Die städtische Wirtschaftsförderung

Die Themenvielfalt, die im Amt für
Wirtschaftsförderung aufschlägt, ist
enorm. Bestandsunternehmen wollen
gepflegt und betreut werden,
neue Ansiedlungen sollen vorangebracht
werden, dazu müssen zunächst
Gewerbeflächen definiert sowie
Gewerbeimmobilien entwickelt
und vermittelt werden. Ein zentrales
Thema für die Wirtschaftsförderung
ist die Verbesserung von städtischen
Dienstleistungsangeboten für Unternehmen.
Dazu kommen neue Aufgabengebiete,
Stichworte sind Fachkräftemangel
und die Digitalisierung.
Expertenwissen und Serviceorientierung
sind an jeder Stelle gefragt.
Wie steht die Kölner Wirtschaftsförderung
da?
Die Unternehmensberatung Boston
Consulting hat untersucht, wie die
Wirtschaftsförderung in den zehn
größten deutschen Städten organisiert
ist. Das Ergebnis: Die Kölner Wirtschaftsförderung
ist unterfinanziert:
Das Kölner Amt verfügt lediglich über
ein Jahresbudget von 9,16 Millionen
Euro, während das einwohnerschwächere
Düsseldorf fast 13 Millionen Euro
in die Wirtschaftsförderung steckt.
Trotzdem sind die Kölner in ihrer Kernaufgabe,
der Neuansiedlung und
dem Halten von Unternehmen, erfolgreich.
Trotz des geringen Budgets
liegt man hier hinter Berlin auf Platz
zwei im bundesdeutschen Städtevergleich.
Berlin, das als Vorbild für eine
GmbH-Lösung gilt, investiert jährlich
160 Millionen Euro in die Wirtschaftsförderung.
Warum privatisieren?
Die derzeitigen Schwachstellen liegen
insbesondere im Zusammenwirken
mit den anderen Ämtern wie
Stadtplanung oder Bauaufsicht, die
Genehmigungsprozesse dauern zu
lange. Standortmarketing und Unternehmensservice
sollen für mehr
Effizienz in eine GmbH ausgegliedert
werden. Umstritten ist, ob die Beteiligung
von Vertretern der Wirtschaft
an einer solchen GmbH von Vorteil ist.
Diese sollen mit Verwaltungsprofis in
der neuen GmbH zusammenarbeiten
und mehr Praxis dort einbringen. Der
Mittelstand sieht sich dabei benachteiligt,
da nur große Unternehmen
berücksichtigt würden. In anderen
Städten wie Berlin, Braunschweig und
Wolfsburg ist man mit einer Privatisierung
der Wirtschaftsförderung erfolgreich
gewesen.
Warum nicht privatisieren?
Nur große Unternehmen sind an der
GmbH beteiligt, die Interessen des
Mittelstandes kommen deshalb zu
kurz. Die derzeitigen Prozesse möchte
man durch eine noch stärkere Einbindung
der Wirtschaftsförderung in die
städtische Verwaltung optimieren.
Viele Mitarbeiter der heutigen Wirtschaftsförderung
sind verbeamtet, ihr
Wechsel in eine GmbH erscheint unwahrscheinlich,
viel KnowHow geht
verloren. Zusätzlich soll das Budget
aufgestockt werden.
Wie geht es weiter?
Die Privatisierung der Wirtschaftsförderung
der Stadt Köln wurde im Rat
mit den Stimmen von CDU, Grünen
und FDP beschlossen. Die neue Wirtschaftsförderungsgesellschaft
bleibt allerdings zu 100 Prozent in städtischem
Besitz, die umstrittene Beteiligung
privater Unternehmen an der
neu zu gründenden GmbH ist damit
vom Tisch.

