ist der Kölner Süden (für mich) eins der schönsten Stadtgebiete. Unzählige Bürger sind und werden nach der Krise zu uns ziehen und mit den Altbürgern das Leben gestalten. Dieses Leben in vielen Fassetten heißt es dann wieder von seinen schönsten Seiten zu zeigen. Auch wird bestimmt wieder der Stadteiltourismus wachsen und die lokale Wirtschaft und die öffentlichen Räume beleben. Anwohner*innen, Unternehmer*innen und lokale Akteur*innen werden die Beeinträchtigung der Lebensqualität durch zurückliegende Belastungen bestimmt mit viel Kraft positiv unterstützen, denn eins wollen wir alle, die Stadtteilliebe genießen, leben sowie erleben. 

Wir sind und werden alle gefragt sein, doch ich glaube fest an uns und den schönen Kölner Süden und ich verspreche schon heute, ich helfe wo ich kann.

Ich bin mir sicher, Straßenzüge und Grünflächen im Quartier werden schon bald mit viel Leben gefüllt sein, auch werden die Geschäfte bald wieder zu magischen Anziehungspunkten, den eins wird uns die Krise gezeigt haben, ohne lokalen Handel hätten wir das alles nicht überstanden. 

Veedel lieben- Veedel leben heißt sich zusammen dafür einsetzen. Darum beginne ich in der schwersten Zeit, nun in meinem Homeoffice schöne Berichte zu sammeln und freue mich, wenn mich meine Partner nicht im Stich lassen und weitere dazu kommen, weil sie, wie ich, an unser Stadtgebiet glauben und sich zeigen möchten.

Bitte sehen Sie dieses lange Schreiben nicht als Werbeschreiben für mich an, sondern sehen Sie es als Aufforderung an uns alle. Ich möchte Sie bitten die Medien als einen wertvollen Partner der Gesellschaft anzusehen. Hätten wir die Medien z.Zt. nicht mit all ihren Vor- und Nachteilen, wären wir alle nicht informiert über das (Welt-)Geschehen.

Darum heißt es auch die Medien zu unterstützen, weil diese Krise zeigt, dass wir sie brauchen! Und so brauchen wir auch nach meiner Ansicht die Kölner Stadtteilliebe als lokales Format, um zu zeigen, was wir alles haben! Ich bündele die schönen Dinge und sage immer „die Kölner Stadtteilliebe ist ein Gemeinschaftswerk, worin ich versuche, das Beste zu geben.“

Der Erfolg, die Synergien, das Netzwerk, die Verbreitung der Inhalte jeglicher Art liegt an der Offenheit der Menschen, darum bitte ich mit meinen langen Zeilen verständnisvoll umzugehen.

Ich bin neben der Macherin auch Bürgerin in unserem schönen Stadtgebiet und appelliere an den Zusammenhalt in jeglicher Form, denn das Leben ist jetzt und geht morgen weiter, daran arbeite ich privat und beruflich mit voller Leidenschaft. 

Darum wünsche ich Ihnen von Herzen, bleiben Sie gesund und antworten Sie mir gerne im Wohlinteresse für unser schönes Stadtgebiet.

Ihre 

Ute Schmidt

Noch befinden wir uns mitten in der Krise.
Und noch wissen wir nicht, wie lange die Kontaktsperre dauert. Was wir wissen: Hygiene, Abstand, bleib zu Hause und Vorsicht in allen Bereichen ist jetzt gefragt, damit sich der Coronavirus nicht weiter verbreitet.
Sind wir auch (fast) alle unglaublich diszipliniert und beschäftigen wir uns so gut es geht im eigenen Raum, fällt es uns schwer.
Der ausbleibende Kontakt zu unseren Liebsten, die traurigen Nachrichten aus Nah und Fern, das schöne Wetter, der blaue Himmel und die extreme Ruhe sowie die Erholung der Natur geben uns allen ein Wechselbad der Gefühle.
Machen auch viele Homeoffice oder haben ihre Geschäfte gezwungener Massen eingestellt, kommen viele Fragen. Wie geht es weiter?
Ich habe vor ein paar Tagen bereits dazu einen Brief geschrieben, nachzulesen unter: https://koelner-stadtteilliebe.de/durch-die-corona-situati…/ und bin davon überzeugt, dürfen wir wieder raus, wird es ein verändertes Leben sein und die zurückgewonnene Lebensqualität wird einen anderen Stellenwert haben. Freunde, Verwandte, Orte, Straßen und Geschäfte werden dann bestimmt mit viel Wertschätzung besucht und viele Emotionen werden noch einmal hochkommen.

Privat wird mit Sicherheit die Nähe zu Menschen einen ganz hohen Stellenwert einnehmen und alles worauf wir jetzt verzichten müssen, wird dann, wenn es wieder in gewohnten Bahnen läuft, ein großes Fest sein.
Wirtschaftlich wird sich leider vieles verändert haben, darum unterstütze ich, ganz uneigennützig, die https://www.veedelsretter.koeln/. Das ist eine Initiative, für die Zeit in der Krise, zum Kauf von Gutscheinen, damit der Handel in den kleinen inhabergeführten Unternehmen überleben kann. Hier können sich nämlich alle Händler kostenlos registrieren lassen und alle ortsverbundenen Bürger ihre Solidarität zeigen. Auf unserer Internetseite ist natürlich auch etwas dazu zu finden: https://koelner-stadtteilliebe.de/die-veedelsretter/

Jetzt heißt es in jeglicher Form zusammenzuhalten, darum informieren wir so gut es geht über unsere digitalen Seiten. Auf Facebook zum Beispiel überschlagen sich die Informationen aus dem südlichen Köln fast und eine unglaubliche Dynamik ist zu spüren. Durch die große Vernetzungsmöglichkeit der Kölner Stadtteilliebe kann man stundenlang lesen. Über 5000 Menschen haben uns fest ihre Sympathien ausgesprochen und verfolgen unsere Beiträge regelmäßig. Unsere Zugriffzahlen sind so hoch, dass es für uns alle nur von Vorteil sein kann. Auf unserer Internetseite Kölner Stadtteilliebe sieht es ähnlich aus. Dort veröffentlichen wir neben eigenen Berichten – wie bekannt – alles was man uns einreicht und für das südliche Stadtgebiet von Vorteil ist.
Und darum bitten wir immer wieder, zeigen Sie uns Ihre ganz persönliche Stadtteilliebe. Berichten Sie uns, was für Sie das Leben hier vor Ort ausmacht. Gerade jetzt ist es so wichtig.
Denn eins werden wir alle gelernt haben, wie schön das öffentliche, freie und oft unbeschwerte Leben doch war.

