Im Magazin lesen, auf der Internetseite vertiefen und durch Bürger viele Informationen erhalten, das ist das Anliegen der Kölner StadtteilLiebe.

Netzwerken und Empfehlungen; zusammenbringen, was zusammengehört und zueinander passt: Menschen, Verbände, Vereine, Unternehmen, Projekte, Neuigkeiten und Altbewehrtes. Jeder kann in der StadtteilLiebe positiv zu Wort kommen und darüber schreiben, was in seinem Stadtteil so besonders ist. Das kann die unterschiedlichsten Inhalte haben, denn bekanntlich sieht jeder seine StadtteilLiebe aus einer ganz eigen Sicht. Die StadtteilLiebe empfiehlt, vernetzt und zeigt; was es alles in den einzelnen Stadtteilen gibt und wo jeder seine ganz eigene StadtteilLiebe empfindet.

Die Kölner StadtteilLiebe soll ein immer weiterwachsendes Format werden, bei dem mit Leidenschaft und dem Blick für das, worauf es wirklich ankommt, agiert wird. Zusammen ist vieles möglich und so sieht sich die Kölner StadtteilLiebe nicht als Konkurrenz, sondern als Bindeglied für die Dinge, die es bereits gibt bzw. die neu entstehen.

Darüber hinaus ist die StadtteilLiebe Werbeträger für Unternehmen, Verbände, Vereine sowie für Verbreitungsplattform für Veranstaltungen jeglicher Art. Durch die verschiedenen Möglichkeiten, die Online und in der Printausgabe geboten werden, kann die Kölner StadtteilLiebe vieles wirksamer öffentlich machen, was für alle nur von Vorteil ist.

Darüber hinaus möchte die Kölner StadtteilLiebe Internetseiten, die es heißt bekannt zu machen, unterstützen. So freuen wir uns, wenn Interessengemeinschaften, bestehende Internetportale, Facebookseiten und Stammtische uns kontaktieren. Wir wollen über unser Internetformat der Kölner StadtteilLiebe eine Möglichkeit schaffen, möglichst viel über die einzelnen Stadtteile zu lesen ist. Das Redaktionsteam (mail@koelner-stadtteilliebe.de) freut sich über zahlreiche Nachrichten, Fotos, Beiträge, damit wir im Netz und in den Printausgaben über das Besondere berichten können. Denn das Außergewöhnliche und das Unbekannte soll in guter Mischung mit dem Vertrauten bei uns im Fokus stehen.

Anlässlich des 350. Todestages von Rembrandt widmet das Wallraf-Richartz-Museum in Köln dem niederländischen Maler die Sonderausstellungen „Inside Rembrandt • 1606-1669“.

Die Bürgervereinigung Rodenkirchen lädt zu einer Führung ein am Mittwoch, 20. November 2019 um 14.30 Uhr. Die Synonyme für Rembrand wie Meister, Virtuose, Genie oder Star sind so vielfältig wie seine Kunst, die die Menschen weltweit begeistert. Die Ausstellung, durch die uns Mareike Fänger führt,  präsentiert mehr als 60 Rembrandtwerke.

Die Ausstellung „Inside Rembrandt“ startet dort, wo auch für Rembrandt alles beginnt: im niederländischen Leiden. Hier wird er am 15. Juli 1606 als Rembrand Harmenszoon van Rijn geboren und verbringt seine Kindheit und Jugend. Kaum 19 Jahre eröffnet er hier sein erstes Atelier. Anhand von frühen Rembrandt-Werken zeigt die Sonderschau eindrucksvoll, wie detailbegeistert sich der Künstler schon damals dem Porträtieren widmet. Doch seine Geburtsstadt wurde ihm zu eng und er wagte 1631 den Sprung nach Amsterdam. Hier steigt der Maler, bekannt unter seinem Vornamen Rembrandt, zum führenden Künstler des „Goldenen Zeitalters“ der niederländischen Kunst auf.

