Die Bürgervereinigung Rodenkirchen informiert: Sie ist seit 1977 Pate des Ensembles der vier Linden und des Wegekreuzes. Verschiedene Maßnahmen zur Substanzerhaltung des Wegekreuzes wurden nun nötig. Denn im Laufe der Zeit entstanden verschiedene Schäden durch Risse und Verwitterung an dem Denkmal. In Absprache mit dem Amt für Denkmalschutz der Stadt Köln übernahm die Bürgervereinigung Rodenkirchen die Kosten für die nötigen Restaurierungsarbeiten und betreute die Restaurierung. Am 16. Oktober 2020 übergab nun der ausführende Diplom-Restaurator Stefan Gloßner das erfolgreich wiederhergestellte Kreuz an Dieter Maretzky und Jürgen Müller aus dem Vorstand der Bürgervereinigung Rodenkirchen.

Zur Geschichte
Bereits Ende der 1970ger Jahre erfolgte die erste sachgemäße Sicherung des Denkmales durch einen Restaurator. Nachdem 1990 die alten Linden wegen fehlender Standsicherheit gefällt werden mussten, ließ im Jahr 1993 die Bürgervereinigung mit Hilfe einer Stiftung und der Förderung durch die Bezirksvertretung Rodenkirchen neue Bäume in einer beachtlichen Größe pflanzen.
Das Wegekreuz in der Straße „An den vier Linden“ wurde 1840 errichtet. Es besteht aus rotem Sandstein. Die Inschrift „Jos. Manbach fec.“ am Sockel ist heute kaum mehr lesbar: Nachweisbar ist aber ein ähnliche Name: Johann Joseph Mannebach, der nach seiner Steinmetz- und Bildhauerausbildung zunächst in Wien tätig war, bevor er in Köln ein Atelier für Bildhauerarbeiten eröffnete. Laut Kölner Adressbücher hatte er 1822 bis 1835 eine Werkstatt in der Severinstraße 203. Als er im Alter von 67 Jahren verstarb, ging seine Werkstatt an seinen Sohn, den Bildhauer Johann Louis Peter Mannebach (1797–1842) über.

In einer Niederschrift vom 11. März 1968 berichtet der Beigeordnete Franz Josef Fleissig (Gemeinde Rodenkirchen) über ein Gespräch mit Landwirt Anton Einhoff. Dieser erzählte, dass es sich um ein Feldkreuz handele, das an dieser Stelle wegen eines bestimmten Ereignisses errichtet worden wäre. In der Regel wird es aus Anlass eines Unfalles oder Mordes zum Gedenken aufgestellt.
Der Hauptlehrer Joseph Wirtz aus Godorf schrieb in seinem Heft „Aus Rodenkirchens Heimatgeschichte“, dass es sich um das „Linnartz-Kreuz“ handele. Der Linnartzhof, heute in Wohnungen umgewandelt, liegt nahe an der Römerstr. (Denkmalverzeichnis: Hofanlage Lennartzhof, Römerstr. 85). Je nach dem Eigentümer änderte sich der Name: So hieß er einmal Hof Röttgen zu Schillingsrott (später Lennartzhof). Das einzige Hofgut aus alter Zeit, Gut Schillingsrott, eine der letzten historischen Hofanlagen in Rodenkirchen, wurde 1997 zu Wohnzwecken umgebaut. Bis dahin bestand die Anlage aus dem Herrenhaus, einem Südtrakt sowie aus den Nord- und Osttrakten. Sie hatte eine Grundstücksgröße von 7000 Quadratmetern.

Restaurierung 2020
Über den zuständigen Sachbearbeiter Roland Krapp vom Amt für Denkmalschutz und Denkmalpflege erhielt die Bürgervereinigung den Kontakt zu Diplom-Restaurator Stefan Gloßner aus Bergisch Gladbach.  Er prüfte den Zustand des Denkmales und erstellte ein Angebot.
Der starke biogene Bewuchs wurde schonend entfernt, die Fugen restauriert, alte, fehlerhafte Reprofilierungen erneuert, Risse durch Injektion gesichert und verschlossen, die komplette Restaurierung dokumentiert. Diese Arbeiten wurden im Oktober mit 40 Arbeitsstunden durchgeführt. Die Kosten in Höhe von 2.600 Euro übernahm die Bürgervereinigung Rodenkirchen.

Das Ensemble Vier Linden
Seit einiger Zeit ist die Bürgervereinigung Rodenkirchen im Gespräch mit dem Forst- und Grünflächenamt der Stadt Köln, um die Sichtbarkeit des Ensembles zu verbessern. Linden gehören zur Baumart, die bevorzugt in solchen Zusammenhängen gepflanzt werden. Denn Linden strahlen Geborgenheit aus und aus ihrem Holz werden bevorzugt sakrale Bildwerke gestaltet. Deshalb spricht man auch vom heiligen oder heilsamen Holz. Die Bedeutung der Vier Linden wird noch durch den Straßennamen „An den Vier Linden“ unterstrichen. Im Kölner Straßennamen-Lexikon ist zu lesen, dass diese Straße eine Länge von 150 Metern hat und die „Anpflanzung von vier Holländischen Linden, die eine natürliche Kapelle darstellen sollten“.

