Unternehmer: Vier Irrtümer zur Cybersicherheit – Profis müssen ran

 

Vielen Unternehmern ist die IT ein Graus. Kompliziert, zeitfressend und verkaufen tut sie auch nicht. Wenn dann noch das Thema Sicherheit dazu kommt, fällt für viele komplett die Klappe. „Warum soll ausgerechnet ich gehackt werden?“ „Noch mehr Geld für die interne Organisation?“  „Ich habe da keine Zeit für, ich muss verkaufen.“ Diese Denkweise kann schnell nach hinten losgehen. Wenn der eigene Computer erstmal gehackt ist, verliert man schnell die Kontrolle über seinen Betrieb. Und das geht schneller, als mancher sich vorstellen kann. Deshalb fassen wir hier die vier größten Irrtümer in Sachen Cybersicherheit zusammen.

Irrtum 1 „Mein Betrieb ist für Hacker nicht relevant.“

Die meisten Hackerangriffe wenden sich nicht gezielt gegen ein bestimmtes Unternehmen, sondern funktionieren nach dem Gießkannenprinzip. Man sucht, wo das Tor weit offensteht, kann dort bedenkenlos erst einmal einen Blick hineinwerfen. Das erklärt auch die hohen Fallzahlen: 64.426 Fälle von Cyberkriminalität wurden nach Angaben des Bundeskriminalamtes alleine im Jahr 2013 in Deutschland verzeichnet, neuere offizielle Zahlen gibt es noch nicht. Fest steht aber: Die Dunkelziffer ist weit höher, denn nur die wenigsten Firmen bringen eine Cyberattacke überhaupt zur Anzeige – oder sie bemerken den Angriff erst gar nicht.

Fazit: Ob Privatperson, Kleinbetrieb oder Konzern – die vermeintlich fehlende Relevanz spielt nur eine untergeordnete Rolle.

Irrtum 2: „Mein Unternehmen ist nicht von der IT abhängig“

Alles eine Frage der Definition. Unternehmen, die digital produzieren oder einen Onlineshop betreiben sind natürlich abhängiger als beispielsweise ein Handwerksbetrieb. Aber auch der Elektriker um die Ecke erhält seine Aufträge mitunter per E-Mail, hat eine Unternehmensseite oder schickt Angebote übers Tablet raus. Und wer organisiert seine Kundenkontaktdaten heute nicht am PC oder auf dem Smartphone? Gerade die Buchhaltung läuft komplett auf dem Rechner, genauso wie der Datenaustausch mit Ämtern und Steuerberater.

Fazit: Ob Kleinbetrieb oder Konzern – ohne IT geht nichts, sind die Daten nicht verfügbar, gib es existenzielle Probleme.

Irrtum 3: „Mein Anti-Virenprogramm schützt mich bereits ausreichend.“

Schön, wenn man so ein Programm hat. Aber: Rund 92 Prozent aller Cyber-Angriffe beginnen mit einer Phishing-E-Mail – und eben die werden nicht unbedingt von gängiger Schutzsoftware abgewehrt. Hier hilft vor allem Security-Awareness, neudeutsch für: Sei  skeptisch! Vertraue nicht  jedem x-beliebigen E-Mail-Absender, achte  auf Warnsignale wie falsche Anreden, fehlende Umlaute oder einfach nur gruseligen Satzbau. „Der Konto wurde eingeschränkt, bitte bewahrheiten Sie sich“ – so etwas kommt nicht von Amazon und Co.

Fazit: Einzelmaßnahmen bieten keinen ausreichenden Schutz. Hohe Achtsamkeit ist der beste Schutz gegen Angriffe aus dem Web.

Irrtum 4: „Mir oder meinem Unternehmen passiert schon nichts, das hat die Vergangenheit bewiesen.“

Hackerangriffe werden immer professionelle. Die Angreifer sind personell und finanziell meist viel besser aufgestellt als ihre Opfer – der altbekannte Kampf gegen Windmühlen. Hinzu kommt ein besonders fieser Aspekt: Woher weiß man  überhaupt, dass bisher alles gutgegangen ist. Den meisten ist nämlich überhaupt nicht bewusst, dass sie bereits Opfer einer Cyberattacke geworden sind. Wenn zum Beispiel das eigene System gehackt und als Teil eines Bot-Netzes missbraucht wird, läuft das im Hintergrund und wird vom Opfer in den meisten Fällen gar nicht bemerkt. Das Dumme dabei: Wegen fehlender Sicherungsmaßnahmen können dann sogar Ansprüche von Geschädigten gegen das eigene Unternehmen geltend gemacht werden.