Treffpunkt am 20.11.19 um 14.15 Uhr: Wallraf-Richartz-Museum, Obenmarspforten (am Kölner Rathaus), 50667 Köln, Ende 16.15 Uhr

Kosten: Führung 5 Euro, Eintritt Gruppenpreis 11 € p.P.

Rembrandt, Foto: RBA Köln

Rembrandt, Foto: RBA Köln

Trauergottesdienst / Beisetzung

Respekt und Mitgefühl

Sollten Sie die Möglichkeit haben, erscheinen Sie zur Beisetzung. Es gibt keine bessere Möglichkeit sein Mitgefühl auszudrücken und dem Dahingeschiedenen Respekt zu zollen.

Zum evt. im Anschluss an die Beerdigung stattfindenden Trauermahl / Kaffeetrinken wird explizit eingeladen. Ein solches Zusammensein soll den Übergang von der Trauer zur Normalität schaffen, vom Tod zum Leben. Hier haben Sie Gelegenheit, Ihre guten Erinnerungen an den Verstorbenen mit den anderen Gästen zu teilen, zu weinen und zu lachen

24H Service 0221 394706

Engelmann Bestattungshaus

50996 Köln-Rodenkirchen

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Telefon 0221 394706

Telefax 0221 393783

 

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Chöre, gelten als die Wiederentdeckung der modernen Zeit

Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder…

Waren früher Chöre etwas für alte Menschen, sieht das heute ganz anders aus.

Wer viel singt, stärkt die Gesundheit und Wissenschaftler betonen, dass sich das Singen nicht nur auf die körperliche, sondern auch auf die seelische Gesundheit auswirkt. Wer viel singt, tut aktiv etwas für seine Gesundheit. Singen schützt vor Erkältungen und stärkt das Immunsystem, außerdem regt das Singen die Verdauung an und macht schlau, da die Konzentration gesteigert wird und sich die Synapsen im Gehirn immer wieder neu vernetzten. Dazu bietet das Singen in jeder Altersklasse Geselligkeit und viel Spaß.

In unserem Stadtgebiet gibt es die verschiedensten Chöre. Wir haben einen Teil zusammen getragen. Wann probt wer?

Rodenkirchen:

Die Singgemeinschaft Rodenkirchen für Männer und Frauen probt immer mittwochs von 19:30 Uhr bis 21:30 Uhr in der „Arche”, Augustastraße.  www.sg-rodenkirchen.de

The VO!CΞs  gibt es in den verschiedensten Altersklassen an verschiedenen Tagen auf Hauptstr. 128.

Die Lucky Kids treffen sich ab der Altersklasse zweites Schuljahr, immer dienstags von 17:10 Uhr bis 18:10 Uhr im Gymnasium Rodenkirchen, im Raum 202.

Der Integrativ-Chor von Köln bewegt e.V., singt immer am Dienstag von 16 Uhr 30 bis 17 Uhr 45 in der MuR 128 auf der Hauptstr. 128.

Der Kirchenchor St. Maternus besteht zurzeit aus 52 Mitgliedern, welche montags zwischen 19.30 Uhr und 21.00 Uhr in der „Arche” Augustastraße proben. Infos unter: www.st-maternus.de

Der Chor der Evangelischen Kirchengemeinde Rodenkirchen probt mittwochs von 19.45 Uhr -21.45 Uhr im Ernst-Moritz-Arndt-Haus (Gemeindehaus), Sürther Straße 34. Chorerfahrung ist hilfreich und willkommen, aber keine Voraussetzung.

