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Stärke Deine natürlichen Killerzellen!!!

Ehrlich gesagt fällt es mir immer sehr schwer, den Sommer zu verlassen und den Herbst zu begrüßen. Ich bin ein Liebhaber der warmen Temperaturen und die haben wir nun mal in Deutschland grundsätzlich nicht mehr im Oktober.

Ist der Herbst da, freue ich mich aber auf seit Jahren liebgewonnene, verschiedene Outdoor-Ziele, die ich als ganz besondere Naturoasen empfinde. Auch andere Menschen zieht es an gewisse Orte, wodurch man sie nicht mehr immer als Rückzugsort betrachten kann, um Ruhe zu finden. Aber das ist mir egal, ich freue mich ja immer über den Bewegungsdrang der Menschen, der im Alltag meistens zu kurz kommt.

Gehörst Du zu denjenigen, die zweimal die Woche im Fitnessstudio oder vielleicht sogar noch öfter trainieren. Super, wenn Du die Energie aufbringst und was für deinen Körper tust. Aber das geschieht drinnen, es sei denn du lebst in Los Angeles am Venice Beach.

Was der Körper und insbesondere unser Herz-Kreislaufsystem brauchen, ist die Bewegung in sauerstoffreicher Umgebung. Draußen an der frischen Luft, mit einer regelmäßig ausgeführten, dynamischen Atmung und mit der Möglichkeit, auch noch Sonnenstrahlen auf den Körper zu lassen. Vitamin D tanken! Dazu, durch die Natur, Geist und Seele streicheln.

Ich bin schon immer ein Mensch gewesen, der gerne seine Füße spürt und geht. Wir sind so phantastisch ausgestattet, wir können aufrecht gehen, durch die Doppel-S-förmige Wirbelsäule mit ihren Bandscheiben als Dämpfer und wir stehen auf zwei Beinen, die bis zum Boden reichen.

Das sollten wir nutzen, wo immer es möglich ist. Walking, Joggen oder WANDERN

Ende der 90 er Jahre gab es eine unabhängige Initiative von Marburg ausgehend, die nannte sich Wanderforschung.de. Vorbereitend auf den 1. Gesundheitskongress Wandern 2007 haben die Mitglieder kleine empirische wissenschaftliche Studien zum Wandern erhoben.

Das ist länger als 10 Jahre her und die dort vorgetragenen Ergebnisse haben einen Hype ausgelöst. Immer mehr Wandersteige wurden geschaffen, durch die Alb, die bayrischen Alpen, durch die Eifel, an Rhein und Mosel.

Weil man weiß: Wandern ist gesund und sportwissenschaftlich bewiesen besser für die Gesundheit, als Marathon zu laufen!

Wandern ist mittlerweile ein anerkannter Gesundheitssport, den immer mehr Menschen ausüben und zunehmend auch Jüngere. Besonders beliebt in der Studentengeneration. Weg aus dem Hörsaal – raus in die Natur. Den Kopf frei bekommen. Der einst so verstaubte Seniorensport ist absolut gesellschaftsfähig.

Bezeichnet wird Wandern sportwissenschaftlich als Breitbandtherapeutikum für Körper-Geist-und Seele. Und das zu Recht. Regelmäßiges Wandern ist eine der besten Sportarten. Bis ins hohe Alter durchführbar durch Anpassung des Schwierigkeitsgrades. Regelmäßiges Wandern, so in Studien nachgewiesen, fördert die Gesundheit!!!

  • Training für das Herz,-Kreislauf System
  • Immunstärkung durch Zunahme der Natural Killer Cells
  • Verbesserung der Lungenvitalkapazität (das Volumen, was du einatmen kannst bei einem Atemzug)
  • Abbau von Stress
  • Abbau von Aggressionen
  • Verminderung von Alltagssorgen
  • Förderung der Kreativität des Denkens
  • Förderung der Gedächtnisleistung
  • Reduktion von Depressionen
  • Durchblutungsförderung der Haut
  • Kräftigung insbesondere der Beinmuskulatur und der Knochen
  • Verminderung von Angststörungen (Bergwanderung als Gruppentherapie)
  • Produktion von Glückshormonen in der Natur

und weitere positive Wirkungen, die Du vielleicht schon erfahren hast oder noch erfährst.

