…..

»Ich kann mindestens fünfmal im Jahr
Geburtstag feiern«, lacht Wolfgang
Wollenweber, wenn man anfängt, mit
ihm über sein Leben zu plaudern. Zu
erzählen hat der 96-jährige ehemalige
Pilot, der viele Kampfeinsätze im
2. Weltkrieg gefl ogen ist, jede Menge.
Im Mittelpunkt seines Lebens stand der
zweite Weltkrieg, dort musste er wie
viele andere junge Männer Grenzerfahrungen
erleben, die als Außenstehender
kaum nachzuvollziehen sind.
Heute lebt Wolfgang Wollenweber in
seinem Haus in Rodenkirchen als einer
der letzten lebenden Zeitzeugen.
Kriegseinsatz – Pilot war noch die
beste Alternative
»Wir mussten damals in die Wehrmacht,
es war nur die Frage, was man
da macht«, erinnert er sich an seine
Jugend. Wolfgang Wollenweber entschied
sich schnell, zur Luftwaffe zu
gehen. »Bei den Bodentruppen wirst
du von Schützengraben zu Schützengraben
geschickt und irgendwann
abgeknallt. Im Flieger bist du dein
eigener Herr.« Nach der Grundausbildung
absolvierte er die Flugzeugführerschule,
wurde schnell zum Leutnant
befördert, machte eine Ausbildung
auf der Instrumentenfl ugschule um
dann mit verschiedenen Flugzeugtypen
Einsätze zu fl iegen.
Überleben war das oberste Ziel
Damit fi ng auch die Sache mit den
fünf Geburtstagen an. »Das waren
immer Situationen, die ich eigentlich
nicht überleben konnte.« Ein solcher
Flug ging in die norwegischen Fjorde
mit dem Auftrag zur Luftsicherung für
einen Minenleger. Man war mit vier
Flugzeugen unterwegs, der Einsatz
diente dazu, Nachwuchspiloten in die
Praxis einzuführen. »Das Problem war
plötzlicher Nebel, wir konnten den
Minenleger nicht sehen.« Jetzt wollte
er den anderen Piloten zeigen, wie
man den Nebel durchfl iegt, doch das
war keine kleine Nebelbank, sondern
ein Nebelgebiet, was sich vom Nordpol
kommend über die Wasseroberfl äche
ausgebreitet hatte. »Inzwischen
ging der Sprit zur Neige, wir konnten
nicht mehr aus dem Nebel raus.«
Was tun? »Entweder man setzt auf
dem Wasser auf oder geht per Fallschirm
raus, beides würde im zwei Grad
kalten Wasser tödlich enden.« Also
nahmen die Piloten jedes Risiko auf
sich. »Unsere Homebase lag in einem
Fjord, den konnten wir vielleicht noch
im Blindfl ug erreichen.« Dort angekommen
mussten sie mit dem letzten
Tropfen Sprit mitten im Nebel die Landebahn
treffen. »Herr Kapitän, wir leben
noch.« War die kurze und knappe
Rückmeldung. Nach einer Umarmung
durch den Staffelkapitän und einem
kleinen Begrüßungssekt »haben wir
uns dann hemmungslos betrunken.«

Die Überschallgrenze geknackt
Sein Lieblingsfl ugzeug war die He 162,
ein Flugzeug aus den Henkel Werken,
was seiner Zeit weit voraus war. »Wir
bekamen die nagelneue Maschine
ohne Einweisung dahingestellt, dann
hieß es, fl ieg mal los.« Gesagt, getan,
doch bald kam der erste Schreck:
»Plötzlich hörte ich nichts mehr, kein
Maschinengeräusch, obwohl die Turbine
direkt hinter meinem Kopf lag.
Ich dachte, das Treibwerk ist im Eimer.
« Aber nichts dergleichen, die Erklärung
war ganz einfach: »Ich hatte
die Schallmauer geknackt, nur hatte
uns das niemand gesagt.« Mit einer
Spitzengeschwindigkeit von über 900
km/h war diese Maschine fast doppelt
so schnell wie alle anderen, auch
feindlichen Maschinen. Trotzdem war
der Einsatzrahmen begrenzt, der Tank
hielt nur für 45 Minuten Flugdauer. Ein
Handbuch für die Maschine bekam
Wolfgang Wollenweber übrigens erst
Jahre später in die Hände.
Erinnerungen in Büchern festhalten
Zu einem seiner fünf Geburtstage hat
Wolfgang Wollenweber ein Buch mit
seinen Erinnerungen veröffentlicht.
Dort fi ndet man detailliert beschrieben
noch mehr solcher atemberaubender
Erlebnisse. »Besonders meine
Enkel sind ganz wissbegierig darauf,
was in dieser Zeit wirklich passiert ist.«
Eine authentischere Beschreibung
als von einem solchen Zeitzeugen
können sie kaum bekommen. Das
Buch »Die Reichsadler – Dokumentation
über die Einsätze der Me 110 und
He 162« ist im Helios Verklag erschienen
und in allen stationären und online-
Buchhandlungen erhältlich.
Wolfgang Wollenweber ist auch mit
96 Jahren noch fi t, ab und zu trifft er
sich mit Freunden in Rodenkirchen,
um eine Flasche Wein zu leeren und
in Erinnerungen zu schwelgen. Einmal
im Jahr geht es nach Speyer, wo man
sich mit alten Kameraden trifft. Auch
zu Fuß oder mit dem Auto ist er noch
gut mobil, mit 80 ist er nochmal selber
um den Kaiserstuhl gefl ogen. Als
nächstes Projekt will er eine Familienchronik
schreiben. Das einzige Problem:
»Mein Sohn muss mir dazu noch
eine funktionsfähige Schreibmaschine
besorgen, die alte hat ihren Geist aufgegeben.
« (kgs)

