»Ich kann mindestens fünfmal im Jahr
Geburtstag feiern«, lacht Wolfgang
Wollenweber, wenn man anfängt, mit
ihm über sein Leben zu plaudern. Zu
erzählen hat der 96-jährige ehemalige
Pilot, der viele Kampfeinsätze im
2. Weltkrieg gefl ogen ist, jede Menge.
Im Mittelpunkt seines Lebens stand der
zweite Weltkrieg, dort musste er wie
viele andere junge Männer Grenzerfahrungen
erleben, die als Außenstehender
kaum nachzuvollziehen sind.
Heute lebt Wolfgang Wollenweber in
seinem Haus in Rodenkirchen als einer
der letzten lebenden Zeitzeugen.
Kriegseinsatz – Pilot war noch die
beste Alternative
»Wir mussten damals in die Wehrmacht,
es war nur die Frage, was man
da macht«, erinnert er sich an seine
Jugend. Wolfgang Wollenweber entschied
sich schnell, zur Luftwaffe zu
gehen. »Bei den Bodentruppen wirst
du von Schützengraben zu Schützengraben
geschickt und irgendwann
abgeknallt. Im Flieger bist du dein
eigener Herr.« Nach der Grundausbildung
absolvierte er die Flugzeugführerschule,
wurde schnell zum Leutnant
befördert, machte eine Ausbildung
auf der Instrumentenfl ugschule um
dann mit verschiedenen Flugzeugtypen
Einsätze zu fl iegen.
Überleben war das oberste Ziel
Damit fi ng auch die Sache mit den
fünf Geburtstagen an. »Das waren
immer Situationen, die ich eigentlich
nicht überleben konnte.« Ein solcher
Flug ging in die norwegischen Fjorde
mit dem Auftrag zur Luftsicherung für
einen Minenleger. Man war mit vier
Flugzeugen unterwegs, der Einsatz
diente dazu, Nachwuchspiloten in die
Praxis einzuführen. »Das Problem war
plötzlicher Nebel, wir konnten den
Minenleger nicht sehen.« Jetzt wollte
er den anderen Piloten zeigen, wie
man den Nebel durchfl iegt, doch das
war keine kleine Nebelbank, sondern
ein Nebelgebiet, was sich vom Nordpol
kommend über die Wasseroberfl äche
ausgebreitet hatte. »Inzwischen
ging der Sprit zur Neige, wir konnten
nicht mehr aus dem Nebel raus.«
Was tun? »Entweder man setzt auf
dem Wasser auf oder geht per Fallschirm
raus, beides würde im zwei Grad
kalten Wasser tödlich enden.« Also
nahmen die Piloten jedes Risiko auf
sich. »Unsere Homebase lag in einem
Fjord, den konnten wir vielleicht noch
im Blindfl ug erreichen.« Dort angekommen
mussten sie mit dem letzten
Tropfen Sprit mitten im Nebel die Landebahn
treffen. »Herr Kapitän, wir leben
noch.« War die kurze und knappe
Rückmeldung. Nach einer Umarmung
durch den Staffelkapitän und einem
kleinen Begrüßungssekt »haben wir
uns dann hemmungslos betrunken.«

Die Überschallgrenze geknackt
Sein Lieblingsfl ugzeug war die He 162,
ein Flugzeug aus den Henkel Werken,
was seiner Zeit weit voraus war. »Wir
bekamen die nagelneue Maschine
ohne Einweisung dahingestellt, dann
hieß es, fl ieg mal los.« Gesagt, getan,
doch bald kam der erste Schreck:
»Plötzlich hörte ich nichts mehr, kein
Maschinengeräusch, obwohl die Turbine
direkt hinter meinem Kopf lag.
Ich dachte, das Treibwerk ist im Eimer.
« Aber nichts dergleichen, die Erklärung
war ganz einfach: »Ich hatte
die Schallmauer geknackt, nur hatte
uns das niemand gesagt.« Mit einer
Spitzengeschwindigkeit von über 900
km/h war diese Maschine fast doppelt
so schnell wie alle anderen, auch
feindlichen Maschinen. Trotzdem war
der Einsatzrahmen begrenzt, der Tank
hielt nur für 45 Minuten Flugdauer. Ein
Handbuch für die Maschine bekam
Wolfgang Wollenweber übrigens erst
Jahre später in die Hände.
Erinnerungen in Büchern festhalten
Zu einem seiner fünf Geburtstage hat
Wolfgang Wollenweber ein Buch mit
seinen Erinnerungen veröffentlicht.
Dort fi ndet man detailliert beschrieben
noch mehr solcher atemberaubender
Erlebnisse. »Besonders meine
Enkel sind ganz wissbegierig darauf,
was in dieser Zeit wirklich passiert ist.«
Eine authentischere Beschreibung
als von einem solchen Zeitzeugen
können sie kaum bekommen. Das
Buch »Die Reichsadler – Dokumentation
über die Einsätze der Me 110 und
He 162« ist im Helios Verklag erschienen
und in allen stationären und online-
Buchhandlungen erhältlich.
Wolfgang Wollenweber ist auch mit
96 Jahren noch fi t, ab und zu trifft er
sich mit Freunden in Rodenkirchen,
um eine Flasche Wein zu leeren und
in Erinnerungen zu schwelgen. Einmal
im Jahr geht es nach Speyer, wo man
sich mit alten Kameraden trifft. Auch
zu Fuß oder mit dem Auto ist er noch
gut mobil, mit 80 ist er nochmal selber
um den Kaiserstuhl gefl ogen. Als
nächstes Projekt will er eine Familienchronik
schreiben. Das einzige Problem:
»Mein Sohn muss mir dazu noch
eine funktionsfähige Schreibmaschine
besorgen, die alte hat ihren Geist aufgegeben.
« (kgs)

