Schnell, aktuell und lokal – so kennt Ihr die Kölner Stadtteilliebe. Auf facebook laufen die Informationen noch ein wenig schneller, da dort ein großes Netzwerk aktiv ist. Gerade in der jetzigen Situation ist es wichtig für alle, sich auszutauschen und zu wissen, was geht. Wer liefert was? Wo bekomme ich was? Wie komme ich an das Menü aus meinem Lieblingsrestaurant? Wie sind die Öffnungszeiten? Bei uns auf facebook natürlich unter gleichem Namen „Kölner Stadtteilliebe“ sind Unmengen an Informationen zu finden. Was eben noch ganz oben stand, kann in wenigen Minuten nach unten wandern, weil sich die Nachrichten oft überschlagen. Hier werden die unterschiedlichsten Dinge ausgetauscht und viele Bildnachrichten und News als Kurzfilm sind zu finden. Auf facebook kann sich jeder beteiligen. Gleich ob er schweigend etwas lesen möchte oder aktiv kommunizieren und diskutieren will. “Unter uns“ sind wir auf facebook , überall sichtbar und dort einer der beliebtesten Gruppen bzw. Seiten, denn beides haben wir. Kurze, knackige Informationen – ständig aktualisiert. Wenn Ihr mehr wissen wollt, besucht uns einmal dort, Ihr werdet begeistert sein, was in unserem Stadtgebiet so alles passiert. Hier findet Ihr alle Infos, die Ihr braucht. Ob Termine, Adressen, Tipps, Aktuelles, Klatsch- und Tratsch, Männer, Frauen, Familien und vieles mehr in aller Ausführlichkeit. Wir freuen uns auf Euch – wo auch immer wir uns treffen! 

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Interessengemeinschaft setzt sich für würdige Bestattung obdachloser Menschen ein

„Wer im Leben keine Spuren hinterlassen hat, muss nicht spurlos von der Erde verschwinden.“

Mit diesem Motiv schlossen sich 1997 Vertreter der katholischen und evangelischen Kirchen Kölns sowie der Hilfsorganisationen für wohnungslose Menschen zusammen. Seither kämpft die Initiative erfolgreich gegen eine Entsorgungsmentalität und die anonyme Beisetzung ohne den ausdrücklichen Willen des Verstorbenen zu Lebzeiten. Die engagierten Menschen erwarben mit Hilfe von Spendengeldern ein erstes Gräberfeld.

Mittlerweile sind annähernd 300 obdachlose Menschen in den Grabstätten beigesetzt worden. Blumen, Kerzen, kleine Gegenstände an den Gräbern zeigen, dass die Verstorbenen auch bei ihren Freunden nicht vergessen sind.

Schon vor Jahren zeichnete sich ab, dass es eines neuen Grabfeldes bedarf, zu Beginn 2019 ist es nun soweit. Ein imposantes Kreuz ist Wahrzeichen und Zentrum der neuen Grabstelle, dort fanden bis 1974 die Ordensschwestern der „Cellitinnen nach der Regel des heiligen Augustinus“ ihre letzte Ruhe – Schwestern, die im „Severinsklösterchen“, dem Krankenhaus der Augustinerinnen, gelebt und gearbeitet haben. 1974 war die letzte von insgesamt 105 Bestattungen. Seither war die Grabstätte mit dem eindrucksvollen Kreuz eine „Anbetungsstätte“. Bestattet werden die verstorbenen Ordensschwestern inzwischen in Zülpich-Hoven.

Der Weg zur neuen Obdachlosengrabstätte war nicht einfach. Mit Unterstützung des Anliegen durch die Friedhofsverwaltung, das Engagement der Bodendenkmalpflege und des Amtsleiters des Grünflächenamtes Herrn Kaune kam die Zusage der Nutzung durch die Initiative.

Damit die Restaurierung des großen Kreuzes in Angriff genommen werden und auch die dringend erforderliche erneute stabile Einbetonierung. Die aufwendige und kostenintensive Maßnahme wurde dankenswerterweise von der Stadt finanziert Überprüft wurde bei dieser Gelegenheit auch der Zustand der bisherigen Grabstätte mit der Frage, ob es noch Überreste der vormaligen Bestattungen gibt. „ Sie sind im wahrsten Wortsinn zu Erde, zu Staub geworden“ sagt Bestatter Thomas Kremer, Mitglied und Initiator der Initiative für würdige Bestattung obdachloser Menschen.

