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Gastbericht Elke H. berichtet:

Der FDP-Stadtbezirksverband Köln-Süd/Rodenkirchen und die Bezirksfraktion haben zum Europäischen Spargelessen geladen. In einem vollbesetzten Clubhaus des Kölner Rudervereins war bereits beim Betreten der Räumlichkeiten zu spüren: Hier freuten sich alle auf den Abend und auf Politik zum Anfassen. Bei einem wunderschönen Sundowner und einem malerischen Regenbogen auf der Terrasse mischten sich alle Gäste untereinander und schnell war ein innovativer Gesprächsfluss im Gang.

Anja Senff, Vorsitzende der FDP Köln-Süd/Rodenkirchen war sichtbar erfreut und dankte in ihren Eröffnungsworten zum Europäischen Spargelessen sehr für diese schöne Dynamik und für die Unterstützung im Wahlkampf. Sie sei sehr stolz, das der Kölsche- Europapass so gut angenommen würde und das jeder die Geschichte dahinter versteht. Zur Information, in diesem Pass sind die Zusammenhänge der Europäischen Union für Köln erläutert und selbst parteiübergreifend ein gern gelesenes Produkt. Sie war stolz das so viele Gäste gekommen sind und freute sich, dass alle Parteikollegen in eine Richtung blicken.

So war auch Alexander Graf Lambsdorff gekommen, er ist stellvertretender Vorsitzender der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag und deren Außenpolitischer Sprecher. Von 2004 bis 2017 war er Mitglied des Europäischen Parlaments.

Auch er ergriff das Wort. In seiner sehr persönlichen Ansprache berichtete er, dass er in Rodenkirchen in der Oststrasse geboren wurde, aber bald durch die berufliche Entwicklung des Vaters mit in die Welt genommen wurde. Heute wohnt er in Bonn, was quasi, wie die Kölner zu sagen pflegen, ein Vorort von Köln ist. In seiner ganz freien und kurzweiligen Rede berichtete er über den wichtigen Erhalt der Beziehungen zu Frankreich und stellte deutlich heraus, dass der Europäische Zusammenhalt Voraussetzung dafür ist, gegen die übrigen Weltmächte zu bestehen. Er sprach sich dafür aus, dass sich Europa stark machen muss für den Erhalt der Meinungsfreiheit der Menschen und der Presse. Seiner Überzeugung nach ist es nur gemeinsam mit Macron möglich, ein dynamisches und sicheres Europa in die Zukunft zu führen. Dafür brauchen wir einen starken deutsch-französischen Zusammenhalt. Nur ein kontinuierlicher Zusammenschluss und eine enge politische Bindung kann Europa stärken und voranbringen. 
Seine sehr gut gewählten Fallbeispiele wie die Gelbwesten und die Entwicklung der „Rolle Europas in einer Welt des Umbruchs“ ließen die Gäste an seinen Lippen kleben. Europa ist reformbedürftig, Grundwertefragen und die Sicherheitspolitik müssen immer wieder ein Thema sein. Darum bat er inbrünstig: „Wir brauchen ein starkes Europa und darum ist diese Wahl unglaublich wichtig. Wir können froh und stolz sein, dass wir alle wählen dürfen und darum sollte jeder Einzelne die Chance auch nutzen und für ein starkes, liberales Europa wählen gehen.“ 

Mitglied der FDP, Dr. Ulrich Wackerhagen ausgezeichnet mit dem Bundesverdienstorden 

Lorenz Deutsch, Abgeordneter des Landtags in NRW, übernahm nach dem Essen das Wort. Er berichtete, das am Montag Dr. Ulrich Wackerhagen von der Oberbürgermeisterin Henriette Reker den Bundesverdienstorden überreicht bekam. Dr. Ulrich Wackerhagen ist seit 1970 in der FDP und war mehrere Jahre Vorsitzender des Ortsverbandes Köln-Süd. Von 1991 bis 1996 war er Schatzmeister und anschließend bis 1997 stellvertretender Vorsitzender im Kreisvorstand der Kölner FDP. Seit 1999 ist er kulturpolitischer Sprecher der Ratsfraktion und Mitglied im Kulturausschuss der Stadt Köln. Hinzu kommt, dass er Gründungsmitglied des Kölner Kulturrats ist und in verschiedenen Museums-Vereinen eine leitende Position besetzt. Als Vorsitzender der Lindenstiftung engagiert er sich dazu für vorschulkindliche Erziehung im Bildungsbereich. „Kunst und Kultur sind die Seele der Stadt. Köln ist bunt“, so die Oberbürgermeisterin in Ihrer Laudatio.
 Die anwesenden Gäste erwiesen ihm einen großen Applaus für die Auszeichnung, welcher er bescheiden und stolz annahm. 