In der aktuellen Debatte um die Blitzaktion unter der Rodenkirchener Brücke fordern der Kölner Bundestagsabgeordnete Heribert Hirte und Oliver Kehrl, Mitglied des Landtages, zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen.

„Der tödliche Verkehrsunfall im vergangenen Sommer hat auf tragische Weise deutlich gemacht, woran es an dieser Stelle mangelt“, so Hirte. „Ich habe es selbst mehrfach erlebt: Radfahrer kommen hier mit hohem Tempo von der Brücke herunter gefahren und queren die Rheinuferstraße. Die wichtigste Maßnahme wäre daher ein Drängelgitter. Eine simple, kostengünstige und sicherheitsfördernde Lösung, um die ungebremste Straßenquerung zu verhindern.“ Ein Fußgängerüberweg alleine löse das Problem nicht: „Vielen Radfahrern ist nicht bekannt, dass auf solchen Übergängen tatsächlich auch nur Fußgänger Vorrang haben.“

Auch Oliver Kehrl betont, dass eine Geschwindigkeitsbegrenzung nur Teil eines umfassenderen Maßnahmenpakets sein könne. „Ich kann den Ärger der Bürgerinnen und Bürger verstehen. Neben Tempo 30 müssen hier dringend visuelle Signale hin. Auch die Beleuchtung muss verbessert werden.“ Bei der Stelle handele es sich um einen neuralgischen Punkt in der Verkehrsführung, daher müsse schnellstmöglich nachgebessert werden. „Dafür werden wir uns weiter einsetzen!“

Heribert Hirte (CDU) vertritt als direkt gewählter Abgeordneter den Kölner Westen und Süden im Deutschen Bundestag. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz und Vorsitzender des Unterausschusses für Europarecht. Zudem ist er ordentliches Mitglied im Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union sowie stellvertretendes Mitglied im Finanzausschuss. Sie erreichen sein Büro unter der Nummer 030/227-77830.

Oliver Kehrl (CDU) vertritt als direkt gewählter Abgeordneter den Kölner Süden im Landtag von Nordrhein-Westfalen. Er ist ordentliches Mitglied des Ausschuss für Wirtschaft, Energie und Landesplanung, des Ausschusses für Digitalisierung und Innovation sowie des Rechtsausschusses. Für Rückfragen oder Interviews steht Oliver Kehrl gerne zur Verfügung.

Neujahrsempfang in der Feuerwache Marienburg: Bürgervereinigung Rodenkirchen setzt sich für das Miteinander ein
Auch für die Zukunft: Demokratisch – aber ohne Blaulicht – wird sich die Bürgervereinigung Rodenkirchen Gehör verschaffen für Bürgerwünsche

 

Foto. Urheber: Bürgervereinigung Rodenkirchen. Infos für die Bildunterschrift v.l.: Freiwillige Feuerwehr Löschgruppe Rodenkirchen, Stefan Lakenbrink, Abteilungsleiter Berufsfeuerwehr der Stadt Köln (hinten), Dieter Maretzky, 1. Vorsitzender Bürgervereinigung Rodenkirchen, OB Henriette Reker, Wolfgang Behrendt, 2. Vorsitzender Bürgervereinigung Rodenkirchen, Andreas Montasser, Vorsteher der Feuer- und Rettungswache 2 Berufsfeuerwehr auf dem Neujahrsempfang