Die Steinmetzfirma Walk – schon immer der Obdachlosenbestattung verbunden – hat sich der Reinigung und Restaurierung des Kreuzes angenommen.

Nachdem das erste Feld belegt war, wurde das zweite direkt daneben im Jahr 2005 eröffnet. Die Interessen- gemeinschaft ließ dort eine Stele errichten mit der Inschrift „Ich habe dich bei deinem Namen gerufen…“, daneben eine Kerzenbank. Seit 2008 gibt es ein drittes Feld direkt gegenüber den beiden ersten.

Zur Interessengemeinschaft gehören:

Schwester Christina – Obdachlosenseelsorge / Johannes Krautkrämer, Pfr.i.R., Johannes Quirl, Pfarrer und Ingrid Rasch – Katholische Kirchengemeinde St. Severin / Hans Mörtter, Pfarrer – Evangelische Gemeinde Köln Lutherkirche / Thomas Sökefeld – Johanneshaus / Thomas Kremer – Bestatter

Am 7. Mai 2019 wurde das neue Gräberfeld eingeweiht – viele Verantwortliche aus Politk,Geselleschaft und Kirche waren der Einladung ebenso gefolgt wie Mitglieder der Pfarrgemeinde und obdachlose Menschen. Nach der Begrüßung durch Pfarrer Johannes Quirl und einer Information zur Geschichte durch Thomas Kremer segnete Obdachlosenseelsorger Bruder Markus das Gräberfel und alle, die gekommen waren.

Interessengemeinschaft

Bestattung obdachloser Menschen
Im Ferkulum 29
50678 Köln
Tel 0221 / 93 18 420

Spendenkonto:

Obdachlosengrab

Katholische Kirchengemeinde St. Severin

Kt.Nr.

IBAN: DE31 3706 0193 0014 7540 40

BIC: GENODED1Pax
Stichwort Obdachlosengrab

(Text:Katholische Kirchengemeinde St. Severin Köln)

Heute wollen wir eine Tour vom Rhein aus quer durch einige Parks machen, bevor wir dann später in Richtung City abbiegen. Wir besuchen am Rhein die berühmte „Tatort-Wurstbude“, spazieren durch den Friedenspark und haben die Gelegenheit, uns die Südstadt ein wenig anzusehen.Der Volksgarten spielt im Freizeitbereich eine große Rolle und nachdem wir ihn besucht haben und vielleicht sogar eine kleine Pause im sehr gelungenen Biergarten eingelegt haben (leider ist dieser momentan natürlich geschlossen, aber der nächste Sommer kommt bestimmt) verstehen wir auch, warum dieser Park so beliebt ist.

Danach wird es Zeit für die Kultur. Beginnen wir mit der Kirche St. Panthaleon, einer früheren Benediktinerabtei.
Von hier aus geht es ein Stückchen weiter in Richtung Innenstadt zur Kirche St. Maria im Kapitol. Wir schauen uns diese sehr schöne Basilika und das Dreikönigenpförtchen an.

Nach dem Besuch dieser beiden wunderbaren Kirchen wird es Zeit, sich noch einmal einem anderen Kölner Kulturgut zu widmen, dem Kölsch. Also spazieren wir ein kleines Stückchen in Richtung Rhein und Altstadt und besuchen die Malzmühle, ein altes traditionelles Brauhaus. Hier lassen wir unseren Spaziergang gemütlich ausklingen.

Unsere Tour beginnt heute an der Südbrücke, oder wegen der besseren Aussicht, auf der Südbrücke.
Seit 1910 rollen Züge über die 536 Meter lange und etwa 10 Meter breite Südbrücke. Im 2. Weltkrieg wurde sie zerstört und 1950 wieder aufgebaut. Leider nicht original, denn die beiden Westtürme waren etwa doppelt so hoch. Wenn wir uns umschauen, sehen wir auf der anderen Rheinseite die Poller Wiesen.
Durch die unmittelbare Nähe des Rheins war das Fischerdorf Poll früher natürlich vom Fischfang geprägt, besonders der Maifisch war hier im Frühjahr eine wichtige Einnahmequelle. Desweiteren waren die Wiesen für die Viehhaltung ebenfalls ein Segen. Heute wird dieses Areal eher für die Freizeitgestaltung genutzt. Von joggen, Hundeauslauf, grillen, Drachensteigen und vielen anderen Sachen ist für jeden etwas dabei.
Auf unserer Rheinseite schauen wir auf den Rheinauhafen mit seinen Kranhäusern und dem „Siebengebirge“. Direkt neben der Brücke sehen wir den Skaterpark und die „Tatort- Wurstbude“ (saisonabhängig). Sie ist jetzt unser Ziel und in wenigen Schritten erreicht.