 

Was tun?

Es geht um die Existenz des Unternehmens. Diese muss abgesichert werden – da kann nur ein neutraler Sicherheitsexperte helfen. Der überprüft das Unternehmen, die IT-Dienstleister und alle, die mit der Unternehmens- IT in Berührung kommen. Gemeinsam wird eine Strategie entwickelt,  umgesetzt und immer aktuell gehalten.

Fazit: Aufpassen alleine reicht nicht – die Unternehmenssicherheit muss professionell aufgestellt werden.  (ks)

Möchten Sie weitere Informationen auf  www.sld.de finden Sie viele Informationen und die richtigen Ansprechpartner

Emil-Hoffmann-Straße 23a  50996 Köln   TELEFON  +49 2236 / 3981-0

 

 

Unternehmer: Vier Irrtümer zur Cybersicherheit – Profis müssen ran

 

Vielen Unternehmern ist die IT ein Graus. Kompliziert, zeitfressend und verkaufen tut sie auch nicht. Wenn dann noch das Thema Sicherheit dazu kommt, fällt für viele komplett die Klappe. „Warum soll ausgerechnet ich gehackt werden?“ „Noch mehr Geld für die interne Organisation?“  „Ich habe da keine Zeit für, ich muss verkaufen.“ Diese Denkweise kann schnell nach hinten losgehen. Wenn der eigene Computer erstmal gehackt ist, verliert man schnell die Kontrolle über seinen Betrieb. Und das geht schneller, als mancher sich vorstellen kann. Deshalb fassen wir hier die vier größten Irrtümer in Sachen Cybersicherheit zusammen.

Irrtum 1 „Mein Betrieb ist für Hacker nicht relevant.“

Die meisten Hackerangriffe wenden sich nicht gezielt gegen ein bestimmtes Unternehmen, sondern funktionieren nach dem Gießkannenprinzip. Man sucht, wo das Tor weit offensteht, kann dort bedenkenlos erst einmal einen Blick hineinwerfen. Das erklärt auch die hohen Fallzahlen: 64.426 Fälle von Cyberkriminalität wurden nach Angaben des Bundeskriminalamtes alleine im Jahr 2013 in Deutschland verzeichnet, neuere offizielle Zahlen gibt es noch nicht. Fest steht aber: Die Dunkelziffer ist weit höher, denn nur die wenigsten Firmen bringen eine Cyberattacke überhaupt zur Anzeige – oder sie bemerken den Angriff erst gar nicht.

Fazit: Ob Privatperson, Kleinbetrieb oder Konzern – die vermeintlich fehlende Relevanz spielt nur eine untergeordnete Rolle.

Irrtum 2: „Mein Unternehmen ist nicht von der IT abhängig“

Alles eine Frage der Definition. Unternehmen, die digital produzieren oder einen Onlineshop betreiben sind natürlich abhängiger als beispielsweise ein Handwerksbetrieb. Aber auch der Elektriker um die Ecke erhält seine Aufträge mitunter per E-Mail, hat eine Unternehmensseite oder schickt Angebote übers Tablet raus. Und wer organisiert seine Kundenkontaktdaten heute nicht am PC oder auf dem Smartphone? Gerade die Buchhaltung läuft komplett auf dem Rechner, genauso wie der Datenaustausch mit Ämtern und Steuerberater.

Fazit: Ob Kleinbetrieb oder Konzern – ohne IT geht nichts, sind die Daten nicht verfügbar, gib es existenzielle Probleme.

Irrtum 3: „Mein Anti-Virenprogramm schützt mich bereits ausreichend.“

Schön, wenn man so ein Programm hat. Aber: Rund 92 Prozent aller Cyber-Angriffe beginnen mit einer Phishing-E-Mail – und eben die werden nicht unbedingt von gängiger Schutzsoftware abgewehrt. Hier hilft vor allem Security-Awareness, neudeutsch für: Sei  skeptisch! Vertraue nicht  jedem x-beliebigen E-Mail-Absender, achte  auf Warnsignale wie falsche Anreden, fehlende Umlaute oder einfach nur gruseligen Satzbau. „Der Konto wurde eingeschränkt, bitte bewahrheiten Sie sich“ – so etwas kommt nicht von Amazon und Co.