Es gibt noch viel zu tun für die Bürgervereinigung Rodenkirchen e.V. Denn Verbesserungs­bedarf in Rodenkirchen und im Kölner Süden besteht weiterhin in mehrfacher Hinsicht. Das hat Dieter Maretzky, der erste Vorsitzende der Bürgervereinigung Rodenkirchen in seiner Rede auf dem traditionellen Neujahrsempfang deutlich gemacht. Obwohl der Verein mit vielen unterschiedlichen Aktivitäten und Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche sowie Erwachsene, dem hartnäckigen, kritischen Nachfragen und politischer Lobby-Arbeit bereits viele gute Lösungen für die Bürger anregen und durchsetzen konnte, blieben für die Zukunft noch zahlreiche Aufgaben. Bei all den nötigen Veränderungen sei entscheidend, dass der Austausch mit den Initiativen wie den Bürger- und Dorfgemeinschaften in der IG Süden, den politischen, umweltschützenden, karitativen, kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Gruppen weiterhin gut funktioniere und noch stärker werde. „Die Betonung liegt auf dem Miteinander,“ stellte Maretzky heraus. Denn die Herausforderungen, die Zukunft unserer Stadt zu gestalten, würden am besten gemeinsam gelöst. Die Bürgervereinigung Rodenkirchen versteht sich als die Lobby für Rodenkirchen und für den Kölner Süden. „Auch in Zukunft werden wir uns demokratisch, aber ohne Blaulicht Gehör verschaffen,“ bekräftigt Maretzky. Dabei wolle man sich besonders für ein gemeinsames, friedliches Europa einsetzen. Das war die Quintessenz der Neujahrsrede von Dieter Maretzky auf dem Neujahrsempfang der Bürgervereinigung Rodenkirchen.

Der Empfang fand am Sonntag, 20. Januar 2019 in der Feuer- und Rettungswache Marienburg statt und war mit rund 400 Gästen gut besucht.

Maretzky dankte in besonderem Maße allen Feuerwehrleuten, Rettungsdienstlern, Notärzten, Piloten und allen Beteiligten. „Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann zu sein ist kein alltäglicher Job. Diese Arbeit verlangt viele Fähigkeiten: Fachwissen, Umsicht, Mut, Behutsamkeit, Entscheidungskraft, Sportlichkeit, Teamgeist und vieles mehr. Es heißt auch gute Nerven behalten, wenn Helfer sogar tätlich angegriffen werden und die Rettungsarbeit behindert wird“, merkte Maretzky an.

Wolfgang Behrendt, zweiter Vorsitzender der Bürgervereinigung, moderierte die Veranstaltung und dankte der Berufsfeuerwehr Köln für ihre Gastfreundschaft.

Stefan Lakenbrink, Abteilungsleiter Gefahrenabwehr III und Informationssysteme bei der Berufsfeuerwehr der Stadt Köln, berichtete in seiner Rede über die Entstehungsgeschichte der Feuer- und Rettungswache Marienburg, die 2003 in Betrieb genommen wurde. Als Besonderheiten im Kölner Süden für Einsätze der Feuerwache 2 nannte er das Containerterminal Eifeltor, die Gefährdung durch Hochwasser, die chemische und petrochemische Industrie sowie den Hafen in Godorf.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker wurde herzlich willkommen geheißen. Ihre Ansprache thematisierte die Ziele der Stadt Köln für 2019. Sie nahm Bezug zum letzten Stadtgespräch im Bezirk und zum Stadtteil Rodenkirchen, unter anderem zu den Themen Mobilität und Wohnungsbau.

Themen der Neujahrsansprache: Es gibt noch viel zu tun
In seiner Neujahrsrede stellte der Vorsitzende der Bürgervereinigung Rodenkirchen die Arbeit des Vereins, der derzeit 572 aktive Mitglieder hat, in den Vordergrund. Er sprach über das breite Engagement sowie über die enge Zusammenarbeit mit verschiedenen lokalen Interessens- und Hilfsorganisationen, Bürgervereinen, Initiativen, Politikern sowie kulturellen und sozialen Funktionsträgern. „Das Miteinander ist uns wichtig“, sagte Maretzky. So sei beispielsweise die Zusammenarbeit mit Literamus, der Hochwasserinitiative, der Aktionsgemeinschaft Rodenkirchen, den Kirchengemeinden und die Förderung des Sports durch Spenden zu erwähnen. „Aktuell unterstützen wir die Organisation des Rodenkirchener Karnevalzuges und werden am Zugweg mobile WCs aufstellen“.