Die Einschränkung und der Verzicht auf persönliche Kontakte war (und ist) für uns in den letzten Tagen und Wochen nur über das Telefon, einen Blick am Fenster oder technisch z.B. über Skype möglich. Auch sind und waren wir oft nur eine Nummer und hatten kein Gesicht. Darum erzählen Sie uns, was in Zukunft unser Stadtgebiet lebenswert machen wird. Schreiben Sie uns, was wir besuchen, anschauen oder genießen sollten, wenn die Türe wieder offen ist. Berichten Sie uns, was Sie zurzeit erleben und was für Sie Ihr Veedel ausmacht. Erzählen Sie uns bitte aus dem Jetzt und erzählen Sie uns was im Sommer geplant ist.
Auch bitte ich alle meine Partner, lasst uns zusammen die Stadtteilliebe leben, zeigen und umsetzen. Berichtet aus Euren Unternehmen und zeigt, was Ihr alles habt und könnt. Viele Firmen haben noch geöffnet und viele Einzelhändler bieten nun einen Lieferdienst oder bereiten sich schon jetzt auf die Zeit danach vor, kommuniziert es. Ich helfe Euch so gut ich kann.
Um eins möchte ich Euch natürlich bitten, lasst auch mich bitte nicht im Stich, wenn es in vier Wochen um die Sommerausgabe geht, denn die Magazine waren bis jetzt mega erfolgreich. Lasst uns zusammen in der Print-Ausgabe, die im Juni erscheinen soll und die ich versuche, aufrecht zu erhalten, alles ins haptische Außen tragen. Denn ich glaube daran, das wird der Sommer unseres Lebens, den wir alle nicht vergessen werden. Ich freue mich auf Euren Anruf und glaube fest daran, dass wir es schaffen. Wie sage ich immer „Zusammen ist vieles möglich.“
Unsere Redakteure, unser externer Grafiker und die Druckerei arbeiten übrigens weiter und stehen für jede Hilfestellung zur Verfügung. Darum erinnere ich gerne nochmals daran, dass Ihr – wie bekannt -, jedes unserer Standbeine zum verbreiten Eurer Informationen nutzen könnt – im Netz sogar kostenlos.
Ich verspreche, ich werde alles was in meiner Macht, in meinem Können und in meinen Möglichkeiten liegt zur Unterstützung beitragen und das jetzt und auch in Zukunft.
Lasst uns alle zusammenhalten, denn Solidarität fängt bei jedem Einzelnen an.
Helft heute, damit es morgen weitergeht ….

Ich lebe und liebe wie bekannt unser Stadtgebiet möchte zuversichtlich sein und bitte um positive Rückantworten. Auch stehe ich weiter zum Senioreneinkauf persönlich oder über mir bekannte Besorgungshelfer, als Ansprechpartner zur Verfügung. Scheuen Sie sich auch da nicht, mich anzurufen.
Genau wie bei Fragen: Wo bekomme ich, ….? Unser Netzwerk ist mittlerweile riesengroß geworden.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein sonniges Wochenende und bleiben Sie bitte zu Hause und gesund.

Ihre/ Eure
Ute Schmidt

Köln, 27. März 2020. Am Donnerstag hat die Stadt mitgeteilt, dass die bewilligten Zuschüsse an Kulturveranstalter und Kulturschaffende aufrechterhalten werden und darüber hinaus ein Notfallfonds eingerichtet wird. Demnach können die Belastungen infolge der Corona-Krise als förderfähig angesehen werden. „Wir begrüßen ausdrücklich diese Regelung, die für schon geförderte freie Kultur-Betriebe und -Vereine gilt. Vielen Akteuren und Institutionen ist damit kurzfristig sehr geholfen“, urteilen der Vorsitzende des Kölner Kulturrats Hermann Hollmann und die Sprecherin des Kulturnetzes Friederike van Duiven über die Entscheidung. Verwaltung und die im Rat vertretenen Parteien hätten schnell und unbürokratisch gehandelt, das verdient Dank und Anerkennung.

Jedoch ginge der aktuelle Beschluss noch nicht weit genug, denn zahlreiche Einzelkünstler*innen und Institutionen, die bisher nicht gefördert wurden, gehen leer aus. Hier muss ebenfalls umgehend Abhilfe geschaffen werden. Bund und Länder haben gezeigt, dass dies möglich ist. Auch der Rat der Stadt Köln hat in seiner gestrigen Sitzung umfangreiche zusätzliche Mittel bereitgestellt. Diese Mittel müssen auch den oben angesprochenen Künstlerinnen zugutekommen. Darüber sehen sich auch der Kölner Kulturrat und das KulturNetzKöln in der Pflicht. So untersucht z.B. unter Federführung des Kölner Kulturrates ein Future Lab die Möglichkeit, einen eigenen Hilfsfonds zu etablieren. Weitere Aktivitäten sind in Vorbereitung. „Wir müssen noch viel mehr tun. Keiner weiß, wie lange wir noch mit der Corona-Krise zu kämpfen haben“, resümieren Hollmann und van Duiven.

