Corona-Lage in Köln

Bei einer routinemäßigen Überprüfung der mobilen Impfangebote in Köln, die im Auftrag der Stadt Köln von verschiedenen Dienstleistern erbracht werden, hat die Berufsfeuerwehr am Donnerstag, 6. Januar 2022, festgestellt, dass zwei Dienstleister vom 26. Dezember 2021 bis 5. Januar 2022 in bis zu 2000 Fällen Impfstoff verabreicht haben, der, nachdem er am 26. Dezember 2021 abgelaufen war, bis zum 5. Januar 2022 weiterimpft wurde.

Dies erfolgte im Rahmen folgender Impfaktionen:

  • am 27. Dezember auf dem Pariser Patz in Chorweiler und in der Dreikönigenstraße im Severinsviertel
  • am 28. Dezember in der Melchiorstraße im Agnesviertel und auf dem Mathiaskirchplatz in Bayenthal
  • am 29. Dezember auf der St. Tönnis-Straße in Worringen und auf der Aachener Straße in Lindenthal
  • am 30. Dezember im Kuckucksweg in Ehrenfeld und auf der Goethestraße in Weiden
  • am 2. Januar in der Montessoristraße in Pesch und im Airbus Zero G am Flughafen Köln/Bonn
  • am 3. Januar in der Kalker Hauptstraße in Kalk und am Pariser Platz in Chorweiler
  • am 4. Januar auf dem Neusser Wall in der Innenstadt und am RheinEnergieStadion
  • am 5. Januar auf dem Neusser Platz im Agnesviertel und in der Brühler Straße in Rodenkirchen
  • am 6. Januar auf der Aachener Straße in Lindenthal und am RheinEnergieStadion

Dabei wurde ausschließlich eine Charge des Impfstoffes Moderna verimpft. Mitarbeitenden der Dienstleister ist bei Einlagerung des Impfstoffs entgangen, dass im Übergabeprotokoll stand, dass der Impfstoff am 26. Dezember 2021 ablaufen wird, da er zur Verimpfung aufgetaut worden war. Das auf den Impfampullen aufgedruckte Haltbarkeitsdatum der Chargelag im Juni 2022, gilt aber nur für den gefrorenen Zustand des Impfstoffs.

Dr. Volker Ruster, stellvertretender Leiter der Berufsfeuerwehr, beschreibt den Prozess:

Die Dienstleister holen den Impfstoff für die mobilen Impfungen zweimal wöchentlich im Gesundheitsamt oder im Impfzentrum in der Lanxess Arena ab. Dort wird der Impfstoff mit einem Übergabeprotokoll übergeben, auf dem unter anderem die Chargennummer und das Ablaufdatum dokumentiert sind. Der Impfstoff wird dann vor Ort unter ärztlicher Aufsicht rekonstituiert und verimpft.

Im Dezember wurde auch bei den mobilen Impfungen wegen der gesunkenen Nachfrage weniger Impfstoff verabreicht als früher, weshalb die Impfstoffe nicht mehr vollständig – so wie zuvor – verimpft wurden und daher eingelagert werden mussten. Dies hatte zur Folge, dass eingelagerter Impfstoff noch über das Ablaufdatum hinaus vorhanden war. Es gab dazu zwar einen expliziten Kontrollhinweis, der aber nicht bei allen Dienstleistern umgesetzt wurde.

Nach Bekanntwerden hat die Berufsfeuerwehr sofort veranlasst, dass die Dienstleister gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr noch einmal alle Prozesse qualitätssichernd überprüfen. Die für heute terminierten Erwachsenen-Impfungen in den Stadtteilen wurden daher abgesagt. Die heute stattfindenden Kinder-Zweit-Impfungen werden unter Aufsicht der Feuerwehr mit anderen Dienstleistern durchgeführt. Die Impfungen werden in Gänze erst dann wieder aufgenommen, wenn der Sachverhalt vollständig geklärt, die bestehenden Prozesse überprüft und gegebenenfalls weitere Kontrollmechanismus etabliert wurden. Die noch vorhandenen aufgetauten Impfstoffe wurden vollständig verworfen.

Das Gesundheitsamt hat sich mit Bekanntwerden des Vorfalls parallel dazu an das Paul-Ehrlich-Institut gewandt, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Gesundheitsamtsleiter Dr. Johannes Nießen unterstreicht:

Wir schließen eine gesundheitsschädliche Wirkung durch den verabreichten Impfstoff aus. Was die Wirksamkeit angeht, lassen Erfahrungen aus vergleichbaren Fällen den Schluss zu, dass auch nach Verabreichung eines wenige Tage zu lang aufgetauten Impfstoffs ein unverminderter Impfschutz besteht. Sollte das Paul-Ehrlich-Institut diese Auffassung nicht bestätigen, werden wir alle Betroffenen individuell kontaktieren und ihnen anbieten, im Gesundheitsamt ihren Impftiter, also die Menge der Antikörper, bestimmen und sich, falls das notwendig sein sollte, erneut impfen zu lassen.

Infektionsfälle an Kitas und Schulen

Aktuell gibt es 702 infizierte Schüler*innen, von denen 152 im infektiösen Zeitraum in der Schule waren, sowie 145 infizierte Mitarbeitende, von denen 27 im infektiösen Zeitraum in der Schule waren. Des Weiteren gibt es 112 infizierte Kita-Kinder, von denen 20 im infektiösen Zeitraum in der Kitawaren, und 54 infizierte Mitarbeitende, von denen 10 im infektiösen Zeitraum in der Kitawaren. Es befinden sich insgesamt 183 Kontaktpersonen aus Schulen und Kitas in Quarantäne. In Köln gibt es insgesamt 295 Schulen mit 150.100 Schüler*innen, 686 Kitas mit 42.088 Kita-Kindern und 902 Tagespflegepersonen beziehungsweise Großtagespflegestellen, die 3.430 Kinder betreuen.

Alle wichtigen Informationen sind im Internet abrufbar

Sämtliche städtische Impfaktionen für Kinder und Erwachsene sind unter https://www.stadt-koeln.de/artikel/70610/#ziel_0_41 abrufbar. Unter www.corona.koeln hat die Stadt Köln die wichtigsten Informationen und Zahlen zum Corona-Virus zusammengestellt und verlinkt auf weitere Informationsseiten. Unter www.teststellen.koeln ist eine Übersicht über die Teststellen abrufbar, in denen sich Kölner*innen kostenlos testen lassen können. Bei Fragen zum Corona-Virus ist die Corona-Hotline der Stadt Köln montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr sowie samstags von 8 bis 20 Uhr und sonntags von 10 bis 16 Uhr unter 0221 / 221-33500 zu erreichen. Die Impf-Hotline des Gesundheitsamtes ist montags bis samstags von 8 bis 16.30 Uhr, ausnahmsweise auch an diesem Sonntag von 10 bis 16 Uhr, unter 0221 / 221-33578 erreichbar. Sämtliche städtische Impfaktionen für Kinder und Erwachsene

Wichtigsten Informationen und Zahlen

Übersicht über die Teststellen

(Text:PI/Stadt Köln/Simone Winkelhog)