Der Vorsitzende sprach in seiner Rede unter anderem folgende Themen an: Ein neues Gerätehaus und der Neubau einer Rettungswache mit zwei Rettungswagen für die Freiwillige Feuerwehr auf dem Sürther Feld seien erforderlich, um den gestiegenen Bedarf durch den Zuzug von vielen Neubürgern zu decken. Ein Jugendzentrum oder ein Jugendschiff in Rodenkirchen müsse in Angriff genommen werden. Die Schulplatzsituation sei unerfreulich. Die Ernst-Moritz-Arndt-Schule (EMA) und der Neubau der Offenen Schule Köln müssen endlich auf dem Sürther Feld realisiert werden. Auch die Sanierungen z.B. an der Europaschule Zollstock oder der Spothalle des Gymnasiums Rodenkirchen sollten endlich in Gang kommen.

Es sei nötig, auch den ÖPNV im Süden Kölns weiter zu verbessern. Zwar führe jetzt die neue Linie 130 über das Sürther Feld, aber fahrplanzeitlich gesehen, habe sich insgesamt die Versorgung des Rodenkirchener Südens, speziell in Weiß und Sürth verschlechtert und nicht verbessert, rechnete Maretzky vor. Denn die Busse fahren morgens teils später und abends enden sie – verglichen mit den alten Fahrplänen – früher. „Die Versorgung durch den ÖPNV im Kölner Süden muss nachgebessert werden. Die Linie 134 soll einen zeitlich erweiterten Service bieten,“ lautete die Forderung von Maretzky an die KVB Köln.

Wenn denn das Bezirksrathaus neu gebaut werde, sollte sinnvoller Weise dort ein Bürgersaal und ein Jugendraum für Rodenkirchen geschaffen werden, sagte Maretzky. In diesem Zusammenhang bat er darum, dass während der Bauphase das geplante Parkraumkonzept Rodenkirchen noch nicht realisiert wird, sondern erst nach der Fertigstellung des Rathausneubaus. Denn während des Abbruchs und der Bauzeit werden alle um das Rathaus gelegenen Parkplätze wegfallen.

An den Rat der Stadt Köln richtete Dieter Maretzky die Bitte, die Pläne für den Ausbau des Godorfer Hafens zurückzunehmen, wie es die Fraktionen von CDU, Grünen und FDP in der Bezirksvertretung Rodenkirchen gemeinsam beantragten.

Forderungen der Bürgervereine im Süden von Köln
Maretzky begrüßte herzlich die Gäste des Bürgervereins Köln-Bayenthal-Marienburg e.V. und der anderen Bürgervereine. Er sprach über die an ihn gerichteten Anliegen des Vorsitzenden Dr. Hartmut Hammer (Marienburg). Dazu zählte unter anderem der Vorschlag, eine Troglösung bei der Querung des Verteilerkreises und eine weitere für den Autoverkehr Richtung A 555 zu schaffen. Außerdem müsse die Rheinuferstraße zwischen Bismarcksäule und Militärring durchgehend vierspurig ausgebaut werden. Bei der Parkstadt-Süd sollten die Bauhöhen der Umgebung berücksichtigt werden. Drei bis sechs Stockwerke wären angemessen. Das Thema Durchgangsverkehr sei für alle Stadtteile wichtig. Dazu hätten der Bürgerverein Rondorf/Hochkirchen/Höningen Vorschläge erarbeitet. Die Planungen für die Fortführung der Nord-Süd-Stadtbahn vom Verteilerkreis bis Meschenich/Brühl haben begonnen. Maretzky verwies auf die Forderung der Bürgervertreter aus Meschenich, dass die Bahn durch Meschenich hindurch fahren müsse und südlich von Meschenich ein P+R-Platz sinnvoll und notwendig wäre.

Maretzky begrüßte auch herzlich Andreas Montasser als Vorsteher der Feuer- und Rettungswache 2 und seine anwesenden Kollegen. Von der Freiwilligen Feuerwehr Köln-Rodenkirchen war Oberbrandmeister Tobias Schmickler anwesend. Die Bürgervereinigung Rodenkirchen übergab der Löschgruppe Rodenkirchen eine Spende über 1000 Euro als Anerkennung für ihren großen Einsatz.

Mit großem Applaus wurde das amtierende Dreigestirn der Altgemeinde Rodenkirchen Prinz Jörg I. (Albert Lyon), Bauer Ulli Klein und sein Bruder Achim Klein als Jungfrau Johanna willkommen geheißen.

Die Gäste hatten im Anschluss die Gelegenheit, an einer Führung durch die Feuerwache II teilzunehmen und beim Imbiss Gespräche zu führen.