Bereits seit 1997 wird in Köln ermittelt und seit vielen Folgen ist auch die Wurstbraterei dabei. Aber wie so häufig im Fernsehen ist nicht alles so, wie es scheint. Im Tatort steht die Bude immer auf der „Schäl Sick“, damit der Dom mit im Bild ist. Ansonsten finden wir sie am Ende des Rheinauhafens. Die alte Wurstbude hat übrigens schon mehr als sechzig Jahre auf dem Buckel. Eine Zeitlang stand sie am Malakoffturm, musste dort aber aus Denkmalschutzgründen weichen. Wenn ich mir dann die jetzige Bude am Malakoffturm ansehe, frage ich mich wirklich, was die Herren im Rathaus sich da eigentlich gedacht haben. Geöffnet hat die Wurstbude von Ostern bis Oktober.

Wir wollen aber nun in den Friedenspark, den wir von hier schon sehen können, denn das Fort I. mit dem Adler auf dem Dach ist gut sichtbar. Also überqueren wir die Straße und laufen direkt auf den Friedenspark zu.
Der Friedenspark hieß früher Hindenburgpark, hat eine Größe von knapp 5 Hektar und gehört für mich zu den interessantesten Parks in Köln. Was natürlich zu einem großen Teil am wunderschön integrierten Fort liegt. Neben einem Bauspielplatz für die Kinder gibt es hier einen kleinen Rosen-, einen Stauden-, sowie den Schattengarten. Leider wurde die Pflege in den letzten Jahren ein wenig vernachlässigt. Zu sehen ist außerdem eine Wandskulptur und eine kleine John Lennon „Gedenkstätte“.

Wir verlassen den Friedenspark und gehen die Titusstraße entlang. Rechts sehen wir den Römerpark, eine kleine Parkanlage von ca. 2 Hektar mit einem schönen Spielplatz als Mittelpunkt. Angelegt wurde er um 1895, denn zu dieser Zeit wurde das Werthchen auf der Rheinauinsel versandet und der Römerpark sollte als Ersatz dienen. Da ihm ein aufgeschütteter dreieckiger Baublock zugrunde liegt, ist der Park in Form eines Dreiecks angelegt. Nun laufen wir auf einen kleinen Kreisverkehr zu. Die Kölner haben diesen „Eierplätzchen“ getauft. Wir biegen auf die Rolandstraße ab und folgen ihr. Nach einer Weile geht sie in die Volksgartenstraße über und wir erreichen den selbigen.

Bereits seit 1890 existiert der etwa 15 Hektar große Volksgarten und ist damit einer der ältesten Parkanlagen Kölns, entstanden auf dem Gelände des ehemaligen Fort IV. Dieses Fort wurde in der Zeit von 1816-1825 erbaut. Am Rand des Volksgartens und direkt in Nachbarschaft zu den letzten Resten dieses Forts liegt ein kleiner, aber wunderschöner Rosengarten. Dazu gibt es im Park einen Weiher mit Tretbootverleih. Mitten in diesem Weiher schießt eine Wasserfontäne rund 15 Meter in die Höhe. Seit den 1980er Jahren wird der Park als Liegewiese und Grillplatz genutzt. Bei schönem Wetter besuchen täglich bis zu 10.000 Menschen den Volksgarten.
Mitten im Garten, wunderschön neben dem kleinen See gelegen, befindet sich der Heller‘s Biergarten mit rund 600 Sitzplätzen. Kein Straßenlärm stört, herrlich. Ausgeschenkt wird süffiges Heller‘s. Nebenan kann man Böötchen fahren. Am Südende des Parks fällt ein kleines rotes Holzhaus ins Auge. Hier handelt es sich um „Haus Gotland“, ein Geschenk des schwedischen Staates an die Stadt Köln nach dem Krieg, um hier einen Kindergarten einzurichten.