Eine wilde Hecke zur Industriestraße hin wurde schon beseitigt. Einige angrenzende Bäume, die in die Kronen der vier Linden ragen, müssten noch gefällt oder beschnitten werden. Zu den geplanten Verschönerungsmaßnahmen gehört auch die Erneuerung der Ruhebank, die mit etwas mehr Abstand zur stark befahrenen Industriestraße und Blick auf das Wegekreuz errichtet werden soll. Ein interessierter Rodenkirchener Bürger hat sich als Spender zur Verfügung gestellt. Eine kleine, wichtige Ergänzung wäre ein Schild, das auf dieses Denkmal und die Patenschaft der Bürgervereinigung Rodenkirchen hinweist.

Informationen über den Restaurator auf http://www.stein-wand-restaurierung.de/

Bericht: Dieter Maretzky, Bürgervereinigung Rodenkirchen e.V.

Der Rheinauhafen. Seltsam, wie oft ich doch hier spaziere oder mit dem Rad vorbeikomme.

Viel ist da gewichen und hat Neuem Platz gemacht. Für die Kranhäuser zum Beispiel, viel fotografiert und in Szene gesetzt – aber ein Fan bin ich persönlich jetzt nicht. Für mich fühlen sie sich fremd an und verbauen die Sicht auf den Dom.

Die Halbinsel, auf der sie stehen, heißt übrigens „Werthchen“. Bis ins 19. Jahrhundert hinein war hier tatsächlich eine kleine Insel, die eben seit Jahrhunderten „Werthchen“ genannt wurde. Sie ist der Ursprung des Hafens.

Hier lagen hier die Oberländer-Schiffe, die die Waren der Niederländer-Schiffe aufnahmen und umgekehrt. Die Niederländer-Schiffe waren fette, große Lastkähne, geeignet, viele Waren auf einmal aufnehmen zu können. Sie haben den Rhein bis an die Mündung bedient. Sie hatten aber kurz hinter Köln das Problem, dass sie zu groß waren, um den Fluss Richtung Süden zu befahren. Dies übernahmen in Köln als Umschlagsplatz eben die Oberländer-Schiffe, die kleiner waren und wesentlich weniger Tiefgang hatten. Ein Teil dieses Umladens geschah eben hier auf dieser Insel. Viel Arbeit für kräftige Männer, die mit dem ständigen Be- und Entladen ihr Auskommen hatten.

Erst mit der Industrialisierung, recht spät sogar, in den 1890’er Jahren, entstand der Rheinauhafen in seiner heutigen Form. Das Werthchen wurde aufgeschüttet und mit dem Festland verbunden. Mit dem Ruhrgebiet und seinem aufstrebenden Hafen in Duisburg wollte man mithalten, indem man die Häfen Kölns vergrößerte. Der Rheinauhafen wurde zu einem der modernsten Häfen Deutschlands mit einem 18 km Schienennetz. Diesen Wettbewerb wollte man unbedingt gewinnen. Gut, wie es ausgegangen ist, wissen wir. Duisburg ist die absolute Nummer eins der Binnenhäfen. Man muss auch gönnen können.

Mein Lieblingsgebäude, das Siebengebirge, offiziell „Danziger Lagerhaus“ tituliert, entstand kurz danach, 1909. Ein 177 Meter langes, sechsgeschossiges Lager für Stückgut und Korn. Es soll eines der ersten Stahlskelettbetonbauten – was ein Wort – gewesen sein, die je gebaut wurden. Das mag für Architekten bemerkenswert sein. Ich bin froh, dass es so fein verputzt und getüncht ist.

Vielleicht mag ich es, weil der Name so passend ist.

„Siebengebirge“ – jeder weiß sofort warum – es sieht wie ein Gebirge aus, mit seinen neun Giebeln. Neun? Das lässt sich ganz einfach von Deutz aus zählen. Neun Giebel hat es, drei hohe und sechs niedrige. Der Architekt hat getrickst. Auf der „richtigen“ Seite wurden zwei Giebel durch Türmchen ersetzt. Das habe ich aber erst spät verstanden. Das Problem ist, dass die westliche Seite ein wenig schwer einsehbar ist. Man kann nur sehr nah am Gebäude stehen, dass man kaum die Front überblickt oder man geht weiter weg, um festzustellen, dass die Sicht durch große Bäume verstellt ist. Man muss sich schon etwas Zeit nehmen.

1946, nach dem Krieg entschied der Rat, diesen Teil des Güterhafens aufzugeben und größere Becken in Niehl anzulegen. Das hat übrigens zur Folge, dass wir uns ständig mit Hamburg um Platz zwei unter den wichtigsten Binnenhäfen in Deutschland rangeln. Hättet Ihr das gedacht? Duisburg ist unumstritten Nummer eins und danach direkt wir und in manchen Jahren Hamburg? Ich nicht.

Unser Siebengebirge wurde aber gerettet. Ein Wohn- und Gewerbegebäude ist es seit 2006. Und das wiederum finde ich prima. Mit den Kranhäusern, meine ich, haben wir ein altes Stück Köln aufgegeben. Wofür überhaupt? Um mit dem Medienhafen in Düsseldorf zu konkurrieren? Ich weiß es nicht. Mit dem Siebengebirge aber, haben wir einem schönem Stück Köln einen neuen Sinn gegeben und können unseren Enkeln noch zeigen, wie das in Köln so war. Damals.

Michael

Der Rheinauhafe. Komisch, wie off ich doch hee e Gängelche maache ov mem Rädche lans kumme.