Ohne Bass kein Spaß, ohne Alt kein Halt, ohne Sopran kein Elan, ohne Tenor kein Chor! www.chortissimo-koeln.de ist ein Chor mit rund 40 gut gelaunte und gestimmte Sängerinnen und Sänger. Das Repertoire besteht häufig aus Popmusik aus dem dies- und letztjährigen Jahrhundert, aber auch Gospel, Musical, Jazz, Film und kölsche Tön. Sie proben immer donnerstags von 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr in Köln-Rodenkirchen

Bayental

Cantate et laudate dominum Das Vokalensemble ist eine feste Chorgruppe, die zweimal monatlich samstags von 10 bis 13 Uhr bzw. donnerstags von 19 bis 21 Uhr probt. Das Angebot richtet sich an Sängerinnen und Sänger, die musikalische Vorkenntnisse mitbringen und in der Lage sind, ihre jeweiligen Chorstimmen selbstverantwortlich mit Hilfe einer Übungs-CD vorzubereiten. Im Jahr 2018 wird bei verschiedenen Gottesdiensten u.a. Johann Sebastian Bachs Weihnachsoratorium Kantaten I-III im Zentrum der Probenarbeit stehen.

Der Kinderchor probt jeden Donnerstag von 15.45 bis 16.45 Uhr im Martin-Luther-Haus. Die Kinder lernen nicht nur tolle Lieder kennen, sondern üben auch das Singen nach Noten, erarbeiten sich grundlegende musiktheoretische Inhalte, erhalten Stimmbildung.

 

Immendorf

Männer – Quartett “Frohsinn” von 1925 proben jeden Donnerstag von 20-22 Uhr mit Damen in der Alten Schule in Köln Immendorf. www.mq-frohsinn.de

Weiss

Ein Projektchor, gestaltet die Messe „mit Pfiff“ musikalisch mit, die einmal im Monat sonntags um 10 Uhr in St. Georg gefeiert wird. Proben sind meistens am Samstag vorher ab 15 Uhr ebenfalls in St. Georg. Eingeladen sind Eltern und Kinder, gerne auch Großeltern, Tanten.Das besondere an einem Projektchor ist, dass er nur für jeweils eine Hl. Messe zusammen kommt. Wer mitmachen möchte, verpflichtet sich nur für dieses eine Projekt.

Sürth

Der Kinderchor gestaltet von Zeit zu Zeit die Hl. Messen. Proben sind mittwochs von 15 bis 16 Uhr im Sürther Pfarrsaal. Infos unter 0221 98934800 oder per Mail an stefan.harwardt@rheinbogen-kirche.de.

Rheinbogen-Gospel & more Probenzeiten sind hier mittwochs von 20.15 – 21.45 Uhr und der Probenort ist ebenfalls das Pfarrheim St. Remigius.

Südstadt

Kinder von 7-11 Jahren singen fetzige, biblische Lieder und proben mittwochs von 16.15 – 17.00 Uhr im Kapitelhaus Kartäusergasse 7.

Der Deutsch-Französische Chor probt mittwochs von 19.15 – 21.30 Uhr im Humboldt-Gymnasium, Kartäuserwall 40. Weitere Infos unter www.dfc-koeln.de

Der Klassikchor der Lutherkirche probt montags um 20 Uhr. Zur Zeit studiert sie die „Johannespassion“ von J.S. Bach (1685-1750) ein. Einsteiger sind jederzeit willkommen. Notenkenntnisse sind nicht erforderlich. Besonders freuen wir uns über Neuzugänge im Sopran, Tenor und Bass, für den Alt gibt es eine Warteliste.

Südstadtchor ist der Pop- und Jazzchor der Lutherkirche und trifft sich dienstags um 20.15 Uhr. Sie singen Pop und Jazz, Schlager und Gospel. Wer Fragen hat, meldet sich bitte beim Chorleiter Thomas Frerichs unter Tel.  0175/1662687

Singen ist Sport! Zumindest beim gemischten Chor MixDur! Die Chorproben sind dienstags, von 19 bis 21 Uhr im Humboldt-Gymnasium, Kartäuser Wall 40 und beginnen stets mit einem Aufwärmtraining, um den Körper auf das Singen gut einzustimmen. Da recken und strecken sich dann 20 fröhliche Menschen, betreiben Stimmtraining, singen eine bunte Vielfalt von Bach bis zu den Beatles und beenden den Abend entspannt, glücklich und beschwingt. Das bunte Repertoire umfasst viele Sprachen, auch wenn man diese nicht versteht; der Spaß am Singen steht hier im Mittelpunkt!