Wir verlassen nun den Volksgarten und gehen nach rechts in Richtung Eifelplatz und überqueren ihn. Folgen dann weiter der Eifelstraße, die nach einer Weile in die Waisenhausgasse übergeht. Dieser folgen wir, bis es links in die Straße am Panthaleonsberg geht. Wir biegen hier ab und erreichen St. Panthaleon.

St. Panthaleon war früher eine Benediktinerabtei, die 972 von Erzbischof Bruno zum Andenken an Panthaleon eingerichtet wurde. Der Legende nach war dieser der Leibarzt des römischen Kaisers Maximilian. Panthaleon war Christ und wurde dabei belauscht, wie er versuchte, seine Frau zum Christentum zu bekehren. Er wurde verraten und als Märtyrer hingerichtet. In der Krypta befindet sich sein Grab.

St. Panthaleon galt als sehr wohlhabend und hatte zahlreiche Güter im ganzen Rheinland. Dadurch war sie eine der reichsten Kirchen in Köln. Der wichtigste Produktionszweig war der Weinanbau. Da er sehr sauer war, bekam er schon mal Namen wie „Kirchweg Schattenseite“.

Wir gehen nun wieder ein Stück zurück bis zur Waisenhausgasse, der wir jetzt weiter folgen. Im Jahre 1800 wurde in dieser Straße ein Waisenhaus errichtet, deshalb der Name. Nach dem Überqueren der B 55 folgen wir der Straße Blaubach, biegen später links in die Straße Hohe Pforte ein und kurz danach rechts zum Marienplatz. Links sehen wir bereits die Kirche St. Maria im Kapitol, unser nächstes Ziel.

Etwa um 1065 wurde diese dreischiffige Basilika erbaut. Auffällig ist das dominante Mittelschiff, welches von eher schmalen Seitenschiffen unterstützt wird. Am auffälligsten aber ist zweifellos das kleeblattförmige Chorhaupt. Man kann sicher behaupten, dass die Bauherren von St. Aposteln und auch von Groß St. Martin hier inspiriert wurden. Aber lasst uns noch in den Hinterhof der Kirche gehen, denn hier sehen wir dann das Dreikönigenpförtchen und die Skulptur „Die Trauernde“.

Durch das Dreikönigenpförtchen sind der Legende nach die Gebeine der Heiligen Drei Könige gebracht worden. Am Torbogen sehen wir eine Darstellung der Heiligen aus dem Morgenland. Gehen wir nun durch das Tor und betreten den Lichhof, was soviel wie Leichhof, also Friedhof bedeutet. Hier im Lichhof steht eine Statue. Sie stellt „die Trauernde“ dar und erinnert an die Toten des zweiten Weltkrieges.

Spazieren wir nun wenige Meter den Lichhof entlang, biegen links in die Straße im Malzbüchel ein und erreichen unser letztes Ziel für heute, das Brauhaus zur Malzmühle.

Es gibt in Köln ja leider nur noch zwei traditionelle Hausbrauereien, das Päffgen in der Friesenstraße und eben die Malzmühle. Früher stand an der Kreuzung Malzbüchel und Mühlenbach eine Malzmühle. Daher der Name des Brauhauses. Wie dieser es ja bereits erahnen lässt, schmeckt das hauseigene Mühlen- Kölsch etwas malziger und kommt farblich ein wenig dunkler daher. Aber es ist ein Genuss, keine Frage. Mittlerweile gibt es dieses schöne Brauhaus bereits über 150 Jahre und es ist eine der letzten Brauereien, die wirklich noch an ihrem Ursprungsort produziert. Im Brauhaus selbst wird Tradition großgeschrieben. So ist der „Beichtstuhl“, oder auch „Thekenschaf“ genannt, immer noch in Betrieb, was leider selbst in einer Stadt wie Köln sehr selten geworden ist. Die Köbesse sind freundlich und haben immer einen Spruch auf den Lippen. Auf die Frage: „Was habt ihr denn für Knödel ?“ bekommt man schon mal die Antwort „runde“. So sind sie, die kölschen Köbesse. Hier wollen wir unsere Tour für heute auch beenden. Wir bleiben lieber noch ein wenig sitzen und genießen das eine oder andere süffige Mühlen-Kölsch.