Danke an die Gäste und Mitwirkenden

Der Dank der Bürgervereinigung Rodenkirchen gilt ganz besonders Oberbürgermeisterin Henriette Reker, dem Team der Feuerwache II, der Löschgruppe Rodenkirchen für den Shuttle-Service sowie den zahlreich anwesenden Mandatsträgern aus dem Bezirk II, dem Bezirksbürgermeister Mike Homann, dem Rat der Stadt Köln, den Abgeordneten aus dem Land- und Bundestag, Jakub Wawrzyniak als Generalkonsul der Republik Polens, Hubertus Tempski als Leiter des Bürgeramtes Rodenkirchen, dem Dreigestirn Rodenkirchens sowie den vielen Mitgliedern und interessierten Gästen. „Wir verstehen Ihr zahlreiches Kommen als Anerkennung unserer Arbeit“, sage Dieter Maretzky.

Zum diesjährigen Team aus dem Vorstand der Bürgervereinigung Rodenkirchen am Neujahrsempfang zählten Dieter Maretzky, 1. Vorsitzender, Wolfgang Behrendt, 2. Vorsitzender, Silvia Behrendt, Schatzmeisterin, Iris Ebel-Philippi, Schriftführerin, Beatrix Polgar-Stüwe, Beisitzerin Presse- u. ÖA, Barbara Brunotte, Beisitzerin Kultur und Helferinnen und Helfer.

Redaktion: Beatrix Polgar-Stüwe

Weitere Informationen auf www.buergervereinigung-rodenkirchen.de

Kontakt: Vorsitzender Bürgervereinigung: Dieter Maretzky, Tel.: 02226/62293, info@buergervereinigung-rodenkirchen.de

Bürgervereinigung Rodenkirchen e.V. c/o Geschäftsstelle Mayersche Buchhandlung Köhl, Hauptstr. 81-83, 50996 Köln

Begrüßungsworte beim Neujahrsempfang der Bürgervereinigung Rodenkirchen auf der Feuerwache Marienburg von Stefan Lakenbrink Abteilungsleiter Gefahrenabwehr III

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker,
sehr geehrte Vertreter aus Politik und Verwaltung,
sehr geehrter Herr Maretzky,
sehr geehrte Mitglieder der Bürgervereinigung Rodenkirchen und Gäste

ich möchte Sie als zuständiger Abschnittsleiter auf der Feuer- und Rettungswache 2 in Köln-Marienburg recht herzlich begrüßen.

Ich hoffe, Ihre Anreise konnte ohne Komplikationen erfolgen und Sie sind gut zur Wache gekommen. Da es auf dem Gelände einer Feuerwache einsatzbedingt immer etwas „lebhaft“ zugeht und der Platz für parkende Autos naturgemäß begrenzt ist, mussten wir Sie bitten, Ihr Fahrzeug außerhalb abzustellen oder auf den Shuttledienst zurück zu greifen.
An dieser Stelle Dank für Ihr Verständnis und Dank vor allem an die Freiwillige Feuerwehr Rodenkirchen für die personelle und fahrzeugtechnische Unterstützung bei dem Fahrdienst.

Ich möchte Ihnen die Grüße von Herrn Direktor Johannes Feyrer, dem Leiter der Kölner Feuerwehr ausrichten. Er ist heute leider verhindert. Ebenso konnte Dr. Christian Miller, sein Nachfolger im Amt ab Mai 2019 nicht dabei sein. Ihn werden Sie dann sicher noch in Zukunft kennen lernen.

Wir befinden aus auf dem Gelände der Feuer- und Rettungswache Marienburg, die unter anderem auch für Ihren Stadtteil Rodenkirchen zuständig ist. Grob gesagt wird der Ausrückbereich der FW2 von zwei Bahnlinie eingefasst – im Norden von der Bahnstrecke, die vom Bahnhof Süd zur Südbrücke führt, im Westen von der Zufahrt und dem Gelände des Containerterminals Eifeltor. Weitere Grenzen bilden der Rhein sowie die Stadtgrenzen zum Rhein-Erft-Kreis im Süden.

Die Wache wurde 2003 in Betrieb genommen, seinerzeit noch unter der Federführung eines städtischen Hochbauamtes geplant und erstellt. Die etwas sensible Lage erforderte besondere Absprachen mit den Nachbarn, insbesondere was den vermeidbaren Teil der Lärmbelastung betraf. Über die Jahre hat sich ein verständnisvolles Miteinander entwickelt und wir kommen gut miteinander klar.

