Finkens Garten gärtnert torffrei – NABU verleiht Plakette

Mit der Einrichtung des neuen Gemüsegartens verzichtet Finkens Garten, der Naturerlebnisgarten in Köln Rodenkirchen, auf torfhaltige Erde, auch bei Pflanzenvermehrung und -Anzucht.

Torf wird in Mooren abgebaut, dabei werden große Mengen an gespeichertem Kohlenstoff zersetzt und das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid (CO2) wird frei – mit negativen Folgen für`s Klima.

Birgit Röttering, Geschäftsführerin des NABU Stadtverbandes überreichte Finkens Garten die „Torffrei Gärtnern“-Plakette. „Der Torfabbau  zerstört den Lebensraum von vielen seltenen und spezialisierten Tier- und Pflanzenarten. Dazu kommt, dass Torf in den Mooren nur sehr langsam wieder nachwachsen kann, denn pro Jahr bildet sich nur ein halber bis zwei Millimeter neuer Torf.“

„Für uns ist es besonders wichtig, das Bodenleben zu schützen“, so Jenny Herling, Finkens Garten. „Torfhaltige Erde ist mineralisch aufgedüngt („Kunstdünger“), dies schädigt die Lebewesen im Boden und im Komposthaufen.“

Das komplette Konzept des neuen Gemüsegartens kann unter https://www.finkensgarten.org/erlebnis-und-lebensraeume/gemuesegarten/ kostenlos herunter geladen werden.

Bild v.l.n.r. Rebecca Lay/Leitung Finkens Garten, Jenny Herling/Finkens Garten Projektleitung Gemüse, Birgit Röttering/Geschäftsführerin NABU Stadtverband Köln

Der Köln-Lotse – Stadtführung mit Spaß Uli Kievernagel informiert:

Bei den aktuellen Temperaturen haben sie es echt schwer: Die kölschen Bäume sind im Hitze-Stress. Normalerweise verdunstet so ein Baum bis zu 400 Liter Wasser am Tag. Im Moment versucht aber jeder Baum, Wasser zu sparen und wirft Blätter ab. Deshalb sieht es in vielen Straßen so unordentlich aus wie sonst nur im Herbst – alles voller Laub.

Dabei hat in unserer Stadt alles seine Ordnung. Das betrifft auch die Bäume. Im „Kölner Baumkataster“ sind die Kölner Bäume erfasst. So gibt es zu Beispiel 367 Gingkobäume, 1.762 Kirschbäume oder 1.211 Eichen in Köln. Verantwortlich für diese Aufstellung ist Peter Schmidt vom Amt für Landschaftspflege und Grünflächen der Stadt Köln. Allerdings kennt selbst der „Herr der Bäume“ nicht alles Grün in der Stadt: „Wie viele Bäume es in der Stadt gibt, kann nur der liebe Gott sagen“…..

Diesen Bericht können Sie weiterlesen auf https://www.koeln-lotse.de/2018/08/05/koelner-baumkataster-weisst-du-wie-viel-baeume-stehen/

Das „Köln-Ding der Woche“ per E-Mail frei Haus. Jede Woche sonntags ein neues Detail zur schönsten Stadt der Welt. Immer kurz & knackig, immer subjektiv und voreingenommen. Wenn Sie noch mehr lesen möchten oder auf auf diesen Verteiler wollen- hier geht es zu seiner sehr informativen Seite https://www.koeln-lotse.de

Kölsche Baumschützer - Projekt: Kölsche Riviera
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  • den vergangenen Jahren wurden immer mehr geschädigte Bäume gefällt
  • Anteil von Bäumen mit deutlichen Kronenverlichtungen steigt an

Die heimischen Wälder litten in den vergangenen Jahren unter Trockenheit und Hitzeperioden. Schädlinge wie der Borkenkäfer können sich in bereits geschwächten Bäumen besonders schnell vermehren und dann zu einer Population anwachsen, die gefährlich für den Waldbestand werden kann. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurde 2019 mit 32 Millionen Kubikmetern fast dreimal so viel Schadholz aufgrund von Insektenschäden eingeschlagen wie im Vorjahr mit 11 Millionen Kubikmetern. Im Jahr 2017 waren es noch 6 Millionen Kubikmeter.

