Claudia Franzen

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Wer sind Sie? Erzählen Sie uns bitte etwas über sich.

Claudia Franzen, Malerin, mit Schwerpunkten in Realismus und Abstraktion, 2015 neu hinzugekommen ist TeppichDesign. Ich lasse nach meinen Entwürfen im Mittleren Atlas Teppiche – traditionell handgeknüpft- fertigen. Marokkanische TeppichKnüpfKunst  aus reinster Wolle mit  neuen Look und stylischen Design, findet so ihre Liebhaber in Europa.

Last not least betreibe ich eine kleine Malschule, begleite  Starter oder Fortgeschrittene. Im Internet sind die Daten/ Info gelistet.

Ich bin in Köln geboren, als SandwichKind von 5 Geschwistern. In Amsterdam aufgewachsen, genieße ich den Luxus zweier Heimatstädte. Der Großteil meiner Geschwister lebt seit Jahrzehnten in unterschiedlichen Ländern, was meine ausgeprägte Reiselust noch beflügelt.

Im Kölner Süden, habe ich mir in den frühen Neunziger Jahren meine Selbstständigkeit als Künstlerin aufgebaut. Vaters Wunsch entsprechend absolvierte ich gehorsam erst einmal einen Umweg/ Ausflug  über die Naturwissenschaften. In Sürth, habe ich mir Anfang der  Neunziger Jahre meine Selbstständigkeit als Künstlerin aufgebaut.

Gestartet in einem kleinen Studio, später für 7 Jahre in die „ Alte Lederfabrik“. Mittlerweile arbeite ich schon im 11. Jahr in meinem Atelier – ganz bewußt inmitten von Geschäften –  auf der Falderstraße in Sürth. Mein Beruf und Interesse bringen mich viel in der Welt herum- aktuell seit Anfang Januar eine große Ausstellung in Brüssel, die gerade noch bis Ende April verlängert wurde. Ich er- und belebe die unterschiedlichsten Ausstellungsräume, begegne Menschen, ihren ganz persönlichen Lebensentwürfen und LebensRäumen, die ich , wenn Fortuna mir hold, bespielen darf.

Was verbindet Sie mit dem Kölner Süden?

Mein jüngster Bruder Damian lebt hier, auch die über  Jahrzehnte gewachsenen Freundschaften, geben mir die Sicherheit zuhause in der Heimat zu sein. 

Der Kölner Süden ist mit viel GRÜN gesegnet, weitläufiger Rhein- Auenlandschaft, Forstbotanischem Garten, die vielen kleinen namenlosen Parks, wie auch die unzähligen hübschen Gartenlandschaften – / Kulturen.

Der Dom bleibt und (be)grüßt in Sichtweite, die Citynähe mit vielfältigem  Kultur- und LifeStyle- Angeboten ist kostbar….und unschlagbar : 10 Minuten AutoFahrt zum attraktiven Airport, (m)ein Drehkreuz für die Ferne.

Wo ist Ihr Lieblingsveedel und warum?

Alle Viertel haben ihren ganz persönlichen Charakter und  Lieblingsecken. Die eigene Zuneigung und Zugehörigkeit wächst mit der Zeit des Aufenthalts, seinen Menschen und Freunden.

Die nahegelegene Südstadt, die fernen Viertel Nippes und Ehrenfeld schätze ich und gehe dort sehr gerne aus. Ich spüre und erlebe dort mehr Kreativität, Individualität und Aufbruch im Sinne der Veränderung.

Der Kölner Süden ruht im Bewährten und scheut Veränderung, lebt Stillstand. Es fehlt der innovativen Einzelhandel wie die multikulturelle Gastronomie, die Input geben,sich trauen neue Wege zu gehen.

Geschäfte wie Lokale, die heute noch wie gestern, ihren Service bieten. Es fehlen Impulse wie auch  UnternehmerKonzepte die Anderes wagen, die unsere Neugierde bespielen. Verlässlichkeit ist ein Gut, aber das Gros der Menschen will überrascht wie angeregt werden, gerade in ihrer Freizeit.