Vill es do fott un hät Plaatz för Neues gemaht. För de Kranhüüser för e Beispill, vill fotografeet un in Szen gesatz – ävver ene Fan bin ich selver jetz nit. För mich föhle se sich fremb aan und verbaue de Seech op unse Dom.

Die Halvinsel, op dä se stonn, heiß üvvrigens „Werthchen“. Bes en et 19. Johrhundert wor hee wirklich en klein Insel, die evvens zick Johrhunderte „Werthche“ genannt woodt. Se es der Grundstein vum Hafe.

Hee loge de Oberländer-Scheffe, die de Ware vun de Niederländer-Scheffe opnohme un ömgedriht. De Niederländer-Scheffe wore fette, große Lasskähn, die vill Ware op eimol opnemme kunnte. Noh Süde, koot hinger Kölle, kome se ävver en de Bräng weil se zo groß wore öm wiggerzefahre. Dat üvvernohme evvens de Oberländer-Scheffe, die kleiner wore un vill winniger Deefgang hatte. Ene Deil vun däm Ömlade passeete evvens hee op dä Insel. Vill Arbeid för kräftige Kääls, die mem laufende Be- un Entlode ehr Uskumme hatte.

Eescht met der Industrialisierung, rääch späd esugar, en der 1890’er Johre, woodt der Rheiauhafe en singer Form vun hügg gebaut. Et Werthche woodt opgeschodt un mem Festland verbunge. Mem Ruhrgebiet un singe neu Häfe wollte mer methalde, wie mer die Häfe vun Kölle größer gemaht hät. Der Rheinauhafe woodt zo einem vun de modernste Häfe vun Deutschland met singem 18 km Schinnenetz. Dä Wettbewerb wollte mer unbedingk gewenne. God, wie et usgegange es, wesse mer. Duisburg es de – dat weed keiner avstrigge – Nummer eins vun de Bennehäfe. Mer muss och gönne künne.

Minge Lieblingsbau, et Sibbegebirg, offiziell „Danziger Lagerhuus“ tituleet, entstundt koot donoh, 1909. E 177 Meter lang Lager met sechs Etage för Stöckgod un Koon. Et soll eine vun de eeschte Stahlskelettbetonbaute – wat e Wood – gewäs sin, die je gebaut woodte sin. Dat mag för Architekte gelunge sin. Ich ben fruh, dat et esu fing verputz un getünch es.

Villeich mag ich et, weil der Name su passend es. „Sibbegebirg“ – jeder weiß tirek woröm – et süht us wie e Gebirg, met singe nüng Givvele. Nüng? Dat löös sich ganz einfach vun der Schäl Sick us zälle. Nüng Givvele sin et, drei huhe un sechs niddrige. Der Architek hät getricks. Op der „räächte“ Sigg woodte zwei Givvele durch Türmcher ersatz. Dat han ich ävver eesch späd verstande. Dat Problem es, dat mer met Hänge un Würge de Front üvverbleck ov mer geiht e wigger fott, öm fasszestelle, dat de Seech durch huhe Bäum verstallt es. Mer muss sich ald jet Zigg nemme.

1946, nohm Kreeg, entscheed der Rod, dä Deil vum Göderhafe opzegevve un größere Becke en Niehl aanzeläge. Dat hät üvvrigens zur Folg, dat mer uns luuter met Hamburg öm der Patz zwei vun de wichtigste Bennehäfe en Deutschland rangele. Hätt ehr dat gedaach? Duisburg es unbestredde de Nummer eins und donoh tirek mir un en mänche Johr Hamburg? Ich nit.

Uns Sibbegebirg woodt ävver gerett. E Wonn- un Gewerbegebiet es et zick 2006. Un dat widderöm fing ich prima. Met de Kranhüüser, mein ich, han mer e aal Stöck Kölle opgegovve. Woför üvverhaup? Öm mem Medienhafe en Düsseldorf zo konkuriere? Ich weiß et nit. Mem Sibbegebirg ävver, han mer e schön Stöckelche Kölle ene neue Senn gegovve und künne unse Enkelcher noch zeige, wie et en Kölle esu wor. Dozomol.

Mechel

Weitere Informationen auf www.koelschgaenger.net

Ihr wisst nicht, wo das Siebengebirger liegt? Dann schaut mal schnell heimlich hier nach: https://findpenguins.com/koelschgaenger

Wolfgang Dahmen informiert :

 

Wer sind wir?

Wir sind eine Gruppe von Männern, die sich unabhängig von ihrer Bildung, ihrer beruflichen Tätigkeit, ihrer Herkunft und ihrer religiösen Überzeugung unter dem Leitspruch

Einigkeit – Frieden – Eintracht

in der Artus-Loge Köln e.V. zusammengefunden haben. Wir reihen uns ein in die seit 1781 bestehende internationale Gemeinschaft des Druiden-Ordens.

Wir pflegen in vielfältiger Weise all das, was unter Gemeinsinn und Brüderlichkeit verstanden wird. Wir nennen uns gegenseitig Brüder.

Logenleben bedeutet für uns Abstand von der Hektik des Alltags, anspruchsvolle Unterhaltung, geistige Anregung, Aufbau und Festigung von Freundschaften, Pflege des humanistischen Gedankengutes und soziales Engagement im Rahmen unserer Möglichkeiten.