Neujahrsempfang in der Feuerwache Marienburg: Bürgervereinigung Rodenkirchen setzt sich für das Miteinander ein
Auch für die Zukunft: Demokratisch – aber ohne Blaulicht – wird sich die Bürgervereinigung Rodenkirchen Gehör verschaffen für Bürgerwünsche

 

Foto. Urheber: Bürgervereinigung Rodenkirchen. Infos für die Bildunterschrift v.l.: Freiwillige Feuerwehr Löschgruppe Rodenkirchen, Stefan Lakenbrink, Abteilungsleiter Berufsfeuerwehr der Stadt Köln (hinten), Dieter Maretzky, 1. Vorsitzender Bürgervereinigung Rodenkirchen, OB Henriette Reker, Wolfgang Behrendt, 2. Vorsitzender Bürgervereinigung Rodenkirchen, Andreas Montasser, Vorsteher der Feuer- und Rettungswache 2 Berufsfeuerwehr auf dem Neujahrsempfang

Es gibt noch viel zu tun für die Bürgervereinigung Rodenkirchen e.V. Denn Verbesserungs­bedarf in Rodenkirchen und im Kölner Süden besteht weiterhin in mehrfacher Hinsicht. Das hat Dieter Maretzky, der erste Vorsitzende der Bürgervereinigung Rodenkirchen in seiner Rede auf dem traditionellen Neujahrsempfang deutlich gemacht. Obwohl der Verein mit vielen unterschiedlichen Aktivitäten und Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche sowie Erwachsene, dem hartnäckigen, kritischen Nachfragen und politischer Lobby-Arbeit bereits viele gute Lösungen für die Bürger anregen und durchsetzen konnte, blieben für die Zukunft noch zahlreiche Aufgaben. Bei all den nötigen Veränderungen sei entscheidend, dass der Austausch mit den Initiativen wie den Bürger- und Dorfgemeinschaften in der IG Süden, den politischen, umweltschützenden, karitativen, kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Gruppen weiterhin gut funktioniere und noch stärker werde. „Die Betonung liegt auf dem Miteinander,“ stellte Maretzky heraus. Denn die Herausforderungen, die Zukunft unserer Stadt zu gestalten, würden am besten gemeinsam gelöst. Die Bürgervereinigung Rodenkirchen versteht sich als die Lobby für Rodenkirchen und für den Kölner Süden. „Auch in Zukunft werden wir uns demokratisch, aber ohne Blaulicht Gehör verschaffen,“ bekräftigt Maretzky. Dabei wolle man sich besonders für ein gemeinsames, friedliches Europa einsetzen. Das war die Quintessenz der Neujahrsrede von Dieter Maretzky auf dem Neujahrsempfang der Bürgervereinigung Rodenkirchen.

Der Empfang fand am Sonntag, 20. Januar 2019 in der Feuer- und Rettungswache Marienburg statt und war mit rund 400 Gästen gut besucht.

Maretzky dankte in besonderem Maße allen Feuerwehrleuten, Rettungsdienstlern, Notärzten, Piloten und allen Beteiligten. „Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann zu sein ist kein alltäglicher Job. Diese Arbeit verlangt viele Fähigkeiten: Fachwissen, Umsicht, Mut, Behutsamkeit, Entscheidungskraft, Sportlichkeit, Teamgeist und vieles mehr. Es heißt auch gute Nerven behalten, wenn Helfer sogar tätlich angegriffen werden und die Rettungsarbeit behindert wird“, merkte Maretzky an.