Fazit: Einzelmaßnahmen bieten keinen ausreichenden Schutz. Hohe Achtsamkeit ist der beste Schutz gegen Angriffe aus dem Web.

Irrtum 4: „Mir oder meinem Unternehmen passiert schon nichts, das hat die Vergangenheit bewiesen.“

Hackerangriffe werden immer professionelle. Die Angreifer sind personell und finanziell meist viel besser aufgestellt als ihre Opfer – der altbekannte Kampf gegen Windmühlen. Hinzu kommt ein besonders fieser Aspekt: Woher weiß man  überhaupt, dass bisher alles gutgegangen ist. Den meisten ist nämlich überhaupt nicht bewusst, dass sie bereits Opfer einer Cyberattacke geworden sind. Wenn zum Beispiel das eigene System gehackt und als Teil eines Bot-Netzes missbraucht wird, läuft das im Hintergrund und wird vom Opfer in den meisten Fällen gar nicht bemerkt. Das Dumme dabei: Wegen fehlender Sicherungsmaßnahmen können dann sogar Ansprüche von Geschädigten gegen das eigene Unternehmen geltend gemacht werden.

 

Was tun?

Es geht um die Existenz des Unternehmens. Diese muss abgesichert werden – da kann nur ein neutraler Sicherheitsexperte helfen. Der überprüft das Unternehmen, die IT-Dienstleister und alle, die mit der Unternehmens- IT in Berührung kommen. Gemeinsam wird eine Strategie entwickelt,  umgesetzt und immer aktuell gehalten.

Fazit: Aufpassen alleine reicht nicht – die Unternehmenssicherheit muss professionell aufgestellt werden.  (ks)

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Bonner Rudergesellschaft gewinnt erneut Kölner Stadtachter

Bonner Ruderer machen ihrem Verein zum 100. Geburtstag ein besonderes Geschenk

Die Athleten der Bonner Rudergesellschaft gewinnen nach ihrem Erfolg im letzten Jahr erneut den Kölner Stadtachter knapp vor dem Crefelder Ruder-Club. Die Sprintspezialisten aus Krefeld setzen sich wie erwartet an die Spitze und führten lange Zeit einen Bord an Bord-Kampf mit den ebenfalls favorisieren Teams aus Aachen und Leverkusen, dicht gefolgt vom Boot I des Kölner Rudervereins. Die Bonner holten dann auf der Strecke auf und nutzten in der folgenden Innenkurve den kürzeren Weg zum Überholen. Damit war das Endergebnis perfekt: Hinter den Bonnern und dem Crefelder Ruder-Club folgen auf den Plätzen das Boot der RWTH Aachen, des RTHC Leverkusen und des Kölner Rudervereins. Das Feld wurde komplettiert durch den Neusser Ruderverein, Köln II (der Nachwuchs) und die Hürther Rudergesellschaft. (Sz)

