Dass die Ausübung des Kosmetiker-Handwerks gemäß der überarbeiteten Corona- Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen im laufenden November nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich ist, bewegt die betroffenen Betriebe sehr. Die Handwerkskammer zu Köln stellt dahingehend nicht nur einen hohen Beratungsbedarf, sondern vor allem großes Unverständnis fest.
Der Präsident der Kammer, Hans Peter Wollseifer, appelliert nach einem persönlichen Austausch mit Vertreterinnen des Kölner Kosmetik-Handwerks an die Politik ihre missliche Lage ernst zu nehmen und entsprechend zu handeln: „Es ist sehr bedauerlich, dass die jüngsten Beschlüsse von Bund und Ländern nur das Friseurhandwerk von den Einschränkungen ausnehmen. Hier besteht dringend Anpassungs- und Handlungsbedarf!“ Wollseifer versichert im permanenten Austausch mit politischen Verant- wortlichen zu stehen, um Unklarheiten bei der Corona-Schutzverordnung auszuräu- men: „Kosmetikbetriebe verfügen seit jeher über fein abgestimmte Hygienekonzepte. Sie sind generell dazu verpflichtet, bei ihrer täglichen Arbeit Hygienestandards umzu- setzen, die gesetzlich vorgeschrieben und zum Schutz der Kundinnen und Kunden unbedingt einzuhalten sind. Diese Konzepte sind in den letzten Monaten noch erwei- tert worden. Ich kann die verordnete Tätigkeitseinschränkung deshalb nicht nachvoll- ziehen und bitte die Landesregierung um eine kritische Überprüfung. Kosmetikerinnen und Kosmetiker müssen ihre Arbeit sofort wieder aufnehmen können!“
Die Initiative #beautybranchestehtauf begrüßt Wollseifer unterdessen ausdrücklich: „Das sich engagierte Kosmetikerinnen und Kosmetiker zusammengeschlossen haben, um ihre Interessen zu bündeln, ist ein gutes Signal. Eine Professionalisierung des Kosmetik-Handwerks ist der richtige Weg. Meine Unterstützung ist ihnen dahingehend sicher.“

(Text:Handwerkskammer zu Köln )