Der Evangelische Kirchenverband Köln und Region hat die Diakoniespende 2020/2021 vorgestellt. Spendenzweck sind in diesem Jahr und bis zum Sommer 2021 sechs ambulante Hospizdienste in Köln und Region: Der ambulanten Hospizdienst der Johanniter im Kölner Süden, der ambulante Hospizdienst der Evangelischen Gemeinde Köln, der ökumenische Hospizdienst Köln-Dellbrück-Holweide, der ökumenische Hospizdienst im Kölner Westen, der ambulante Hospizdienst Bergisch Gladbach „Die Brücke“ im Diakonischen Werk und der ökumenische Hospizdienst in Rösrath.

„Lassen Sie uns gemeinsam Menschen am Ende ihres Lebensweges helfen, dass sie ihre letzten Tage in Würde erleben können“, bittet Stadtsuperintendent Bernhard Seiger mit dem aktuellen Aufruf. Mit den Spenden werden die Hospizdienste direkt unterstützt. Zum Beispiel bei der Anschaffung wichtiger Ausrüstung, der Fortbildung von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitenden und bei der Finanzierung von dem, was gerade vor Ort am dringendsten benötigt wird.

Prominente Persönlichkeiten unterstützen die Diakoniespende 2020/2021. Darunter sind Prof. Ingo Froböse von der deutschen Sporthochschule Köln, die Moderatorin Barbara Eligmann und Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes.

„Während ich dies schreibe, stirbt irgendwo in meiner Stadt ein Mensch einsam und allein. Und während Sie dies lesen auch”, Barbara Eligmann erinnert sich an den Tag, an dem ihr jüngerer Bruder ohne Vorwarnung starb. Seitdem beschäftigt sie sich intensiv mit der Frage, wie es sein wird, wenn der Tag gekommen ist. „Es gibt viel zu wenige Plätze für viel zu viele Menschen. Damit das nicht so bleibt, sollten wir alle mehr über‘s Sterben nachdenken, miteinander reden und die Hospize und Hospiz-Dienste unterstützen.”

Prof. Ingo Froböse weiß, dass Hospizarbeit „in besonderer Weise unmittelbar die Qualität einer Gemeinde und eines Quartiers auszeichnet. Dabei gelingt es, die letzte Lebensphase so zu gestalten, dass die Menschen die letzten Wochen und Tage in großer Geborgenheit erleben und in Würde sterben können!” Zusammen mit Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes schätzt er die Bedeutung dieser wichtigen und ehrenvollen Aufgabe. „Die Trauer kann man den Betroffenen und ihren Angehörigen nicht nehmen – doch für alle ist es eine große Erleichterung, zu wissen, dass sie auf diesem schweren Weg nicht alleine sind” schreibt die Bürgermeisterin und Patin der diesjährigen Diakoniespende.

Seit vielen Jahren unterstützt der Evangelische Kirchenverband Köln und Region Einrichtungen und Initiativen, die für ihre engagierte Arbeit auf Spenden angewiesen sind. Bis Sommer nächsten Jahres sammelt die Evangelische Kirche in Köln und Region die Diakoniespende für die Hospizdienste in Köln und Region. Das Besondere an der Aktion: Der Evangelische Kirchenverband Köln und Region verdoppelt die eingehenden Spenden bis zu einem Gesamtbetrag von insgesamt 100.000 Euro.

(Text:

Andy Christian Ebels/Stv. Leiter Amt für Presse und Kommunikation/Evangelischer Kirchenverband Köln und Region)