Kartäuserchor singt bald 15 Jahre, derzeit gibt es einen Stamm von etwa 10 Sängerinnen und Sängern, die gerne weitere Sangesfreudige willkommen heißen! Der Chor probt dienstags ab 20 Uhr im Kreuzgangsaal der Kartause. Kontakt: Klaus.Passavanti@gmx.de

Chor 61 Cantus Mundi e.V. proben jeden Dienstag in der Severinstorburg (Südstadt) von 19:30 Uhr bis 21:30 Uhr. Danach treffen sich die Teilnehmer gerne noch in einem nahe gelegenen Lokal, um dort den Probenabend ausklingen zu lassen

Rondorf

Der Rodenkirchener Kammer Chor www.rkco-koeln.de probt montags von 19.30 -21.30 Uhr in der Emmanuelkirche (Ev.) in Rodenkirchen-Rondorf Carl-Jatho-Str.1 und freut sich ganz besonders über junge Stimmen! Für die intensive und durchaus ehrgeizige Probenarbeit mit professioneller Stimmbildung ist es zwar hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich, Noten lesen zu können.

 

 

 

Die Steuerberaterin Gisela Trossen informiert:

Die digitale Steuerwelt

Die digitale Zukunft hat längst begonnen; sie schreitet unaufhaltsam voran. In allen Lebensbereichen zieht die Digitalisierung mit großer Dynamik ein. Für den steuerberatenden Beruf ist sie, insbesondere in der Kommunikation mit der Finanzverwaltung, schon viele Jahre Berufsalltag.

In der Kommunikation mit der Finanzverwaltung wurde der Start u.a. bereits mit der Einführung der sog. ID-Nummer (Identifikationsnummer) gesetzt. Mit Hilfe dieser Nummer werden eine Vielzahl von Daten von Steuerbürgerinnen und – Bürgern gesammelt und verwertet. Behörden, Institute, Versicherungen, Arbeitgeber usw. sind verpflichtet, die Daten der Arbeitnehmer, Versicherungsnehmer usw. online an die Finanzverwaltung zu übermitteln. Das ermöglicht den Finanzämtern die vorausgefüllte Steuererklärung und deren Kontrolle.

Mit Einführung der E-Bilanz in 2013 sind bilanzierende Unternehmen verpflichtet über 400 Mussfelder auszufüllen. Also neben der Handelsbilanz, evtl, Steuerbilanz nun auch die elektronische Bilanz. Für die Kreditwirtschaft ist eine weitere Version der Bilanzaufbereitung geplant.

Mit Vorlage der E-Bilanz sollen interne Betriebsprüfungen – und das jährlich –stattfinden. Dazu bedient sich die Finanzverwaltung des neu entwickelten Prüfprogramms SRP = summarische Risikoprüfung. Mit rund 25 Tools werden so alle Steuerbürger in bestimmte Risikoklassen eingestuft. Je nach Klasse finden dann umfangreiche oder auch gar keine Überprüfungen mehr statt. Betriebe mit größerem Barverkehr sind davon besonders betroffen. Seine Einstufung der Klasse erfährt der Bürger allerdings nicht. Lediglich die Prüffelder der jeweiligen Finanzämter werden veröffentlicht. In diesem Zusammenhang wurde das bisherige Vorlagegesetz in ein Vorhaltegesetz geändert. Belege sollen danach nur noch nach gesonderter Aufforderung dem Finanzamt eingereicht werden. So der Plan.