Niederschlagsarm, sonnenreich und heiß – in den vergangenen Jahren verzeichnete der Deutsche Wetterdienst außergewöhnlich warmes und trockenes Wetter. Waldschäden entstanden aber nicht nur durch Dürre, sondern unter anderem auch durch Stürme, Brände, Schneebruch, sowie Krankheits- und Pilzbefall. Mit knapp 68 % war der Anteil des Schadholzeinschlags am gesamten Holzeinschlag im Jahr 2019 mehr als dreimal so hoch wie im Jahr 2010 mit 19,7 %. Im Jahr 2019 wurden 46 Millionen Kubikmeter Schadholz geschlagen. Der Holzeinschlag insgesamt betrug im vergangenen Jahr 68 Millionen Kubikmeter, im Jahr 2010 waren es 54 Millionen Kubikmeter.

Durch Schäden bedingter Holzeinschlag nachUrsache in Millionen Kubikmeter

©Statistisches Bundesamt (Destatis), 2020

Etwa 83 % des gesamten Holzeinschlags 2019 entfielen auf Nadelhölzer wie Fichten, Tannen, Douglasien, Kiefern und Lärchen (insgesamt 56 Millionen Kubikmeter). Von den geschlagenen Beständen der Nadelhölzer wurden 43 Millionen Kubikmeter und somit 77 % aufgrund von geschädigten Bäumen gefällt. Häufigste Ursache für die Schäden bei Nadelgehölzen war auch hier der Insektenbefall: Er war für 31 Millionen Kubikmeter (73 %) des Schadholzeinschlags verantwortlich.

Immer mehr Bäume zeigen Anzeichen von Trockenstress

Werden Bäume mit zu wenig Wasser versorgt, fällt der Druck ab, mit dem das Wasser von den Wurzeln in die Kronen transportiert wird. Hängende Blätter sind ein erstes Anzeichen dafür. Kritisch wird es, wenn die Bäume ihre Blätter, Früchte oder sogar Äste abwerfen und ihre Kronen dadurch lichter werden. Der Anteil von Bäumen mit deutlichen Kronenverlichtungen stieg laut der Waldzustandserhebung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft im Jahr 2019 auf 36 % (2018: 29 %). Für einen Großteil der Bäume (42 %) wurde eine schwache Verlichtung der Baumkrone festgestellt. Nur rund ein Fünftel der Bäume (22 %) zeigte demnach im vergangenen Jahr keine Kronenverlichtung.

Entwicklung Holzeinschlag in Millionen Kubikmeter

©Statistisches Bundesamt (Destatis), 2020Entwicklung Holzeinschlagin Millionen KubikmeterHolzeinschlag insgesamtSchadholzeinschlag201020122014201620180255075

(Text PN Destatis)

Das Thema Klimaschutz scheint vor dem Hintergrund der Corona-Krise oft in den Hintergrund gerückt zu sein. Doch werden die Entscheidungen wohin staatliche Unterstützung in diesen Zeiten fließt auch die Klimapolitik auf Jahre hinaus beeinflussen. Dabei ist der Verkehrssektor ist einer der zentralen Sektoren, der umgestaltet werden muss, um aktiven Klimaschutz zu betreiben. Er ist in Deutschland nicht nur der Sektor mit den drittgrößten CO2 Emissionen, sondern auch der einzige, in dem die Emissionen in den letzten Jahren weiter gestiegen sind. Gleichzeitig wurde im Öffentlichen Personennahverkehr die letzten Jahrzehnte in Deutschland an allen Enden gespart. Es fehlt an Geld in den Kommunen und in der Gesellschaft an Anerkennung für die Beschäftigten im ÖPNV. Zum 30.6. wurden alle Manteltarifverträge in den kommunalen Nahverkehrsunternehmen gekündigt und die Gewerkschaft Verdi macht sich nun für einen flächendeckenden Tarifvertrag im (Nah-)verkehr und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in diesem stark.