Köln ist eine Kulturstadt – nun kommt es darauf an, dass sie auch eine solche bleiben wird. Wenn der Marketingsatz „Kultur lebt in Köln“ auch wirklich substanziell wirken soll, dann hat er jetzt seine erste Bewährungsprobe. Gewünscht wird von Kulturrat und Kulturnetz eine „Allianz für die Stabilität der Kultur“, die die Flexibilität und Kreativität, die von der Kultur immer wieder verlangt wird, auch auf die Möglichkeiten der finanziellen Hilfen anwenden soll. Das alles aber muss rasch gehen, Sicherheit für die Kultur ist jetzt gefragt. Gemeinsam mit der Stadt sehen sich Kulturrat und Kulturnetz auf einem guten Weg.

www.koelnerkulturrat.de 
www.kulturnetz-koeln.de

(Text: PR KÖLN– Heino Schütten)

 

Durch die Corona-Situation sind wir alle verunsichert, nachdenklich und in einem Ausnahmezustand.

 

Die Nachrichten überschlagen sich. 

Herrscht auch überall Angst, Unsicherheit und befinden wir uns in einem Ausnahmezustand sollten wir auch aufhören uns verrückt zu machen. Hamsterkäufe, Panik und Hysterie bringt keinem etwas. Achtsamkeit und Zurückhaltung sowie Solidarität ist jetzt gefragt. Dazu kommt in jedem Negativen steckt auch etwas Gutes.

Die Menschen denken wieder mehr nach, sprechen miteinander und alte Benimmregeln bekommen wieder Wertigkeit. Demut und Dankbarkeit kommen zurück in die Gesellschaft. Wir besinnen uns mal wieder auf das Wesentliche. Jeder beantwortet für sich die Frage: Was ist wirklich zurzeit wichtig und was nicht? Viele Ansichten verändern sich ständig mit den neusten Nachrichten. Auch wird das Leben entschleunigt und manche gehetzte Seele findet jetzt vielleicht mal wieder Ruhe.

Die Familie, die Freunde und das soziale Umfeld bekommt ein neues Gesicht und das lokale Leben einen hoffentlich zurückgewonnenen Stellenwert.

Auch wird uns allen vielleicht einmal bewusst, in welchem Luxus und in welcher Freiheit wir alle leben. Wir konnten quasi bis dato alles machen, uns alles leisten und standen auf der Sonnenseite des Lebens. Wir hatten und haben alles im Überfluss, egal um was es geht. Wir beschweren uns über momentane Einschränkungen, statt einmal darüber nachzudenken, dass es dem Großteil der Weltbevölkerung schlecht ergeht. Viele Menschen arbeiten, damit sie überleben und wir beschweren uns, weil wir uns einmal reduzieren sollen? Natürlich möchte ich die Sorge um die Gesundheit und die Existenz in keinem Fall herunterschrauben, denn auch ich habe Existenzängste. Und denke stundenlang darüber nach. Vieles, was von oben bestimmt wird, empfinde ich als unfassbar und es macht mir Sorgen. Doch möchte ich Corona auch etwas Positives abgewinnen.

Es ist eine Herausforderung an uns alle und ein großer Lernprozess.

Durch Corona geht es immer weniger um höher, weiter, schneller.

Es geht wieder um Selbstfürsorge, Verständnis, Nächstenliebe und klein und fein im nahen Umfeld.

Neben ständiger Hygiene achten wir viel besser auf den Körper, auf unser Immunsystem. Auch ernähren wir uns gesünder, stärken uns an der frischen Luft, solange wir es noch dürfen und setzen uns mal wieder tiefer mit Dingen auseinander. Corona lernt uns aktiv zu sein in Dingen, die wir schon fast verlernt und verloren haben. Wir lernen unsere Gesundheit zu schützen und ziehen Grenzen, um anderen nicht zu schaden. Sind wir erkältet, bleiben wir zu Hause und haben wir Risikogruppen im direkten Umfeld, gehen wir anders damit um. Die Worte: Sterblichkeit und die Werteveränderung sind so aktuell wie nie.

Durch Corona können wir alle lernen, über unsere Ängste hinauszuwachsen und viele Dinge, die weit weg waren, können ganz nah an uns heranrutschen. Corona ist eine Menschenprüfung und vieles wird ein neues Gesicht bekommen.

Die Verbreitung des Virus muss so klein wie möglich gehalten werden, damit das Gesundheitssystem nicht zusammenbricht. Darum ist „Weniger“ und „Überlegter“ für mich auch eine neue Chance.

Darum telefoniere ich zurzeit viel und bleibe bei Risikogruppen auf Abstand.

Auch biete ich meiner älteren Nachbarschaft und kranken Personen Hilfe an. Einkäufe in handelsüblichen Mengen und aus den lokalen Geschäften stelle ich vor die Tür, auch mache ich Botengänge und höre ihnen zu, wenn sie ein offenes Ohr brauchen. Vereinsamung, Alleingelassensein mit Ängsten versuche ich aktiv entgegenzuwirken.

Darüber hinaus lese ich mich z.Zt. sehr intensiv in die verschiedensten Themen ein. Denn auch ich mache mir über die gelebte Stadtteilliebe viele Gedanken.

•             Wie geht es nach der Krise weiter?

•             Wo sind tolle kulturelle Veranstaltungen, Naherholungsgebiete und Besonderheiten, die wir im Sommer in der Nähe wieder besuchen dürfen und können?

•             Was ist mit unserem Handel, den Sportstätten und Gastronomien?

•             Wie können wir helfen das Theater, Kleinstunternehmen, Musiker und Künstler überleben?

•             Was können wir alle machen, dass unsere Lebensqualität erhalten bleibt?

•             Wie wird das Leben nach der Pandemie ausschauen?

•             Wie geht es weiter mit dem Format „Kölner Stadtteilliebe“?

Viele Fragen, auf die ich z.Zt. noch keine Antwort habe. Darum versuche ich so normal wie möglich zu Hause weiterzuleben und einen guten Job zu machen.

Ich hoffe, in ein paar Wochen ist es vorbei und unser Verhalten war positiv.

