Pandemie verstärkt den Trend der letzten Jahre zusätzlich

66 Grafik Radverkehr Wochenvergleich 2019 Zu 2020

Die Auswertung der Radverkehrs-Zählstellen im Kölner Stadtgebiet hat für das Jahr 2020 einen weiteren Anstieg der Anzahl von Radfahrenden in Köln deutlich gemacht. In 2020 wurden an zwölf Dauerzählstellen insgesamt 14.212.358 Radbewegungen gemessen, das sind rund elf Prozent mehr als im Vorjahr und ein neuer Allzeit-Rekord. Hinzu kommen 1.356.215 Radbewegungen an der im Frühjahr 2020 neu eingerichteten 13. Dauerzählstelle Universitätsstraße.

Die langjährige Entwicklung des Radverkehrs ist ungebremst. Gemessen an den sonst üblichen Zunahmen des Radverkehrs in Höhe von drei bis fünf Prozent pro Jahr, wurde die ohnehin steigende Zahl der Radfahrenden durch die Pandemie nochmals verstärkt.  

Andrea Blome, Beigeordnete für Mobilität und Liegenschaft der Stadt Köln:

Dass sich immer mehr Kölnerinnen und Kölner für das Fahrrad entscheiden und sich der Trend in diesem Maße fortsetzt, freut mich ganz besonders. Es zeigt uns, dass die Mobilitätswende gelebt wird. Mit einer Vielzahl von Maßnahmen ist es uns in den vergangenen Jahren gelungen, das Fahrradfahren attraktiver und sicherer zu gestalten. Mir ist jedoch bewusst, dass noch ein langer Weg vor uns liegt, die Versäumnisse der letzten Jahrzehnte aufzuholen. Die Zahlen sind daher auch ein großer Ansporn, den Weg der konsequenten Radverkehrsförderung zielstrebig fortzuführen.   

Radverkehrsförderung der Stadt Köln 

Die Radverkehrsförderung ist wesentlicher Strategiebaustein für ein zukunftsfähiges Verkehrssystem und saubere Luft. Der Radverkehr hat gerade kurzfristig das größte Zuwachspotenzial aller Verkehrsmittel des Umweltverbundes. Die Anstrengungen zur Förderung des Radverkehrs wurden in den vergangenen Jahren intensiviert, um die Ziele des Strategiepapiers „Köln mobil 2025“ mit einem zweidrittel Anteil des Umweltverbundes am Modal Split zu erreichen. Die Stadt Köln hat in den vergangenen Jahren auf mehr als 72 Kilometern im Stadtgebiet Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs umgesetzt, in 2020 zum Beispiel:       

  • auf den Ringen, den Wällen, der Deutz-Kalker Straße, der Neuköllner Straße, der Vorgebirgstraße, der Universitätsstraße, der Euskirchener Straße, dem Clevischen Ring und der Frankfurter Straße.         
  • In 2020 wurde doppelt so viel Geld für die Sanierung von Radwegen ausgegeben als in 2018 und 2019 zusammen.       
  • 26 Straßenabschnitte wurden zu Fahrradstraßen umgewandelt; damit konnte die Gesamtlänge des Fahrradstraßennetzes auf 17,1 Kilometer ausgebaut werden.   

Auch in 2021 plant die Stadt Köln eine Vielzahl von Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs:      

  • Ende 2021 wird Radfahrenden auf den Kölner Ringen fast durchgängig eine eigene Spur zur Verfügung stehen.         
  • In bis zu 15 Straßen werden Fahrradstraßen eingerichtet.         
  • Es werden Kfz-Fahrstreifen in Radfahrstreifen umgewandelt. Neben den bereits genannten Ringen zum Beispiel auf der Riehler Straße, auf der Achse Magnusstraße/Christophstraße und der Kalk-Mülheimer Straße (zwischen Kalker Hauptstraße und Höfestraße).       
  • Das Radverkehrskonzept Ehrenfeld wird in die politische Beratung eingebracht, erste Weichen für dessen Umsetzung werden gestellt. Für die Venloer Straße werden Pläne für einen Verkehrsversuch erarbeitet, der nach der Umgestaltung der Vogelsanger Straße (voraussichtlich Ende 2021) eingerichtet werden soll.      
  • Das Konzept „Schnelle Radverbindungen für Köln“ mit wichtigen Radverkehrsverbindungen zu den Außenbezirken wird fertiggestellt und den politischen Gremien zur Beschlussfassung vorgelegt.      
  • Bis voraussichtlich Ende 2021 – nach Einbringung der Vorlagen zu den Hauptorten der Radverkehrskonzepte in Kalk, Mülheim, Porz, Rodenkrichen, Lindenthal-West, Nippes und Chorweiler – werden für alle Stadtbezirke Radverkehrskonzepte aufgestellt sein.      
  • In 2021 wird mit dem Bau von fünf Bike-Towern an ÖPNV-Verknüpfungshaltestellen begonnen. Als erste Maßnahme wird ein Bike-Tower in Weiden-West umgesetzt.        
  • Gemeinsam mit der Deutschen Bahn werden im Rahmen des Förderprojektes DB Offensive über 1.000 Fahrradabstellplätzen an den Bahnhöfen und S-Bahnhaltestellen geschaffen.
  • Im öffentlichen Raum, in den Wohnquartieren und Geschäftszentren wird der weitere Ausbau mit 1.500 zusätzlichen Fahrradabstellplätzen vorangetrieben, außerdem werden weitere Möglichkeiten zum Parken von Lastenfahrrädern und E-Scooternangeboten.