Vor erhebliche Probleme stellt es die Unternehmen, neben der z.Z. befassten Thematik der DS-GVO (EU – Datenschutz-Grundverordnung), eine sogenannte Verfahrensdokumentation zu erstellen und vorhalten zu müssen. D.h., alle zum Einsatz kommende Datenverarbeitunsgssysteme sind in ihren Verfahrensabläufen zu dokumentieren und ständig zu aktualisieren. Dies gilt auch für alle Vor- und Nebensysteme (Materialwirtschaft, Fakturierung, Zeiterfassung etc.). Dabei versteht man unter Datenverarbeitungssystemen sämtliche in Unternehmen für Unternehmenszwecke eingesetzte Hard- und Software, mit der Daten und Dokumente erfasst, erzeugt, empfangen, übernommen, verarbeitet, gespeichert oder übermittelt werden. Die vielfach eingesetzten MS-Officeanwendungen erfülllen die Grundsätze der Unveränderbarkeit und Protokollierbarkeit häufig nicht.  Hier auch ein gängiges Beispiel zum E-Mail-Einsatz.

Die häufig per E-Mail eingehenden Eingangsrechnungen sind revisionssicher aufzubewahren.  Der Ausdruck einer solchen Rechnung ist hier nicht ausreichend. Sie gilt nicht als Original.

Die zunehmende Digitalisierung erfordert erheblichen Anpassungsbedarf in den Unternehmungen. Die ernorm komplexen, formellen Anforderungen können insbesondere kleine Unternehmen kaum erfüllen. Klein- und Kleinstbetriebe sind davon nicht ausgenommen. Die Nichtbeachtung der sog. GOBD´s (Grundsätze ordnungsmäßiger Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff) kann im Rahmen einer steuerlichen Außenprüfung (Betriebsprüfung) zur Verwerfung der Buchhaltungen führen mit den Folgen der nicht unerheblichen Hinzuschätzung von Umsätzen und damit verbunden Steuernachzahlungen nebst Zinsen und das für mehrere Jahre.

Die Bedeutung und das Maß der Folgen von formellen Verstößen scheint in ihren Auswirkungen in der Praxis noch nicht ganz angekommen zu sein. Zum Schutz vor tiefgreifenden nachteiligen Folgen durch die Betriebsprüfungen sollten sich alle Unternehmer mit dieser Thematik auseinandersetzen. Denn die digitalen Daten stehen im absoluten Fokus der BP (Betriebsprüfung) und führen damit zu deutlich erhöhten Anforderungen der GOBD`s.

 

Der Kölner Stammtisch „Met Hätz un Siel“ wurde etwas umorganisiert. Das gesellige Treffen richtet sich an alle Personen zwischen 50-60 Jahren, die jung geblieben und unternehmungslustig sind. Die Männer und Frauen kommen nicht nur aus dem Kölner Süden, sondern aus dem ganzen Stadtgebiet, um gemeinsam bei einem Glas Kölsch ihre Aktivitäten zu besprechen. Strassenfeste, Schiffstouren, Rad fahren und einfach die verschiedenen Brauhäuser kennenlernen, dabei über Gott und die Welt reden und viel lachen: Das liegt dem Stammtisch, den es übrigens schon 5 Jahre gibt, am Herzen. Das 1. Treffen der „Jung-Senioren“ in neuer Zusammensetzung findet am 30.06.2018 von 17-22 Uhr auf dem Bootshaus Alte Liebe – Rodenkirchener Leinpfad, 50996 Köln statt.

Rudi Reidel von www.koelner-Stammtisch-Met-haetz-un-siel.de freut sich auf viele neue Gesichter.

 

Ihr Lieben, heute habe ich mal keinen „normalen“ Beitrag für euch, sondern möchte euch einladen auf einen Spaziergang, diesmal durch die Südstadt, den ihr natürlich am besten einfach mal an einem schönen Tag „nachgeht“. Ich wünsche euch ganz viel Spaß dabei,

Südstadtour

„Et Hätz vun Kölle schläät en d´r Südstadt“, sagen eingefleischte Kölsche. Also dachte ich mir, „Wahnsinn, do jommer och hin“, wie Wolfgang Niedecken, der übrigens auch aus der Südstadt kommt, schon vor langer Zeit sang. So schauen wir an der Severinstorburg vorbei und checken ins Früh im Veedel auf ein Kölsch ein. Frisch gestärkt machen wir uns dann auf zur Ulrepforte und danach zum Karl- Berbuer-Platz, wo diesem großen Sänger und Komponisten ein Brunnen gewidmet wurde.