 

Unsere Zusammenkünfte (Logensitzungen) mit Vorträgen und Diskussionen finden regelmäßig dienstags (19.30 Uhr) im Logenhaus Köln, Hardefuststr. 9 statt.

An den feierlichen Sitzungen in der so genannten „Innenloge” können nur Mitglieder teilnehmen. Diese „Innenloge“ ist ein Ort der Ruhe und Besinnung, wo der Bruder im althergebrachten Ritual Kraft für seine jeweilige Lebenssituation in der Gemeinschaft mit anderen finden kann.

An  Gästeabenden bieten wir interessierten Herren die Gelegenheit, uns näher kennenzulernen. Bei besonderen Anlässen dient der Logenabend gesellschaftlichen Zusammenkünften mit den Damen der Mitglieder; hierzu laden wir auch Freunde und Gäste ein.

 

Unsere Loge ist als eingetragener Verein Mitglied im DEUTSCHEN DRUIDEN-ORDEN   VAOD e.V.

Das neue Mitglied findet bei uns eine Bruderschaft,

  • in der er in den Gedankenaustausch mit Männern unterschiedlichster Prägung treten, sein Wissen erweitern, sein eigenes weitergeben sowie Unterhaltung und gepflegte Geselligkeit erwarten kann,
  • in der ihm Vertrauen und Verständnis entgegengebracht wird,
  • in derDifferenzen brüderlich bereinigt werden und er sicher sein kann, dass das, was er dem Bruder anvertraut, nicht weitergegeben wird,
  • in der er außerhalb der Familie und des Freundeskreises einen Ort der Ruhe und Besinnung im Bruderkreis finden kann.

Dies alles setzt die Bereitschaft jedes Einzelnen voraus, sich im Rahmen seiner Möglichkeiten innerhalb des Bruderkreises einzubringen.

 

Alle Interessenten sind herzlich willkommen. Um Anmeldung zu den einzelnen Veranstaltungen wird aus organisatorischen Gründen gebeten

Kontakt und nähere Auskünfte bitte über den Vorsitzenden Wolfgang Dahmen, artus-loge@ddo-vaod.de oder kontakt@artus-loge.de , Telefon: 0221/ 7328731

www.artus-loge.de

Wir freuen uns auf Sie !

 

 

Das Pflanzenorchester von Finkens Garten

Ein kreativer und bunter Nachmittag für Kinder im Alter von fünf bis acht Jahren: Es singt und klingt, es tönt und schwingt, es summt und brummt. So hört sich das das Pflanzenorchester in Finkens Garten, Friedrich-Ebert-Straße 49, Köln-Rodenkirchen, am Samstag, 24. Oktober 2020, 15 bis 17 Uhr, an. Die Pflanzenheilkundlerin und Musikerin Mirjam Hirsch leitet das naturmusische Wochenende für Kinder von fünf bis acht Jahren in Begleitung. Die Veranstaltung beginnt mit einem Rundgang durch den Naturerlebnisgarten, bei dem sich die Teilnehmenden von den Klängen der Natur inspirieren. Anschließend werden Musikinstrumente aus einfachen Materialien gebastelt und gemeinsam musiziert.
Die Teilnahme ist frei, es wird aber um Spenden zugunsten des Vereins der Freunde und Förderer von Finkens Garten gebeten. Dieser finanziert die Gartenleitung und die gesamte pädagogische Arbeit. Aufgrund der aktuellen Situation ist die Teilnehmerzahl auf sechs Kinder beschränkt, die Anmeldung erfolgt per E-Mail. Erwachsene werden gebeten, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Finkens Garten ist erreichbar mit den Stadtbahnlinien 16 und 17, Haltestelle Rodenkirchen BF, und der Buslinie 131, Haltestelle Konrad-Adenauer-Straße.
Anmeldung hier: tilia.werner@netcologne.de

Passend zu hochwertigen Schlafsystemen bietet Betten Bischoff auch ein Portfolio ausgesuchter Bettwäsche für einen traumhaften Schlaf. Neben einem hochwertigen Angebot an Bad-Textilien und Premium-Frottier sowie bezaubernden Einziehdecken und Kissen legen wir besonderen Wert auf unsere Expertise bei Sonderanfertigungen und Wunschmaße. Erleben Sie die Vorteile exklusiver, maßgeschneiderter Bettwäsche aus feinstem Baumwollsatin, hochwertigstem Leinen, eleganter Popeline und edler Seide. Sehen Sie sich auf den Seiten von Betten Bischoff um und lassen Sie sich inspirieren – es lohnt sich. Bischoff bietet Ihnen dazu hochwertigste Bad- und Frottier-Textilien, die in Qualität und Verarbeitung in Nichts nachstehen. Kuschelweiche Designs in vielen, aktuellen Farben und Mustern bis hin zu Modellen aus Bio-Baumwolle finden Sie im umfassenden Programm. Natürlich sind dabei alle Textilien für den Badbereich optimiert. Dank hochwertigster Fertigungstechniken und der jahrelangen Erfahrung der Hersteller profitieren Sie hier durch ein Höchstmaß an Flexibilität und Individualität.