Wir bedanken uns bei den https://koelschgaenger.net/koelschgaenger-spaziergaenge/

 

Kölle hät su mänch e Wohrzeiche. Der Dom geiht jo zo aller eesch vüraan. Dä es jo weltbekannt. Dann han mer der Rodhuusturm, dä als Zeiche för de Maach un der Richdum vun de kölsche Bürger opgestallt woodt. Die Kirchtürm, die esu vill sin, dat se uns der Rof engebraht han, de helligste Stadt nördlich vun de Alpe zo sin, et hellige Kölle, gehüre för mich dobei. Un dann kann mer hügg Baute wie et „Henkelmännche“ ov och der Colonius dobei dun. För de FC-Fans secher och et schönste Stadion vun der Welt, dat hee steiht.

Un dann es do noch dä Turm, dä lange Zigg e stolz Symbol för uns Freiheit wor un e bessche jet vergesse weed, der Bayeturm ov hüggzedags der „FrauenMediaTurm“. Un dat kom esu:

Dä Turm weed av 1217 gebaut. Nor, wie dä Turm irgendwann noh 1220 fäädig es, es do nit nor ene Turm. Et es en Burg. Hügg steiht do nor noch der Turm un op der Wesssigg schlüüß sich noch en klein Pooz met enem Stück Muur aan. Et es en mächtig Zwingburg, die em Oste met Hölp vun enem „Ark“, enem Boge, bes en der Rhing eren gebaut weed un esu de staatse Stadtmuur em Südoste avschlüüß. Dä Ark es üvvrigens och nit lang do. Hä steiht esu ungeläge en der Strömung vum Rhing, dat se in em 15. Johrhundert widder avrieße.

No es et en Kölle us Tradition esu, dat mer Öschel mem Ääzbischoff han. An dä Stell jetz genau ze beschrieve, woröm dismol, wör e bessche vill. Dovun schrieve ich leever ene eige Beidrag. Ävver su vill: em Johr 1261 kütt der Ääzbischoff Engelbäät vun Falkeburg en et Amp un ald em Fröhjohr 1262 steiht hä met singe Truppe, enem ganze Heer, vür der Stadt un nimmp der Kunibäätsturm em Norde un der Bayeturm em Süde en. Die zwei strategische Positione recke, öm de Stadt en der Gewalt ze han un zo erpresse. Nüsele well dä Schudderhot han un dat nit ze knapp. De Kölsche üvverläge, wat se dun künne un verstonn, dat se kämfe müsse, wann se nit för Johre ov Johrzehnte bleche wolle.

Alsu nemme se sich de Waffe und griefe de eige Festunge aan. Die em Norde, der Kunbäätsturm, fällt zoeesch. Die em Süde, der Bayeturm, es ävver nit esu leich ze krige. De Truppe vum Ääzbischoff sin zih un wehre sich lang. Et gitt e Blodbadd. Ävver am Engk brich der Widderstand un de Kölsche störme met däm Rof „Kölle vüraan“ ov „Kölle üvver alles“ – „Kölle Alaaf“ dä Turm. Et es ene große Seeg. Zwor es et nit et Engk vum Konflik, dä bes en de Schlaach vun Worringe föht, ävver ene wichtige Etappeseeg. Dodurch weed der Bayeturm mem kölsche Stadtwappe drop för lange Zigg e wichtig Zeiche för de Freiheit vun der Stadt.

Genotz han se dat Symbol för Freiheit ävver ihter, för Krade de Freiheit ze nemme. Dä Turm weed en Blech. Em Ungergeschoss sin de Zelle, dodrüvver de Zemmere vun de Waachlück. Intressant es dobei, dat mer nit einfach do „gefange“ es. Enä! De Ensasse müsse der Luhn för de Waachlück berappe… Wat genau se dun müsse, öm de Moppe ze verdeene, kann ich nit sage, ävver gewetzte Texte weede se nit geschrevve han.

Em Dressigjöhrige Kreeg weed die Festung dann noch wigger usgebaut. Mer sperre domet zo dä Zigg der Kreeg us un de Freiheit en. Ävver dat met Erfolg. Düx brennt un en Kölle driev mer wigger Handel met Krom, dä mer för ene richtige Kreeg esu bruch.