Wolfgang Behrendt, zweiter Vorsitzender der Bürgervereinigung, moderierte die Veranstaltung und dankte der Berufsfeuerwehr Köln für ihre Gastfreundschaft.

Stefan Lakenbrink, Abteilungsleiter Gefahrenabwehr III und Informationssysteme bei der Berufsfeuerwehr der Stadt Köln, berichtete in seiner Rede über die Entstehungsgeschichte der Feuer- und Rettungswache Marienburg, die 2003 in Betrieb genommen wurde. Als Besonderheiten im Kölner Süden für Einsätze der Feuerwache 2 nannte er das Containerterminal Eifeltor, die Gefährdung durch Hochwasser, die chemische und petrochemische Industrie sowie den Hafen in Godorf.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker wurde herzlich willkommen geheißen. Ihre Ansprache thematisierte die Ziele der Stadt Köln für 2019. Sie nahm Bezug zum letzten Stadtgespräch im Bezirk und zum Stadtteil Rodenkirchen, unter anderem zu den Themen Mobilität und Wohnungsbau.

Themen der Neujahrsansprache: Es gibt noch viel zu tun
In seiner Neujahrsrede stellte der Vorsitzende der Bürgervereinigung Rodenkirchen die Arbeit des Vereins, der derzeit 572 aktive Mitglieder hat, in den Vordergrund. Er sprach über das breite Engagement sowie über die enge Zusammenarbeit mit verschiedenen lokalen Interessens- und Hilfsorganisationen, Bürgervereinen, Initiativen, Politikern sowie kulturellen und sozialen Funktionsträgern. „Das Miteinander ist uns wichtig“, sagte Maretzky. So sei beispielsweise die Zusammenarbeit mit Literamus, der Hochwasserinitiative, der Aktionsgemeinschaft Rodenkirchen, den Kirchengemeinden und die Förderung des Sports durch Spenden zu erwähnen. „Aktuell unterstützen wir die Organisation des Rodenkirchener Karnevalzuges und werden am Zugweg mobile WCs aufstellen“.

Der Vorsitzende sprach in seiner Rede unter anderem folgende Themen an: Ein neues Gerätehaus und der Neubau einer Rettungswache mit zwei Rettungswagen für die Freiwillige Feuerwehr auf dem Sürther Feld seien erforderlich, um den gestiegenen Bedarf durch den Zuzug von vielen Neubürgern zu decken. Ein Jugendzentrum oder ein Jugendschiff in Rodenkirchen müsse in Angriff genommen werden. Die Schulplatzsituation sei unerfreulich. Die Ernst-Moritz-Arndt-Schule (EMA) und der Neubau der Offenen Schule Köln müssen endlich auf dem Sürther Feld realisiert werden. Auch die Sanierungen z.B. an der Europaschule Zollstock oder der Spothalle des Gymnasiums Rodenkirchen sollten endlich in Gang kommen.

Es sei nötig, auch den ÖPNV im Süden Kölns weiter zu verbessern. Zwar führe jetzt die neue Linie 130 über das Sürther Feld, aber fahrplanzeitlich gesehen, habe sich insgesamt die Versorgung des Rodenkirchener Südens, speziell in Weiß und Sürth verschlechtert und nicht verbessert, rechnete Maretzky vor. Denn die Busse fahren morgens teils später und abends enden sie – verglichen mit den alten Fahrplänen – früher. „Die Versorgung durch den ÖPNV im Kölner Süden muss nachgebessert werden. Die Linie 134 soll einen zeitlich erweiterten Service bieten,“ lautete die Forderung von Maretzky an die KVB Köln.

Wenn denn das Bezirksrathaus neu gebaut werde, sollte sinnvoller Weise dort ein Bürgersaal und ein Jugendraum für Rodenkirchen geschaffen werden, sagte Maretzky. In diesem Zusammenhang bat er darum, dass während der Bauphase das geplante Parkraumkonzept Rodenkirchen noch nicht realisiert wird, sondern erst nach der Fertigstellung des Rathausneubaus. Denn während des Abbruchs und der Bauzeit werden alle um das Rathaus gelegenen Parkplätze wegfallen.

An den Rat der Stadt Köln richtete Dieter Maretzky die Bitte, die Pläne für den Ausbau des Godorfer Hafens zurückzunehmen, wie es die Fraktionen von CDU, Grünen und FDP in der Bezirksvertretung Rodenkirchen gemeinsam beantragten.