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte www.krv77.de

Die Profi-Sportlerkarriere ist spätestens
mit dem vierzigsten Geburtstag
Geschichte. Auch wenn man es sich
nicht gerne eingesteht, mit dem Alter
verändert sich vieles – und nicht alles
zum Positiven. Das eigene Verhalten
hat allerdings großen Einfluss auf vieles,
was mit Körper und Geist passiert.
Schauen wir den zunächst Tatsachen
ins Auge: Unsere körperliche Leistungsfähigkeit
sinkt im Laufe unseres Lebens.
Wir verlieren zwischen dem zwanzigsten
und siebzigstem Lebensjahr bis zu
40 % unserer Muskelmasse. Nach dem
dreißigsten Geburtstag nimmt die Ausdauerleistung
alle zehn Jahre um bis
zu 15 Prozent ab. Ab dem fünfzigsten
Geburtstag büßen wir bis zu 15 % an
Kraft ein. Schließlich werden wir immer
dicker, das Risiko für gewisse Alterszipperlein
und Krebs steigt. Die Folge: Der
Mensch ist im Alter unzufrieden er fühlt
sich eingeschränkt, begrenzt und oft
sogar krank fühlt.
Das müssen wir so nicht hinnehmen:
Mit dem richtigen Sport bleiben wir
auch im Alter gesund und fit wie ein
Turnschuh. So verlängert sich sie
die Lebenserwartung um fünf Jahre
(Quelle: Oslo University Hospital). Über
Fünfzigjährige erreichen mit gezieltem
Krafttraining die Leistungsfähigkeit eines
unsportlichen Dreißigjährigen. Mit
gezieltem Ausdauertraining schaffen
über 65-jährige eine bessere Ausdauerleistung
als unter 54-jährige Marathonläufer.
(Quelle:PACE-Studie).
Die Konsequenzen können sich sehen
lassen: Wer sich zweimal in der
Woche körperlich verausgabt, senkt
sein Sterberisiko um 30 Prozent und
sein Krebsrisiko um 18 Prozent. Wer
überhaupt Sport treibt, kann die Wahrscheinlichkeit
für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
um 41 Prozent verringern.
(Quelle: Loughborough University)
Was sollen wir konkret tun? Mit Kraftund
Ausdauertraining lassen sich wahre
Wunder bewirken. Wichtig ist, das
Programm muss altersgerecht sein,
aber trotzdem fordern. Einsteiger und
Sportmuffel beginnen am besten mit
langen Spaziergängen.
Anschließend startet man das Ausdauertraining.
Man trainiert mit einer
maximalen Belastung von etwa 60 Prozent
der altersgerechten maximalen
Herzfrequenz, um sich nicht zu überanstrengen.
Die Faustregel: Während des
Sports kann man sich normal unterhalten.
Geeignet sind Walken, Nordic Walking,
Schwimmen, Wandern oder Radfahren.
Indoor trainiert man Ausdauer
zu Hause oder im Fitnessstudio mit einem
Rudergerät, auf einem Crosstrainer,
einem Laufband oder sogar mit
Aqua-Fitness im Pool.
Das Krafttraining beugt Rücken- und
Gelenkschmerzen, Übergewicht, Alterszucker,
Knochenabbau und Osteoporose
vor. Zudem strafft es die Figur,
denn Muskeln sind wahre Fettverbrennungsöfen.
Krafttraining im Alter betreibt
man entweder im Fitnessstudio
oder in den eigenen vier Wänden mit
Kraftgeräten, Kurz- und Langhanteln
oder Medizinbällen.
Wo gibt es Angebote im Kölner Süden?
Der Stadtsportbund hat alle Aktivitäten
und Vereine mit entsprechenden Angeboten
auf seiner Website aufgelistet:
www.ssbk.de/sport-im-verein.html
aufgelistet. In jedem Fitnessstudio und
Verein kann man sich kostenlos beraten
lassen. (kgs)

Keiner schwimmt auf der A1 – Lebensmüde aber im Rhein
In Köln klettern die Temperaturen nach oben, die Eisbuden haben lange
Schlangen, es riecht nach grillen und am Strand von Rodenkirchen
ist die Hölle los. Jahr für Jahr bietet die Rodenkirchener Riviera fast ungetrübten
Badespaß, aber auch so manche Regel und so manches
Risiko. Insbesondere dann, wenn man die Vorsichtsmaßnahmen nicht
beachtet. So ist das Schwimmen im Rhein lebensgefährlich und immer
wieder sterben Menschen im Fluss. Der Rhein ist und bleibt ein fließendes
Gewässer mit Strömung und Sog, ist eine Bundeswasserstraße und
leider kein Badeteich.
Ebenso ist das Strandgebiet keine Müllhalde und jeder sollte mitnehmen,
was er mitgebracht hat. Die Buchten sollten so verlassen werden,
wie wir sie wünschen, vorzufinden. Also sauber, glas- und kippenfrei.
Darüber hinaus sollte bei starker Hitze auf ausreichend alkoholfreie
Flüssigkeit geachtet werden. Da es am Rhein kein Kiosk gibt, sollte frühzeitig
daran gedacht werden. Kollabiert der Kreislauf, ist es zu spät.
Demnach achte auf Dich! Sei ein Vorbild und niemand, auf den man
mit dem Finger zeigt!

  1. Stadtachter wieder mit Schülerregatta und Beachparty

Sportliches und Unterhaltsames am Clubhaus des Kölner Rudervereins von 1877

Fotos: Wolfgang Goeritz

Peter Schelenz, Pressesprecher Kölner Ruderverein von 1877 e. V. berichtet:

Am Samstag, den 13. Juli 2019, lädt der Kölner Ruderverein von 1877 e. V. (KRV) im Rahmen der Kölner Lichter zum 89. Stadtachter ein. Am Clubhaus in Rodenkirchen sammeln sich ab Mittag die Teams, um die Boote vorzubereiten und vom dortigen Steg aufs Wasser zu bringen. Bereits ab dem Nachmittag gibt es wieder ein buntes Programm, das mit sportlichen und unterhaltsamen Attraktionen die Zeit bis zum abendlichen Prestigerennen der rheinischen Achter überbrücken hilft.