Unternehmer zu sein bedeutet etwas zu unternehmen und nicht in Stockstarre zu verfallen. Ich handhabe es wie die Handwerker auf der Baustelle gegenüber und arbeite weiter. Obwohl ich nicht abstreiten kann, es fällt auch mir schwer. Doch bin ich jetzt aktiv für die Zeit danach, denn das Leben wird weite gehen und wir dürfen nicht den Kopf in den Sand stecken.

Ich hoffe, ich werde es im Interesse für uns alle schaffen und ich hoffe, dass mich viele darin auch im eigenen Interesse unterstützen.

Darum plane ich weiter, mit dem Bewusstsein es kurzfristig vielleicht absagen zu müssen, am 10. Mai am Muttertag die kostenlose Kulturfrühling-Veranstaltung auf dem Maternusplatz mit HaJü Greve (https://urbanlife-eg.de/ ). Er ist der Erbauer der Bücherschränke und der Erfinder von „Kultur im Stundentakt“ und ein ganz wundervoller Mensch. Wir besprechen uns täglich, da wir noch auf der Suche nach Kulturschaffenden sind, die sich zeigen möchten, um gemeinsam ein hochwertiges Programm zu präsentieren. 
Auch behalten das Villahotel Rheinblick und ich, den verschobenen Nachbarschaftstalk im Villahotel Rheinblick, den wir leider absagen mussten, im Auge und werden diesen so schnell wie möglich nachholen. Der Bedarf, die Nachfrage und die Anmeldezahlen waren nämlich super.

Weiß ich auch nicht wann, weiß ich auf jeden Fall schon eins: Zusammen ist vieles möglich.

Darum glaube ich auch fest daran, dass im Juni eine neue Printausgabe der Kölner Stadtteilliebe herauskommt und wir dann wieder zurück in unser gewohntes, aber mit Sicherheit geändertes Leben kommen, mit Freude, lokalem Handel und schönen Momenten.

Denn der Kölner Süden gehört zu den dynamischsten, wachstumsreichsten und stetig weiter entwickelnden Stadtbezirken von Köln. Auch ist der Kölner Süden (für mich) eins der schönsten Stadtgebiete. Unzählige Bürger sind und werden nach der Krise zu uns ziehen und mit den Altbürgern das Leben gestalten. Dieses Leben in vielen Fassetten heißt es dann wieder von seinen schönsten Seiten zu zeigen. Auch wird bestimmt wieder der Stadteiltourismus wachsen und die lokale Wirtschaft und die öffentlichen Räume beleben. Anwohner*innen, Unternehmer*innen und lokale Akteur*innen werden die Beeinträchtigung der Lebensqualität durch zurückliegende Belastungen bestimmt mit viel Kraft positiv unterstützen, denn eins wollen wir alle, die Stadtteilliebe genießen, leben sowie erleben. 

Wir sind und werden alle gefragt sein, doch ich glaube fest an uns und den schönen Kölner Süden und ich verspreche schon heute, ich helfe wo ich kann.

Ich bin mir sicher, Straßenzüge und Grünflächen im Quartier werden schon bald mit viel Leben gefüllt sein, auch werden die Geschäfte bald wieder zu magischen Anziehungspunkten, den eins wird uns die Krise gezeigt haben, ohne lokalen Handel hätten wir das alles nicht überstanden. 

Veedel lieben- Veedel leben heißt sich zusammen dafür einsetzen. Darum beginne ich in der schwersten Zeit, nun in meinem Homeoffice schöne Berichte zu sammeln und freue mich, wenn mich meine Partner nicht im Stich lassen und weitere dazu kommen, weil sie, wie ich, an unser Stadtgebiet glauben und sich zeigen möchten.

Bitte sehen Sie dieses lange Schreiben nicht als Werbeschreiben für mich an, sondern sehen Sie es als Aufforderung an uns alle. Ich möchte Sie bitten die Medien als einen wertvollen Partner der Gesellschaft anzusehen. Hätten wir die Medien z.Zt. nicht mit all ihren Vor- und Nachteilen, wären wir alle nicht informiert über das (Welt-)Geschehen.

Darum heißt es auch die Medien zu unterstützen, weil diese Krise zeigt, dass wir sie brauchen! Und so brauchen wir auch nach meiner Ansicht die Kölner Stadtteilliebe als lokales Format, um zu zeigen, was wir alles haben! Ich bündele die schönen Dinge und sage immer „die Kölner Stadtteilliebe ist ein Gemeinschaftswerk, worin ich versuche, das Beste zu geben.“

Der Erfolg, die Synergien, das Netzwerk, die Verbreitung der Inhalte jeglicher Art liegt an der Offenheit der Menschen, darum bitte ich mit meinen langen Zeilen verständnisvoll umzugehen.

Ich bin neben der Macherin auch Bürgerin in unserem schönen Stadtgebiet und appelliere an den Zusammenhalt in jeglicher Form, denn das Leben ist jetzt und geht morgen weiter, daran arbeite ich privat und beruflich mit voller Leidenschaft. 

Darum wünsche ich Ihnen von Herzen, bleiben Sie gesund und antworten Sie mir gerne im Wohlinteresse für unser schönes Stadtgebiet.

Ihre 

Ute Schmidt

Liebe Reise- Freunde,

in der Krise kommen viele Berufsgruppen in den Fokus, die einen grandiosen Job leisten, medizinisches Personal, Supermarktangestellte, BusfahrerInnen, Sicherheitskräfte und viele weitere mehr.

Etwas zu kurz kommen dabei leider meine tollen Kollegen in den Reisebüros und bei den Veranstaltern, die (wie viele andere Branchen auch) den Druck von Kurzarbeit und drohender Zwangsschließung (Ausgangssperre?) aushalten und alles dafür tun, damit gestrandete Reisende nach Hause kommen, bevorstehende Reisen verschoben werden und ihren Kunden einfach das Gefühl geben, für sie da zu sein und sich für ihre Probleme die Zeit nehmen und einsetzen. Und das zurzeit fast 24/7!

