Das singende Bootshaus – Im Kanu-Club Grün-Gelb Köln (KCG)

Sing doch ene met!

Singen ist die schönste Kommunikationsform der Menschen und gemeinsam im Chor ist es noch schöner. Und unsere Stadt Köln mit ihrer Musikhochschule, ihren dutzenden Opern-, Konzert- und Amateurchören und gefühlt 10.000 Kölschliedern ist ganz bestimmt die Welthauptstadt des Singens.

Was macht ein Kanuverein nach dem Abpaddeln? Da hatten Gitte und Wilfried „Stachu“ Buchmann schon vor drei Jahren die Idee, auch mal wieder gemeinsam zu singen, schon weil es eine alte Tradition im KCG gibt. Schon zu Zeiten der Vereinsgründung vor über 60 Jahren wurde an manchen Sommerabenden am Lagerfeuer zu Mandolinenklängen gesungen und  gemeinsames Singen war der Ausklang eines Paddeltages.

Richtig schön sollten unsere neuen Gesangsabende im Bootshaus werden, deshalb war professionelle Hilfe gefragt. Vor drei Jahren hatten wir deshalb schon mal einen Chorleiter engagiert; im Jahr darauf übernahm der Kantor der Evangelischen Gemeinde von Köln Poll die Leitung des „KCG-Chores“. Danach war erst mal Pause, denn es war nicht einfach für uns Amateursänger einen geeigneten und willigen Leiter zu finden. Doch Gitte und Stachu Buchmann  gaben nicht auf. Da wurde erst mal in den eigenen Reihen geforscht. Welches Mitglied kann ein Instrument spielen, welche Lieder wären für einen spontanen „Laienchor“ geeignet, wer könnte das ganze moderieren und welche technische Unterstützung wäre notwendig?

Und siehe da; Unter unseren Vereinsneulingen fand sich doch tatsächlich ein Potential professioneller und/oder neben-beruflicher Musikschaffender, die auch bereit waren, das „Singende Bootshaus“ zu realisieren.

Da ist zunächst Birgit Wegemann, Mitglied seit dem letzten Jahr. Sie hat über die Kanuschule zu uns gefunden. Birgit studierte Musik und Gesang und gibt neben vielen Auftritten als Sopransängerin Kurse (auch für  jedermann) in allen Bereichen der Stimm-, Sprach- und Gesangsbildung. Näheres findet man unter ihrer Website www.musico.de.

Und dann fand sich zu unserer Freude ein weiterer Musiker für die Veranstaltung, Ralf Hölker. Er kam vor zwei Jahren zu unserem Verein und kann sich besonders für das Stehpaddeln (SUP) begeistern. Ralf ist promovierter Arzt für Allgemeinmedizin und hat sich spezialisiert auf Schlafförderung und Stressverminderung. Auch bei seinen Hörbüchern zum besseren Einschlafen und zum Entspannen spielt Musik eine große Rolle, denn was entspannt und erfreut den Menschen mehr als die Musik!? Näheres findet ihr unter seiner Website:  www.schlaffoerderung.de

Schlager, Popsongs, Evergreens, Volkslieder und natürlich Kölsche Lieder, das ganze große Liederspektrum hatten Birgit und Ralf mit großem Engagement eingeübt und präsentiert. Und alle waren begeistert. Gitte als Initiator ließ sich sogar zu einem Solo-Gesangsautritt überreden und Jobst Epmeier hatte die Aufgabe übernommen, den Abend zu moderieren. So also traf sich zur Zeit der langen Abende die neue Chorleitung mit einer großen hochmotivierten Sängerschaar zum „Singenden Bootshaus“. Birgit bespielte das elektronischen Klavier und  Ralf die Gitarre und gaben so den Ton an.

Stachu hatte sich wie immer um das technische Equipment gekümmert. Das tolle war die Projektion aller Texte synchron auf eine große Bildwand, so dass wirklich jeder mitsingen oder summen konnte, wenn er nur irgendwie die Melodie kannte. Das war auch nötig, denn Gitte und Stachu hatten ordentlich Werbung für den Abend gemacht und auch alle Kanu-Vereine aus Rodenkirchen eingeladen. So waren rund 70 Sänger und Sängerinnen zusammen gekommen, der große Vereinssaal des KCG war proppevoll und es kam ein gesangsfreudiger und lautstarker Chor zustande.

Etwas untergegangen war die Information, dass der Abend bayrisch gestaltet werden sollte. Vielleicht hatten auch die wenigsten Lust dazu. Aber Regine Will hatte mit ihrem Catering-Service Green Cuisine ausnahmsweise eine deftige „Bayrische Brotzeit“ bereitgestellt und das hat allen dann doch zugesagt.

Großer und dankbarer Beifall an die Chorleitung und schließlich an uns selbst, besser konnten wir nicht singen.

Wir hoffen, dass wir uns im nächsten Jahr im Singenden Bootshaus wiedersehen.

Text und Foto: Wolfgang Lambert