Einmal im Jahr- muss ich an die Ahr. Nah gelegen zu Köln, für mich ein ideales Ziel. Der dort gelegene Rotweinwanderweg, über mehrere Terrassen geführt, von Weinort zu Weinort, gibt mir ein großartiges Glücksgefühl. Leichte Anstiege, bei denen man ruhig und gleichmäßig atmen muss um nicht aus der Puste zu kommen, sind ideale Strecken für Stressabbau. Man ist ganz mit sich und der Atmung. Frei im Kopf – man denkt nicht – man tut. Probiere es mal aus. Oben angekommen, genieße ich den Blick ins Ahrtal, auf die Reben der roten Trauben, auf die Färbung der Wälder und bin happy. Weiter bis zum nächsten Weinort.

Für den Beifahrer gibt es dort einen leckeren Wein, der rote Traubensaft schmeckt aber auch sehr gut.

Und dann freue ich mich über die Produktion neuer Killerzellen. Norwegische Forscher haben nämlich herausgefunden, dass man beim Gehen durch die Natur die natürliche Körperpolizei stärkt.

Wann zieht es Dich nach draußen, zum regelmäßigen Wandern? Zum Stressabbau, um die Seele baumeln zu lassen und zur Stärkung des Immunsystems. Dann haben auch Erkältungsviren Probleme Dich zu befallen. Das sind doch tolle Aussichten!

Schöne Herbstzeit

wünscht
Die Großstadtärztin

Weitere Informationen und Berichte auf https://diegrossstadtaerztin.de

Frauke Schulz schreibt:

Gerne folge ich dem Aufruf der Kölner Stadtteilliebe, wo ist mein liebster Ort?


Es scheinbt verrückt, doch mein liebster Ort ist der Friedhof am Steinneuer Hof. Komme ich am Nachmittag gestresst aus meinem Büro, halte ich oft auf dem großen Parkplatz am Steinauer Hof (zwischen Brühler Str. und Rondorf) an und gehe eine Runde durch dieses grüne Idylle. Ruhe ist dort zu spüren, runterfahren nennt man es heute…. Dort sortiere ich regelmäßig meine Gedanken, beobachte die Tiere in vielfacher Art und erlebe oft sehr schönes.

Dazu tut mir diese große Grün unglaublich gut, den Einklang mit mir, die Ruhe und sind es auch manchmal nur 30 Minuten Auszeit- geben Sie mir Kraft für den Abend. Für mich ist dieser Friedhof kein Trauerort sondern ein wunderschön gepflegter Park, Kraftgeber und Ort von Ruhe und Stille abseits des turbulenten Lebens.

Stärke Deine natürlichen Killerzellen!!!

Ehrlich gesagt fällt es mir immer sehr schwer, den Sommer zu verlassen und den Herbst zu begrüßen. Ich bin ein Liebhaber der warmen Temperaturen und die haben wir nun mal in Deutschland grundsätzlich nicht mehr im Oktober.

Ist der Herbst da, freue ich mich aber auf seit Jahren liebgewonnene, verschiedene Outdoor-Ziele, die ich als ganz besondere Naturoasen empfinde. Auch andere Menschen zieht es an gewisse Orte, wodurch man sie nicht mehr immer als Rückzugsort betrachten kann, um Ruhe zu finden. Aber das ist mir egal, ich freue mich ja immer über den Bewegungsdrang der Menschen, der im Alltag meistens zu kurz kommt.

Gehörst Du zu denjenigen, die zweimal die Woche im Fitnessstudio oder vielleicht sogar noch öfter trainieren. Super, wenn Du die Energie aufbringst und was für deinen Körper tust. Aber das geschieht drinnen, es sei denn du lebst in Los Angeles am Venice Beach.

Was der Körper und insbesondere unser Herz-Kreislaufsystem brauchen, ist die Bewegung in sauerstoffreicher Umgebung. Draußen an der frischen Luft, mit einer regelmäßig ausgeführten, dynamischen Atmung und mit der Möglichkeit, auch noch Sonnenstrahlen auf den Körper zu lassen. Vitamin D tanken! Dazu, durch die Natur, Geist und Seele streicheln.

Ich bin schon immer ein Mensch gewesen, der gerne seine Füße spürt und geht. Wir sind so phantastisch ausgestattet, wir können aufrecht gehen, durch die Doppel-S-förmige Wirbelsäule mit ihren Bandscheiben als Dämpfer und wir stehen auf zwei Beinen, die bis zum Boden reichen.

Das sollten wir nutzen, wo immer es möglich ist. Walking, Joggen oder WANDERN

Ende der 90 er Jahre gab es eine unabhängige Initiative von Marburg ausgehend, die nannte sich Wanderforschung.de. Vorbereitend auf den 1. Gesundheitskongress Wandern 2007 haben die Mitglieder kleine empirische wissenschaftliche Studien zum Wandern erhoben.