Als Besonderheiten im Kölner Süden möchte ich das Containerterminal Eifeltor nennen, auf dem die Feuerwache 2 nicht wenige Einsätze fährt. Natürlich ist der Wachbezirk in besonderem Maße durch Hochwasser gefährdet, auch wenn wir davon in den letzten Jahren glücklicherweise verschont geblieben sind. Gerade Sie als Rodenkirchener Bürger können da sicher ein Lied von singen.
Die chemische und petrochemische Industrie ist ebenso eine Besonderheit der FW2 wie der Hafen in Godorf. In der Zukunft werden uns zudem die Bevölkerungszuwachse in den Neubaugebieten von Rondorf oder im Sürther Feld sicher noch vor neue Herausforderungen stellen. Dem kommen wir im Sinne einer guten Stadtentwicklung und dem gestiegenen Sicherheitsbedürfnis der Bewohner gerne nach.

Diese Wache ersetzt zwei Vorgängerbauten – einerseits die Feuerwache Vondelstraße in der südlichen Neustadt. Sie war zum Zeitpunkt des Umzuges fast 100 Jahre im Dienst und entsprach weder vom baulichen Zustand noch dem Standort modernen Anforderungen. Heute befindet sich darin die Comedia Colonia als Kultureinrichtung. Der zweite Vorgängerbau steht (noch) an der Schillingsrotter Straße in Ihrem Stadtteil. Er ging im Januar 1975 bei der Eingemeindung Rodenkirchens in die Zuständigkeit der Feuerwehr Köln über und wurde bis 2003 sowohl als Wache der Berufs- als auch der Freiwilligen Feuerwehr genutzt. Die Kameraden aus Rodenkirchen sind noch heute dort untergebracht, zusätzlich ist ein Rettungswagen stationiert. Für beides ist ein neuer Standort im Sürther Feld in der bereits konkreten Planung.

Wir befinden uns auf einer Feuerwache, die 365 Tage im Jahr rund um die Uhr verfügbar ist. Hier sind 18 Kollegen im Dienst, die den Brandschutz sichern oder für Technische Hilfeleistungseinsätze zur Verfügung stehen. Weitere 15 Mitarbeiter sind im Rettungsdienst tätig. Der wird an diesem Standort nicht nur von der Berufsfeuerwehr erledigt, es sind auch Notärztinnen und –ärzte dabei sowie Mitarbeiter der Firma Falck. Diese ist als Leistungserbringer im Kölner Rettungsdienst eingebunden und fährt derzeit primär im Kölner Süden Einsätze.

Wir befinden uns auf einer Feuerwache – es hat daher nicht überall den Standard eines Luxushotels und es kann auch schon mal etwas lauter werden. Geben Sie also bitte Acht, die Schutzkleidung an den Wandhaken oder die Feuerwehrfahrzeuge werden im Einsatz gebraucht und danach zwar gepflegt und gereinigt, man kann sich trotzdem daran schmutzig machen. Wir haben uns aber bewusst dazu entschieden, für diese Veranstaltung den Charakter einer Feuerwache beizubehalten und nur dort zu kaschieren, wo es Ihre Sicherheit notwendig erscheinen ließ.

Sie werden im Laufe des Tages Durchsagen zu Alarmierungen oder sonstige Texte über Lautsprecher hören. Das ist für den Betrieb einer Feuerwache unvermeidlich und darf – vor allem für den nachbarschaftlichen Frieden – möglichst nicht außerhalb des Gebäudes zu hören sein. Falls Sie bei solchen Durchsagen Namen oder sonstigen personenbezogenen Informationen, die z.B. für den Rettungsdienst wichtig sind, zu hören bekommen, vergessen Sie diese bitte beim Verlassen des Hauses. Alles andere lässt die EU-Datenschutzgrundverordnung nicht zu.

Wir möchten Ihnen im Anschluss an diese Veranstaltung bei Interesse die Gelegenheit geben, an einem kurzen Rundgang über die Wache teilzunehmen. In Gruppen von etwa 15 bis max. 20 Personen werden Sie Kollegen über die Wache führen und Ihnen die Fahrzeuge, das Gebäude und einige Besonderheiten zeigen. Der Treffpunkt dazu ist jeweils im Foyer.
Meine Kollegen und ich stehen Ihnen selbstverständlich im weiteren Verlauf gerne für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

Ich wünsche Ihnen ein paar angenehme und aufschlussreiche Stunden auf dieser Feuerwache und der Veranstaltung einen guten Verlauf.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Weil gutes Essen keine Sünde ist …. rechts im Bild auf den Pfeil klicken und genießen ….

