Damals und heute

Helga und Horst Weber – Diamantene Hochzeit. 60 Jahre, was eine lange Zeit. „Im Tabaris habe ich Helga das erste Mal gesehen“, erzählt Horst mit liebenden Blicken auf seine Frau und sie fügt schnell hinzu „aber neben an in der Biertanzbar, wo ich mit meinen Freundinnen zum Rock’n’Roll tanzen war, hast Du um mich geworben“, ja und dann sprudelt es aus beiden nur so hinaus. Viele alte Namen fallen meist aus der Südstadt und von den Kölner Wochenmärkten, denn das war ihr Leben. Sie erzählen aus ihrer Jugend. Sie war erst 18, er gerade 21. „Er hat mich direkt geduzt, das hatte ich gar nicht gern. Ich war doch feine Hutmacherin“, sie lacht ihn an und man merkt, er hat alles richtig gemacht, denn die Zwei haben immer noch ein gewisses Knistern in ihrem Umgang. Sie erzählen vom Anfang, von ihrer Liebe, ihrer Verlobung an Weihnachten und ihrer Hochzeit. „Ich wollte eine Kutsche und mein Horst hat sie mir besorgt“. Sie erzählen vom ersten Marktstand und das es ihr viel zu kalt war. Darum bekam sie einen Marktwagen auf der Severin Straße. „Die Freifläche haben wir für 300,-Mark vom Kamelle-Geschäft angemietet“. Die Südstadt war ihr Zuhause, dort fühlte sie sich wohl und ließ ihren Mann über die Märkte fahren. Dann kam Sohn Armin auf die Welt und natürlich wurde er am Markstand groß. Nach Schulschluss war für ihn klar, es ging zum Stand der Mutter, wo er seine Schularbeiten machte und seinen Freundeskreis traf. Man merkt, das ist eine echte Marktfamilie. Auf den Tag genau haben die Senioren jetzt ihre Diamantene Hochzeit gefeiert und ihr Ehegelöbnis erneuert. „Wir freuen uns auf das, was da noch kommt“ und das bedeutet bei ihnen auch die Kölschen Grielächer, denn dort sind sie seit 50 Jahren Mitglied.