Daher die ganz große Bitte: Auch wenn Ihr in den nächsten Wochen fast nur noch zu Hause seid und viel im Internet surft, vergesst die stationären Reisebüros nicht! Wir sind nicht weg, wir sind immer für Euch erreichbar. Ja, wir mussten die Türen schließen, aber wir sind da! Sollten wir selbst nicht mehr in die Büros dürfen, wir sind trotzdem da! Wir haben uns auf diese Situation vorbereitet und bleiben telefonisch und per E-Mail für Euch erreichbar, egal ob Euch der Schuh drückt oder Ihr Euren Traumurlaub in der „Zeit danach“ plant, den die wird es mit Sicherheit geben!

Der eine oder andere wird festgestellt haben, wie schwer es ist, seine aktuellen Sorgen bei einem Onlineportal unterzubringen.

Das ist der Moment, wo wir unsere Stärke zeigen, wo wir individuelle Lösungen finden und nicht auf ein Schema oder einen Textbaustein zurückgreifen. Das ist doch jetzt die Zeit, wo Euch ein persönliches Wort viel weiterbringt als eine automatisierte E-Mail.

Und deshalb, auch wenn ich mich wiederhole: Bleibt oder werdet dem Reisebüro treu!

Bucht Eure Reisen in einem unserer Büros, bucht wo Ihr wollt, aber bucht IM REISEBÜRO!

Bleibt gesund!

#Save Tourism

TEILEN ausdrücklich erwünscht!!!!

Ich danke euch allen aus tiefstem Herzen

Schnell, aktuell und lokal – so kennt Ihr die Kölner Stadtteilliebe. Auf facebook laufen die Informationen noch ein wenig schneller, da dort ein großes Netzwerk aktiv ist. Gerade in der jetzigen Situation ist es wichtig für alle, sich auszutauschen und zu wissen, was geht. Wer liefert was? Wo bekomme ich was? Wie komme ich an das Menü aus meinem Lieblingsrestaurant? Wie sind die Öffnungszeiten? Bei uns auf facebook natürlich unter gleichem Namen „Kölner Stadtteilliebe“ sind Unmengen an Informationen zu finden. Was eben noch ganz oben stand, kann in wenigen Minuten nach unten wandern, weil sich die Nachrichten oft überschlagen. Hier werden die unterschiedlichsten Dinge ausgetauscht und viele Bildnachrichten und News als Kurzfilm sind zu finden. Auf facebook kann sich jeder beteiligen. Gleich ob er schweigend etwas lesen möchte oder aktiv kommunizieren und diskutieren will. “Unter uns“ sind wir auf facebook , überall sichtbar und dort einer der beliebtesten Gruppen bzw. Seiten, denn beides haben wir. Kurze, knackige Informationen – ständig aktualisiert. Wenn Ihr mehr wissen wollt, besucht uns einmal dort, Ihr werdet begeistert sein, was in unserem Stadtgebiet so alles passiert. Hier findet Ihr alle Infos, die Ihr braucht. Ob Termine, Adressen, Tipps, Aktuelles, Klatsch- und Tratsch, Männer, Frauen, Familien und vieles mehr in aller Ausführlichkeit. Wir freuen uns auf Euch – wo auch immer wir uns treffen! 

Heute ist Welttag des Kindertheaters. Zu traurig, dass es heute wohl europaweit kein Kindertheater auf Bühnen zu sehen gibt.

Beginnend mit dem heutigen Tag hat sich das COMEDIA Theater entschieden, Theaterstücke für Kinder als Video zu zeigen.

Wir beginnen mit „Agentur für Diebstahl“ für Kinder ab 6 Jahren unter folgendem link: https://vimeo.com/366542577

Es gab einmal eine Stadt, in der alle Einwohner Diebe waren.“ Diese Idee einer auseinander driftenden Gesellschaft war für das Team um Regisseurin Anna Vera Kelle Ausgangspunkt zu einer Untersuchung über die Verteilung von Besitz in unserer Welt. Warum gibt es Armut? Und warum eigentlich Reichtum? Was passiert, wenn jeder jeden beklaut und am Ende des Tages die Wohnungen leergeräumt und alle zufrieden dabei sind? Alle sind gleich und keine ist reicher als die anderen. Doch als ein neuer Bewohner die Stadt betritt, der kein Dieb sein möchte, kommt alles durcheinander. In einer humorvollen, altersgerechten und bildhaften Versuchsanordnung untersuchen drei Spieler*innen die Ursachen von Armut und Reichtum. Sie suchen gemeinsam mit ihrem Publikum nach Lösungen für die drängende Frage: Wem gehört die Welt?

Die Premiere war am 9. März 2019. Eine Eigenproduktion des COMEDIA Theaters und deshalb rechtefrei zu sehen

In den nächsten Tagen wird das COMEDIA Theater weitere Stücke für alle Theater-freund*innen per Video zu Verfügung stellen.

 

Alle Infos unter www.comedia-koeln.de

Durch die Corona-Situation sind wir alle verunsichert, nachdenklich und in einem Ausnahmezustand.

 

Die Nachrichten überschlagen sich. 

Herrscht auch überall Angst, Unsicherheit und befinden wir uns in einem Ausnahmezustand sollten wir auch aufhören uns verrückt zu machen. Hamsterkäufe, Panik und Hysterie bringt keinem etwas. Achtsamkeit und Zurückhaltung sowie Solidarität ist jetzt gefragt. Dazu kommt in jedem Negativen steckt auch etwas Gutes.

Die Menschen denken wieder mehr nach, sprechen miteinander und alte Benimmregeln bekommen wieder Wertigkeit. Demut und Dankbarkeit kommen zurück in die Gesellschaft. Wir besinnen uns mal wieder auf das Wesentliche. Jeder beantwortet für sich die Frage: Was ist wirklich zurzeit wichtig und was nicht? Viele Ansichten verändern sich ständig mit den neusten Nachrichten. Auch wird das Leben entschleunigt und manche gehetzte Seele findet jetzt vielleicht mal wieder Ruhe.

