Stadt Köln informiert:

Bildungseinrichtungen sollen so lange wie möglich aufrecht erhalten bleiben

Die Stadt Köln hat ein strukturiertes Risiko-Bewertungs-System entwickelt, mit dem Rahmenbedingungen geschaffen werden, die eine maximale Aufrechterhaltung der Bildungsinfrastrukturen Schule und Kitaermöglichen sollen.
Unser Ziel ist, dass die Schulen und Kitas dieser Stadt so lange wie möglich unter sicheren Rahmenbedingungen geöffnet bleiben, sagt Robert Voigtsberger, Beigeordneter für Bildung, Jugend und Sport.
Mit dem COSCHUL-Konzept können wir die jeweils mildeste, mögliche Maßnahme ergreifen, um nicht pauschal ganze Klassen oder Kita-Gruppen nach Hause zu schicken. Schließungen dürfen nur das allerletzte Mittel sein.
Der Krisenstab der Stadt Köln hat mit dem vom Kölner Rettungsdienst und dem Gesundheitsamt gemeinsam entwickelten Konzept eine Gesamtstrategie beschlossen, die auf den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts aufbaut. Es beinhaltet:
  • Ein flankierendes, infektiologisches Begleit-Monitoring für die Kinder und Betreuenden, in deren Umfeld Indexfälle aufgetreten sind, ohne dass sie engere Kontaktpersonen sind;
  • Ein verbessertes Management der Index- und Kontaktpersonen durch besonders geschulte Kräfte;
  • Adaptierte Lüftungskonzepte;
  • Eine ärztliche Überwachung der Prozesse und Unterstützung bei konkreten Fragen.
Die bisherigen Bausteine zur Sicherstellung des Schulbetriebes und Kitabetriebes werden im Projekt ‚COSCHUL‘ um wesentliche Säulen ergänzt, was der Sicherstellung des Schul- und Kitabetriebes auch in Zeiten einer dynamischen Infektionsentwicklung dient, so Prof. Dr. Dr. Alex Lechleuthner, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes bei der Feuerwehr zur Funktionsweise des Konzepts.
Konkret funktioniert es so, dass die Informationen zu neu auftretenden Indexfällen mit dem Gesundheitsamt standardisiert abgestimmt und die Maßnahmen einheitlich umgesetzt werden. Es werden adaptierte Lüftungskonzepte erarbeitet und es wird ausgelotet, ob maschinelle (beispielsweise CO2 Ampeln) und innovative Filtersysteme (zum Beispiel Heparfilter) hierbei unterstützen können. Außerdem wird es ein infektiologisches Begleit-Monitoring geben, das den Beteiligten mehr Sicherheit geben wird und rasche Reaktionsmöglichkeiten gewährleistet. Für das Gesundheitsamt bedeutet dies, dass Personen mit positivem Testergebnis zunächst wie üblich als Indexfälle detektiert werden. Die dann folgende Ermittlung der Kontaktpersonen sowie deren Klassifizierung finden anschließend gemeinsam mit den Covid-Beauftragten der Schulen und Kitasstatt.
Wir ermitteln weiterhin Infektionsquellen, um ihre Kontakte zu unterbrechen. Wenn wir darüber hinaus dann Kontaktpersonen der Kategorie 1 in die häusliche Quarantäne schicken und die übrigen Kinder direkt getestet werden, können diese in ihren Klassen und Kitagruppen verbleiben. Wir erwarten, dass eine verzahnte Zusammenarbeit mit den Covid-Beauftragten unsere Prozesse und Abläufe verbessern wird,so Dr. Johannes Nießen, Leiter des städtischen Gesundheitsamts.
Die Testung erfolgt künftig in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr. Auf diese Art und Weise kann der Betrieb auch bei Auftreten von Indexfällen weitestgehend erhalten bleiben. Die Schulen und Kitas sollen den entwickelten COVid19-Score nicht zur Selbstanwendung an die Hand bekommen, sondern COVid19- Beauftragte werden vor Ort tätig werden. Für den Start des Projektes müssen zunächst die erforderliche Personalauswahl erfolgen und die Stellenbesetzungen vorgenommen werden. (Text:Stadt Köln – Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)