Gegen 16 Uhr treten auf der Rodenkirchener „Hausstrecke“ beim KölnVierer Mannschaften aus sechs Kölner Rudervereinen gegeneinander an, um sportlich zu klären, wer sich aktuell Stadtmeister in dieser Kategorie nennen darf. Die Organisation übernimmt hierfür die Kölner Rudergesellschaft 1891 in enger Kooperation mit dem KRV. Danach startet der Schüler-Vierer mit Mannschaften der Schülerruderriegen des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums, des Gymnasiums Kreuzgasse und des Irmgardis-Gymnasiums.

Zu dieser Zeit sind längs des Leinpfades unterhalb des Clubhauses bereits die Anbieter von Grill-Spezialitäten und aktuellem Street-Food, von Cocktails, Wein, Bier und allerlei nichtalkoholischen Getränken umlagert. Auf der Bühne am Strand dreht sich wie bei den Kölner Lichtern alles um die Musik von Kölns berühmtesten Komponisten, Jacques Offenbach. Zu seinem 200. Geburtstag tritt er am Abend – verkörpert vom Bonner Alt-OB Jürgen Nimptsch – nur in Rodenkirchen mit dem Traditionstanzchor Hellige Knäächte un Mägde auf und singt noch einmal seine berühmteste Melodie, den Can Can.

Ab 19 Uhr nehmen Nici Kempermann und ihre Band „Kempes Feinest“ die Gäste mit auf die Reise in die lange Nacht an der Kölner Riviera: KölschRock vom Feinsten und Offenbachs Klassiker von Weltgeltung leiten über zur Beachparty mit den bewährten DJs des KRV.  Die Musik ist wie stets mal bunt und gewaltig, mal still und besinnlich.

Bis im zarten Licht der ersten Sonnenstrahlen der neue Tag anbricht: Yes – we Can Can!

Gegen 21 Uhr sind die Boote für den Stadtachter bereit. Zehn hochmotivierte Rennachter gehen ins Rennen um den Herausforderungspreis der Kölner Oberbürgermeisterin. Der WDR überträgt den Verlauf ab dem frühen Abend in seiner Berichterstattung über die Kölner Lichter live. Vom Strand aus kann man das Rennen auf einer Großleinwand mitverfolgen. Benno Kerling als Koordinator des KRV kommentiert wie in den Vorjahren sachkundig das Ereignis.

Gegen 20 Uhr gehen die Boote am Steg des KRV auf die Strecke. Gemeldet sind die Mannschaften von Vereinen der Rheinschiene aus Siegburg, Bonn, Hürth, Leverkusen, Neuss, Krefeld und Aachen. Das Rennen startet gegen 21:15 Uhr im Bereich der Kranhäuser, das Ziel ist die Hohenzollernbrücke – das eigentliche Ziel aber ist es, das stärkste Achter-Team aus der Region unter sich auszumachen.

Die Sieger aus 2017 (Siegburg) und 2018 (Bonn) treten dieses Jahr in einer Renngemeinschaft an – die Teams aus Leverkusen und Krefeld werden alles geben müssen. Der KRV startet ebenfalls mit Ambitionen aufs Treppchen. Das junge Team aus dem eigenen Nachwuchs hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert und rechnet sich eine gute Chance auf eine der vorderen Platzierungen aus. Dank einiger Kaderathleten will sie nun endgültig ins vordere Renngeschehen eingreifen.

Trainer Aaron Linden dazu selbstbewusst: „Dieses Jahr sollten wir es schaffen, unter den ersten Drei zu landen. Unsere Jungs sind wieder ein Jahr älter, kräftiger und erfahrener geworden. Wir greifen an!“

 

Die Gläserne Decke als Dance Floor

Alle reden davon, dass Frauen immer noch an die gläserne Decke in Unternehmen stoßen, wenn es um ihre Karriere geht. Aber man kommt doch durch!

 

Kennen Sie die Werbung „C…….. reparierts, C……. tauschst aus“ ? Da geht es doch darum, dass aus einem winzig kleinen Steinschlag ein großer Riss in der Glasscheibe werden kann.