Der Neujahrsempfang der Bürgervereinigung Rodenkirchen in der Feuerwache Marienburg fand sehr großes Interesse und so war die große Fahrzeughalle komplett mit Besucherinnen und Besuchern gefüllt. Der Vorsitzende Dieter Maretzky freute sich über die Teilnahme der Oberbürgermeisterin Henriette Reker, den Besuch und die Gegeneinladung von Herrn Generalkonsul der Republik Polen, Jakub Wawrzyniak, über die vielen Besucher aus der Politik und dem Stadtbezirk. Neben Bezirksbürgermeister Mike Homann war auch sein Kollege aus der Innenstadt, Andreas Hupke, anwesend. Frau Reker nahm Bezug zum letzten Stadtgespräch im Bezirk und zum Stadtteil Rodenkirchen, unter anderem zu den Themen Mobilität und Wohnungsbau. Dieter Maretzky sprach in seiner Rede unter anderem folgende Themen an: Ein neues Gerätehaus und der Neubau einer Rettungswache mit zwei Rettungswagen für die Freiwillige Feuerwehr auf dem Sürther Feld seien erforderlich, um den gestiegenen Bedarf durch den Zuzug von vielen Neubürgern zu decken. Ein Jugendzentrum oder ein Jugendschiff in Rodenkirchen müsse in Angriff genommen werden. Die Schulplatzsituation sei unerfreulich. Die Ernst-Moritz-Arndt-Schule (EMA) und der Neubau der Offenen Schule Köln müssen endlich auf dem Sürther Feld realisiert werden. Auch die Sanierungen z.B. an der Europaschule Zollstock oder der Spothalle des Gymnasiums Rodenkirchen sollten endlich in Gang kommen.
Mit großem Applaus wurde das amtierende Dreigestirn der Altgemeinde Rodenkirchen Prinz Jörg I. (Albert Lyon), Bauer Ulli Klein und sein Bruder Achim Klein als Jungfrau Johanna willkommen geheißen.

Die Gäste hatten im Anschluss die Gelegenheit, an Führungen durch die Feuerwache II teilzunehmen und beim Imbiss Gespräche zu führen.
Bilder: Laura Maretzky.

Das Café Impuls findet jeweils einmal monatlich statt, an festgelegten Mittwochsterminen –
Beginn: jeweils um 11 Uhr. Der Eintritt zum Café Impuls ist frei!
Im „Café Impuls“ werden in kleiner Runde Themen und Inhalte diskutiert, die aktuell die Generation 50Plus interessieren – sei es aus den Themenkomplexen Politik, Technik, Gesellschaft, Ernährung & Gesundheit, Rente & Pflege, um nur einige Bereiche zu nennen.
Am 30. Januar findet ein SPEZIAL statt – in Anlehnung an den Novembertermin mit Heilpraktikerin Sabine Platvoet-Schürmann, die zum Thema „Heilpraktische Anwendungen im Alter“.
Es kristallisierte sich heraus, dass grosses Interesse an einer Vertiefung der Thematik besteht – vor allem zum Thema „Homöopathische Hausapotheke“. Deshalb werden wir in einem ca. 3-stündigen SPEZIAL (mit Pause) des Cafe Impuls Ende Januar mehr erfahren über diverse Globuli und ihre
mögliche Einsatzbereiche.
Sabine Platvoet-Schürmann studierte ursprünglich Pädagogik arbeitete mehrere Jahre in einem
Wohnheim für schwerstmehrfach behinderte Kinder, welches von einem naturheilkundlich orientierten Ärzteehepaar geleitet wurde. Seit den 1990-er Jahren absolvierte sie Fortbildungen in der Bachblütentherapie, energetischen Heilweisen, Massagetherapie und Gesundheitspädagogik und widmete mich intensiv dem Studium der klassischen Homöopathie. Während dieser Zeit arbeitete sie als selbständige Trainerin, Beraterin und Massagetherapeutin im Bereich der Prävention. Nach einer dreijährigen Vorbereitungszeit an der Heilpraktikerschule Holler erhielt sie Anfang 2014 ihre Heilpraktikerzulassung und arbeitet seitdem in ihrer Praxis in Engelskirchen-Loope.

Zu diesem CAFE IMPULS Spezial bitten wir um vorherige, verbindliche Anmeldung unter Telefon: 0221 – 99 11 08 – 14 bzw. eMail an: ulrike.mertens-steck@stadt-koeln.de
Die Teilnahmegebühr beträgt Euro 5.- zum Cafe Impuls SPEZIAL am 30. Januar 2019

Auch das Spezial zum „Café Impuls“ findet in Raum 003 (Eingangs-Etage) im Bürgerhaus
Stollwerck (Bürgerhaus Stollwerck, Dreikönigenstr. 23, 50678 Köln) statt.