Manchmal ist
das Leben nicht fair…
Wenn ein Kind schwer erkrankt oder
verunglückt, ändert sich das Leben
für betroffene Familie schlagartig.
Das Leben kennt keine hundertprozentige
Sicherheit. Schicksalsschläge
fragen nicht nach. Sie kommen
plötzlich und ändern das Leben der
Betroffenen von jetzt auf gleich. Der
gemeinnützige bunte Kreis begleitet
diese Kinder und ihre Familien genauso
wie chronisch kranke, behinderte
und viel zu früh geborene Kinder mit
Respekt und Engagement zu Hause.
Kinderkrankenschwestern, Sozialpädagogen
und Psychologen helfen bei
der Krankheitsbewältigung, haben
ein Auge auf die Geschwisterkinder
und bauen ein tragfähiges Netzwerk.
Der Bunte Kreis Rheinland unterstützt
diese Familien in ihrer schwierigen Situation.
Diabeteskranke Kinder und
Jugendliche, schwere Herzfehler,
Frühchen, Krebs und Palliativkinder
fühlen sich im bunten Kreis verstanden
und nicht allein. Sie wollen mehr
darüber wissen oder wollen helfen,
auf www.bunterkreis.de finden Sie
viele Informationen.

LEBENSLIED – ein Stück über Heimat
Von und mit dem FWT-Altentheaterensemble

Inszenierung und Stückentwicklung: Ingrid Berzau
Musikdramaturgie und Stimmcoaching: Sabine Falter

www.altentheater.de

Nach einem zweijährigen Entwicklungsprozess mit 25 Menschen, jetzt im Alter zwischen 67 und 90 Jahren, kam am 6. Mai 2017 „Lebenslied“ als Uraufführung/Premiere auf die Bühne des Freien Werkstatt Theaters (FWT). Die 25. Vorstellung wird am Montag, 10. Dezember 15 Uhr im FWT gespielt. Am Mittwoch, 12. Dezember um 11 Uhr folgt die nächste und im kommenden Jahr – am 23. und 25. Januar 2019, jeweils 15 Uhr – geht es weiter.

Heimat im Laufe eines langen Lebens – was bleibt, was ändert sich? Was hat eine Generation von Menschen zu sagen, die viele Heimaten hatten oder haben, die zugleich Gefühle bewahren wie auch Distanz entwickeln können? Die Zeitgeschichte mit persönlichem Erleben reflektieren und sehr wohl Witz und Ironie in ihren eigenen Geschichten entdecken und mit Spielfreude auf die Bühne bringen.

Stimme, Sprache und Liedgut sind in „Lebenslied“ durch die enge Zusammenarbeit von Ingrid Berzau als Stückentwicklerin und Regisseurin und Sabine Falter als Sängerin zudem ein besonderes Gestaltungsmerkmal.

Gern stehen wir – die Ensemblemitglieder und die künstlerische Leitung – für Gespräche und Interviews zur Verfügung.

Übrigens: 2019 ist das Jubiläumsjahr „40 Jahre Altentheater“, das mit vielfältigen Überraschungen aufwarten wird.

Angefügtes Szenenfoto aus „Lebenlied“, (Foto: Dieter Oeckl)

Ingrid Berzau, Leitung Altentheater
Freies Werkstatt Theater Köln
Zugweg 10, 50677 Köln-Südstadt

altentheater@fwt-koeln.de
www.altentheater.de

 

 