Genau mit so einem winzig kleinen Loch kann manauch die gläserne Decke einreißen. Das geht! Alles, was Sie dazu brauchen ist Mut, Geduld und eine gute Strategie.

Kleine Signale bohren kleine Löcher

Der kleine Steinschlag kann z.B. schon der ein oder andere Satz sein, den Sie im Laufe von Gesprächen in passender Runde einfach mal so sagen. Ich denke da an Sätze wie „mal sehen, welche Karrieremöglichkeiten sich mir in Zukunft noch anbieten“ oder „hab mich gerade für eine Weiterbildung im Bereich XYXY angemeldet. Das Thema interessiert mich sehr“ – und schon ist ein erster Kratzer an der Glasfläche gesetzt. 

Auch ein Gespräch „völlig unverbindlich“ mit einer Mitarbeiterin / einem Mitarbeiter der Personalabteilung oder auch mit dem eigenen Chef setzt ein gutes Signal. Das kann sich so anhören, als wäre Ihnen die Einschätzung einer erfahrenen Führungspersönlichkeit wichtig, wie Ihre beruflichen Chancen im Unternehmen nach der Fortbildung aussehen könnten. (Meinungsumfrage – völlig unverbindlich und vertraulich). Auch Männer wollen gerne gefragt werden.

Wozu das denn? Na klar, dazu, damit aus dem kleinen Kratzer an der Unterseite der gläsernen Decke ein kleines Loch wird.

Richtiges Thema oder nochmal überdenken?

Stößt das Thema auf Interesse, ist es passend. Falls nicht, ist es evtl. nicht der richtige Zeitpunkt oder aber nicht das richtige Thema. Auch dann lohnt sich eine Nachfrage, ob Sie damit auf dem richtigen Weg sind oder ob Ihr Gesprächspartner einen anderen Weg wählen würde. (Hilfe anfragen – Loch aufbohren)

Sachlich oder verspielt? Mann oder Job?

Eine ungeschriebene Regel gibt es in Sachen Business Kleidung. Da gilt einfach der Satz „je höherwertiger der Job umso sachlicher die Kleidung“ Bei Schmuck gilt die Regel – weniger ist mehr und ein gepflegtes Auftreten. Tanzende Ohrgehänge und klimpernder Schmuck lassen ein sachliches Gespräch mit einem Mann nicht zu, das geht eher in die Flirt-Richtung, falls Sie eine Frau sind. Dabei geht es doch um den Job und nicht um den Mann. Oder irre ich mich?

Jetzt kommt das Schlagloch

Sind alle Signale gesetzt und nun darf es zum Bruch der gläsernen Decke kommen. Eine Person in der Firma, zu der Sie Vertrauen haben fragen, ob dieser Mensch sich vorstellen kann, Sie als Mentor zu begleiten. Bitte Zeit zum Nachdenken lassen. Wird die Frage mit „Ja“ beantwortet, dann war dies das Schlagloch, das die Scheibe zum Einreißen gebracht hat.

Noch immer Lust zu tanzen?

Gut, auf einer zerbrochenen Glasdecke lässt sich nicht mehr tanzen – aber sie ist weg. Und nur das zählt, tanzen können Sie trotzdem.

 

Autorin:

Henrike Feltges

Karrierecoach für Menschen im

mittleren Einkommensbereich

www.beratung-feltges.de

„Jecke Öhrcher“: Inklusion op Kölsch l(i)eben

Karnevalslieder gehören zum Karneval wie der Dom zu Köln. Doch kann man Karneval wirklich erleben, wenn man wenig oder nichts hört? Die „Jecke Öhrcher KG“ zeigt seit 2014, wie das geht. Dem Förderverein für Menschen mit und ohne Hörschädigung liegt am Herzen, dass jeder dabei sein kann, wenn in Köln „et Trömmelche geht“ und das kölsche Brauchtum gefeiert wird. Denn passend zum Sessionsmotto des Gründungsjahres „socialjeck – kunterbunt vernetzt“ engagiert er sich für die Vielfalt der Welt der Gehörlosen und Menschen mit Hörschädigung sowie deren Teilhabe in der (hörenden) Gesellschaft.