Die Familie, die Freunde und das soziale Umfeld bekommt ein neues Gesicht und das lokale Leben einen hoffentlich zurückgewonnenen Stellenwert.

Auch wird uns allen vielleicht einmal bewusst, in welchem Luxus und in welcher Freiheit wir alle leben. Wir konnten quasi bis dato alles machen, uns alles leisten und standen auf der Sonnenseite des Lebens. Wir hatten und haben alles im Überfluss, egal um was es geht. Wir beschweren uns über momentane Einschränkungen, statt einmal darüber nachzudenken, dass es dem Großteil der Weltbevölkerung schlecht ergeht. Viele Menschen arbeiten, damit sie überleben und wir beschweren uns, weil wir uns einmal reduzieren sollen? Natürlich möchte ich die Sorge um die Gesundheit und die Existenz in keinem Fall herunterschrauben, denn auch ich habe Existenzängste. Und denke stundenlang darüber nach. Vieles, was von oben bestimmt wird, empfinde ich als unfassbar und es macht mir Sorgen. Doch möchte ich Corona auch etwas Positives abgewinnen.

Es ist eine Herausforderung an uns alle und ein großer Lernprozess.

Durch Corona geht es immer weniger um höher, weiter, schneller.

Es geht wieder um Selbstfürsorge, Verständnis, Nächstenliebe und klein und fein im nahen Umfeld.

Neben ständiger Hygiene achten wir viel besser auf den Körper, auf unser Immunsystem. Auch ernähren wir uns gesünder, stärken uns an der frischen Luft, solange wir es noch dürfen und setzen uns mal wieder tiefer mit Dingen auseinander. Corona lernt uns aktiv zu sein in Dingen, die wir schon fast verlernt und verloren haben. Wir lernen unsere Gesundheit zu schützen und ziehen Grenzen, um anderen nicht zu schaden. Sind wir erkältet, bleiben wir zu Hause und haben wir Risikogruppen im direkten Umfeld, gehen wir anders damit um. Die Worte: Sterblichkeit und die Werteveränderung sind so aktuell wie nie.

Durch Corona können wir alle lernen, über unsere Ängste hinauszuwachsen und viele Dinge, die weit weg waren, können ganz nah an uns heranrutschen. Corona ist eine Menschenprüfung und vieles wird ein neues Gesicht bekommen.

Die Verbreitung des Virus muss so klein wie möglich gehalten werden, damit das Gesundheitssystem nicht zusammenbricht. Darum ist „Weniger“ und „Überlegter“ für mich auch eine neue Chance.

Darum telefoniere ich zurzeit viel und bleibe bei Risikogruppen auf Abstand.

Auch biete ich meiner älteren Nachbarschaft und kranken Personen Hilfe an. Einkäufe in handelsüblichen Mengen und aus den lokalen Geschäften stelle ich vor die Tür, auch mache ich Botengänge und höre ihnen zu, wenn sie ein offenes Ohr brauchen. Vereinsamung, Alleingelassensein mit Ängsten versuche ich aktiv entgegenzuwirken.

Darüber hinaus lese ich mich z.Zt. sehr intensiv in die verschiedensten Themen ein. Denn auch ich mache mir über die gelebte Stadtteilliebe viele Gedanken.

•             Wie geht es nach der Krise weiter?

•             Wo sind tolle kulturelle Veranstaltungen, Naherholungsgebiete und Besonderheiten, die wir im Sommer in der Nähe wieder besuchen dürfen und können?

•             Was ist mit unserem Handel, den Sportstätten und Gastronomien?

•             Wie können wir helfen das Theater, Kleinstunternehmen, Musiker und Künstler überleben?

•             Was können wir alle machen, dass unsere Lebensqualität erhalten bleibt?

•             Wie wird das Leben nach der Pandemie ausschauen?

•             Wie geht es weiter mit dem Format „Kölner Stadtteilliebe“?

Viele Fragen, auf die ich z.Zt. noch keine Antwort habe. Darum versuche ich so normal wie möglich zu Hause weiterzuleben und einen guten Job zu machen.

Ich hoffe, in ein paar Wochen ist es vorbei und unser Verhalten war positiv.

Unternehmer zu sein bedeutet etwas zu unternehmen und nicht in Stockstarre zu verfallen. Ich handhabe es wie die Handwerker auf der Baustelle gegenüber und arbeite weiter. Obwohl ich nicht abstreiten kann, es fällt auch mir schwer. Doch bin ich jetzt aktiv für die Zeit danach, denn das Leben wird weite gehen und wir dürfen nicht den Kopf in den Sand stecken.

Ich hoffe, ich werde es im Interesse für uns alle schaffen und ich hoffe, dass mich viele darin auch im eigenen Interesse unterstützen.

Darum plane ich weiter, mit dem Bewusstsein es kurzfristig vielleicht absagen zu müssen, am 10. Mai am Muttertag die kostenlose Kulturfrühling-Veranstaltung auf dem Maternusplatz mit HaJü Greve (https://urbanlife-eg.de/ ). Er ist der Erbauer der Bücherschränke und der Erfinder von „Kultur im Stundentakt“ und ein ganz wundervoller Mensch. Wir besprechen uns täglich, da wir noch auf der Suche nach Kulturschaffenden sind, die sich zeigen möchten, um gemeinsam ein hochwertiges Programm zu präsentieren. 
Auch behalten das Villahotel Rheinblick und ich, den verschobenen Nachbarschaftstalk im Villahotel Rheinblick, den wir leider absagen mussten, im Auge und werden diesen so schnell wie möglich nachholen. Der Bedarf, die Nachfrage und die Anmeldezahlen waren nämlich super.