Unter dem Titel »50+ Aktiv und Engagiert
in Rodenkirchen« präsentiert
sich das ortsansässige Senioren-Netzwerk
wie bereits berichtet. In diesem
lebhaften Verbund können sich Senioren
mit ihrem Engagement, mit ihren
Ideen für Rodenkirchen einbringen
und es noch seniorenfreundlicher
machen. Hier ist das Einmischen erwünscht,
um gemeinsam mit anderen
den Stadtteil zu gestalten, Angebote
zu schaffen und Wünsche sowie
Bedürfnisse zu realisieren.
Das Netzwerk »Was Ihr wollt« trifft sich
dafür einmal im Monat. Darüber hinaus
bietet das Senioren-Netzwerk ein
vielseitiges kostenloses Kursangebot
an den verschiedensten Orten. So
gibt es einen Singkreis mit Volkslieder
und kölschem Liedgut im Brauhaus
Quetsch, die Erzählrunde »Kölsche
Verzällcher« findet im Maternus-
Seniorencentrum Rodenkirchen
und ein »Seniorenstammtisch
60+«
im Hotel Begardenhof
statt. Auch gibt es einmal
im Monat ein »Seniorenkino
«. Die Kurse für PC,
Laptop, Tablet und Smartphone
werden sogar zweimal
wöchentlich angeboten. Wollen Sie
mehr erfahren, ein persönlicher Ansprechpartner
steht zu allen Angeboten
einmal im Monat im Bezirksrathaus
Rodenkirchen zur Verfügung.
Die neuen Senioren wollen nicht auf
dem Abstellgleis stehen, sondern auf
vielfältige Art und Weise am Leben
teilnehmen.
Auch in Sürth gibt es viele
aktive Rentner. Das Stadtteilfrühstück
findet dort
jeden dritten Dienstag im
Monat im Pfarrsaal von
St. Remigius statt. Hier
können Senioren interessante
Menschen mit
gleichen Interessen kennenlernen,
Neues entdecken, sich
austauschen und gemeinsame Aktivitäten
planen. Der Seniorenclub
von St. Remigius trifft sich übrigens
alle 14 Tage ebenfalls dienstags allerdings
am Nachmittag. Gymnastik
für Damen ab 60 ist am Montagnachmittag
und der Handarbeitskreis, jeden 2. und 4. Dienstag im Monat.
Aber auch die Ev. Kirchengemeinde
Sürth-Weiß im Auferstehungskirchweg
7 in Köln-Sürth bietet verschiedene
Aktivitäten an, so trifft sich dort der
Frauenkreis (ältere Generation) jeden
3. Donnerstag. Der Altenclub trifft sich
jeden 2. und 4. Mittwoch und der
Spielkreis jeden 2. und 4. Donnerstag.
Der fröhliche Seniorenkreis in Weiß
ist montags und mittwochs ab 14.30
Uhr im Pfarrheim St. Georg aktiv. Sie
machen übrigens immer einmal im
Monat wunderschöne Touren wo
auch unter Untersechzigjährige und
„Jungsenioren“ teilnehmen können.
Die Kosten für Fahrt, Kaffee und Kuchen
beträgt € 20,00 pro Person und
das Programm hängt in St Georg aus.
Der AWO Seniorenclub Meschenich
hat sein zuhause in der Brühler Landstraße
428, dort treffen sich ältere Bürger
mittwochs und freitags.
In Bayenthal gibt es auch etwas
ganz Besonderes, den »Demenztanz«.

Unter www.wir-tanzen-wieder. de

sind viele Informationen über den
90-minütigen Tanznachmittag für
Menschen mit Demenz, Senioren mit
Gehhilfen, Rollatoren oder Rollstühlen
und für Ihre Angehörige zu lesen.

Im Bürgerhaus Stollwerk in der Südstadt
gibt es eine Vielzahl an Angeboten
für Personen der Generation
»Fünfzig Plus.« PC-Kurse, Theater, Fit
für 100, Qigong und neue Tänze aus
aller Welt sind nur eine kleine Auswahl
der Möglichkeiten. Der traditionelle
Seniorenmarkt,
ein Internetcafe und
ein Arbeitsmarkt für Senioren sind
hier ein sehr beliebtes Angebot. Frau
Ulrike Mertens-Steck hilft gerne bei
Fragen weiter.

Die Lutherkirche sowie die Kartäuserkirche
haben ebenfalls ein »Forever
young« Angebot für Menschen über
60, die sich bisher nicht zu »den Alten«
zählen und noch einmal etwas ganz
Neues ausprobieren wollen. Theaterspielen,
Solotanzen für Golden Girls,
im Chor Silberlocke & Herzattacke
Popsongs schmettern oder endlich
ihr Handy verstehen lernen. Diese
Kursangebote sind alle zu erschwinglichen
Preisen möglich

eingereicht von Sybille Schütten-Schurholz

eingereicht von Sybille Schütten-Schurholz

So könnte es aussehen, wenn es vom Profi aus dem Veedel kommt…. www.twinz-livecooking.koeln-Rechts im Bild auf den Pfeil klicken und genießen

Relativ neu und noch vielen unbekannt.
Im Stadtbezirk kann man ab
sofort an 14 gelb markierten Parkscheinautomaten
ein 15-Minuten
Gratis-Ticket ziehen, um kurzfristige
Besorgungen zu erledigen. Die
sogenannte Brötchentaste bringt
für die Unternehmen und Mediziner
einen entscheidenden Vorteil in stark
besuchten Straßen. Man kann jetzt
mal schnell zum Gemüseladen, zum
Metzger oder in die Apotheke, beim
Arzt ein vorbestelltes Rezept abholen
oder einen Angehörigen in die Praxis
begleiten. Das Ticket gilt ausschließlich
in dafür ausgewählten, stark frequentierten
Geschäftsstraßen oder in
Teilbereichen in den Bezirken. Drückt
man im Bedienfeld die gelbe und
anschließend die grüne Taste, erhält
man das Ticket für die 15 Minuten
Gratisparken.
Eine tolle Sache findet die
Kölner Stadtteilliebe.