Gerd Kaspar, der Kölner Europa-Kandidat hielt sich in seinen Worten sehr kurz und bat um Nachsicht, sein Vater sei gestern verstorben, doch wollte er sich in seiner Verpflichtung und in seiner Zusage nicht zurücknehmen. In seinen Worten ging es um: „Ich stehe für ein klares und beherztes „Ja“ zu Europa – ein freies, friedliches, einiges, ein starkes, sicheres und erfolgreiches Europa!“ Er berichtete, dass er in Frankreich geboren und in Luxemburg aufgewachsen ist, wo er die Europäische Schule besucht hat. Seit 1985 lebt er in Köln sehr glücklich. „Ich will das Europäische Parlament stärken, Zukunftsbranchen gezielt fördern und unsere gemeinsamen Werte in einer Europäischen Verfassung verankern! Für eine lebendige, europäische Demokratie mit mehr Transparenz brauchen wir Reformen. Ich will für ein unkompliziertes Europa kämpfen, für ein Vollparlament mit Initiativrecht, für eine kleinere Kommission mit klaren Zuständigkeiten und schlanken Strukturen. Ich will ein freiheitliches Europa, in dem sich die Bürgerinnen und Bürger wiederfinden und auf Entscheidungen deutlicher Einfluss nehmen können.“ 

Nach dem Spargelessen wechselten die Gäste des öfteren ihre Sitzplätze und intensive Gespräche über die Europawahl entstanden.

Resümee des Abends:  wertvoll, aufschlussreich und innovativ. 

 

 

Infostand Bürgervereinigung Maternusplatz am 13. April 2019

Die Bürgervereinigung Rodenkirchen e.V. stellt an einem Informationsstand am Samstag, 13. April 2019 in der Zeit von 11 bis 13 Uhr am Maternusplatz ihre Arbeit vor. Hier bietet sich eine gute Gelegenheit, mit Vorstandsmitgliedern der Bürgervereinigung ins Gespräch zu kommen und zu erfahren, welche Vorteile eine Mitgliedschaft in der Bürgervereinigung Rodenkirchen hat. Interessierte können sich detailliert über die vielfältigen Veranstaltungen und Führungen informieren. Wer möchte, kann sich gleich über das neue Online-Anmeldungssystem zu einer Führung oder Veranstaltungen anmelden. Die Bürgervereinigung Rodenkirchen möchte mit ihrem Stand Bürgerinnen und Bürger ansprechen, die Interesse haben, durch eine Mitgliedschaft oder Anregungen die Lobbyarbeit für Rodenkirchen zu unterstützen. Die Vorstandsmitglieder freuen sich auf gute Gespräche am Infostand und viele Besucher.

111 Jahre Bürgerverein Zollstock

Festeinladung im AMA-Berufskolleg – mit sensationellen Inhalten- sehr interessant und mit viel Mühe und Liebe bis ins Detail geplant

Unter einer sehr bewusst geäußerten Aussage hatte der Bürgerverein Zollstock ins Berufskolleg geladen. „Gemeinsam“….

Gemeinsam organisierten 12 Vorstände einen tollen Mittag.
Gemeinsam sind viele geladene Gäste gekommen und gemeinsam füllte sich schnell jeder Stuhl in der großen Aula.
Gemeinsam wurde auch beim Blick in den Festablauf sichtbar.
„Gemeinsame Wurzeln – zusammen in Vielfalt friedlich leben“ stand bereits in der Einleitung.
Und gemeinsam ging es in eine sehr interessante Zeitreise durch das Veedel: Zollstock.