 

Blue:notes

Live Jazz im Kölner Süden

Gerd Köster

Tiefkölsches und Hochdeutsches

13. November 2019 20:00 Uhr  – 15 €

bistro verde in der alten Schmiede, Maternusstraße 6, 50996 Köln

Tickets 0221 93550417 oder  info@walterscheidt.net

Tiefkölsches und Hochdeutsches – Zweisprachige Lesung mit Gerd Köster

Gerd Köster liest alte, aktuelle und zeitlose Geschichten und Gedichte von Heinz Weber, Christian Thill, Willi Ostermann, Wolfgang Loehr, Woody Allen, Heinrich Böll, Gernhardt / Eilert / Knorr, Johann Kaspar Riesbeck und Hans Zippert. Tragische, komische, zornige, zotige, vornehme und bescheidene Alltagshelden führen uns aus dem alten Kölner Stadtteil Unter Krahnenbäumen über Irland und Südfrankreich auf (fast) alle Inseln dieser Welt. Zweisprachig, tiefkölsch und hochdeutsch.

Bitte die Eintrittskarten schon vor der Veranstaltung im Bistro Verde erwerben. Wegen Corona gibt es keine Abendkasse.

Blue:notes

Live Jazz im Kölner Süden

Der an dieser Stelle geplante Abend mit Hans Peter Salentin „Alica’s Songs“ muss leider wegen der Corona – Abstandsregelung für Trompete entfallen und wird ins Jahr 2021 verschoben. Der genaue Termin wird frühzeitig bekannt gegeben. Bereits gekaufte Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit oder können, wenn sie an dem neuen Termin verhindert sind, zurückgegeben werden.

Tango Fuego

27. November 2020

20:00 Uhr  – 15 €

bistro verde

bistro verde in der alten Schmiede

Maternusstraße 6, 50996 Köln

Tickets 0221 93550417 oder  info@walterscheidt.net

Bitte die Eintrittskarten schon vor der Veranstaltung im Bistro Verde erwerben. Wegen Corona gibt es keine Abendkasse.

Detlef Strüwe – Piano | Pato Lorente – Bandoneon | Sebastian Reimann – Violine | Fritz Roppel – Kontrabass

1991 gegründet wirkt Tango Fuego kontinuierlich wie im Verborgenen und ist der Geheimtipp. Tango Fuego ist das älteste Tango-Ensemble Deutschlands und hat seitdem jede Tangomode und Tangowelle unbeeindruckt überstanden.

Daraus resultiert neben der exzellenten Beherrschung sämtlicher Tangostile und der zahlreichen Eigenkompositionen ein absolut einmaliges und eigenständiges Repertoire. Klassische Elemente, Filmmusik, Jazz und moderne Einflüsse fügen sich zu einer spannenden Einheit zusammen. Fünf CD‘s dokumentieren diese jahrelange Arbeit. Tango Fuego spielt zum Tanz bei traditionellen Milongas, Konzerte in den großen Konzerthäusern, auf Kleinkunstbühnen, Open Air auf Festivals oder bei exklusiven Events in ganz Europa.

Die Zusammenarbeit reicht u.a. von Startenor Rolando Villazon über den argentinischen Gitarristen Prof. Roberto Aussel bis zum Bulgarischen Rundfunk Sinfonieorchester. Durch ihre eigenen Tango-Shows mit namhaften argentinischen Tanzpaaren, ihre Zusammenarbeit mit Sängerinnen wie der wundervollen Ana-Josefina Nickelé aus Berlin oder der Tanzcompany Sabine Odenthal Hürth mit modernem elementarem Tanz beweist Tango Fuego seine unglaubliche Vielseitigkeit.

Auch wenn es inzwischen en vogue ist, dass viele Musiker, egal welcher Couleur und Stilrichtung, argentinische Tangos in ihr Repertoire aufnehmen, muss man einmal Tango Fuego gehört haben, um zu erleben, wie Tango heute wirklich klingt.

Detlef Strüwe

Lehrt an der Hochschule für Musik Köln, war bis 2007 künstlerischer Leiter der Cologne Jazz Night und ist Inhaber eines eigenen Labels. Er fordert Tango Fuego gern mit anspruchsvollen Aufgaben und neuen Spielarten heraus.

Sebastian Reimann

Klassischer Konzertmeister, viele Konzertproduktionen mit Streichern und Orchestern. Mehrfacher Preisträger. Er achtet auf die Feinheiten der Band, auf denguten Ton. Er gibt den letzten Schliffund danach noch einen und noch einen …

Pato Lorente

Hat bei Carel Kraayenhof (Rotterdam), Alfredo Marcucci (Belgien), Mosalini (Paris) und Marcelo Mercadante (Barcelona) gelernt. Er tourte mit Veritango durch ganz Europa und spielte in Argentinien und Uruguay.

Fritz Roppel

Mister Metronom, der ruhende Pol der Band. Seine Erfahrung und Routine ist wie eine Säule. Aus der Welt des Jazz und Musicals. Sein trockener Humor kommt immer gut und unerwartet.

 

Der erste Spaziergang in unserer wunderbar verrückten Stadt führt uns vom Rande der Altstadt ein Stück am Rhein entlang in Richtung Bayenthal und in die Südstadt.
Genießen wir ein leckeres Kölsch im “Brauhaus Im Roten Ochsen” oder auf der Hafenterrasse im “Biergarten am Malakoffturm”. Weitere Möglichkeiten bieten sich im “Bürgerhaus Stollwerk” und in der urigen “Ubierschänke”.
Wir werfen einen Blick in die „Schifferkirche“ St. Maria Lyskirchen und in unsere historische Kölner Senfmühle, wenden uns dann dem Denkmal des Tauziehers zu und gehen über Kölns älteste Brücke, die über Rheinwasser führt.
Dann spazieren wir ein wenig durch das Gebiet des neuen Rheinauhafens, denn hier hat sich in den letzten Jahren unglaublich viel verändert. Wir erfahren etwas kölsche Geschichte über den Malakoffturm, die Bottmühle und den Bayenturm. Ein schöner und informativer Spaziergang durch unsere schöne Stadt – denn Köln hat was zu bieten.