Das ist länger als 10 Jahre her und die dort vorgetragenen Ergebnisse haben einen Hype ausgelöst. Immer mehr Wandersteige wurden geschaffen, durch die Alb, die bayrischen Alpen, durch die Eifel, an Rhein und Mosel.

Weil man weiß: Wandern ist gesund und sportwissenschaftlich bewiesen besser für die Gesundheit, als Marathon zu laufen!

Wandern ist mittlerweile ein anerkannter Gesundheitssport, den immer mehr Menschen ausüben und zunehmend auch Jüngere. Besonders beliebt in der Studentengeneration. Weg aus dem Hörsaal – raus in die Natur. Den Kopf frei bekommen. Der einst so verstaubte Seniorensport ist absolut gesellschaftsfähig.

Bezeichnet wird Wandern sportwissenschaftlich als Breitbandtherapeutikum für Körper-Geist-und Seele. Und das zu Recht. Regelmäßiges Wandern ist eine der besten Sportarten. Bis ins hohe Alter durchführbar durch Anpassung des Schwierigkeitsgrades. Regelmäßiges Wandern, so in Studien nachgewiesen, fördert die Gesundheit!!!

  • Training für das Herz,-Kreislauf System
  • Immunstärkung durch Zunahme der Natural Killer Cells
  • Verbesserung der Lungenvitalkapazität (das Volumen, was du einatmen kannst bei einem Atemzug)
  • Abbau von Stress
  • Abbau von Aggressionen
  • Verminderung von Alltagssorgen
  • Förderung der Kreativität des Denkens
  • Förderung der Gedächtnisleistung
  • Reduktion von Depressionen
  • Durchblutungsförderung der Haut
  • Kräftigung insbesondere der Beinmuskulatur und der Knochen
  • Verminderung von Angststörungen (Bergwanderung als Gruppentherapie)
  • Produktion von Glückshormonen in der Natur

und weitere positive Wirkungen, die Du vielleicht schon erfahren hast oder noch erfährst.

Einmal im Jahr- muss ich an die Ahr. Nah gelegen zu Köln, für mich ein ideales Ziel. Der dort gelegene Rotweinwanderweg, über mehrere Terrassen geführt, von Weinort zu Weinort, gibt mir ein großartiges Glücksgefühl. Leichte Anstiege, bei denen man ruhig und gleichmäßig atmen muss um nicht aus der Puste zu kommen, sind ideale Strecken für Stressabbau. Man ist ganz mit sich und der Atmung. Frei im Kopf – man denkt nicht – man tut. Probiere es mal aus. Oben angekommen, genieße ich den Blick ins Ahrtal, auf die Reben der roten Trauben, auf die Färbung der Wälder und bin happy. Weiter bis zum nächsten Weinort.

Für den Beifahrer gibt es dort einen leckeren Wein, der rote Traubensaft schmeckt aber auch sehr gut.

Und dann freue ich mich über die Produktion neuer Killerzellen. Norwegische Forscher haben nämlich herausgefunden, dass man beim Gehen durch die Natur die natürliche Körperpolizei stärkt.

Wann zieht es Dich nach draußen, zum regelmäßigen Wandern? Zum Stressabbau, um die Seele baumeln zu lassen und zur Stärkung des Immunsystems. Dann haben auch Erkältungsviren Probleme Dich zu befallen. Das sind doch tolle Aussichten!

Schöne Herbstzeit

wünscht
Die Großstadtärztin

Weitere Informationen und Berichte auf https://diegrossstadtaerztin.de

Gerda Laufenberg

Foto:Uli Fackert

Stadtteil—LIEBE ??? Sagen wir mal so….