Der Zweite Weltkreeg es ävver zo vill för dä Turm. Usgebomb bliev nor noch et Fundament stonn un et doot bes en de 80’er Johre bes hä widder opgestallt weed. Et ging ens widder bloß öm de Moppe. Un wie der Rod hürt, dat et Alice Schwarzer, de Plog vun minger Lällbeckezigg, dat secher och dä ein ov andere Kääl em Rodhus getriez hät, do e feministisch Archiv ungebränge well, es die Entscheidung noch ens vertrackter. Ävver mer kenne jo et Alice. Et setz sich durch. Un zick 1994 kämf et hee för de Freiheit vun de Fraulück un es et der Baas vum „FrauenMediaTurm“.

Un ihrlich? Dat es god esu. Literatur üvver Fraue ze finge, die jo nie en der eeschte Reih vun de Böcher stonn, die sich met der Historie vun Kölle beschäftige, es nit esu leich. Hee fingk mer zemlich alles üvver de Fraulück, och vun Kölle.

Mechel

Für diesen Artikel habe ich mich der Informationen der Hausseite des FrauenMediaTurms bedient: https://frauenmediaturm.de/
und auch das Buch „Das mittelalterliche Köln“ von Carl Dietmar. J.P. Bachem Verlag, ISBN: 3-7616-1589-2 war mir eine große Hilfe.

(Wir bedanken uns für den Text und Bilder bei Michel und den www.koelschgaenger.net)

„Et Hätz vun Kölle schläät en d´r Südstadt“, sagen eingefleischte Kölsche. Also dachte ich mir, „Wahnsinn, do jommer och hin“, wie Wolfgang Niedecken, der übrigens auch aus der Südstadt kommt, schon vor langer Zeit sang. So schauen wir an der Severinstorburg vorbei und checken ins Früh im Veedel auf ein Kölsch ein. Frisch gestärkt machen wir uns dann auf zur Ulrepforte und danach zum Karl- Berbuer-Platz, wo diesem großen Sänger und Komponisten ein Brunnen gewidmet wurde.

Nun schauen wir uns zwei Kirchen an. Erst St. Gregorius im Elend und danach St. Severin. Ein Stückchen weiter die Severinstraße hinunter machen wir nochmal eine kleine Kölsch– Pause, diesmal im alten Brauhaus. Das war die Südstadttour im Überblick und ich finde, schön ist sie, wirklich schön.

Wir starten unsere Tour an der Severinstorburg. Die am Chlodwigplatz gelegene Torburg hat ihren Namen von der Pfarrei St. Severinus. Das Severinstor oder „Vringspooz”, wie sie auf Kölsch genannt wird, ist eine der Stadttorburgen der mittelalterlichen Stadtmauer.
Im 13. Jahrhundert errichtet, diente sie der Verteidigung des Toreingangs, und war gleichzeitig ein wichtiger Standpunkt zur Sicherung einiger Klöster und der Straße in Richtung Bonn. Nachdem 1881 die Stadtmauer eingerissen wurde, verlor die Torburg ihre Funktion und beherbergte lange Zeit verschiedene Museen. Heute kann man sich in der Torburg trauen lassen und verschiedene Räumlichkeiten können für private Feiern gemietet werden. Traditionell wird hier jedes Jahr die Geschichte von Jan und Jriet aufgeführt.

Das „Früh im Veedel“ ist direkt daneben, mitten im Herzen der Südstadt und eine der ältesten Gaststätten Kölns. Früher war hier eine Brennerei beheimatet, wie man an der Fassade immer noch erkennen kann. Seit 1979 wird hier Früh-Kölsch gezapft. Im „Invalidendom“, wie er bei Insidern heißt, kann man immer noch die historische Destille bewundern, die hier früher im Einsatz war. Das Essen ist typisch Kölsch und das urige Flair lädt zum Verweilen ein.

Von hier aus sind es gerade einmal 500 Meter bis zur Ulrepforte. Also los geht es. Wir gehen noch einmal an der Severinstorburg vorbei und kommen automatisch auf den Karthäuserwall. Nun geht es nur noch geradeaus und wir laufen direkt auf unser Ziel zu. Die „Ülepooz“, wie der Kölner sagt, hatte keine große Bedeutung für den Verkehr und war deshalb das kleinste der Stadttore. Auch dieses Tor wurde im 13. Jahrhundert während des Baus der mittelalterlichen Stadtmauer errichtet. Mit einer Breite von vier Metern war es der schmalste Durchgang der Kölner Stadttore. Den Namen hat es von den „Ulnern“ (Töpfer), die ihr Handwerk hier ausübten. Wegen der Brandgefahr mussten sie in unbewohnte, eher bäuerliche Bereiche ausweichen.