Gemeinsam begann die Festlichkeit mit einer interreligiösen ökumenischen Eröffnung bevor der Zollstocker Bläserkreis musikalisch das Fest eröffnete. Die Herren spielten passend zur Aussage die Europahymne, auch hier wurde das Gemeinsam als Zeichen gesetzt.
Und so ging es wie ein roter Faden durch den Mittag. In den Begrüßungsworten wurden leicht, verständlich, respektvoll und mit viel Wertschätzung die Vereine und Nachbarschaftsvereine begrüßt. Es wurde die gute Zusammenarbeit herausgestellt und der Blick in die gleiche Richtung zum Ausdruck gebracht. Mit kurzen knappen Worten fand sich jeder der Gäste gleich zurecht und erhielt viele Informationen aus dem Stadtteil.

Frau Oberbürgermeister Henriette Recker übernahm nach dieser hervorragenden Einleitung das Mikrofon. Sie berichtete über die Stadt, die neuen Schwerpunkte und die Entwicklungen. Das Radfahrnetz, die öffentlichen Verkehrsmittel, die Neubaumaßnahmen und die Erfahrungen der Vergangenheit waren dabei ihre Schwerpunkte.

Sehr unterhaltsam wurde es dann wieder bei Ulrich Bauer und Günter Schwanenberg: Zollstock in Geschichte und Gegenwart.
Mit viel Liebe zum Detail ging es durch eine Zeitreise von Zollstock. So manch lustiger, aber auch nachdenklicher Abschnitt wurde durchleuchtet und musikalisch hinterlegt. Still war es in der Aula, weil keiner nur ein Wort verpassen wollte, so interessant war der Vortrag und so respektvoll die Gäste. 111 Jahre Bürgerverein wurden sehr geschmackvoll eingebaut und jeder merkte schnell, viele Taten stehen noch bevor, so auch der Wunsch nach Integration der Jugend und jungen Familien.
Schreibt der Verein auch 111 Jahre, alt ist er nicht.
Sie wollen junge Menschen in ihren Reihen begrüßen und sind offen für neue Blickwinkel und Ansichten. In der großen Festschrift, die jedem Gast überreicht wurde, stand es dann auch wieder: „Nur gemeinsam sind wir stark“. Die Erkenntnis ist immer die Grundlage für den Zusammenschluss von Menschen mit gleichen Ideen.

Und gemeinsam wurde dann auch gesungen und fröhlich verließen die Besucher die Aula.

Im Foyer, wo ein großes kostenloses Buffet für alle Gäste aufgebaut war, wurde es dann sehr gesellig und unterhaltsam. Ältere Bürger berichteten aus den vergangenen Jahren, wie auch sie ihr geliebtes Zollstock erlebt haben, wie groß der Einzelhandel war und wie erschreckend für sie die Entwicklung ist. Sie berichteten wie schön es ist in ihrem Veedel alt zu werden und wie vertraut die Straßen und Plätze sind. Auch wurde immer wieder das hervorragende Grußwort in der Festschrift erwähnt, welches Ulrich Bauer verfasst hatte.
Überhaupt war dieses Magazin immer wieder Thema. Die kurzen Blicke ins Innere, zum Beispiel auf den Bericht der Ziegelbäcker und die Entwicklung der Herthastraße, versprachen einen guten Ausklang des Tages, welches ganz im Zeichen von Zollstock stand.

Weitere Informationen zum Fest, die Festschrift, die übrigens Günter Schwanenberg zusammengefasst hat, ist zum Lesen im Netz ebenso die vielen wundervollen Angebote des Bürgervereins. Unter www.zollstocker-buergerverein.de sind viele Informationen über Zollstock zu bekommen und ein Blick lohnt sich für alle, die mit Zollstock eine Verbundeheit verspüren.

Die Fotos stellte uns Tobias Arens vom Bürgerverein Zollstock zur Verfügung, wofür wir uns sehr bedanken.