Forderungen der Bürgervereine im Süden von Köln
Maretzky begrüßte herzlich die Gäste des Bürgervereins Köln-Bayenthal-Marienburg e.V. und der anderen Bürgervereine. Er sprach über die an ihn gerichteten Anliegen des Vorsitzenden Dr. Hartmut Hammer (Marienburg). Dazu zählte unter anderem der Vorschlag, eine Troglösung bei der Querung des Verteilerkreises und eine weitere für den Autoverkehr Richtung A 555 zu schaffen. Außerdem müsse die Rheinuferstraße zwischen Bismarcksäule und Militärring durchgehend vierspurig ausgebaut werden. Bei der Parkstadt-Süd sollten die Bauhöhen der Umgebung berücksichtigt werden. Drei bis sechs Stockwerke wären angemessen. Das Thema Durchgangsverkehr sei für alle Stadtteile wichtig. Dazu hätten der Bürgerverein Rondorf/Hochkirchen/Höningen Vorschläge erarbeitet. Die Planungen für die Fortführung der Nord-Süd-Stadtbahn vom Verteilerkreis bis Meschenich/Brühl haben begonnen. Maretzky verwies auf die Forderung der Bürgervertreter aus Meschenich, dass die Bahn durch Meschenich hindurch fahren müsse und südlich von Meschenich ein P+R-Platz sinnvoll und notwendig wäre.

Maretzky begrüßte auch herzlich Andreas Montasser als Vorsteher der Feuer- und Rettungswache 2 und seine anwesenden Kollegen. Von der Freiwilligen Feuerwehr Köln-Rodenkirchen war Oberbrandmeister Tobias Schmickler anwesend. Die Bürgervereinigung Rodenkirchen übergab der Löschgruppe Rodenkirchen eine Spende über 1000 Euro als Anerkennung für ihren großen Einsatz.

Mit großem Applaus wurde das amtierende Dreigestirn der Altgemeinde Rodenkirchen Prinz Jörg I. (Albert Lyon), Bauer Ulli Klein und sein Bruder Achim Klein als Jungfrau Johanna willkommen geheißen.

Die Gäste hatten im Anschluss die Gelegenheit, an einer Führung durch die Feuerwache II teilzunehmen und beim Imbiss Gespräche zu führen.

Danke an die Gäste und Mitwirkenden

Der Dank der Bürgervereinigung Rodenkirchen gilt ganz besonders Oberbürgermeisterin Henriette Reker, dem Team der Feuerwache II, der Löschgruppe Rodenkirchen für den Shuttle-Service sowie den zahlreich anwesenden Mandatsträgern aus dem Bezirk II, dem Bezirksbürgermeister Mike Homann, dem Rat der Stadt Köln, den Abgeordneten aus dem Land- und Bundestag, Jakub Wawrzyniak als Generalkonsul der Republik Polens, Hubertus Tempski als Leiter des Bürgeramtes Rodenkirchen, dem Dreigestirn Rodenkirchens sowie den vielen Mitgliedern und interessierten Gästen. „Wir verstehen Ihr zahlreiches Kommen als Anerkennung unserer Arbeit“, sage Dieter Maretzky.

Zum diesjährigen Team aus dem Vorstand der Bürgervereinigung Rodenkirchen am Neujahrsempfang zählten Dieter Maretzky, 1. Vorsitzender, Wolfgang Behrendt, 2. Vorsitzender, Silvia Behrendt, Schatzmeisterin, Iris Ebel-Philippi, Schriftführerin, Beatrix Polgar-Stüwe, Beisitzerin Presse- u. ÖA, Barbara Brunotte, Beisitzerin Kultur und Helferinnen und Helfer.

Redaktion: Beatrix Polgar-Stüwe

Weitere Informationen auf www.buergervereinigung-rodenkirchen.de

Kontakt: Vorsitzender Bürgervereinigung: Dieter Maretzky, Tel.: 02226/62293, info@buergervereinigung-rodenkirchen.de

Bürgervereinigung Rodenkirchen e.V. c/o Geschäftsstelle Mayersche Buchhandlung Köhl, Hauptstr. 81-83, 50996 Köln

Biggi Stauff informmiert:

BENEFIZ VOLKSSITZUNGEN Im Bierhaus in der Salzgasse, Altstadt Köln

Auch in diesem Jahr finden wieder zwei der beliebten Benefiz-Volkssitzungen im Bierhaus en d´r Salzgass, Salzgasse 5-7 in Köln statt.
Die Termine sind jeweils Montag der 28.01.2018 und 04.02.2019.
Die Veranstaltungen unterstützen in diesem Jahr ein Kinderheim in Köln unter der Schirmherrschaft der Schmuckstückchen 2008 e.V. und die 15 Monate alte Emilie mit Schlaganfall und Thrombose geboren – rechtsseitig gelähmt, unter der Schirmherrschaft der Altstädter Köln 1922 e.V.
Alle Künstler haben sich bereiterklärt auf Gage und Technikkosten zu verzichten.
Unter anderem treten Die jungen Trompeter, Kolibris, Filue, 3 Colonias, Domhätzjer Nadine und viele andere mehr auf.
Durch das Programm führt wieder der beliebte Moderator Heinz-Gert „Bärchen“ Sester.
Alle Eintrittsgelder (7,50 € pro Person) sowie der Getränkeaufpreis (50 Cent) werden für die beiden Projekte wieder komplett gespendet.
Beginn der Veranstaltungen ist jeweils um 19.00 Uhr und der Einlass ist ab 17.30 Uhr. Tickets sind im Hause direkt oder per Telefon 0221-800 1900 erhältlich

 

Eigentlich waren wir nurauf ein nettesGespräch und ein Foto verabredet .
Doch Günter Hunenbart erschien in voller Kanuten-Montur und nutzte
gleich die Gelegenheit,
wieder in sein geliebtes Boot zu steigen. 78 Jahre
ist er inzwischen, das Kanu ist seine Leidenschaft. Er zählt zu
den aktivsten Mitgliedern des Kanu-Clubs Grün-Gelb, versäumt
kein Training und ist in der Regel zweimal in der Woche
auf dem Wasser.
Die 78 Jahre sieht man ihm nicht an. »Tragt das Boot schonmal
runter, ein Foto am Wasser ist doch besser.« Kurz darauf
kommt Günter Hunenbart beschwingten Schrittes mit einem
Glänzen in den Augen und macht das Boot wasserfertig. Es
ist zwar diesig und nieselig, »das Wetter ist mir egal, hauptsache
es geht aufs Wasser.« Sein Trainer Andreas Breitbart
kennt seinen kanujecken Vereinskameraden nur zu gut.
»Günter versäumt kein Ausgleichstraining. Zweimal die Woche
sitzt er mindestens im Kanu, er bekommt vom Wasser
nie genug.«
Das ist schon seit Jahren, genau gesagt seit 1960 so. »Meine
Familie hat mich infiziert«, erinnert sich Günter Hunenbart.
»Ich saß einmal im Kanu, dann war es passiert, das hat mich
nicht mehr losgelassen.« Alles Mögliche hat er im Kanusport
mitgemacht. Ob Rennsport, Wildwasser, Slalom, Abfahrt mit
Kanadier, mehrtägige Touren oder einfach mal eine Runde
auf dem Rhein – hauptsache er hatte genug Wasser unter
dem Boot. »1961 bin ich sogar eine Deutsche Meisterschaft
mitgefahren. Aber als Anfänger hatte ich keine Chance.«
Während des Gespräches wird leichtfüßig das Boot zu
Wasser gelassen, alles wird abfahrbereit gemacht. Wieder
einmal. Ob es nicht langsam etwas viel wird? »Im
Gegenteil. Je älter ich werde, desto mehr gehe ich aufs
Wasser. Früher hat mich der Beruf oft daran gehindert,
jetzt bin ich komplett frei.« Sein Arzt fördert den Kanusport,
»es gibt kaum ein besseres Training für Ausdauer
und Kraft.« In der aktuellen Saison ist er bereits 1200
Kilometer gefahren, eine Wahnsinnsstrecke. »Man muss sich
vorstellen, eine Tagesetappe sind etwa 40 Kilometer, oft
fahren wir nach Mondorf und zurück, das ist eine unserer
Standardstrecken«, so sein Trainer. Dabei geht es die halbe
Strecke gegen die Strömung: »Da braucht man locker seine
zwei Stunden.« Zurück geht es dann etwas entspannter in
einem Drittel der Zeit. Aufpassen muss man auf den Schiffsverkehr,
»den dürfen wir in keiner Weise behindern. Wir müssen
die großen Kähne sehen, nicht die uns, denn bremsen
können die nicht.«
Eine richtig große Tour ist er mit dem Verein zuletzt vor vier
Jahren gefahren. »Unser Traum war es, den Rhein von Konstanz
bis zur Nordsee zu fahren, das sind gut 1000 Kilometer«,
so Trainer Andreas Breitbart. Die Tour wurde in vier Etappen
aufgeteilt, in vier aufeinanderfolgenden Sommern gefahren.
Geschlafen wurde in Zelten und auf Luftmatratzen, »das
macht der Günter auch heute noch.« Gerne geht man auf
zwei- oder drei-Tagestouren Richtung Luxemburg, Belgien,
die Eifel oder ins Bergische. »Da sind die ganzen kleinen und
wilden Flüsse, das macht erst richtig Spaß.«
Spaß macht ihm auch die heutige Fahrt. Nur mal kurz für ein
Foto auf’s Wasser, das reicht natürlich nicht. Kurzentschlossen
winkt Günter Hunenbart, ruft einen Abschied und entschwindet
auf dem Rhein Richtung Mondorf. »Der ist jetzt
erst einmal zwei Stunden unterwegs«, lacht Andreas Breitbart.
Passieren wird nichts, die Kanuten sind für alle Eventualitäten
gerüstet. So gibt es neben dem körperlichen Training
auch immer wieder Übungen für den Fall des Kenterns oder
eines Paddelbruchs. Günter Hunenbart ist seit 1960 immer
wieder sicher zurück gekommen, auch heute bestehen
daran keine Zweifel. (kgs)