Foto: Rainer Weckauff

Das Problem kennt jeder Einzelhändler – der Internethandel
boomt, in den Veedeln kämpft man verzweifelt um jeden
Kunden. Umso wichtiger ist es, sich zusammenzuschließen
und gemeinsame Strategien zum Erhalt des Einzelhandels
zu entwerfen. Ein Mittel dazu sind regionale Zusammenschlüsse
der Einzelhändler vor Ort als Interessens-, Werbe-
oder Aktionsgemeinschaften (im Text IG genannt).
Allgemein
verfolgen sie das Ziel, ihre Region als Gesamtes
und die Möglichkeiten für Kunden an den entsprechenden
Orten attraktiver darzustellen. Auch Bürgerinnen und
Bürger schließen sich mehr und mehr zusammen, um in
Bürgervereinen
ihre Interessen gemeinsam zu vertreten.
39 IG und 20 Bürgervereine in Köln
In Köln gibt es mittlerweile 39 IG von Einzelhändlern sowie
eine Vielzahl an Bürgervereinen die sich auf das eigene
Veedel konzentrieren. Die wachsende Zahl dieser Gemeinschaften
zeigt, dass viele Einzelhändler und Bürger die
Notwendigkeit eines Zusammenschlusses erkannt haben.
Auch wenn es Geld kostet – nur gemeinsam kann
man etwas bewirken – sei es in Sachen Veedelsaktivität,
Online-Handel oder im Auftreten gegenüber Behörden.
Auch die Zahl der Bürgervereine wächst – derzeit gibt es 20
solcher Interessengemeinschaften für Bürger, je nach Anlass
kommen oft spontan neue Vereine dazu.
IG: Gemeinsam die Kundenwünsche analysieren
und Interessen vertreten
Was will der Kunde? Nahezu jeder ist heute online und weiß
deshalb die Bequemlichkeit des Onlinehandels zu schätzen.
Man findet schnell sein Produkt, mit einem Klick ist
es bestellt, auch der Umtausch ist sehr einfach. Nur: Eine
persönliche Ansprache kann der Onlinehandel nicht bieten.
Genau hier setzen die Interessengemeinschaften an.
Es gibt Stadtfeste, verkaufsoffene Sonntage mit Events
kombiniert, Ausstellungen und sonstige Aktivitäten. Viele
Studien zeigen: Der Kunde möchte das Produkt anfassen,
ausprobieren, Fragen beantworten und einfach mal mit
Menschen reden. Das alles kann nur der stationäre Handel
erfüllen. Trotzdem will niemand auf die Bequemlichkeit
verzichten. Die Kombination von Beidem im Veedel – das
kann am ehesten über IG effektiv erreicht werden.

Gemeinschaftswerbungen oder gemeinsame Auftritte bei
Veranstaltungen sind der Anfang, ein gemeinsames Shopping-
Portal ist der Idealzustand. Da, wo der einzelne Händler
kaum Gehör findet, kann eine starke IG ganz anders
auftreten.
Bürgerverein: Gemeinsam für lokale Interessen
und ein schönes Wohnumfeld
In Bürgervereinen schließen sich Bürger zusammen, um lokale
Interessen gegenüber der großen Gemeinschaft zu
vertreten. Die Sachziel könnten unterschiedlicher nicht sein
– ob Baumfällungen, Straßensperrungen, Bauvorhaben vor
der eigenen Haustür – gemeinsam kann man hier deutlich
mehr erreichen, als wenn jeder Bürger einzeln seine Interessen
vertritt. Vor Ort kann es so gelingen, das Wohnumfeld
deutlich attraktiver zu gestalten.
Wer sich in einer Interessengemeinschaft engagieren
möchte, findet auf ihk-koeln.de ein Verzeichnis der schon
bestehenden Gemeinschaften, Bürgervereine sind auf
www.koeln.de gelistet.