Wir starten am Thurnmarkt, vor dem Brauhaus im Roten Ochsen, nur ein paar Meter von der Altstadt entfernt. Dieses Brauhaus kann auf eine lange Tradition zurückschauen, die bis ins Jahr 1798 zurückreicht. Leider wurde 1916 der Braubetrieb eingestellt und das Traditionshaus von dieser Zeit an als Gasthaus weitergeführt. Hier haben wir die Möglichkeit, die Tour mit einem leckeren Reissdorf Kölsch zu beginnen, natürlich vom Fass gezapft. Dazu vielleicht etwas typisch Kölsches zum Essen, etwa einen „halven Hahn?“.

Es gibt viele Legenden, wie es zu diesem kulinarischen Leckerbissen kam. Hier ist eine davon: Ein Köbes serviert dem Kunden ein Roggenbrötchen mit Käse. Dieser beschwert sich allerdings, er hätte nur ein halbes Brötchen bestellt. „Ävver isch wollt doch bloß ne halve han“, daraufhin schnitt der Köbes das Brötchen durch und nannte es von da an „Halver Hahn“. Ja, so sind sie, die Köbesse.
Bei schönem Wetter bietet sich der kleine Biergarten vor dem Haus an. Dieser liegt zwar direkt an der Straße, ist aber trotzdem einigermaßen ruhig gelegen.

Nachdem wir uns gestärkt haben, setzen wir unsere Tour fort. Aus dem Brauhaus kommend gehen wir rechts die Straße hinunter und biegen wieder rechts ab in den Filzengraben. Hier führten früher die Filzer ihr Handwerk aus und nutzten den hier entlang laufenden Bach für ihre Filzerzeugnisse, wie z.B. Hüte. Wenige Meter danach gehen wir links in die Straße an Lyskirchen und erreichen unser nächstes Ziel, die Kirche St. Maria Lyskirchen. Sie ist die kleinste der zwölf großen romanischen Basiliken, entstand etwa um 1220. Besonders schön sind die Gewölbefresken über dem Eingang. Diese wurden ab 1879 wieder freigelegt und sind größtenteils erhalten geblieben. Die Kirche hat auch den Beinamen „Schifferkirche“, weil hier die spätgotische Schiffermadonna verehrt wird. Dies ist kein Wunder, bedenkt man die unmittelbare Nähe zum Rhein. Außerdem befand sich hier am Rhein die Holzwerft. Bau -und Brennholz wurde hier entladen und gehandelt. Daran erinnert der Name des benachbarten Platzes, der Holzmarkt. Aber zurück zur Kirche. Bei genauer Betrachtung stellen wir fest, dass diese Kirche nur einen Turm hat. Der geplante linke Turm hat nur zwei Geschosse und da Lyskirchen immer nur Pfarrkirche war und deshalb zu wenig Geld zur Verfügung stand, wurde er nie fertig gestellt. An der Westfassade sind einige Hochwassermarkierungen zu erkennen. So z.B. eine Markierung aus dem Jahre 1784, als Köln von einem schlimmen Hochwasser mit Eisgang heimgesucht wurde. Neben der Kirche geht es einige Treppenstufen hoch und wir befinden uns auf dem ehemaligen Kirchhof. Er ist heute eine kleine Grünanlage im Schatten der Kirche. Hier fehlt jetzt nur noch eine hübsche Bank, um diese feine Anlage in Ruhe genießen zu können.

Verlassen wir nun die Grünanlage und überqueren die Große Witschgasse. Übrigens der älteste nachgewiesene Straßenname in Köln. Bereits 948 wurde die Witschgasse urkundlich erwähnt, vermutlich benannt nach einem Grundstückseigentümer Namens Wizechinus.
Wir stehen nun direkt vor dem Schaufenster der historischen Senfmühle. An manchen Tagen steigt einem der Senfgeruch auch bereits in die Nase. Die historische Kölner Senfmühle ist über 200 Jahre alt und damit eine der ältesten in Europa. Sie wurde 2009 wieder in Betrieb genommen. Hier können wir die altertümliche Herstellungsweise in seiner vollen Bandbreite bewundern. Pro Tag werden etwa 360 kg feinster Gourmetsenf in neun verschiedenen Geschmacksrichtungen von süß über mittelscharf bis scharf hergestellt. Hierzu werden alte Rezepte aus dem 15. Jahrhundert und aus dem Jahr 1820 verwendet, wie es dem Baujahr der Senfmühle entspricht.