Informationen zu Dauerzählstellen 

Besonders hervorzuheben sind die Zählstellen an der Alfred-Schütte-Allee und am Niederländer Ufer. Hier stiegen die Radverkehrszahlen um 63 beziehungsweise 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Kölnerinnen und Kölner nutzen ihr Fahrrad also vermehrt auch zur Freizeitaktivität und radelten die Rheinauen entlang. Abnahmen der Radverkehrsbewegungen sind am Alphons-Silbermann-Weg mit fünf Prozent zu verzeichnen, was auf die Reduzierung der Präsenzvorlesungen in der Uni zurückzuführen sein könnte. Am Neumarkt ist ein Rückgang von vier Prozent zu vermerken, der mutmaßlich auf die Schließung der Geschäfte zurückzuführen ist.  

Die Dauerzählstellen verzeichneten am 24. Juni 2020 einen nie dagewesenen Spitzenwert von 72.830 Radfahrten (80.590 einzelne Radbewegungen am Tag mit Universitätsstraße). Dieser Spitzenwert liegt knapp zehn Prozent über dem Spitzenwert aus dem Juli 2019. Einzelne Dauerzählstellen haben ebenfalls neue Spitzenwerte erreicht: Alfred-Schütte-Allee mit 7.629 Fahrten, Vorgebirgspark mit 2.021, Alphons-Silbermann-Weg mit 9.106, Niederländer Ufer mit 8.027, Vorgebirgswall mit 5.671, Venloer Straße mit 9.774 und Bonner Straße mit 4.994 Fahrten.  

Die im März 2020 neu eingerichtete Dauerzählstelle an der Universitätsstraße zählt durchschnittlich 4.491 Radfahrende pro Tag und hat einen aktuellen Spitzenwert von 7.760 Radfahrten. Da diese Dauerzählstelle zum Beginn der Corona-Pandemie aufgestellt wurde, bleibt abzuwarten, wie viel Radverkehr mit vollständigem Präsenz-Universitätsbetrieb hinzukommt.  

Bis auf wenige Ausnahmen zeichnet sich eine starke Zunahme des Radverkehrs über das Jahr ab, zu drei Viertel des Jahres liegt der Radverkehr höher als 2019.  

Die Stadt Köln plant weitere 80 neue Dauerzählstellen für den motorisierten Verkehr und den Radverkehr. Durch diese sollen Verkehrsmengen präzise erhoben und die Ergebnisse genutzt und bereitgestellt werden können.

können.Aktuelle Meldungen zum Radfahren in KölnRadfahren

(Text&Bild: Stadt Köln – Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit/Robert Baumanns)