Kölsche Wörter oder „Kölle Alaaf“ lassen sich einfach gebärden. Das haben die „Jecke Öhrcher“ in den letzten Jahren oft gezeigt, v. a. mit ihrem Chor. Denn in diesem einzigartigen Verein ist auch ein besonderer Chor entstanden. Knapp 40 Mitglieder zwischen zwei und 50 Jahren singen und gebärden gemeinsam kölsche Lieder – ob hörend, mit Hörgerät, Cochlea-Implantat oder auch weiteren Beeinträchtigungen. Der Chor ist das ganze Jahr aktiv und spätestens seit der letzten Session auch in Köln bekannt, denn er stand mit vielen Kölner Bands und Musikern auf der Bühne. Bei der offiziellen Sessionseröffnung am 11.11.2018 auf dem Heumarkt sang und gebärdete der Chor vor etwa 20.000 Jecken „Stääne“ mit den „Klüngelköpp“. Bei der Prinzenproklamation im Gürzenich standen sie erst mit Oly Blum von „Die Blömcher“ und dann mit den „Bläck Fööss“ auf der Bühne. Darüber hinaus hatten sie u. a. auch Auftritte mit „Mätes & Bätes“ oder beim „Der kleinste Weihnachtsmarkt der Stadt“ an der Lutherkirche. Auch beim Highlight des Karnevals, dem Rosenmontagszug, waren die „Jecke Öhrcher“ dabei. Eine große Ehre für den Verein, der als Gewinner bei den Schull- und Veedelszöch in der Kategorie „Wagengruppe“ am darauffolgenden Tag den vielen Jecken am Straßenrand noch einmal näherbringen konnte, was ihn ausmacht: Dass Menschen, so unterschiedlich sie sind, mit Freude am Karneval teilhaben können – ob mit oder ohne Hörschädigung, Lautsprache oder Gebärden, mit oder ohne Bezug zum Thema Gehörlosigkeit. Immer wieder zeigten sie den Zuschauern „Kölle Alaaf“ oder Applaus in Gebärdensprache und viele machten mit. Gelebte Inklusion „op Kölsch“.

Inklusion liegt den „Jecke Öhrcher“ am Herzen, ebenso wie soziales Engagement. Beim letzten Karnevalszug bestand das Wurfmaterial daher zum ersten Mal zu einem Teil aus Fairer Kamelle, die aus fairem Handel und zum Großteil aus biologischem Anbau stammt. Der Verein möchte damit einen Beitrag für einen gerechteren Handel und mehr Nachhaltigkeit leisten und wird dies auch in Zukunft beibehalten. Um ein Bewusstsein für das Thema Hörschädigung zu schaffen und Aufklärungsarbeit zu leisten, sind die „Jecke Öhrcher“ das ganze Jahr zudem bei einigen Festen mit einem Stand präsent. In diesem Jahr waren das z. B. der „Tag der Begegnung“ im Tanzbrunnen oder „Kirche läuft“ auf den Stadionwiesen. Die Möglichkeit zum Austausch gibt es auch bei ihren Stammtischen: Beim monatlichen Stammtisch, der meistens in der „Brasserie aller Kolör“ in der Südstadt stattfindet, ist jeder willkommen – hörend oder hörgeschädigt, Mitglied oder nicht. Der Familienstammtisch, zu dem ein paar Mal im Jahr an einem familienfreundlichen Ort eingeladen wird, bietet Eltern die Möglichkeit, sich auszutauschen, während die Kinder spielen. Dies kann z. B. Eltern helfen, die vor der Entscheidung stehen, ob ihr Kind ein Cochlea-Implantat bekommen soll. Auch über Herausforderungen im Alltag können sie dort mit anderen Betroffenen reden.

In der Session oder außerhalb, bei den „Jecke Öhrcher“ ist immer etwas los. Karneval steht natürlich im Fokus, doch der ehrenamtlich organisierte Verein ist auch sonst sehr engagiert: Von Gebärdenkursen für betroffene Eltern oder Interessierte über Aktionen für den guten Zweck wie das Sammeln von Hörgeräten für Peru bis zu Aufklärungsarbeit und Chorauftritten. Die Ideen gehen nicht aus: So wird derzeit ein Patenprojekt entwickelt, bei dem Vereinsmitglieder auch außerhalb der Stammtische anderen betroffenen Eltern und Hörgeschädigten auf Wunsch zur Seite stehen. Für die Zukunft ist eine eigene Kinderkarnevalssitzung geplant.

Weitere Informationen unter www.jecke-oehrcher.de.