Weiß ich auch nicht wann, weiß ich auf jeden Fall schon eins: Zusammen ist vieles möglich.

Darum glaube ich auch fest daran, dass im Juni eine neue Printausgabe der Kölner Stadtteilliebe herauskommt und wir dann wieder zurück in unser gewohntes, aber mit Sicherheit geändertes Leben kommen, mit Freude, lokalem Handel und schönen Momenten.

Denn der Kölner Süden gehört zu den dynamischsten, wachstumsreichsten und stetig weiter entwickelnden Stadtbezirken von Köln. Auch ist der Kölner Süden (für mich) eins der schönsten Stadtgebiete. Unzählige Bürger sind und werden nach der Krise zu uns ziehen und mit den Altbürgern das Leben gestalten. Dieses Leben in vielen Fassetten heißt es dann wieder von seinen schönsten Seiten zu zeigen. Auch wird bestimmt wieder der Stadteiltourismus wachsen und die lokale Wirtschaft und die öffentlichen Räume beleben. Anwohner*innen, Unternehmer*innen und lokale Akteur*innen werden die Beeinträchtigung der Lebensqualität durch zurückliegende Belastungen bestimmt mit viel Kraft positiv unterstützen, denn eins wollen wir alle, die Stadtteilliebe genießen, leben sowie erleben. 

Wir sind und werden alle gefragt sein, doch ich glaube fest an uns und den schönen Kölner Süden und ich verspreche schon heute, ich helfe wo ich kann.

Ich bin mir sicher, Straßenzüge und Grünflächen im Quartier werden schon bald mit viel Leben gefüllt sein, auch werden die Geschäfte bald wieder zu magischen Anziehungspunkten, den eins wird uns die Krise gezeigt haben, ohne lokalen Handel hätten wir das alles nicht überstanden. 

Veedel lieben- Veedel leben heißt sich zusammen dafür einsetzen. Darum beginne ich in der schwersten Zeit, nun in meinem Homeoffice schöne Berichte zu sammeln und freue mich, wenn mich meine Partner nicht im Stich lassen und weitere dazu kommen, weil sie, wie ich, an unser Stadtgebiet glauben und sich zeigen möchten.

Bitte sehen Sie dieses lange Schreiben nicht als Werbeschreiben für mich an, sondern sehen Sie es als Aufforderung an uns alle. Ich möchte Sie bitten die Medien als einen wertvollen Partner der Gesellschaft anzusehen. Hätten wir die Medien z.Zt. nicht mit all ihren Vor- und Nachteilen, wären wir alle nicht informiert über das (Welt-)Geschehen.

Darum heißt es auch die Medien zu unterstützen, weil diese Krise zeigt, dass wir sie brauchen! Und so brauchen wir auch nach meiner Ansicht die Kölner Stadtteilliebe als lokales Format, um zu zeigen, was wir alles haben! Ich bündele die schönen Dinge und sage immer „die Kölner Stadtteilliebe ist ein Gemeinschaftswerk, worin ich versuche, das Beste zu geben.“

Der Erfolg, die Synergien, das Netzwerk, die Verbreitung der Inhalte jeglicher Art liegt an der Offenheit der Menschen, darum bitte ich mit meinen langen Zeilen verständnisvoll umzugehen.

Ich bin neben der Macherin auch Bürgerin in unserem schönen Stadtgebiet und appelliere an den Zusammenhalt in jeglicher Form, denn das Leben ist jetzt und geht morgen weiter, daran arbeite ich privat und beruflich mit voller Leidenschaft. 

Darum wünsche ich Ihnen von Herzen, bleiben Sie gesund und antworten Sie mir gerne im Wohlinteresse für unser schönes Stadtgebiet.

Ihre 

Ute Schmidt

Leserbrief

SOLLTE JEDER MAL DRAN DENKEN!!! ❤

Wenn das CoronaVirus Deutschland resistent gemacht hat und die Gefahr vorbei ist, tun Sie eine gute Tat für den Rest von 2020. Verbringen Sie Ihren Urlaub in Deutschland, essen Sie in deutschen Restaurants und bleiben Sie in Ihrer Heimat. Kaufen sie deutsche Produkte regional ein und unterstützen Sie so die Landwirte. Unterstützen Sie Unternehmen, die es aufgrund fehlender Umsätze schwer haben Helfen Sie alle mit und helfen Sie zusammen. Wir haben gute Produkte und kompetente Handwerksbetriebe.

Danke Heike Haßa

Statement von Pfarrer Bernhard Seiger, Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region zur aktuellen Lage

Die letzten Wochen und Tage unter dem Eindruck der Corona-Epidemie beschäftigen jeden von uns. Alltägliche Abläufe sind von jetzt auf gleich verändert, die Nachrichten und die politische Entscheidungslage ändern sich in rasantem Tempo. Die Begrenzung der Ausbreitung des Coronavirus und der Schutz von Menschenleben, insbesondere von alten und vorerkrankten Menschen hat Vorrang vor allen anderen berechtigten Anliegen und Wünschen. Fragen stellen sich, mit denen man sich nie zuvor befassen musste. Es stellen sich zahlreiche Fragen zu gesundheitlichen, politischen, wirtschaftlichen, rechtlichen und technischen Themen, und das jeden Tag in neuen Konstellationen. Das Arbeitsleben, das wirtschaftliche Leben und die Freizeitgestaltung ändern sich so deutlich, wie sich das vor Wochen kaum jemand hätte vorstellen. Das kirchliche Leben hat sich ebenfalls stark verändert und stellt uns vor Herausforderungen und Chancen Wir lernen ständig dazu und bewerten Informationen immer wieder neu.

Unterstützung für behördliche Entscheidungen

Wir unterstützen als Kirchen die Maßnahmen der Regierung und der staatlichen Behörden zum Schutz der Bevölkerung und ermutigen zum verantwortlichen Handeln jedes Einzelnen.