Mit meiner „Liebe“ zu meinem Stadtteil geht es mir wie dem damaligen Bundespräsidenten Heinemann mit seiner Liebe zu Deutschland. Er sagte auf die entsprechende Frage: Ich liebe meine Frau … und das könnte ich jetzt glatt wiederholen. Rodenkirchen ist gewiss liebenswert, manchmal und an manchen Stellen. Oft genug ist es schrecklich, verliert an Charakter bei jeder neuen Baustelle und scheint davon auszugehen, dass das schöne Rheinufer, die alten Villen und der Strand  alles wettmachen was sich an Hässlichkeiten weiter oben ausbreitet. Quadratisch, praktisch, groß und  gewinnträchtig. Diese Blocks, die da hochgezogen werden und Hunderte von neuen Rodenkirchenern über alte, enge Zufahrtsstraßen anlocken, könnten überall stehen. Rodenkirchen wird global… Rührend ist, dass die Ureinwohner – zu denen ich mich nach 30 Jahren jetzt auch zähle  – immer noch vom Dorf sprechen. Mer jon jetz in et Dorf… sagt sogar meine Nachbarin, die eigentlich hochdeutsch spricht und aus Münster kommt. Und dann zieht sie schön feingemacht zum Markt auf dem Maternusplatz und trifft dort lauter Dorfbewohner, die in Bungalows oder Hochhäusern wohnen. Und anschließend bei Petra im Bistro Verde sieht man eh nur den anheimelnden Hinterhof. War wohl mal eine Alte Schmiede. Die kennt keiner mehr aber ich glaube daran.
Das ist schräg, aber so tickt Rodenkirchen.

Heute möchte ich Euch von einem recht unbekannten Kölner erzählen, der aber mit einer kleinen Tat etwas Wichtiges für uns heute hier getan hat.

Ich habe letzte Woche ja geschrieben, dass die Stadt Probleme hatte, um den Rathenauplatz Grundstücke zu erwerben. Der Grund war, dass die Besitzer merkten, dass die Grundstücke, die in einem sumpfigen Gebiet vor der Stadtmauer lagen, durch die Schleifung der Mauer im Wert steigen würden. Von diesem Kuchen wollten sie ein Stück abhaben und trieben die Preise in die Höhe. Damit war es um den Volksgarten, der am Rathenauplatz geplant war, geschehen.

Einen Volksgarten haben wir aber ja nun in der Stadt. Etwas weiter südlich direkt vor der „Neustadt Süd“ liegt er.

Einen großen Anteil daran hat Wilhelm Kaesen. Wilhelm Kaesen ist 1816 in Köln geboren und verdient sein Geld als Kaufmann. Aus heutiger Sicht kann man ihn wohl als „Juniorpartner“ von keinem Geringeren als Johann Heinrich Richartz bezeichnen. Johann Heinrich Richartz hat ja so viel Erfolg mit seinem Handel von Leder und Wildhäuten, dass er uns eher als Kunstmäzen bekannt ist. Immerhin kann er damit das wohlbekannte Wallraf-Richartz-Museum finanzieren.

Nun kann ich schlecht über das Motiv von Herrn Richartz philosophieren. Ich meine aber, dass etwas Selbstlosigkeit dazu gehört, wenn man sein Vermögen für die Kunst hergibt.

Wilhelm Kaesen muss die Art seines Senior-Partners beeindruckt haben. Neben seiner Tätigkeit als Kaufmann, ist Wilhelm Kaesen Mitglied des Rates der Stadt Köln. In dieser Funktion setzt er sich stets für den Abriss der mittelalterlichen Mauer ein, weil Köln Platz braucht. Vor den Toren der südlichen Stadt liegt das Fort IV des inneren Festungsringes, „Erbherzog Paul von Mecklenburg“. Dieses Fort, als eines der ersten im Jahr 1825 von den Preußen fertiggestellt, ist schon vor dem Abriss der Mauer militärisch nutzlos, weil in den 1870’er bis 1880’er Jahren vorgezogene Forts und ein großer Schutzwall gebaut wurden – der äußere Festungsring. Das Areal um das Fort ist längst an viele kleine Landbesitzer verkauft – auch recht nutzlos. Das weiß er. Ab 1886 kauft er daher mehr als 60 kleine Landparzellen den Eigentümern ab, ohne großes Aufsehen darum zu machen. Das kostet ihn 582.000 Mark.

Diese zehn Hektar, die zusammenhängen, sind jetzt natürlich viel mehr wert. Und was macht Wilhelm Kaesen? Er ist ein kölscher Junge, er strebt hier nicht nach dem großen Gewinn. Er überlässt das Grundstück der Stadt Köln, zu dem Preis, den er selbst bezahlt hat. Er macht aber zur Auflage, dass sie um das Fort einen „Garten für jedermann“ anlegen soll.