Bürger können kostenlos E-Autos testen
In Rondorf und Hochkirchen startet Anfang Februar Informationsoffensive

Ein Stadtteil geht voran bei der Realisierung von umweltfreundlichen Mobilitätskonzepten:
Bürgerinnen und Bürger im Wohngebiet Rondorf, Höningen, Hochkirchen bekommen ab Februar
die Chance, kostenfrei einen ganzen Tag lang ein E-Auto zu testen. Damit startet zugleich eine
mehrwöchige Informationsoffensive zu diesem Thema, die vom SÜDBLICK, der
Kommunikationsplattform der Dorfgemeinschaft Rondorf, Hochkirchen, Höningen organisiert wird.
Alle Details stehen in der Februar-Ausgabe des kostenlosen Online-Dienstes. Anmeldungen ab
sofort unter: newsletter@dorfgemeinschaft.koeln.
Zeitgleich veröffentlicht der SÜDBLICK eine Umfrage unter E-Autobesitzern, die interessante
Erkenntnisse über deren bisherige Erfahrungen aufzeigt. Daraus ergibt sich, dass der laufende
Betrieb von E-Autos wesentlich kostengünstiger ist als bei herkömmlichen Fahrzeugen. Ganz oben
auf der Wunschliste: Mehr öffentliche Schnelladestationen und die Entwicklung noch
leistungsfähigerer Batterien. Die Befragung zeigt aber auch: Die Zufriedenheit mit den
verschiedenen aktuell im Markt befindlichen Modellen von Elektroautos schätzen deren aktive Nutzer sehr hoch ein.
Alle Ergebnisse stehen im neuen SÜDBLICK, der Ende Januar erscheint.
Im Frühjahr werden interessierte Bürgerinnen und Bürger aus dem Wohngebiet außerdem zu
einem Erfahrungsaustausch zum Thema „Moderne Mobilität der Zukunft“ eingeladen. Dabei
besteht Gelegenheit, mit Praktikern über deren Erfahrungen zu diskutieren. Interessenten können
sich schon jetzt vormerken lassen: newsletter@dorfgemeinschaft.koeln.
Dabei geht es nicht zuletzt um eine bessere Ladeinfrastruktur im Kölner Süden.

23.01.2019 – Margie Kinsky und Bill Mockridge – „Hurra, wir lieben noch!“

Vorverkauf: KVS Tickets Hauptstraße 73

50996 Köln

Diese beiden passen zusammen wie Pott und Deckel, oder – wie Margie sagen würde – Arsch auf Eimer! Margie Kinsky und Bill Mockridge sind nicht nur erfolgreiche Comedians, Schauspieler und Buchautoren, sondern auch seit 34 Jahren ein glückliches Paar mit sechs properen Söhnen. Die sind mittlerweile flügge und aus dem Haus. Margie und Bill entdecken ihr neues gemeinsames Leben jenseits von Haushaltsroutine und Lindenstraße, aber diesseits von Kreuzworträtsel und Seniorenteller. Ihre vollkommen unterschiedlichen Temperamente boten in über 30 Jahren Zündstoff genug, aber ihre unkaputtbare Liebe und eine dicke Prise Humor haben ihnen geholfen, sich immer wieder zusammenzuraufen. Es scheint unmöglich, aber es geht! Wie, das zeigen die beiden in ihrem urkomischen, schonungslosen und kurzweiligen Kabarettabend „Hurra, wir lieben noch!“.

