Der Kölner Ehrenamtspreis wurde großjährig und zum 21. Mal an wundervolle Menschen verliehen, die sich im Stadtgebiet ehrenamtlich einsetzen. In diesem Jahr waren die 10 Würdenträger von sehr unterschiedlicher Herkunft. Bezirksbürgermeister Manfred Giesen machte bei der Verleihung, die nur unter den geehrten Personen ohne Begleitperson und Publikum stattfand, eine sehr schöne Reise durch das Stadtgebiet und erläuterte mit vielen persönlichen Worten das bürgerschaftliche Engagement. Freiwilligkeit, die positive und disziplinierte Orientierung am Gemeinwohl sowie die Unterschiedlichkeit wurde sehr genau herausgestellt. So ehrte er Rektorin Anke Porzsold aus Bayenthal von der Maria-Sibylla-Merian Gemeinschaftsgsgrundschule in der Cäsarstraße für ihre unermüdliche Sammelaktion von Spielsachen für das Hövi-Land. Auch Schulleiterin Barbara Goodworth von der Franziskus-Grundschule in der gleichen Straße wurde berücksichtigt. Diese Schule hat gerade zu Coronazeiten ihr Schulmotto „Du bist mir wertvoll“ auf ganz wundervolle Weise ins Stadtgebiet getragen. So wurden z.B. von Kindern gemalte Bilder ins Krankenhaus und in die Senioreneinrichtungen gebracht und überall, wo es möglich war, kindliche Freude geschenkt. Um Freude, Spaß und Zusammenhalt ging und geht es auch bei „Zollstock lääv“. Dieser junge Verein aus Zollstock – an der Spitze Patrick Mittler – zeichnet sich auf ganz vorbildliche Weise für die Verbindung von Vereinen, Handel und Bevölkerung aus. Netzwerken modern, verbindlich, zukunftsweisend trifft in dieser Gruppe nachahmenswert zu und zeigt, dass auch in den letzten zwei Jahren Vieles möglich ist. Vieles möglich ist auch in der StraßenKulturSzene, dafür setzt sich nämlich Franco Clemens ein. Hilfe für obdachlose Menschen sind sein Schwerpunkt. Gleich, ob es um eine öffentliche Toilette, die Verbindung verschiedener Institutionen oder Einzelschicksale geht, er hat für Menschen am Rande der Gesellschaft immer ein offenes Ohr und durch seine gute Vernetzung oft eine Lösung. Lösungen sucht auch Leon Barthel für das Klima. Er ist täglich unterwegs im Bereich Foodsharing, Naturschutz und Klimawandel. Hochinteressant waren seine Berichte. Interessant war auch die Lebensgeschichte von Farhad Satari, er ist als Geflüchteter gekommen, leitet heute eine Pfadfindergruppe in Rondorf und engagiert sich stark im Haus der Familie neben seiner Berufsausbildung. Um Integration geht es auch Viktoria Krause. Sie leitet eine Gruppe von Jurastudenten, die sich für Senioren mit Rechtsfragen einsetzen. ‚Anschaulich berichtete sie von der Arbeit und zeigte deutlich auf, dass Jung und Alt sehr wohl voneinander profitieren können. Profitieren konnte auch jeder von Marlies Marks, sie wurde ausgezeichnet für den Kölsch Klaaf. Als Sprecherin der kölschen Sprache trägt sie über die Kölsch Akademie Gedichte, Geschichten und Liedgut in Seniorenhäuser. Um Senioren ging es auch bei der letzten Auszeichnung: Erika Pleitgen und Carlos Stemmerich wurden nämlich geehrt für den Fahrservice zum Impfzentrum. Sie fuhren mit einer großen Logistik ältere Bürger zur Coronaschutzimpfung zu Lockdownzeiten. Am Ende der Veranstaltung war Manfred Giesen sichtbar erfreut, dass auch unter Einhaltung aller strengen Coranavorschriften eine solche Verleihung, auch im Namen der Oberbürgermeisterin Reker, die nicht anwesend war, möglich ist.