Die Stadt hält sich daran, fügt sogar noch 5 Hektar bei und legt zwischen 1887 und 1890 den Volksgarten an. Und dieser ist bis heute ein wichtiges Stück Kölner Naherholung. Ein kleiner See, der mit Kähnen befahren werden kann, eine Wasserfontäne, die, wenn sie mal läuft, es auf stattliche 28 Meter Höhe schafft, ein Biergarten, ein kleiner Wasserfall und Steingarten und ein kleines Theater in der ehemaligen Orangerie, die für die kälteempfindlichen Pflanzen im Volksgarten gedacht war, findet man hier neben alten Bäumen, die herrlich anzusehen sind und großen Wiesen zum Sonnen und Picknicken. Ach! Und nach dem Zweiten Weltkrieg haben uns die Schweden das „Haus Gotland“ spendiert, damit hier auch ein Kindergarten stehen kann. – Tack så mycktet, kära Sverige.

Wir alle haben etwas von ihm – alle, bis auf einen. Wilhelm Kaesen stirbt 1877 und erlebt die Fertigstellung 1890 nicht mehr. Doch, einen Nutzen hat er davon. Er wollte etwas bleibendes für Köln schaffen, vielleicht, damit wir ab und an über ihn reden. Das ist ihm gelungen.

Michael

Hügg mööch ich Üch vun enem Kölsche verzälle, dä nit vill Lück kenne, dä ävver met ener kleine Tat, jet Wichtiges för uns hügg hee gedon hät.

Ich han letzte Woch jo geschrevve, dat de Stadt en Brasel kom, wie se öm der Rathenauplatz Grundstöck kaufe wollt. Der Grund wor, dat de Besetzer merkte, dat die Grundstöck, die en enem sumfige Gebeet vür der Stadtmuur loge, durch et Schleife vun der Muur em Wäät steige däte. Vun däm Koche wollte se e Stöckelche avkrige un drevve de Priese en de Hüh. Domet wor et öm der Volksgaade, dä am Rathenauplatz geplant wor, passeet.

Ene Volksgaade han mer ävver jo no en der Stadt. Jet wigger südlich tirek vür der „Neustadt Süd“ litt hä.

Ene große Aandeil dodran hät der Wellem Kaesen. Der Wellem Kaesen es 1816 en Kölle gebore un verdeent sing Moppe als Kaufmann. Hüggzedags dät mer en wall als „Juniorpartner“ vun keinem Geringer wie dem Jan Drickes Richartz bezeichne. Der Jan Drickes Richartz hät jo esu vill Erfolg met singem Handel met Ledder un Weldhügg, dat mer en ihter als Kunsmäzen kenne. Immerhin kann hä domet et Wallraf-Richartz-Museum finanzeere, dat mer hügg noch kenne.

No kann ich schlääch üvver et Motiv vum Herr Richartz philosophiere. Ich meine ävver, dat mer jet selvsloss sin muss, öm si Vermöge för de Kuns herzegevve.

Der Wellem Kaesen muss die Aat vun singem Senior-Partner beendrock han. Nevven singem Berof als Kaufmann, es der Wellem Kaesen Metgleed em Rod vun der Stadt Kölle. En dä Funktion es hä luuter för der Avress vun der Muur usem Meddelalder, weil Kölle Platz bruch. Vür de Pooze vun der südliche Stadt litt et Fort IV vum innere Festungsgöödel, „Erbherzog Paul von Mecklenburg“. Dat Fort, als eins vun de eeschte em Johr 1825 vun de Preuße fäädiggestallt, es ald vürm Avress vun der Muur militärisch unnötz, weil en de 1870’er un 1880’er Johre vürgetrocke Forts un ene große Schotzwall gebaut woodte – der üssere Festungsring. Et Gebiet öm dat Fort es längs an vill kleine Landbesetzer verkauf – och rääch unnötz. Dat weiß hä. Av 1886 käuf hä doher die mih wie 60 kleine Landparzelle de Eigedümer av, ohne groß Opsinn dröm ze maache. Dat koss in 582.000 Reichsmark.

Die zehn Hektar, die zesammehänge, sin jetz natürlich vill mih wäät. Un wat mäht der Wellem Kaesen? Hä es ene kölsche Jung, hä well hee keine Raibach maache. Hä üvverlööt dat Grundstöck der Stadt Kölle, för der Pries, dä hä selvs berapp hät. Hä mäht ävver zur Oplag, dat se öm et Fort ene „Gaade för jeder“ aanläge soll.

