Ziel des Foto-Projektes ist es den Corona bedingten Honorarausfall bei Tänzer*innen durch den Verkauf von qualitativ und künstlerisch hochwertigen Fotos zu kompensieren.

Doreen Naß, © Martin Miseré

Die Grundidee zu dem Projekt ist entstanden, als die Stadt durch den Shutdown menschenleer war und die Tänzer alleine zuhause trainieren mussten, ohne zu wissen wann sie das nächste Mal wieder auf einer Bühne stehen können um damit ihren Lebensunterhalt verdienen zu  können.

Für den Fotografen Martin Miseré war es nahliegend, die Tänzer in die leere Stadt zu holen und deren künstlerischen Darbietungen in den urbanen Raum zu transponieren.

Für die Tänzer*innen wird somit ihre Stadt zu ihrer Bühne.

Über die seit dem 22.05. online geschaltete Webseite https://deinestadtdeinebuehne.de/ sind bereits über 500,- Euro an Honorar für die Tänzer*innen eingenommen worden.

Nach Abzug der Druckkosten gehen ca. 85% der Nettoeinnahmen an den auf dem gekauften Foto abgebildeten Tänzer*in. Die restlichen 15% werden zur Kostendeckung des Projektes und für den ebenso vom Shutdown betroffenen Fotografen verwendet.

Auf jeder Fotografie ist nur ein Künstler/in* zu sehen, genau die Person, die den Hauptteil des Verkaufs-Gewinnes der Fotos erhalten wird.

Eine grafische Bühne, entworfen von der Art-Direktorin Mira Falkenberg, reduziert die Form der Bühne auf eine Fläche, die räumlich halbtransparent ins Motiv ragt. Sie symbolisiert die Bühne innerhalb der städtischen Szenerie und bildet eine grafische Verbindung innerhalb der Fotoserien

Bei dem Projekt haben bereits 23 Tänzer*innen teilgenommen, über 100 Motive können erworben werden. Das Projekt, wächst weiter und soll zusätzlich auch über den Shutdown hinaus Öffentlichkeit für Kulturschaffende bieten.

Kunst und Kultur zählen zu wichtigen Grundwerten unserer Gesellschaft. Sie und ihre ausführenden Personen sind schützenswert und – konsequent weitergedacht – auch systemrelevant.

Teilnehmende Künstler/innen* erfüllen folgende Voraussetzungen:

‣  verdienen ihren Lebensunterhalt als Tänzer/in*

‣  haben erhebliche Auftritts-Absagen durch die Corona-Pandemie

Die Resonanz bei den angefragten Tänzer*innen war enorm. Viele Tänzer*innen haben nach dem Shooting berichtet, dass es für sie richtig toll war wieder mit Sinn getanzt zu haben, auch wenn der Fotograf meist der einzige Zuschauer in dem Moment des Shootings für sie war, von ein paar interessierten Beobachtern abgesehen.

Kontakt:    Martin Miseré

mail: mm@m-misere.de | web: www.deinestadtdeinebuehne.de

(Text:Mechtild Tellmann)