In diesem Zuge wollen Fridays For Future dieses Jahr im Rahmen einer gemeinsamen Kampagne mit Ver.di zusammen mit Beschäftigen im ÖPNV auf die Straße gehen. Für eine klimagerechte Zukunft und gute Arbeitsbedingungen. In Köln arbeiten die beiden Organisationen schon seit einem guten Jahr im „Solidarisches Klimabündnis“ zusammen. „Wir haben viel gemeinsam: Wir alle wollen einen guten und gerechten ÖPNV. Wir wollen saubere Luft in den Städten, eine gute und bezahlbare Anbindung an den ländlichen Raum. Aber nur wenn die Bus– und BahnfarherInnen gut bezahlt werden und nicht unter Dauerstress leiden, möchten in Zukunft Menschen weiterhin im ÖPNV beschäftigt sein. Wir werden uns nicht gegeneinander ausspielen lassen!“ , so Melanie von Fridays For Future Köln. „Während die Lufthansa 11Milliarden Rettungsgelder bekommt und es für die Autoindustrie einen eigenen Regierungsgipfel gibt, scheint für besseren Nahverkehr und gute Arbeitsbedingungen im ÖPNV wohl kein Geld da zu sein.“ empört sich Kim von den Students For Future Köln.

In Köln wird die Kampagne vom „Solidarisches Klimabündnis Köln“ unterstützt, in dem neben Fridays For Future auch ver.di, die GEW, Greenpeace, Students For Future, Attac und viele weitere zivilgesellschaftliche Gruppen sitzen.
Deswegen treffen sich am heutigen Freitag Aktivist*innen der Klimabewegung bei und in den Ruheräumen am Neumarkt und Wiener Platz mit Beschäftigten der KVB. Sie starten eine gemeinsame Fotoaktion um Gesicht zu zeigen für eine Verkehrswende. Außerdem
wollen sie ins Gespräch kommen, Kontakte knüpfen und gemeinsame Forderung an die Politik stellen. Auch mit Hinblick auf die Kommunalwahl im September.

(Text:Fridays For Future Köln)

Sanierung des Produktaustritts auf Godorfer Raffineriegelände schreitet voran

Anfang April 2020 wurde in einer Grundwassermessstelle im Godorfer Raffinerieteil eine auf dem Grundwasser schwimmende sogenannte Phase eines Ölprodukts festgestellt. Daraufhin wurden sofort Maßnahmen eingeleitet, um das Produkt an der Ausbreitung zu hindern. Externe Gutachter haben seitdem die Verunreinigung des Bodens und die Beschädigung an der ursächlichen Produktleitung untersucht. Auf dieser Grundlage hat die Bezirksregierung Köln nun über die weitere Sanierung verfügt.

Bei dem ausgetretenen Produkt handelt es sich um leichtes Gasöl (LGO). Das ist ein bei der Verarbeitung von Rohöl erzeugtes Zwischenprodukt, das für die Herstellung von Diesel oder leichtem Heizöl verwendet wird. Die ursächliche Produktleitung verläuft größtenteils oberirdisch und nur im Bereich der Schadensstelle unterirdisch zur Unterquerung einer Werksstraße. Nach den Untersuchungen ist davon auszugehen, dass das Mantelrohr, welches die Produktleitung umgibt, bei unsachgemäßen Straßenbauarbeiten beschädigt wurde. Das hat zur Korrosion an der Produktleitung und im Ergebnis zu einer 1,5 Millimeter großen Leckagestelle geführt.