Menschen, die in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM)
arbeiten, haben regelmäßig mit verschiedenen Vorurteilen zu kämpfen. Die Ausstellung „Das
andere Ich“ im Foyer der Gemeinnützige Werkstätten Köln GmbH (GWK) in Rodenkirchen,
Sürther Straße 310, räumt ab heute mit Klischees und Schwarz-Weiß-Denken auf. Auf den
insgesamt 14 Schwarz-Weiß-Fotografien der Künstlerin Nina Wallenborn steht jeweils der
Mensch und nicht seine Behinderung im Vordergrund. Interessierte Besucher können „Das
andere Ich“ bis zum 31. März, montags bis donnerstags von 8.30 bis 15.00 Uhr und freitags
von 8.30 bis 13.00 Uhr, besuchen. Der Eintritt ist kostenlos.
„Ich habe mich bewusst für Schwarz-Weiß-Fotografien entschieden, weil diese den
Menschen stark in den Vordergrund rücken und dabei nichts vom Wesentlichen ablenkt“, so
Wallenborn. Die Zusammenarbeit mit der GWK entstand während verschiedener
Fotoaktionen zu Weihnachten und auf dem Sommerfest. Dabei begeisterte die Fotografin
zum einen die Zusammenarbeit mit den Beschäftigten und zum anderen auch die positive
Resonanz auf ihre Bilder. Aus diesem Grund entschied sich Wallenborn dazu, eine
Ausstellung zu organisieren. Ob und welche Behinderung die Porträtierten haben, wusste sie
dabei nicht. Für sie spielte lediglich eine Rolle, dass sich alle von ihrer besten Seite zeigen
konnten: „Und so gesehen werden, wie sie gesehen werden wollen“.
Nina Wallenborn ist gebürtige Hamburgerin, lebt und arbeitet seit 2011 in Köln. Sie betreibt
in Deutz ein Fotostudio, in dem sie neben Menschen auch Tiere ins rechte Licht rückt.

„Das andere Ich“ – Kein Platz für Schwarz-Weiß-Denken
14. März – 31. Mai 2019
montags-donnerstags 8.30-15 Uhr
freitags 8.30-13 Uhr
im Foyer der
Gemeinnützige Werkstätten Köln GmbH,
Sürther Straße 310,
50999 Köln-Rodenkirchen.

Bild: J.Wagner-GWK

Am 9. Dezember fand das traditionelle Weihnachtskonzert der Gesamtschule Rodenkirchen mit den beiden Chorgruppen des 5. und 6. Jahrgangs und dem neugegründeten Chor des 7. Jahrgangs in der bis auf den letzten Platz vollbesetzten Erzengel-Michael-Kirche in Michaelshoven statt.

Sehr besinnlich zogen die Kinder singend mit einigen brennenden Kerzen in den Händen in die Kirche ein und eröffneten somit sehr stimmungsvoll mit dem Lied „Mache dich auf und werde Licht“ das Konzert. Die Musiklehrerinnen Bettina Büttgen, Ursula Schulten und Katrin Klingbeil führten mit vielen erklärenden Worten durchs bunte Programm. Auch in diesem Jahr führte eine musikalische Reise durch viele ferne Länder, beginnend mit dem „Wiegenlied“ aus Russland über „Zumba zumba“, einem Lied aus Spanien, dem ungarischen „Weihnachtstanz der Hirten“ bis hin zum Lied „A holly jolly Christmas“ aus den USA.

Zwischen diesen Liedern des Chores gab es Einlagen des jungen Streicher-Ensembles unter der Leitung von Ursula Schulten. Auch einige in ihrem Können sehr fortgeschrittene Schülerinnen und Schüler aus der Bläser-Arbeitsgemeinschaft steuerten mit ihrer Lehrerin Judith Heß zwei Stücke zum gelungenen Weihnachtskonzert bei. Begleitet wurden die Chöre wie immer von einem Instrumentalensemble, in dem Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie eine ehemalige Schülerin zusammen musizierten.

Das Publikum spendete immer wieder herzlichen Applaus und sang gerne bei den Refrains mit. Die Spenden, die nach dem Konzert gesammelt wurden, werden wie im Schlusslied „Christmas in the old man’s hat“ vorgeschlagen aufgeteilt: Die eine Hälfte kommt der musikalischen Arbeit an Gesamtschule Rodenkirchen zugute, die andere Hälfte wird für bedürftige Kinder verwendet.

 

Text und Fotos: Gerhard Richter