Was können Sie zur Vergangenheit im Kölner Süden sagen?

Unser Bezirk ist leider auf dem Besten Wege städtebaulich zusammen zuwachsen. Viertels- bzw. Ortsgrenze verschwimmen, komplette Grünflächen/ Weiden/ Felder verschwinden, damit fehlen lebenswichtige Windkanäle; von Flora und Fauna ganz zu schweigen. 

Unser Klima wird hier spürbar schlechter, die Umweltwerte verschlechtern sich zunehmend, wachsender Autoverkehr verhindern die natürlich Be-und Entlüftung unserer Viertel.  

 

Sind Sie ein Karnevalsfreund, mögen Sie die fünfte Jahreszeit und verkleiden Sie sich? Wenn ja als was…

Sürther Mädcher-, Stunk- wie die Immi-Sitzung sind gelebte Tradition. Seit 2 Jahren bin ich Mitglied eines Karnevalsstammtisches – Simply Pink- und wir sind auch Zuggruppe im Sürther-Karnevalszug.

Sind Sie in einem Verein oder arrangieren sie sich ehrenamtlich?

– Seit 2015 bin ich im Vorstand des Vereins „côte da Sürth“. Mit engagierten Sürther Unternehmern haben wir das auf Anhieb erfolgreiche Fest „ Tischlein Deck Dich“ auf dem Sürther Marktplatz installiert. Ganz im Sinne der historischen Picknicks in englischen Schlossgärten feiert Sürth mit ca.1000 Gästen nach den Sommerferien ihr jährliches Vierteltest. Unser Termin ist in diesem Jahr am 1.9.2018

– Mit 4 weiteren UnternehmerInnen aus dem Kölner Süden haben wir eine Patenschaft  zur Verschönerung/ Pflege neu angelegter Rosenbeete am Sürther Marktplatz, mit über 200 Neuanpflanzungen seit 2015 übernommen.

– Ein ganz neues Baby sind seit 2017 die „Rheinpatenschaften“, angeregt nach den Vorbildern in Marienburg/ Bayenthal. Idee ist, das ganz individuell – zeitlich – Müll am Rheinufer und Grünflächen gesammelt wird. In Cooperation und Absprache mit der AWB werden Sammelbehälter bereitstellt, die die vollen (orangenen) PlastikSäcke  auch am öffentlichen Mülleimer abholt. Starke Unterstützung erfahren wir durch den Sürther Angelverein und die Kita von St. Remigius und eine wachsende Zahl von „aktiven Sammlern“.

Wo finden Sie es richtig schön im Kölner Süden? Wo halten Sie sich gerne auf?

Wunderschön ist das viele Grün im Kölner Süden, die weiten Naturflächen sind eminent. Die berühmte Riviera Rodenkirchen/Weiß/ Sürth garantiert Freizeit – Erholung – Faktor pur. 

Die zahlreichen Bootshäuser versprechen Urlaubsfeeling, nicht zu vergessen die zahlreichen Rad-Wanderwege, die barrierefreie Strecken bis in den Norden Kölns bieten.

Verwöhnt sind wir im Kölner Süden vom umfangreichen Einkaufsmöglichkeiten, ein vielseitiges Angebot vom noch existierenden Einzelhandel.

Was gefällt Ihnen im Kölner Süden überhaupt nicht? Was nervt?  Wo sind für Sie Schandflecke?

– Augenfällig ist die „Vermüllung“ an öffentlichen Plätzen, Grünflächen, Beeten, in Ecken, in Hecken und leider auch in den vielen kleinen Parks.

– Das Bezirksrathaus eine Never- Ending – Story!

