Die KVB hat die Folienabtrennung in ihren Bussen, mit denen die Fahrerinnen und Fahrer vor einer Infektion mit dem Corona-Virus geschützt wurden, durch Trennscheiben ersetzt. Diese Scheiben befinden sich direkt neben dem Fahrersitz und versperren nicht den Durchgang von der vorderen Tür in den Fahrgastraum. Somit können die Fahrgäste nun wieder alle Türen der Busse nutzen.
Vor diesem Umbau hat die KVB die Auswirkungen genau abgewogen und auch die Erfahrungen anderer Verkehrsunternehmen, z. B. aus Berlin und Hamburg, berücksichtigt. Die neuen Trennscheiben schützen die Fahrerinnen und Fahrer sowohl vor Übergriffen Dritter, als auch vor Corona. Mit zunehmender Impfung der Bevölkerung kann auf die zusätzlich eingezogenen Folien verzichtet werden, zumal die Maskenpflicht in den Fahrzeugen zum Schutz des Fahrdienstes und der Fahrgäste bestehen bleibt. Dies sorgt für eine bessere Durchlüftung der Busse, weil keine Folie mehr die Luftbewegung behindert. Auch wird der Fahrgastwechsel an den Haltestellen wieder beschleunigt, so dass die KVB-Busse weniger Verspätungen aufbauen. Die Entfernung der Folien hat zudem den positiven Effekt, dass sich der Fahrgastwechsel nun durch den Rückspiegel wieder besser beobachten lässt, so dass mobilitätseinge- schränkten Personen schneller geholfen werden kann.
Die KVB ist eines der letzten Unternehmen, die die Folien aus ihren Bussen entfernt hat. Das sehr vorsichtige Verhalten begründet sich darin, dass zunächst die Erfahrungen anderer Verkehrsunternehmen beobachtet werden sollten. In den Unternehmen, die bereits ihre Folien entfernt haben, konnte kein erhöhtes Infektionsgeschehen im Fahrdienst festgestellt werden. Im Auftrag der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben Institute der Charité, Universitätsmedizin Berlin und TU Berlin die Wirkung von Durchlüftung und Schutzscheiben untersucht. Hiernach reduzieren Lüftung, geöffnete Fenster und Türen die Aerosol- konzentration um bis zu 80 Prozent. Trennscheiben verhindern effektiv die Ausbreitung von Aerosolen vom Fahrgastraum zum Fahrerarbeitsplatz.

(Text: Kölner Verkehrs-Betriebe AG /STA )