Kampagne macht auf Problematik von „Dooring-Unfällen“ aufmerksam

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© Stadt Köln/ Holländischer Griff

Zu einer Vielzahl von Unfällen zwischen Auto- und Radfahrenden kommt es dann, wenn das Auto steht. Laut Unfallforschung der Versicherer liegt die Ursache bei mehr als der Hälfte der Verkehrsunfälle zwischen Radfahrenden und parkenden Autos im unaufmerksamen Öffnen der Autotür. Die Folgen sind oft schwerwiegend: Nach Informationen der Polizei Köln haben im Jahr 2020 deutlich mehr als 100 Radfahrende durch sogenannte „Dooring-Unfälle“ teils schwere Verletzungen erlitten – sei es, dass sie auf die plötzlich geöffnete Tür auffuhren oder im Zuge eines Ausweichmanövers vom fließenden Verkehr erfasst wurden.

In den Niederlanden wird mit dem sogenannten „holländischen Griff“ in der Fahrschule ein kleiner Trick vermittelt. Die Tür wird mit der von der Autotür abgewandten Hand geöffnet und die Personen im Auto drehen sich automatisch in Richtung Schulterblick. Mit diesem Trick werden Autofahrende wie auch Beifahr*innen den Schulterblick bestimmt nicht vergessen und die Verkehrssicherheit für Radfahrende wird deutlich verbessert.

Aber auch Radfahrende sollten immer aufmerksam sein und parkende Autos am Fahrbahnrand mit einem Mindestabstand von rund einem Meter passieren. Auf engen Straßen, auf denen der Abstand zu parkenden Autos am Fahrbahnrand nur schwierig einzuhalten ist, empfiehlt es sich, selbstbewusst in der Mitte zu fahren.

Mit einer am 30. März 2021 startenden Informations-Kampagne macht das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung auf das Thema „Dooring“ aufmerksam und mahnt stadtweit mit gleichnamigen Plakaten zur „Rücksicht mit Rückblick“.

(Text: Stadt Köln – Amt für Presse- und ÖffentlichkeitsarbeitRobert Baumanns)