Nein, das ist gar nicht bei den Inkas, das ist hier bei uns auf Kölner Stadtgebiet. Das Fort VIII des äußeren Festigungsringes in Zollstock hat mich neugierig gemacht. Vielleicht, weil man suchen muss, um es zu finden, selbst wenn man eigentlich direkt vorbeifährt. Es ist ein verlassener Ort.
Es liegt im kleinen Stück zwischen Militärringstraße, der Straße „Am Eifeltor“, der Autobahn A4 und letztendlich den Eisenbahnschienen, die ursprünglich für die Verbindung nach Trier gebaut wurden. Und ich denke, es ist der eigentliche Grund, weswegen dieses Fort hier gebaut wurde: der Schutz der Bahnverbindung und die Nähe zu den Schienen, um Truppen schnell hierhin befördern zu können. 
Als es von 1874 bis 1877 erbaut wird, ist es hier karg. Weite offene Flächen umgeben das Fort. Klar, man möchte den Feind, der damals französisch war, anrücken sehen können und braucht freies Schussfeld. Das Kölner Bollwerk ist damals ein feines Stück Militärtechnologie, eine Vorzeigeobjekt. Unter anderem sogar der chinesische Vizekönig Lihungtschang besucht es im Rahmen eines Staatbesuches im Jahr 1896. Nicht bestätigt ist das Gerücht, dass er es vermessen lässt und ein Kopie in China steht.
Wie wir wissen, müssen die Kölner diesen Festungsgürtel nach dem Ersten Weltkrieg schleifen und die Umgebung des Forts wird grüner. Das ist das mit Konrad Adenauer, der die Chance erkennt und Fritz Encke, sein Gartenbaumeister, der gute Ideen zur Umsetzung hat, die unseren herrlichen Grüngürtel aus dem Befestigungsring erschaffen.
 
Warum jetzt ausgerechnet dieses Fort VII so verfällt, nicht recht in den Grüngürtel integriert und sowieso schwer zu finden ist? Das mag daran liegen, dass das Gelände der Bahn gehört. Die Reichsbahn will hier einen großen Güterbahnhof bauen und dann hätte es selbst dieses verfallende Gebäude nicht mehr gegeben. Nur ein paar renitenten Zollstockern, die wichtige Schlüsselgrundstücke nicht hergeben und den Rechtstreit um den Besitz gewinnen, ist es zu verdanken, dass ich die Bilder machen kann. Den Güterbahnhof gibt es trotzdem. Ein paar Meter weiter steht der große Güterbahnhof „Eifeltor“. Alles gut.
Fritz Encke sah hier übrigens Schrebergärten und eine Sportanlage vor. – Wir haben ja manchmal das Thema hier in Köln, dass es Menschen gibt, die der Meinung sind, dass Sportanlagen im Grüngürtel nicht dem ursprünglichen Nutzungsgedanken entsprechen und zu verdammen sind. – Die geplanten Gärten findet man rasch, wenn man durch das Tor geht. Sie werden noch genutzt. Die Sportanlage hingegen, finde ich nicht mehr. Vermutlich ist sie von anderen Bauten vereinnahmt oder überwuchert. Die Kaserne selbst, wird in dieser Zeit nach dem Krieg von den Spielern des Fußballclubs Borussia genutzt. Vermutlich als Vereinsheim. Es ist viel Vergessenheit geraten.
 
Was sicher ist: Im zweiten Weltkrieg hilft das alte Fort als Luftschutzbunker aus, um danach bis in die 1990’er Jahre als Gewerbefläche zu dienen.
Und jetzt? Nichts? Die Pläne der Jahrtausendwende, ein Wellnesshotel zur errichten, sind gescheitert.
Und wisst ihr was? Ich fahre bei praller Sonne und 35 Grad im Schatten dorthin und tauche da in kühle, frische Luft ein. „Jetzt setzen und ein Kölsch trinken.“, kommt mir spontan in den Sinn. Ich glaube, der Platz vor dem Tor, nach Nordosten ausgerichtet, ist der kühlste in Köln. Schade, dass wir nichts daraus machen.