26.03.2019 – Jürgen Becker – „Volksbegehren – Die Kulturgeschichte der Fortpflanzung“

Blattläuse haben es leicht: Wenn ihnen nach Fortpflanzung zumute ist, gebären die Lausmädels ohne Zutun eines Lausbuben bis zu zehn Töchter am Tag. Sie müssen nicht fragen: »Zu dir oder zu mir?« Sie fragen: »Zu mir oder zu mir?« So einfach kann das Leben sein. Doch etwas muss ja dran sein am Sex. Jedenfalls hat sich der Austausch von Körperflüssigkeiten zwecks Fortpflanzung bei 99% der Tierarten durchgesetzt. Jürgen Becker bittet zum Blick durchs Schlüsselloch. Das Publikum darf sich beim Liebesspiel mit Worten aufs angenehmste gekitzelt fühlen und feststellen, dass die Geschichte der Fortpflanzung noch nie so lustig erzählt wurde.

20.9.2019 – Wildes Holz – „Ungehobelt“

Diese Männer pflegen einen rauen Ton! Sie wissen, wie man Gitarre, Kontrabass und Blockflöte zu einem musikalischen Holzinferno verarbeitet. Ungehobelt ist ihr Umgang mit den Instrumenten, aber umwerfend der Sound, den sie dabei erzeugen. Hardrock-Stücke, die nie damit gerechnet hätten, jemals so gespielt zu werden, kommen überrascht aus der Blockflöte heraus. Es gibt Block’n’Roll mit Ecken und Kanten, bei dem sich die Zuhörer fragen: Was war das gerade? Waren es Rock- und Popstücke, die ich kannte? Kannte ich sie wirklich? Haben die sich das gerade selber ausgedacht? War das Swing oder klassische Musik? Darf man das? Sie werden doch nicht etwa … Doch! Das ist Wildes Holz. Eckig. Kantig. Ungehobelt.

05.12.2019 – Christoph Sieber – „Mensch bleiben“

Das Gute vorweg: Christoph Sieber ist sich mal wieder treu geblieben. In „Mensch bleiben“ hat er erneut das aufgeboten, was ihn ausmacht: Den schonungslosen, satirischen Blick auf Politik, Kunst und Gesellschaft. Christoph Sieber steht seit fast 20 Jahren auf den Brettern der Kabarettbühnen. „Mensch bleiben“ ist sein 6. Kabarettsolo. Ganz nebenbei ist er zusammen mit Tobias Mann auch Gastgeber der Sendung „Mann, Sieber!“ im ZDF. Er ist Träger des Deutschen Kleinkunstpreises und in seiner Freizeit ist er gerne und ausgiebig Mensch.

 

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ca.17% Protein,Fett 7%
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ca. 16% Protein,10,5% Fett
Mischfleisch:Lunge, Strossen, Euter, Kehlköpfe – je zu gleichen Anteilen
ca.18% Protein,11,5% Fett
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Welpenfutter:              50% Pansen und 50% Lefzen fein durchgedreht
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Rinderlefzen:
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Muskelfleisch:magere Rindfleischabschnitte
ca.22% Protein, 5% Fett
Rindfleisch (mager)Rindersaumfleisch (sehr mager)
ca.27% Protein,4,5 Fett
Pansenmix:2/3 Pansen und 1/3 Euter
ca.14% Protein 7% Fett
Rinderherz:entfettet gewolft oder wahlweise in Stücken
ca.18% Protein,5% Fett
Rinderleber:in Gulaschstücken grob gewolft
ca 21% Protein,3,2%
Schlundfleisch:Schlundfleisch vom Rind
ca.16% Protein,9% Fett
Strossen: Luftröhre vom Rind einzeln verpackt am Stück
ca. 12% Protein,11 % Fett
Rinderkehlkopf:            Gurgel vom Rind gewolft
Rinderkehlkopf am Stück:einzeln oder im Doppelpack
ca.14,6 % Protein,10,5% Fett
Pferdefleisch:              Muskelfleisch vom Pferd
ca.22% Protein,5% Fett
Pferdegulasch:            mageres Pferdefleisch in Gulaschstücken
ca.22% Protein,5% Fett
Hühnerfleisch:             Geflügelkarkassen mit einem 6%igen Knochenanteil
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Hühnerherzen am Stück
ca.18% Protein,8% Fett
Hühnermägen am Stück
ca.17% Protein,2% Fett
Hühnerleber am Stück
ca.22% Protein,5% Fett
Hühnerhälse:               Hühnerhälse ohne Haut am Stück oder durchgedreht
ca.15% Protein,8% Fett
Putenhals:                  Putenhals am Stück ca 600 gr. einzeln verpackt
ca. 18% Protein,8,3 % Fett
Fischmix:                    40 % Lachs,30 % Hering,30 % Sardinen
ca. 16 % Protein,12% Fett
Entenmix :                  Entenrücken,Entenhälse,Entenherz und Leber
ca.18% Protein,4% Fett
Eintagsküken am Stück oder gewolft
ca.16% Protein,6% Fett
Entenhälse:                ganze Entenhälse am Stück
ca.17% Protein,7% Fett
Kaninchenmix:             Kaninchenkarkasse,Kanichenlunge und Herzen
ca. 16% Protein, 20 % Fett
Hirschmuskelfleisch
ca.17% Protein,Fett14%
Lammfleisch                Lunge,Strossen,Kehlkopf,Schlund,Saumfleisch
ca. 18,5% Protein,10% Fett
Lamm-Pansen
ca.14 % Protein,6% Fett
Lamm Muskelfleisch      ganz mageres Muskelfleisch nur 10 % Fettanteil
ca. 21% Protein,5% Fett
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ca.21% Protein,8% Fett
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Analyse:17,4% Protein,9,8%Fett,3,4%Kalcium,2,7%Kalium,2,96%Phophor,68%Feuchtigkeit