Nehmt Euch ein wenig Zeit und nutzt die Gelegenheit, dem Senfmüller bei seiner Arbeit über die Schulter zu schauen. Mehrere Führungen täglich geben dazu reichlich Gelegenheit. Und natürlich muss man den Senf auch probiert haben, denn er ist von höchster Stelle prämiert worden. Hier wird Klasse statt Masse geboten. In vielen Kölner Metzgereien und Gasthäusern wird dieser Senf verköstigt, auch im Roten Ochsen. Nach diesem kulinarischen Highlight käme jetzt eine kleine Erfrischung in einem schönen Biergarten gerade richtig. Und dä, wie der Kölsche sagt, brauchen wir nur die vor uns liegende Straße zu überqueren und stehen direkt vor dem Malakoffturm mit Biergarten. Mutter Colonia meint es heute sehr gut mit uns. Also einen schönen Platz gesucht. Die meisten Plätze bieten eine schöne Sicht auf den Rhein.

Seit 2005 befindet sich dieser schön gelegene Biergarten mit 200 Sitzplätzen auf der Hafenterrasse und lädt bei schönem Wetter zu einem süffigen Sion Kölsch ein. Essen wird nicht angeboten, aber direkt vor dem Biergarten befindet sich eine Imbissbude. Wir dürfen das Essen mit in den Biergarten nehmen. Ein Schild vor dem Biergarten weist sogar extra darauf hin, dass nach einer Biergartenverordnung König Ludwigs aus dem 19. Jahrhundert mitgebrachte Speisen im Biergarten verzehrt werden dürfen. So mag es der Kölsche. Also genießen wir die Zeit und betrachten uns den Malakoffturm schon einmal in Ruhe und erfahren etwas über seine Geschichte.

Als im Jahre 1848 die rheinseitige Stadtbefestigung ausgebaut wurde, entstand vor der südlichen Altstadt ein neuer Sicherheitshafen. Um diesen zu schützen, wurde im Jahre 1855 der Malakoffturm als Geschützturm gebaut. Die Anlage lag damals noch an der Nordspitze der „Rheinau“. Seinen für uns etwas seltsamen Namen hat der Turm von der Eroberung des Fort Malakow in Sewastopol durch französische Truppen im Jahre 1855. Durch die Berichterstattung während des Krimkrieges wurde der Name Malakoff mit Stärke, Größe und Belastbarkeit in Verbindung gebracht.
Nachdem diese Verteidigungseinrichtung später nicht mehr gebraucht wurde und das Areal zum Rheinauhafen umgestaltet wurde, entstand ein neues Hafenbecken und der Turm wechselte die Seite und steht jetzt auf der Stadtseite. Im Jahre 1880 wurde dann eine hydraulische Druckwasserpumpe in den Turm eingebaut, um das Bewegen der nebenan liegenden Drehbrücke zu ermöglichen. Diese befindet sich direkt neben dem Biergarten und deshalb schauen wir sie uns jetzt an. Übrigens ist sie Kölns älteste Brücke, die über Rheinwasser führt.

Die Drehbrücke am Malakoffturm wurde 1888 gebaut, um einen weiteren Zugang zum Rheinauhafen zu schaffen. Als Antriebstechnik war die damals sich entwickelnde Elektrizität zu schwach und die Dampfkraft zu unattraktiv und aufwendig. Deshalb entschied man sich damals für Druckwasser. Dieser Druck wird in der Pumpstation erzeugt, die im Malakoffturm untergebracht ist. Mittels unterirdischer Rohre ist die Pumpstation mit den Bewegungseinheiten der Brücke verbunden. Zu festen Zeiten wird die Brücke für den Schiffsverkehr gedreht. Wer Gelegenheit hat, sich das anzusehen, sollte es machen. Es lohnt sich.

Direkt rechts neben der Brücke sehen wir uns noch ein Denkmal an, den Tauzieher. Diese Skulptur aus Muschelkalk wurde im Rheinauhafen 1911 aufgestellt. Man hat sie dann 1980 unter Denkmalschutz gestellt. Sie hat eine Höhe von etwa 6,50 Meter, wobei der Sockel etwas mehr als die Hälfte davon einnimmt. In Köln übrigens eine der ganz seltenen Figuren, die einen körperlich arbeitenden Menschen zeigen. Nun spazieren wir über die Drehbrücke. Direkt vor uns liegt das Schokoladenmuseum.

Wir biegen aber nach rechts ab in das Gebiet des Rheinauhafens und schauen uns ein wenig um. Wir gehen auf die ersten Häuser zu und kommen automatisch auf die Straße Im Zollhafen. Direkt als erstes haben wir auf der linken Seite das Sport- und Olympiamuseum. Kurz danach lohnt es sich immer wieder, mal ein paar Meter Richtung Rhein zu gehen, da hier einige sehr schön restaurierte Kräne stehen, die erahnen lassen, dass es hier früher ein wenig robuster zuging.
Hier auf dem Rhein gab es früher eine kleine vorgelagerte Insel, eine Werth. Diese war wirklich klein und wurde deshalb nur das Werthchen genannt. Die Insel erstreckte sich etwa vom Bayenturm, den wir gleich noch sehen werden, bis kurz vor St. Maria Lyskirchen. Im 13. Jahrhundert taucht die Insel in Aufzeichnungen erstmals auf, damals als Hinrichtungsstätte. Später wurde sie von Fischern und Schiffsbauern genutzt, im 19. Jahrhundert dann in einen Park umgewandelt. Wir gehen gemütlich weiter und lassen den Rheinauhafen auf uns wirken. Nach einiger Zeit taucht rechts ein imposanter Turm auf, der Bayenturm.