Michael

Nä, dat es gar nit bei de Inkas, dat es hee bei uns op kölschen Terrain. Et Fort VII vum üssere Befestigungsring en Zollstock hät mich neugierig gemaht. Villleich, weil mer söke mus, för et ze finge, selvs wann mer eigentlich tirek vörbeifäht.
Et litt em kleine Stöck zwesche Militäringstroß, der Stroß „Am Eifeltor“, der Autonahn A4 un am Engk an de Ieserbahnschinn, die zoallereesch gebaut woodt, öm Trier an Kölle aanzebinge. Un ich denke, et es der eigentliche Grund, weswäge dat Fort hee gebaut woodt: der Schutz vun der Bahnverbindung un de Nöhde zo de Schinne, för Truppe flöck heehin befördere ze künne.
Wie et vun 1874 bes 1877 gebaut weed, es et hee plaat. Wigge offene Fläche ömgevve dat Fort. Klor, mer mööch jo der Feind, dä zo dä Zigg französisch wor, aanröcke sinn künne un bruch frei Schossfeld. Dat kölsche Bollwerk es domols e fing Stöck Militärtechnik, e Vürzeigeobjek. Unger anderem esugar der Vizekünnig Lihungtschang us China besök et em Rahme vun enem Staatsbesök em Johr 1896. Nit bestätig es dat Geröch, dat hä et vermesse lööt un en Kopie en China steiht.
Wie mer wesse, müsse die Kölsche dä Festungsgürtel nohm Eeschte Weltkreeg schliefe un die Ömgebung weed gröner. Dat es dat mem Konrad Adenauer, dä die Chance erkennt un dem Fritz Encke, singe Gaadebaumeister, dä goode Idee hät, öm et ömzesetze, die unse herrliche Gröngürtel usem Befestigungsring schaffe.
Woröm jetz usgerechent et Fort VII esu verfällt, nit rääch en der Gröngürtel integreet un suwiesu schwer zo finge es? Dat mag dran lige, dat dat Gelände der Bahn gehürt. Die Reichsbahn well hee ene große Güterbahnhoff baue un dann hätt et selvs dä Bau, dä am Verfalle es, nit mih gegovve. Nor ener Rötsch renitente Zollstocker, die wichtige Schlösselgrundstöcke nit hergevve un der Räächsstrigg gewenne, es et zo verdanke, dat ich die Beldere maache kann. Der Güterbahnhoff gitt et trotzdäm. E paar Meter wigger steiht der große Güterbahnhoff „Eifeltor“. Alles god.
Der Fritz Encke soh hee üvvrigens Schrebergääde un en Sportaanlag vür. – Mer han jo mänchmol dat Thema hee en Kölle, dat et Minsche gitt, die meine, dat Sportaanlage em Gröngürtel nit dem ursprüngliche Notzungsgedanke entspreche un zo verdamme sin. – Die geplante Gääde fingk mer flöck, wann mer durch de Pooz geiht. Se weede noch genötz. Die Sportaanlag hingäge, finge ich nit mih. Schings es se vun ander Baute engenomme ov üvverwuchert. De Kasään selvs, weed zo dä Zigg nohm Kreeg vun de Spiller vum Foßballclub Borussia genötz. Et es vill en Vergess gerode.
Wat secher es: Em Zweite Weltkreeg hilf dat aale Fort als Luffschutzbunker us, för donoh bes en de 1990’er Johre als Gewerbefläch ze deene.
Un jetz? Nix? Die Plän vun der Johrtausendwend, e Wellnesshotel ze baue, sin gescheitert. 
Un wesst ehr wat? Ich fahre bei praller Sonn un 35 Grad em Schatte dohen un tauche do en köhle, fresche Luff en. „Jetz setze un e Kölsch drinke.“, kütt mer tirek en der Senn. Ich gläuve, der Plaatz vür der Pooz, noh Nordoste usgereech, es der köhlste en Kölle. Schad, dat mer nit mih drus maache.