Eigentlich waren wir nurauf ein nettesGespräch und ein Foto verabredet .
Doch Günter Hunenbart erschien in voller Kanuten-Montur und nutzte
gleich die Gelegenheit,
wieder in sein geliebtes Boot zu steigen. 78 Jahre
ist er inzwischen, das Kanu ist seine Leidenschaft. Er zählt zu
den aktivsten Mitgliedern des Kanu-Clubs Grün-Gelb, versäumt
kein Training und ist in der Regel zweimal in der Woche
auf dem Wasser.
Die 78 Jahre sieht man ihm nicht an. »Tragt das Boot schonmal
runter, ein Foto am Wasser ist doch besser.« Kurz darauf
kommt Günter Hunenbart beschwingten Schrittes mit einem
Glänzen in den Augen und macht das Boot wasserfertig. Es
ist zwar diesig und nieselig, »das Wetter ist mir egal, hauptsache
es geht aufs Wasser.« Sein Trainer Andreas Breitbart
kennt seinen kanujecken Vereinskameraden nur zu gut.
»Günter versäumt kein Ausgleichstraining. Zweimal die Woche
sitzt er mindestens im Kanu, er bekommt vom Wasser
nie genug.«
Das ist schon seit Jahren, genau gesagt seit 1960 so. »Meine
Familie hat mich infiziert«, erinnert sich Günter Hunenbart.
»Ich saß einmal im Kanu, dann war es passiert, das hat mich
nicht mehr losgelassen.« Alles Mögliche hat er im Kanusport
mitgemacht. Ob Rennsport, Wildwasser, Slalom, Abfahrt mit
Kanadier, mehrtägige Touren oder einfach mal eine Runde
auf dem Rhein – hauptsache er hatte genug Wasser unter
dem Boot. »1961 bin ich sogar eine Deutsche Meisterschaft
mitgefahren. Aber als Anfänger hatte ich keine Chance.«
Während des Gespräches wird leichtfüßig das Boot zu
Wasser gelassen, alles wird abfahrbereit gemacht. Wieder
einmal. Ob es nicht langsam etwas viel wird? »Im
Gegenteil. Je älter ich werde, desto mehr gehe ich aufs
Wasser. Früher hat mich der Beruf oft daran gehindert,
jetzt bin ich komplett frei.« Sein Arzt fördert den Kanusport,
»es gibt kaum ein besseres Training für Ausdauer
und Kraft.« In der aktuellen Saison ist er bereits 1200
Kilometer gefahren, eine Wahnsinnsstrecke. »Man muss sich
vorstellen, eine Tagesetappe sind etwa 40 Kilometer, oft
fahren wir nach Mondorf und zurück, das ist eine unserer
Standardstrecken«, so sein Trainer. Dabei geht es die halbe
Strecke gegen die Strömung: »Da braucht man locker seine
zwei Stunden.« Zurück geht es dann etwas entspannter in
einem Drittel der Zeit. Aufpassen muss man auf den Schiffsverkehr,
»den dürfen wir in keiner Weise behindern. Wir müssen
die großen Kähne sehen, nicht die uns, denn bremsen
können die nicht.«
Eine richtig große Tour ist er mit dem Verein zuletzt vor vier
Jahren gefahren. »Unser Traum war es, den Rhein von Konstanz
bis zur Nordsee zu fahren, das sind gut 1000 Kilometer«,
so Trainer Andreas Breitbart. Die Tour wurde in vier Etappen
aufgeteilt, in vier aufeinanderfolgenden Sommern gefahren.
Geschlafen wurde in Zelten und auf Luftmatratzen, »das
macht der Günter auch heute noch.« Gerne geht man auf
zwei- oder drei-Tagestouren Richtung Luxemburg, Belgien,
die Eifel oder ins Bergische. »Da sind die ganzen kleinen und
wilden Flüsse, das macht erst richtig Spaß.«
Spaß macht ihm auch die heutige Fahrt. Nur mal kurz für ein
Foto auf’s Wasser, das reicht natürlich nicht. Kurzentschlossen
winkt Günter Hunenbart, ruft einen Abschied und entschwindet
auf dem Rhein Richtung Mondorf. »Der ist jetzt
erst einmal zwei Stunden unterwegs«, lacht Andreas Breitbart.
Passieren wird nichts, die Kanuten sind für alle Eventualitäten
gerüstet. So gibt es neben dem körperlichen Training
auch immer wieder Übungen für den Fall des Kenterns oder
eines Paddelbruchs. Günter Hunenbart ist seit 1960 immer
wieder sicher zurück gekommen, auch heute bestehen
daran keine Zweifel. (kgs)