Der Bayenturm ist ein mittelalterlicher Wehrturm, der um 1220 als Teil der acht Kilometer langen Stadtbefestigung entstand. Er war der südliche Eckturm der Stadtmauer, die Köln 700 Jahre lang umschloss. Mit seinen 35 Metern Höhe und 2,50 Meter dicken Mauern ist er schon sehr imposant anzuschauen. Ebenfalls konnte von hier aus der „Treidelbetrieb“ (das Ziehen der Kähne stromaufwärts durch Pferde) überwacht werden. Dem Turm vorgelagert war eine Schleuse, durch die der Graben vor der Stadtmauer geflutet wurde. Während des zweiten Weltkrieges wurde der Turm erheblich beschädigt und fristete lange Zeit sein Dasein als Ruine. Erst 1987 wurde er wieder aufgebaut, eigentlich unglaublich. Heute ist er Sitz der von Alice Schwarzer initiierten gemeinnützigen Stiftung „Frauen Media Turm“. Im Turm befindet sich auch ihr Büro und die Redaktion der Zeitschrift „Emma“. Eine alte Kölner Weisheit sagt „Wer den Turm hat, hat die Macht“. Ein prima Streitthema für gesellige Runden in unseren schönen Brauhäusern, finde ich. Stimmung garantiert.

Wir verlassen jetzt den Rheinauhafen und überqueren die B 51. Bayenthal war übrigens der erste Stadtteil, der mit einer Pferdebahn an die Innenstadt angeschlossen wurde.
Aber zurück zu unserer Tour. Wir biegen in den Ubierring ein. Wenn wir uns die Namen der hier beginnenden Ringstraßen genauer ansehen, stellen wir fest, dass diese nach den Herrschergeschlechtern benannt sind. Beginnend mit den Ubiern, dann den Sachsen, Karolingern, Saliern und den Preußen. Wir folgen nun dem Straßenverlauf, bis wir die Ubierschänke erreichen.
Die wohl traditionsreichste Kneipe in der Südstadt, urig und typisch kölsch. Und da in urigen Kneipen immer alles etwas anders ist, gibt es hier auch ein eigenes Bier, nämlich Böll Bier. Benannt wurde das Bier nach dem Szenewirt Clemens Böll, der nur wenige Schritte von hier das “Chlodwig Eck“ betrieben hat. Neben Kölsch könnt ihr hier je nach Saison auch Maibock, Helles oder den Roten Bengel trinken. Diese Biere werden in der Sünner Brauerei im Lohnbrauverfahren unter Aufsicht nach eigener Rezeptur gebraut. Da es in kleinen Brauchargen hergestellt wird, kann auf groß industrielle Stabilisierungsmethoden verzichtet werden und wir bekommen ein absolut natürliches Bier. Auch Konzerte finden hier regelmäßig statt.

So, nach einer Erfrischung in der Ubierschänke gehen wir jetzt den Ubierring einige Meter zurück, bis es links in die Straße “An der Bottmühle” abgeht. Dieser folgen wir bis an ihr Ende. Nun liegt links die Bottmühle.

Die Bottmühle liegt zwischen Bayenturm und Severinstorburg, war aber kein Teil der mittelalterlichen Stadtmauer. Etwa 1552 wurde hinter der Stadtmauer eine „Bott“ (Wallplattform) angelegt. Eigentlich war geplant, hier eine Geschützstellung einzurichten. Gebaut wurde später eine Bockwindmühle. Um 1678 wurde diese durch eine steinerne Turmwindmühle ersetzt. Sie war lange in Privatbesitz und gehört erst seit 1921 der Stadt Köln. Seit 1970 ist sie der Sitz der „Sozialistischen Jugend der Falken“.

Wir überqueren nun die Straße und gehen jetzt die Karl-Korn-Straße hinunter. Nach einer Weile kommen wir automatisch zu unserem letzten Ziel des Spaziergangs, dem Trude-Herr-Park.
Dieser Park ist der beliebten und unvergessenen kölschen Volksschauspielerin gewidmet. Lange Zeit hatte Trude Herr ein eigenes Theater mitten in der Südstadt. Mit ihrem Talent für komische Auftritte sorgte sie auf der Bühne für ausgelassene Stimmung. So flog sie auch schon mal als komischer Engel über die Bühne. Musikalisch hatte sie mit dem Lied “Ich will keine Schokolade” einen Riesenhit. Von ihrer ernsten Seite zeigte sie sich mit dem Hit “Niemals geht man so ganz”, den sie mit Tommy Engel und Wolfgang Niedecken sang. In über 30 Filmen spielte sie ebenfalls mit, so z.B. als Fahrlehrerin an der Seite des ebenfalls unvergessenen Heinz Erhardt.
Nach dem Abriss der Schokoladenfabrik Stollwerk wurde dieser Park mit Grünflächen und Skulpturen angelegt. Direkt am Rand des Parks steht das Bürgerhaus Stollwerk. Bei schönem Wetter lohnt es sich, ein wenig im Biergarten Platz zu nehmen und die Ruhe zu genießen. Immerhin sind wir gerade mal 2000 Meter vom Dom und der hektischen Betriebsamkeit dort entfernt.

Wenn wir rechts am Bürgerhaus vorbei gehen, erreichen wir wieder die B 51. Diese überqueren wir, wenden uns nach links und gehen am Rhein entlang zurück zu unserem Ausgangsort, den wir nach kaum fünf Minuten auf der linken Seite erblicken.

(Wir bedanken uns bei https://koelschgaenger.net/koelschgaenger-spaziergaenge/)