– Unser Bezirk ist Nadelöhr für den FernlastVerkehr und den überlastenden südlichen AB-Ring; ganz aktuell erschütterten die Belastungs-Prognosen mit der Umsiedlung der SchrottFirma Steil von Deutz nach Gondorf , und dies ohne ausreichende Bürgerbeteiligung bzw. – Information.

Wo ist Ihr Lieblingslokal und warum?

Ich favorisiere die mediterrane Küche, hervorheben möchte ich gerne die „ Posteria“ in Sürth, „Linos“ und „Le Quartier“ in Rodenkirchen, sowie meine PlauschTreffs in  „Pino´s Eisdiele“ und „Café de Joy“ in Sürth.

Was fehlt Ihnen im Kölner Süden?

– Der Einzelhandel braucht mehr Unterstützung! Verdi, fehlende Verkaufsoffene Sonntage, stattdessen aber Trödelmärkte mit Neuware im Food- und Non FoodBereich, sowie Internet mit 24 h Service, sind eine verdrängte Tatsache.

– Unser Bezirk braucht mehr Attraktion und Freizeit-Angebote für Jugend wie Junge Generation. Wo s(w)ollen sie hier ausgehen, spätestens mit SchulEnde findet eine Abwanderung in die so genannt Hippen Viertel statt. Wir sollten hier mehr den Focus richten auf die Junge Generation   und somit die Zukunft und besonders die Attraktivität unserer Viertel sichern.

– Grundsätzlich ist in Zukunft mit Zunahmen an  M E H R – Freizeit durch Veränderung oder rationalisiertem Wegfall von  Berufsbildern zu erwarten. Dieser Faktor an MEHRZeit für den Einzelnen ist nicht nur ferne Zukunftsmusik, braucht Pläne und Angebote.

– Verbesserung der Buslinien im Bezirk mit erhöhten attraktiven Fahrzeiten, dies insbesondere für Weiss, Rondorf, Immendorf.

– Linie 17 Fahrzeiten sind eine Farce. Für sie wurde extra eine Wechselanlage in Rodenkirchen gebaut, obwohl es diese in Sürth seit Jahrzehnten gibt und auch dort von der 15 ebenso lang genutzt wurde. Diese Linie fuhr damals den ganzen Tag im 15 Minuten Takt,  wurde aber ganz gestrichen, warum? Unbegreiflich!

Wie will die Politik den Autofahrer zum Umsteigen auf die Öffentlichen Verkehrsmittel überzeugen, wenn nicht durch Attraktivität?

Und was finden Sie ist einzigartig hier?

Natur und City-Nähe, Stadtteil-Liebe, gelebte Viertels-Kultur! 

Über wen, würden Sie gerne etwas aus dem Kölner Süden erfahren?

liebe Jugend : was erwartet Ihr im und vom Kölner Süden? Wohin führt Euer Weg?

Welche Worte würden Sie gerne den Menschen mit auf den Weg geben?

RESPEKT – OFFENHEIT – MITEINANDER – NACHBARSCHAFT – ZIVILCOURAGE

Und was sind ihre Zukunftsgedanken an ihr Stadtgebiet?

Weniger verwaschene Parteipolitik, die Mehrheiten sucht, die ihren Manierismus bedient, die Kalkül und nur interne Lösungen in sich bergen.

Mehr zugewandte und offene Politik mit Bürger-Nähe, sie einbinden und  mit gestalten lassen.

Ich verstehe uns Bürger als ein mündiges Kraft – Kreativ – Potential: innovativ und selbstständig, daß seine Politiker braucht um Entscheidungen / Überlegungen / Planungen zu bündeln , diskutieren und realisieren.

Wir brauchen ( Bezirks-) Politiker für die Umsetzung einer mehrheitlichen Idee und Vision, das Machbare zu hinterfragen. Eine ehrliche Politik mit ihrem Wissen, Netzwerk und Zugriff auf die große Ebene der Landes- Stadt-Bundesverwaltungen und deren Finanzpolitik.

Politik kann Geben und Nehmen sein! und dies nur mit seinen Bürgern!