In der Nacht zum 15. Oktober 1268 war die Ulrepforte Schauplatz einer blutigen Auseinandersetzung. Der zuvor aus Köln geflohene Erzbischof Engelbert II. von Falkenburg hatte vor, gegen die Overstolzen seine Macht zurückzuerobern. Hilfe hatte er dabei von der, ebenfalls aus der Stadt vertriebenen, Familie der „Weisen“.
Einer Sage nach wurde ein Schuster mit Namen Havenit, der direkt an der Mauer wohnte, mit 25 Mark bestochen, um einen Tunnel zu graben, durch den ein unbemerktes Eindringen in die Stadt möglich war.
Allerdings flog der Plan auf und die Eindringlinge konnten getötet, in die Flucht geschlagen oder gefangen genommen werden.
Tatsächlich wurde bei Bauarbeiten, welche die Prinzengarde in Auftrag gegeben hatte, ein nachträglich zugeschütteter Durchgang entdeckt. Ob dieser etwas mit der Schlacht an der Ulrepforte zu tun hatte, ist allerdings nicht bestätigt.

Ab 1450 wurde dieses eher unwichtige Stadttor zugemauert und der Turm zur Windmühle umgebaut… Im Gegensatz zu Wassermühlen, die im Falle einer Belagerung anfällig waren, da die Belagerer den Kölnern das Wasser abgraben konnten, waren Windmühlen sicher. Und so konnte hier die wichtige Versorgung durch Mahlen des Korns aufrechterhalten werden. Im 19. Jahrhundert wurde an der Ulrepforte immer wieder angebaut und diese verstärkt. So gab es 1900 hier sogar eine Gastwirtschaft. Nach dem Zweiten Weltkrieg haben die roten Funken die Ulrepforte gepachtet.

Von hier bis zum Karl Berbuer Platz sind es ebenfalls wieder rund 500 Meter. Dazu biegen wir ab auf die Ulrichgasse und folgen dieser. Die Ulrichgasse hat ihren Namen eigentlich von den „Ulnern“, den Töpfern. Durch Fehldeutungen wurde daraus Ulrich. An dieser Gasse wurde auch die berühmte Schlacht an der Ulrepforte ausgetragen. Wir folgen der Straße weiter, bis es leicht nach rechts zum Karl-Berbuer-Platz abgeht und wir praktisch bereits vor dem Denkmal stehen.

Der sogenannte Narrenschiffbrunnen. Der Kölner Sänger und Komponist Karl Berbuer schrieb im Laufe der Jahre über 120 Lieder, von denen einige auf etwas kuriose Art Verwendung fanden. So reiste Konrad Adenauer 1950 als Bundeskanzler zu einem Besuch nach Chicago. Da es zu dieser Zeit noch keine offizielle Hymne gab, wurde er mit dem Berbuer Lied „Heidewitzka, Herr Kapitän“ empfangen. Bei anderen offiziellen Gelegenheiten wurde auch gerne „Wir sind die Eingeborenen von Tritzonesien“ gespielt, eine kleine Anspielung auf die drei Zonen der Westmächte. Auch bei Sportlehrehrungen war es sicher ein besonderes Gefühl mit dem Tritzonesien Lied geehrt zu werden. Weitere sehr bekannte Lieder waren „Un et Arnöldche fleut“ oder das „Camping Leed“. Der Brunnen wurde 1987 errichtet und stellt Figuren seiner Lieder dar, sowie Karl Berbuer selbst.

Wir verlassen den Platz wieder und gehen auf die Severinstraße zu. Diese überqueren wir und spazieren nun automatisch auf die Kirche St. Gregorius im Elend zu.
Der Name im Elend entstand aus dem früheren Namen des Katharinengäßchens. Dieses hieß früher „Om Elend“. Die Kirche hatte eine besondere Stellung, denn auf dem Elendskirchhof wurden die heimatlosen und nicht-katholischen Leute begraben. Diese durften damals noch nicht auf einem Pfarrkirchhof beerdigt werden. Es war also der Friedhof der „akatholischen Toten“. Protestanten wurden später dann auf dem Geusenfriedhof beerdigt, wohin uns ein anderer Spaziergang führt. Die Kirche wird bis heute für katholische Gottesdienste nationaler Minderheiten genutzt, womit sie ihrer Tradition treu geblieben ist. Das Eingangsgitter stand übrigens früher am Kölner Rathaus. Außerdem ist sie die einzige private Kirche Kölns, da sie der Familie de Groote gehört. Und das schon seit 1678.