Mechel

Kann dat dann wirklich wohr sin?
„Och wat wor dat fröher schön, doch in Colonia…“, tönt et us däm Radiowecker.
„Wat…! – Wat eß loss? … Wiesu dä Wecker? … Et eß jo schon halver zwei!“
Ich muss doch op die Sitzung. Do freue ich mich schon drop. Ich hatt jo fies Glöck, dat ich
noch an ein Kaat jekumme bin. In zwei Stund fängk die Sitzung aan. Schnell in die bunte
Klamotte erin un noch e ne flöcke Bleck en der Spegel.
Jetz weed et ävver langsam Zick.
Wo dat Taxi bloss bliev? Ich laufe ald ens de Trappe eraf un waden dann op der Stroß.
– Enä, dat hät mer noch jefehlt. Do steiht sei ald em Trappehus, die ahl Frau Schmitz un
sprich mich aan:
„He, he, junger Mann! Wo jeiht et esu flöck hin?“
„Ich jonn op die Sitzung vun der KbK.“
„Wat? – Sie stonn op et Mizzi vun der Kaffeebar?“
„Et eß jot Frau Schmitz, ich muss ävver jetz jonn, et Taxi waad.“
Ungen anjekumme fröch mich dä Fahrer:
„Wo darf et dann hinjonn?“
„Zom Saal wo hück die Sitzung es.“
„Alles klor, ich weiß wo dat eß. Ich han schon e paar nette Lück dohin jefahre.“
Noch e paar Stroße un ich stonn för dä Engangsdür … un dann nix wie an die Thek.
E lecker Kölsch deiht jetz richtig jot.
Am Thresen hüre ich nevven mer: „Do luurt ens, do eß ne leeve Kääl … un janz allein.“
Vüürsichtig driehe ich mich in die Richtung. Do stonn drei nette bunt kostümeete Mädcher
un proste mer mit nem Kölsch zo.
Bevür ich en Antwoot jevve kann, krijje ich vun alle drei e Bützche op et Bäcksche jedröck.
Richtig erstaunt sage ich: „Dat eß ävver nett. – Darf ich üch dann zo nem Sektchen enlade?“
Jot jesennt bestelle ich vier Gläser Schampus. Als ich dann bezahle will, säht die Frau hinger
dä Sektbar: „Loss dat Jeld in de Täsch. Do bruchs hügg nix zo bezahle.“
Verdutz luure ich die Wiever aan. Die griemele nor un sagen: „Nemm et doch einfach esu
wie et eß un freu dich. – Ens jet anderes, do kanns dich an unsere Desch setze, mer han noch
ene Plaaz frei.“
Do sage ich nit enä. Kaum sitze mer an dem Desch, steiht och schon ne Kellner met nem
Tablett vör uns.
„Su, leev Lückcher. Ein Fläsch Champagner, vier Gläser un ein Plaat met herrlich leckere
Häppcher. Un dann noch vill Spass bei der Sitzung.“
Jetz bin ich richtich üvverrollt un rofe: „Halt, stopp, ich han doch noch ja nix bestellt!“
„Schon jot, dat jeiht alles op et Hus,“ säht dä Kellner un jeiht.
Jetz bin ich total baff un die Mädcher griemele nur: „Nemm et doch einfach esu wie et eß
un freu dich. – Mer schunkele un singe jetz noch e beßche, dann fängk och baal die Sitzung
aan.“
Do kütt och schon der Präsident op die Bühn.
„Ich jröße üch all janz hätzlich dat ehr he hin jekumme sit, öm met uns zosamme die Sitzung
zo fiere. Janz besonders bejröße ich ävver dä leeven Kääl an Desch 20. Met däm han mer
noch jet besonderes vör. Op Dich un op alle Lück em Saal, dreimol Kölle Alaaf.“
Jetz bin ich janz vun der Roll. Wat passeet he? Dä Präses kennt mich doch ja nit.
Ming Tischnachbarinnen griemele ald widder: „Nemm et doch einfach esu wie et eß un freu
dich.“
Dat Programm jeiht wigger. Et weed jesunge, jeschunkelt un och vill jelaach. Do sprich mich
ne Offizielle vum Verein aan. „Mer wööte uns dreimol freue, dich un ding Begleiterinnen
zum Pausenimbiss enzolade.“
Jetz dunn ich nit mieh su erstaunt un sage: „Jo, danke, do kumme mer jähn hin. Bes glich.“
Die Drei nemme mich am Hängche un am Ärm un dirijiere mich zom Imbissraum. Do
stonn för däm Enjang ne janze Haufe Lück in Litevka Spalier un mer gingen löstig in dä
Raum. Et jov jet jodes zo müffele un och vill zo süffele.
Do sprich dä Präses:
„Leev Gäste, ich han hügg die besondere Freud un Ehr Üch ne janz leeven Kääl vörzostelle.
Kumm ens no vüüre un breng die Mädcher met.“
– Wä eß jemeint? – Etwa ich? – Alles luurt op mich un klatsch in die Häng. –
„Nemm et doch einfach esu wie et eß un freu dich“, säht eins vun der Mädcher. Dann trecke
se mich zom Präsident. Ich luure links un räächs un weiß ja nit wat loss eß, als dä Präses
säht: „Leev Lückcher, ich ben stolz dat langgehütete Geheimnis jetz zo lüfte.“
Dann lääht hä singe Ärm öm mich un sprich wigger. „Dä junge Mann he darf mit singer
Mädcher em nöhkste Zoch op einem Wage metmaache. Un nit einfach esu, enä, un dat jevven
ich jetz offiziell bekannt, hä eß unsere nöhkste Prinz…“
Wat eß jetz loss? – Wat sin dat för Töön? – Kein „och wat wohr dat fröher schön …“
– Enä, dat sin die Staumeldungen us däm Radiowecker. –
Schad, et wohr ne herrlich schöne Draum, doch dä eß jetz am Engk.
Ävver et wohr himmlisch schön.

Wir bedanken uns bei Armin Kastleiner für diesen schönen Bericht