Die städtische Wirtschaftsförderung

Die Themenvielfalt, die im Amt für
Wirtschaftsförderung aufschlägt, ist
enorm. Bestandsunternehmen wollen
gepflegt und betreut werden,
neue Ansiedlungen sollen vorangebracht
werden, dazu müssen zunächst
Gewerbeflächen definiert sowie
Gewerbeimmobilien entwickelt
und vermittelt werden. Ein zentrales
Thema für die Wirtschaftsförderung
ist die Verbesserung von städtischen
Dienstleistungsangeboten für Unternehmen.
Dazu kommen neue Aufgabengebiete,
Stichworte sind Fachkräftemangel
und die Digitalisierung.
Expertenwissen und Serviceorientierung
sind an jeder Stelle gefragt.
Wie steht die Kölner Wirtschaftsförderung
da?
Die Unternehmensberatung Boston
Consulting hat untersucht, wie die
Wirtschaftsförderung in den zehn
größten deutschen Städten organisiert
ist. Das Ergebnis: Die Kölner Wirtschaftsförderung
ist unterfinanziert:
Das Kölner Amt verfügt lediglich über
ein Jahresbudget von 9,16 Millionen
Euro, während das einwohnerschwächere
Düsseldorf fast 13 Millionen Euro
in die Wirtschaftsförderung steckt.
Trotzdem sind die Kölner in ihrer Kernaufgabe,
der Neuansiedlung und
dem Halten von Unternehmen, erfolgreich.
Trotz des geringen Budgets
liegt man hier hinter Berlin auf Platz
zwei im bundesdeutschen Städtevergleich.
Berlin, das als Vorbild für eine
GmbH-Lösung gilt, investiert jährlich
160 Millionen Euro in die Wirtschaftsförderung.
Warum privatisieren?
Die derzeitigen Schwachstellen liegen
insbesondere im Zusammenwirken
mit den anderen Ämtern wie
Stadtplanung oder Bauaufsicht, die
Genehmigungsprozesse dauern zu
lange. Standortmarketing und Unternehmensservice
sollen für mehr
Effizienz in eine GmbH ausgegliedert
werden. Umstritten ist, ob die Beteiligung
von Vertretern der Wirtschaft
an einer solchen GmbH von Vorteil ist.
Diese sollen mit Verwaltungsprofis in
der neuen GmbH zusammenarbeiten
und mehr Praxis dort einbringen. Der
Mittelstand sieht sich dabei benachteiligt,
da nur große Unternehmen
berücksichtigt würden. In anderen
Städten wie Berlin, Braunschweig und
Wolfsburg ist man mit einer Privatisierung
der Wirtschaftsförderung erfolgreich
gewesen.
Warum nicht privatisieren?
Nur große Unternehmen sind an der
GmbH beteiligt, die Interessen des
Mittelstandes kommen deshalb zu
kurz. Die derzeitigen Prozesse möchte
man durch eine noch stärkere Einbindung
der Wirtschaftsförderung in die
städtische Verwaltung optimieren.
Viele Mitarbeiter der heutigen Wirtschaftsförderung
sind verbeamtet, ihr
Wechsel in eine GmbH erscheint unwahrscheinlich,
viel KnowHow geht
verloren. Zusätzlich soll das Budget
aufgestockt werden.
Wie geht es weiter?
Die Privatisierung der Wirtschaftsförderung
der Stadt Köln wurde im Rat
mit den Stimmen von CDU, Grünen
und FDP beschlossen. Die neue Wirtschaftsförderungsgesellschaft
bleibt allerdings zu 100 Prozent in städtischem
Besitz, die umstrittene Beteiligung
privater Unternehmen an der
neu zu gründenden GmbH ist damit
vom Tisch.