Für das gemeindliche Leben ergeben sich aus dieser Lage tiefgreifende Einschnitte, da sich das öffentliche und soziale Leben deutlich und spürbar verändert. Diese Einschnitte sind notwendig – zugleich fordern sie uns heraus, neu zu überlegen, wie Christen ihr Gemeinschaftsleben neu organisieren und welche Chancen in den vielfältigen digitalen und anderen medialen Möglichkeiten bestehen.

Wie geht gemeindliches Leben jetzt weiter?

Öffentliche Gottesdienste mit Live-Begegnung werden nun aus Fürsorgegründen nicht mehr gehalten. Wir werden sehen, wie lange das geht. Es werden nicht nur Veranstaltungen und Freizeiten abgesagt und kirchliche Kindertagesstätten geschlossen, sondern die Gemeinden sind auf dem Weg, kreative Möglichkeiten zu entwickeln, die einem Orientierung und Impulse und Halt geben können.

Zu nennen sind: 

  • Live-Übertragungen von lokalen Gottesdiensten auf Gemeinde-Homepages und in sozialen Netzwerken
  • Gottesdienste im Radio und im Fernsehen. Die Seite rundfunk.evangelisch.de führt vielfältige Möglichkeiten auf.
  • „Gottesdienste to go“, das heißt, vor Kirchen werden Predigten und Gebete zum Mitnehmen auf Wäscheleinen gehängt.
  • Geöffnete Kirchen. Solange es noch erlaubt ist und verantwortlich mit dem erforderlichen Abstand umgegangen wird, werden verschiedene Kirchen für Einzelbesucher zum persönlichen Innehalten und zum Gebet offen gehalten.
  • Seniorinnen und Senioren, die nicht digital affin sind, nützen die neuen Angebote meistens wenig. Hier helfen Telefonketten, die in Gemeinden organisiert werden, so dass man die Einsamkeit durch den direkten und regelmäßigen Kontakt etwas mildert.
  • Gemeinden organisieren ehrenamtliche Bringdienste, um Versorgung von Menschen zu unterstützen, die das Haus zur Zeit nicht verlassen sollten.
  • Viele weitere Ideen und Experimente und Initiativen werden in den nächsten Wochen entstehen.
  • Unserer Telefonseelsorge ist rund um die Uhr besetzt und kann über die kostenlose Rufnummer 0800 111 0 111 angerufen werden.

Zuversicht und Verbundenheit

Es zeigt sich in diesen Wochen, wieviel vom Geist der Zuversicht und der Nächstenliebe in unseren Gemeinden und in der Nachbarschaft lebendig ist und Menschen gut tut, gerade denen, die eher am Rande und stiller leben. Manche trifft die Krise auch seelisch und wirtschaftlich viel härter, als man sich vorstellen kann. Das Motto dieser Karnevalssession hieß: „Et Hätz schleiht em Veedel“. Wir haben damals noch nicht geahnt, wie aktuell und lebensnotwendig dieses Motto für uns alle ist! Ich vertraue sehr auf den Zusammenhalt, die Rücksichtnahme, die soziale Initiative und die Kreativität von ganz vielen.

Glockenläuten und Gemeinschaft

Ich habe in diesen Tagen an einen Bericht von vor etwa hundert Jahren gedacht, der von einem tief verschneiten Tal in den Alpen erzählt. In der Weihnachtszeit war das Tal durch die Schneemassen so von der Außenwelt abgeschnitten, dass keine Wege mehr gegangen werden konnten, niemand von den ferneren Höfen im Tal konnte mehr zu den Gottesdiensten in der Kirche des Hauptdorfes kommen. Aber die Glocken riefen zum Gebet. Und jeder, auch Kilometer entfernt, hörte den Klang in der ruhigen Zeit und wusste: Jetzt singen und beten einige andere im Dorf und denken an uns. Und sie haben das dann zuhause auch getan. Eine Brücke zwischen Menschen, die zusammen gehören und als Christinnen und Christen verbunden miteinander waren. Die Glocken waren die Brücke. Es waren intensive Weihnachtstage, die über Generationen in Erinnerung geblieben sind.

Was wäre, wenn wir genauso leben?

Nun leben wir nicht in einem abgeschiedenen Tiroler Tal, sondern in städtischem Umfeld, aber sonst ist vieles in diesen ruhigeren Krisentagen gleich. Jede unserer Kirchen läutet das Tagesläuten und sie lädt zur üblichen Gottesdienstzeit am Samstag oder Sonntag zum Gebet und zum Gottesdienst ein. Was wäre, wenn wir das Läuten der Kirche „im Veedel“ oder „im Dorf“ wieder bewusster als Einladung zum Innehalten nutzen?

Zutaten zum Hausgottesdienst

Was wäre, wenn wir in den Gemeinden das übliche Gottesdienstläuten selbstverständlich beibehalten und einladen, eben auch um 10 Uhroder 11 Uhr oder wann auch immer es üblich ist, innehalten und einen kleinen Hausgottesdienst feiern? Mit Lied, Psalm, Gebet, Bibel-Lesung, einem kurzen Impuls zur Auslegung von denen, die sonst vor Ort verkündigen, Lied, Fürbitte, Vaterunser, Bitte um den Segen?

Man ist dann zuhause an einem sicheren Ort allein oder zu zweit oder als Familie oder im kleinen Freundeskreis, aber weiß: Jetzt singen und beten einige andere in der Nachbarschaft und denken auch an mich. Und dann feiern sie zuhause mit denselben Schätzen mit. Eine Brücke zwischen Menschen, die zusammen gehören und als Christen miteinander verbunden sind. Die Zutatenliste kann an einer Wäscheleine vor der Kirche hängen oder auf der Homepage verfügbar sein oder per Mail versandt werden oder in Briefkästen geworfen werden.

Ich kann mir in diesen überraschenden und bewegten Tagen viel denken und vorstellen, aber vor allem die Bewährung der Haltung der ersten Christen: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ (2. Timotheus 1,7).

(Text:Sammy Wintersohl)