De Stadt häld sich draan, deit noch fünf Hektar dobei un läg zwesche 1887 un 1890 der Volksgaade aan. Und dä es bes hügg e wichtig Stöck kölsche Noherholung. Ene kleine Sie, dä met Naache befahre wääde kann, en Wasserfontän, die, wann se ens läuf, et op staatse 28 Meter Hühde brängk, ene Biergaade, ene kleine Wasserfall un Steingaade un e klei Theater en der fröhere Orangerie, die för de Flanze em Gaade gedaach wor, die Käld nit god avkünne, fingk mer hee nevve aal Bäum, die herrlich aanzesinn sin un große Wiese för et Sonne un Picknicke. Ach! Un nohm Zweite Weltkreeg han uns de Schwede et „Haus Gotland“ spendeet, domet hee och ene Kindergaade stonn kann. – Tack så mycktet, kära Sverige.

Mir all han jet vun im – all, bes op einer. Der Wellem Kaesen stirv 1877 un erläv nit, wie der Gaade em Johr 1890 fäädig weed. Doch, eine Notze hät hä dovun. Hä wolllt jet en Kölle schaffe, dat bliev, villleich, domet mer av un an üvver in schwaade. Dat es im gelunge.

Mechel

Alle unsere Beiträge findet Ihr unter www.koelschgaenger.net

 

La Seu d‘ Urgell, die Olympiastrecke von Barcelona 1992.

In der vergangenen Woche wurden im Parque Olimpic del Segre die Kanu Weltmeisterschaften im Kanu-Slalom und Wildwasser-Rennsport ausgetragen. Die 20 jährige Kölnerin Maren Lutz, die für den Blau Weiss Köln startet, hatte sich mit ihrem Deutschen Meistertitel in den Dolomiten Ende Juni ihr Ticket für die Weltmeisterschaften gesichert.

Drei Monate später reiste sie nach Spanien um ihre beiden Titel des vorherigen Jahres als Vizeweltmeisterin im Canadier Zweier und Bronze im Canadier Einer zu verteidigen. Nachdem sich Lutz auf der Europameisterschaft diesen Jahres mit zwei fünften Plätzen zufrieden geben musste, war sie umso fokussierter auf das Podium. Lutz qualifizierte sich souverän im Canadier Einer und Canadier Zweier für die jeweiligen Finalläufe, welche am Samstag stattfanden.

Im Canadier Einer startete Lutz in einen soliden Lauf, konnte diesen aber nicht bis zur Ziellinie durchziehen und musste sich einer großen Enttäuschung hingeben. Nur wenige Minuten später saß sie wieder am Startblock, diesmal mit ihrer Partnerin Sabrina Barm (Augsburg) im Boot. ,, Ich hab auf die Anzeige geguckt und hab mir nur gedacht, Maren, das ist jetzt deine letzte Chance“ .

Bereit für den letzten und entscheidenden Kampf gingen die beiden Paddlerinnen als erstes Boot in ihren Lauf und fuhren eine saubere und schnelle Linie. Im Zielsprint konnte man deutlich sehen, dass Lutz das Boot mit kraftvollen Schlägen und Kommando von hinten ins Ziel schob, um wirklich alles rauszuholen. Nach Ihnen folgten weitere sechs Boote. Australien, Slowakei, ein weiteres deutsches Boot, Frankreich und Tschechien. Die Boote waren zusammengesetzt aus international erfolgreichen Fahrern.

Lutz/Barm blieben führend bis das italienische Boot in der Besetzung Ricciardi/Panato um nur 0.03 Sekunden, ihre Zeit unterbieten konnte. Zwei Boote fehlten noch in der Wertung. Gespannt erwarteten die beiden die anderen Boote. Das tschechische Boot schaffte es nicht an den beiden Deutschen vorbeizuziehen und eins war sicher: das bedeutete eine Medaille. Die Französinnen  fuhren einen grandiosen Lauf runter und setzten sich deutlich an die Spitze des Feldes und holten sich damit ihren dritten Weltmeistertitel an diesem Tag.

Für den deutschen Canadier Lutz/Barm bedeutete dies einen dritten Platz und die Bronzemedaille. Nachdem die beiden Sportlerinnen kurzfristig entschieden gemeinsam an den Start zu gehen, hatten sie nur wenige Trainingsläufe absolviert. Gemeinsam zeigten sie eine starke Leistung. Lutz ist im Canadier aufgewachsen und betreibt seit 2007 Kanu-Slalom. Mit ihrem Talent das Wasser lesen zu können, das ihr Großvater ihr in die Wiege gelegt hat und dem Kampfgeist ihrer Vorderfrau, paddelten die beiden auf das Podium der internationalen Spitze. Für das Team des Wildwasser-Rennsport blieb dies die einzige Einzelmedaille der diesjährigen Weltmeisterschaft.

Foto und Text: Wildwater Canoe / privat