Wenn wir aus dem Haupttor treten, liegt links die Achternstraße. Der große Kölner Liedermacher Willi Ostermann hat einen sehr bekannten Song geschrieben, dessen Inhalt sich hier abgespielt haben soll. Denn hier war die Wohnung seiner Schwiegereltern und diese hießen „Palm“. Ich denke jeder Kölner kennt dieses Lied. „Kut erop! Kut erop! Kut erop! Bei Palms do es de Pief verstopp….“ und so weiter. Auf der Rückseite der Kirche liegt die Arnold-von-Siegen-Straße. Dieser Arnold von Siegen (1484 – 1569) war von 1529 – 1562 Bürgermeister von Köln und hatte damit satte 12 Amtszeiten. Als hochrangiger Ritter bescherte er der Kirche St. Johann Baptist einiges an Reichtum. Er liegt auch im südlichen Seitenschiff der Kirche begraben. Die Stadt widmete ihm auch einen Brunnen, der an ihn erinnert. Dieser hat die Form des Familienwappens.

Aber das nur am Rande. Wir haben uns nun eine Erfrischung verdient und gehen zurück auf die Severinstraße und biegen links ab. Nach wenigen Metern erreichen wir auf der rechten Straßenseite liegend “Das Alte Brauhaus”.
An diesem Ort entstand 1894 die Brauerei Reissdorf, von Heinrich Reissdorf gegründet. Nach dem 2. Weltkrieg befand sich hier die Flaschenfüllanlage. Nachdem der Platz aber zu eng wurde und in Rodenkirchen ein neues Werk entstand, wurde 2010 an alter Stelle wieder ein Brauhaus errichtet. Diese Tradition setzt das Brauhaus fort, da hier natürlich Reissdorf gezapft wird. Hier, mitten in der Südstadt und im Schatten der Severinstorburg, lässt es sich gut aushalten. Bei schönem Wetter können die Glastüren geöffnet werden. So sitzt man dann direkt an der Straße und bekommt auch noch etwas vom Leben im Veedel mit.

Nachdem wir uns gestärkt haben, wollen wir nun die letzte Station dieser Tour anlaufen. Dazu gehen wir die Severinstraße weiter hinunter und kommen nach kurzer Zeit zur Kirche St. Severin.
Sie ist die zweithöchste der romanischen Kirchen in Köln, nur Groß St. Martin ist knapp drei Meter höher. Der Name dieser Kirche prägte das ganze Veedel. Auch die Hauptstraße des Veedels, die Severinstraße ist nach ihr benannt. Zur Zeit der Römer war sie ein wichtiger Teil der Nord-Süd-Verbindung. Hier befand sie ein großes Gräberfeld. Am Rande des Feldes gab es eine kleine Kapelle, aus der im Laufe der Jahrhunderte dann St. Severin wurde. Den Namen bekam die Kirche durch den Heiligen Bischof Severin, der laut Legende durch Engelsgesang vom Tode des hl. Martin erfahren hatte. Selbst Papst Leo III. hat diese Kirche besucht.

Nach dem Besuch der Hauptkirche hier im Severinsviertel schauen wir noch beim Schokoladenmädchen vorbei. Dieses Denkmal befindet sich direkt an der Kirche.
Das Schokoladenmädchen, wie es genannt wird, hat seinen Platz in der Südstadt und in den Herzen der Menschen im Veedel. Vor dem Denkmal steht ein Blumenkübel, der regelmäßig von den Bewohnern des Veedels bepflanzt wird. Viele nennen es auch „Gerda“. So wurde das Mädchen von der Uschi Huber genannt, die ein ganzes Buch mit Fotografien herausgegeben hat. Ihr war aufgefallen, dass sich dieses Denkmal immer wieder verändert und das Schokoladenmädchen zum öffentlichen Leben auf diesem Platz dazugehört. So entstand dieses sehr schöne Buch. Wir brauchen jetzt nur ein paar Schritte weiter zu gehen und kommen wieder zum Ausgangspunkt der Tour, der Severinstorburg.

(Text: https://koelschgaenger.net/koelschgaenger-spaziergaenge/)

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