Nun schauen wir uns zwei Kirchen an. Erst St. Gregorius im Elend und danach St. Severin. Ein Stückchen weiter die Severinstraße hinunter machen wir nochmal eine kleine Kölsch– Pause, diesmal im alten B

rauhaus. Das war die Südstadttour im Überblick und ich finde, schön ist sie, wirklich schön.

Wir starten unsere Tour an der Severinstorburg. Die am Chlodwigplatz gelegene Torburg hat ihren Namen von der Pfarrei St. Severinus. Das Severinstor oder „Vringspooz”, wie sie auf Kölsch genannt wird, ist eine der Stadttorburgen der mittelalterlichen Stadtmauer.

Im 13. Jahrhundert errichtet, diente sie der Verteidigung des Toreingangs, und war gleichzeitig ein wichtiger Standpunkt zur Sicherung einiger Klöster und der Straße in Richtung Bonn. Nachdem 1881 die Stadtmauer eingerissen wurde, verlor die Torburg ihre Funktion und beherbergte lange Zeit verschiedene Museen. Heute kann man sich in der Torburg trauen lassen und verschiedene Räumlichkeiten können für private Feiern gemietet werden. Traditionell wird hier jedes Jahr die Geschichte von Jan und Jriet aufgeführt.

Das „Früh im Veedel“ ist direkt daneben, mitten im Herzen der Südstadt und eine der ältesten Gaststätten Kölns. Früher war hier eine Brennerei beheimatet, wie man an der Fassade immer noch erkennen kann. Seit 1979 wird hier Früh-Kölsch gezapft. Im „Invalidendom“, wie er bei Insidern heißt, kann man immer noch die historische Destille bewundern, die hier früher im Einsatz war. Das Essen ist typisch Kölsch und das urige Flair lädt zum Verweilen ein.

Von hier aus sind es gerade einmal 500 Meter bis zur Ulrepforte. Also los geht es. Wir gehen noch einmal an der Severinstorburg vorbei und kommen automatisch auf den Karthäuserwall. Nun geht es nur noch geradeaus und wir laufen direkt auf unser Ziel zu. Die „Ülepooz“, wie der Kölner sagt, hatte keine große Bedeutung für den Verkehr und war deshalb das kleinste der Stadttore. Auch dieses Tor wurde im 13. Jahrhundert während des Baus der mittelalterlichen Stadtmauer errichtet. Mit einer Breite von vier Metern war es der schmalste Durchgang der Kölner Stadttore. Den Namen hat es von den „Ulnern“ (Töpfer), die ihr Handwerk hier ausübten. Wegen der Brandgefahr mussten sie in unbewohnte, eher bäuerliche Bereiche ausweichen.

In der Nacht zum 15. Oktober 1268 war die Ulrepforte Schauplatz einer blutigen Auseinandersetzung. Der zuvor aus Köln geflohene Erzbischof Engelbert II. von Falkenburg hatte vor, gegen die Overstolzen seine Macht zurückzuerobern. Hilfe hatte er dabei von der, ebenfalls aus der Stadt vertriebenen, Familie der „Weisen“.

Einer Sage nach wurde ein Schuster mit Namen Havenit, der direkt an der Mauer wohnte, mit 25 Mark bestochen, um einen Tunnel zu graben, durch den ein unbemerktes Eindringen in die Stadt möglich war.

Allerdings flog der Plan auf und die Eindringlinge konnten getötet, in die Flucht geschlagen oder gefangen genommen werden.

Tatsächlich wurde bei Bauarbeiten, welche die Prinzengarde in Auftrag gegeben hatte, ein nachträglich zugeschütteter Durchgang entdeckt. Ob dieser etwas mit der Schlacht an der Ulrepforte zu tun hatte, ist allerdings nicht bestätigt.