Über 11 bestehende und neu errichtete Grundwassermessstellen sowie weitere 20 Bodenbohrungen wurde das verunreinigte Gebiet eingegrenzt. Es ist nach wie vor klar auf das Raffineriegelände beschränkt. Anhand der Fläche und der Bodenbeschaffenheit, der Größe der Leckagestelle und des anzunehmenden Korrosionsverlaufs sowie des letzten Prüfzeitpunkts der Leitung wurde in Übereinstimmung mit den Gutachtern eine entwichene Produktmenge von etwa 300 Tonnen bzw. 350.000 Liter (+/- 30 Prozent) berechnet.

Als unmittelbare Maßnahmen nach Feststellung des Schadens im April 2020 wurde der Grundwasserspiegel innerhalb der verunreinigten Fläche an zwei Stellen mit Pumpen abgesenkt. Diese Sanierungsbrunnen erzeugen einen Absenktrichter, in dem sich das auf dem Grundwasser schwimmende Ölprodukt sammelt und separat abgepumpt und entsorgt werden kann. Gleichzeitig verhindert die Grundwasserabsenkung eine Ausbreitung der Ölphase. Zudem ist die Beprobungsdichte der umliegenden Messstellen deutlich erhöht worden.

Die Bezirksregierung Köln, die laufend über die Untersuchungen und Arbeiten informiert wird, hat nun über die weiteren Sanierungsmaßnahmen verfügt: Es werden zwei weitere Sanierungsbrunnen errichtet. Grundwasserförderung und Ölrückgewinnung werden über diese zwei neuen sowie die zwei bereits betriebenen Brunnen fortgesetzt. Das sich sammelnde Ölprodukt wird abgeschieden und entsorgt, das geförderte Wasser auf Schadstoffe analysiert. Die Grundwassermessstellen im Bereich der verunreinigten Fläche werden im Zwei-Wochen-Rhythmus auf Schadstoffe untersucht.

(Text: Mauritz Faenger-Montag/ Shell Rheinland Raffinerie )

Helmut Feld und Thomas Kahlix von der Bürgerinitiative Aktionsgemeinschaft Contra Erweiterung Godorfer Hafen, die 12 Vereine und Initiativen umfasst und 30 Jahre gegen die Zerstörung der Sürther Aue und den Ausbau des Godorfer Hafens kämpfte mit ihren Forderungen an die Kommunalpolitik vor der Kommunalwahl 2020 in Köln. Sie sprachen mit Report K

Kommunalwahl 2020: Die Forderungen der BI Contra Erweiterung Godorfer Hafen
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Ehrenamtliche Tätigkeit: Treffpunkt Gottesweg Höhe ASB Altenheim, 18:00.
Je mehr Helfer kommen, desto mehr schaffen wir!

So berichtet Tobias Arens von der Bürgervereinigung Zollstock: Unsere letzte Gießaktion am Schulpark hat großen Spaß gemacht und wir haben einige Kubikmeter Wasser für die Bäume vergossen.

Aber der Boden ist immer noch sehr ausgetrocknet und die Bäume sind immer noch durstig. Hier gilt es Abhilfe zu schaffen!

Darum wollen wir die Aktion weiter fortsetzen:

Am Mittwoch, dem 22.7. treffen wir uns um 18:00 Uhr am Gottesweg, Höhe ASB Seniorenwohnheim.

Wir freuen uns wieder auf zahlreiche Helferinnen und Helfer mit Gießkannen und Eimern! Bei Regen wird die Aktion verschoben.

Mithilfe von Stadt und RheinEnergie können wir über ein Steigrohr kostenlos Wasser aus den Hydranten zapfen. Die Aktion führen wir in Kooperation mit dem Bürgerverein Raderberg und -Thal e.V. durch, mit dem wir uns das Equipment teilen.

Weitere Termine folgen. Siehe zollstocker-buergerverein.de