Ab 1450 wurde dieses eher unwichtige Stadttor zugemauert und der Turm zur Windmühle umgebaut… Im Gegensatz zu Wassermühlen, die im Falle einer Belagerung anfällig waren, da die Belagerer den Kölnern das Wasser abgraben konnten, waren Windmühlen sicher. Und so konnte hier die wichtige Versorgung durch Mahlen des Korns aufrechterhalten werden. Im 19. Jahrhundert wurde an der Ulrepforte immer wieder angebaut und diese verstärkt. So gab es 1900 hier sogar eine Gastwirtschaft. Nach dem Zweiten Weltkrieg haben die roten Funken die Ulrepforte gepachtet.

Von hier bis zum Karl Berbuer Platz sind es ebenfalls wieder rund 500 Meter. Dazu biegen wir ab auf die Ulrichgasse und folgen dieser. Die Ulrichgasse hat ihren Namen eigentlich von den „Ulnern“, den Töpfern. Durch Fehldeutungen wurde daraus Ulrich. An dieser Gasse wurde auch die berühmte Schlacht an der Ulrepforte ausgetragen. Wir folgen der Straße weiter, bis es leicht nach rechts zum Karl-Berbuer-Platz abgeht und wir praktisch bereits vor dem Denkmal stehen.

Der sogenannte Narrenschiffbrunnen. Der Kölner Sänger und Komponist Karl Berbuer schrieb im Laufe der Jahre über 120 Lieder, von denen einige auf etwas kuriose Art Verwendung fanden. So reiste Konrad Adenauer 1950 als Bundeskanzler zu einem Besuch nach Chicago. Da es zu dieser Zeit noch keine offizielle Hymne gab, wurde er mit dem Berbuer Lied „Heidewitzka, Herr Kapitän“ empfangen. Bei anderen offiziellen Gelegenheiten wurde auch gerne „Wir sind die Eingeborenen von Tritzonesien“ gespielt, eine kleine Anspielung auf die drei Zonen der Westmächte. Auch bei Sportlehrehrungen war es sicher ein besonderes Gefühl mit dem Tritzonesien Lied geehrt zu werden. Weitere sehr bekannte Lieder waren „Un et Arnöldche fleut“ oder das „Camping Leed“. Der Brunnen wurde 1987 errichtet und stellt Figuren seiner Lieder dar, sowie Karl Berbuer selbst.

Wir verlassen den Platz wieder und gehen auf die Severinstraße zu. Diese überqueren wir und spazieren nun automatisch auf die Kirche St. Gregorius im Elend zu.

Der Name im Elend entstand aus dem früheren Namen des Katharinengäßchens. Dieses hieß früher „Om Elend“. Die Kirche hatte eine besondere Stellung, denn auf dem Elendskirchhof wurden die heimatlosen und nicht-katholischen Leute begraben. Diese durften damals noch nicht auf einem Pfarrkirchhof beerdigt werden. Es war also der Friedhof der „akatholischen Toten“. Protestanten wurden später dann auf dem Geusenfriedhof beerdigt, wohin uns ein anderer Spaziergang führt. Die Kirche wird bis heute für katholische Gottesdienste nationaler Minderheiten genutzt, womit sie ihrer Tradition treu geblieben ist. Das Eingangsgitter stand übrigens früher am Kölner Rathaus. Außerdem ist sie die einzige private Kirche Kölns, da sie der Familie de Groote gehört. Und das schon seit 1678.

Wenn wir aus dem Haupttor treten, liegt links die Achternstraße. Der große Kölner Liedermacher Willi Ostermann hat einen sehr bekannten Song geschrieben, dessen Inhalt sich hier abgespielt haben soll. Denn hier war die Wohnung seiner Schwiegereltern und diese hießen „Palm“. Ich denke jeder Kölner kennt dieses Lied. „Kut erop! Kut erop! Kut erop! Bei Palms do es de Pief verstopp….“ und so weiter. Auf der Rückseite der Kirche liegt die Arnold-von-Siegen-Straße. Dieser Arnold von Siegen (1484 – 1569) war von 1529 – 1562 Bürgermeister von Köln und hatte damit satte 12 Amtszeiten. Als hochrangiger Ritter bescherte er der Kirche St. Johann Baptist einiges an Reichtum. Er liegt auch im südlichen Seitenschiff der Kirche begraben. Die Stadt widmete ihm auch einen Brunnen, der an ihn erinnert. Dieser hat die Form des Familienwappens.

Aber das nur am Rande. Wir haben uns nun eine Erfrischung verdient und gehen zurück auf die Severinstraße und biegen links ab. Nach wenigen Metern erreichen wir auf der rechten Straßenseite liegend “Das Alte Brauhaus”.

An diesem Ort entstand 1894 die Brauerei Reissdorf, von Heinrich Reissdorf gegründet. Nach dem 2. Weltkrieg befand sich hier die Flaschenfüllanlage. Nachdem der Platz aber zu eng wurde und in Rodenkirchen ein neues Werk entstand, wurde 2010 an alter Stelle wieder ein Brauhaus errichtet. Diese Tradition setzt das Brauhaus fort, da hier natürlich Reissdorf gezapft wird. Hier, mitten in der Südstadt und im Schatten der Severinstorburg, lässt es sich gut aushalten. Bei schönem Wetter können die Glastüren geöffnet werden. So sitzt man dann direkt an der Straße und bekommt auch noch etwas vom Leben im Veedel mit.

Nachdem wir uns gestärkt haben, wollen wir nun die letzte Station dieser Tour anlaufen. Dazu gehen wir die Severinstraße weiter hinunter und kommen nach kurzer Zeit zur Kirche St. Severin.

Sie ist die zweithöchste der romanischen Kirchen in Köln, nur Groß St. Martin ist knapp drei Meter höher. Der Name dieser Kirche prägte das ganze Veedel. Auch die Hauptstraße des Veedels, die Severinstraße ist nach ihr benannt. Zur Zeit der Römer war sie ein wichtiger Teil der Nord-Süd-Verbindung. Hier befand sie ein großes Gräberfeld. Am Rande des Feldes gab es eine kleine Kapelle, aus der im Laufe der Jahrhunderte dann St. Severin wurde. Den Namen bekam die Kirche durch den Heiligen Bischof Severin, der laut Legende durch Engelsgesang vom Tode des hl. Martin erfahren hatte. Selbst Papst Leo III. hat diese Kirche besucht.

Nach dem Besuch der Hauptkirche hier im Severinsviertel schauen wir noch beim Schokoladenmädchen vorbei. Dieses Denkmal befindet sich direkt an der Kirche.

Das Schokoladenmädchen, wie es genannt wird, hat seinen Platz in der Südstadt und in den Herzen der Menschen im Veedel. Vor dem Denkmal steht ein Blumenkübel, der regelmäßig von den Bewohnern des Veedels bepflanzt wird. Viele nennen es auch „Gerda“. So wurde das Mädchen von der Uschi Huber genannt, die ein ganzes Buch mit Fotografien herausgegeben hat. Ihr war aufgefallen, dass sich dieses Denkmal immer wieder verändert und das Schokoladenmädchen zum öffentlichen Leben auf diesem Platz dazugehört. So entstand dieses sehr schöne Buch. Wir brauchen jetzt nur ein paar Schritte weiter zu gehen und kommen wieder zum Ausgangspunkt der Tour, der Severinstorburg.

Ich hoffe, die Tour hat euch ein wenig Spaß gemacht. Natürlich gäbe es noch viel mehr zu berichten, aber das würde hier jetzt den Rahmen sprengen. Deshalb, lasst euch jetzt ein leckeres Kölsch schmecken,

euer Ronald